Höhere Mitgliederbeiträge beschlossen

Am Dienstag, 15. April 2025, fand im Event Hangar des Innovationsparks Zürich die 13. Generalversammlung des Vereins FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung – statt. 270 Personen, darunter 218 stimmberechtigte Mitglieder, nahmen an der Versammlung teil.

Eröffnet wurde die Versammlung durch André Ingold, Stadtpräsident von Dübendorf und Präsident des Vereins FRZ Flughafenregion Zürich - Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung. In seinen einleitenden Worten unterstrich er die besondere Bedeutung Dübendorfs als traditionsreicher Luftfahrtstandort und dynamische Zukunftsgemeinde im Kanton Zürich. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungsprojekte – von neuen Bildungsinfrastrukturen über das Grossprojekt Innovationspark bis hin zu Mobilitätslösungen – verwies er auf die Verantwortung, aber auch die Chancen für die gesamte Region. Ingold dankte der Stadt Dübendorf sowie den Partnern Innovationspark Zürich, Zürcher Kantonalbank, Tom’s Original und VBG für ihre Unterstützung.

Grusswort der Volkswirtschaftsdirektion Zürich

Fabian Streiff, Amtschef des Amts für Wirtschaft, überbrachte die Grüsse des Kantons Zürich und stellte zentrale Erkenntnisse aus der kantonalen Standortanalyse vor. Dabei sprach er über demografische Veränderungen, die steigende Regulierungsdichte und neue geopolitische Herausforderungen. Besonders betonte er die hohe Abhängigkeit der Zürcher Wirtschaft vom EU-Raum, sowohl im Export als auch bei der Fachkräftegewinnung. Trotz globaler Unsicherheiten zeige sich die Zürcher Wirtschaft robust. Als zentrale Handlungsfelder nannte Streiff die Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit, die Innovationsförderung und die nachhaltige Sicherung der bilateralen Beziehungen mit der EU. Mit dem Zitat „Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern gut auf sie vorbereitet zu sein“ schloss er sein pointiertes Grusswort.

Visionärer Ausblick im Innovationspark Zürich

Peter E. Bodmer, Präsident des Stiftungsrats Innovationspark Zürich, gab in seiner Keynote einen inspirierenden Einblick in das entstehende Ökosystem für Forschung, Entwicklung und Innovation auf dem historischen Flugplatzareal in Dübendorf. Unter dem Leitsatz „Zukunft entsteht hier“ erläuterte er die Rolle des Parks als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Im Fokus stehen Technologien wie Robotik, Raumfahrt, künstliche Intelligenz und nachhaltige Mobilität. Der Innovationspark soll etappenweise wachsen und bis zu 10’000 neue Arbeitsplätze schaffen. Bodmer betonte die Bedeutung der Interdisziplinarität, den Nutzen für KMU und die zentrale Rolle von Start-ups. Die Ansiedlung von Starlab Space gelte als Meilenstein, insbesondere mit Blick auf Anwendungen der Raumfahrttechnologie in der Biotechnologie.

Rückblick auf ein erfolgreiches Vereinsjahr 2024

Im anschliessenden Bericht blickte Rahel Kindermann Leuthard auf ein stabiles, professionell geführtes und inhaltlich starkes Geschäftsjahr 2024 zurück. Der Verein führte über 50 Veranstaltungen mit insgesamt 5’570 Teilnehmenden durch, darunter der 10. Immobilien Summit sowie das 24. Wirtschaftsforum, das mit Besucherrekord abschloss. Die Mitgliederzufriedenheit lag bei 93 Prozent, 86 Prozent würden die FRZ aktiv weiterempfehlen. Die Mitgliederzahl stieg weiter auf über 850 Unternehmen und Institutionen.

Parallel wurde die Organisation auf ein neues operatives Niveau gehoben. Ein umfassender Fitnesscheck in Zusammenarbeit mit dem Swiss Safety Center führte zu optimierten Prozessen, gesenkten Risiken und gestärkter Resilienz. Der Relaunch des Corporate Designs, eine neue Website sowie die Erweiterung der Marketing-Partnerschaften unterstrichen den inhaltlichen und kommunikativen Fortschritt. Die Jahresrechnung 2024 weist bei einem Umsatz von CHF 2,72 Millionen einen Gewinn von CHF 4’678 aus. Mit dem FRZ Excellence Award ehrte der Verein 2024 erstmals besonderes gesellschaftliches Engagement. Der Preisträger war Hannes Schmid, Gründer der Stiftung Smiling Gecko.

Strategien und Schwerpunkte für 2025

Für das laufende Jahr kündigte Rahel Kindermann Leuthard das Jahresthema „High Performance“ an. Dieses werde sich in neuen Formaten, gezielter Führungsförderung und Impulsen aus dem Spitzensport widerspiegeln. Der neu geschaffene Fachbeirat Nachhaltigkeit werde Unternehmen und Gemeinden in der Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsprojekte begleiten. Mit dem digitalen Nachhaltigkeits-Navigator soll im Sommer 2025 eine neue Plattform starten, die nachhaltige Initiativen in der Region sichtbar macht. Weitere Highlights 2025 sind der 11. Immobilien Summit im Juni, das 25. Wirtschaftsforum im November sowie neue Formate wie ein Mentoring-Angebot und ein digitaler Marktplatz für Mitgliederleistungen.

Geschäfte einstimmig genehmigt

Die ordentlichen Traktanden der Generalversammlung verliefen reibungslos. Das Protokoll der letztjährigen Versammlung, der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung wurden jeweils einstimmig genehmigt. Der Vorstand wurde entlastet und die OBT AG als Revisionsstelle bestätigt. Das Budget 2025 mit einem geplanten Gewinn von CHF 1’160 wurde zur Kenntnis genommen. Die Mitglieder stimmten einer Erhöhung der Mitgliederbeiträge ab 2026 mit grosser Mehrheit zu. Im Rahmen der Versammlung wurden zudem personelle Veränderungen im Team vorgestellt, darunter die neue Stellvertretung der Geschäftsführung durch Halime Memishi. 

Fachkräftemangel und Vorsorge als strategisches Thema

Ein weiterer Programmpunkt war das Referat von Pascal Jacqmin, Teamleiter Berufliche Vorsorge bei der Zürcher Kantonalbank. Er zeigte auf, wie Unternehmen mit attraktiven Vorsorgelösungen im Wettbewerb um Fachkräfte punkten können. Die berufliche Vorsorge sei heute weit mehr als eine gesetzliche Pflicht – sie sei ein strategisches Instrument zur Positionierung als Arbeitgeber.

Ein unterhaltsamer Abschluss

Zum Abschluss brachte Comedian Fabian Unteregger mit seinem humorvollen Auftritt frischen Schwung in den Saal und sorgte für ein unterhaltsames Finale. Präsident André Ingold schloss die Generalversammlung mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an das Team, die Stadt Dübendorf, die Gastgeber des Innovationsparks sowie die Event- und Jahrespartner. Beim anschliessenden Stehlunch bot sich die Gelegenheit für informellen Austausch und vertiefte Gespräche unter Mitgliedern und Gästen.

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