Aktuelles
Horgen/Schlieren ZH – CDR-Life kündigt einen neuartigen Wirkstoffkandidaten gegen die axiale Spondyloarthritis an. Die auch als Morbus Bechterew bekannte chronisch entzündliche rheumatische Krankheit kann therapeutisch weitgehend kontrolliert werden, ist aber bislang nicht heilbar.
(CONNECT) CDR-Life hat einen neuen Kandidaten für seine Antikörper-Technologie-Plattform M-gager angekündigt. Wie es in einer Mitteilung heisst, handelt es sich dabei um CDR209, einen neuartigen T-Zell-Engager zur Behandlung der axialen Spondyloarthritis. T-Zell-Engager sind eine Klasse künstlicher bispezifischer monoklonaler Antikörper, die bisher als Antikrebsmittel erforscht werden. Wenn sich der neue Kandidat als wirksam erweist, wäre dies „ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Erweiterung unserer M-gager-Plattform auf Autoimmunerkrankungen“, wird CEO Dr. Christian Leisner zitiert. Damit ergänzt der neue Wirkstoffkandidat das Onkologie-Portfolio Biotech-Unternehmens, das Mitglied im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ist. Sein Anti-Krebs-Kandidat CDR404 befindet sich derzeit in der klinischen Phase-1-Studie.
Die axiale Spondyloarthritis ist im deutschsprachigen Raum besser als Morbus Bechterew bekannt. Die chronisch-entzündliche Erkrankung betrifft vorwiegend die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke. Sie geht typischerweise mit Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen und mit einer möglichen Versteifung dieser Gelenke einher. Allein in den USA sind davon schätzungsweise bis zu 2,7 Millionen Erwachsene betroffen. Zwar haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren verbessert. Für viele Erkrankte gibt es jedoch noch keine ausreichende Krankheitskontrolle, heisst es in der Mitteilung.
Auf seiner M-gager-Plattform hat CDR-Life nun mit CDR209 einen Kandidaten entwickelt, der auf TRBV9-positive T-Zellen abzielt. Diese speziellen T-Zellen scheinen bei vielen Erkrankten eine wichtige Rolle in der Immunantwort zu spielen. In präklinischen Studien hat CDR-Life gesunde T-Zellen so umgeleitet, dass sie diese TRBV9-T-Zellen selektiv eliminieren, ohne andere Zellen anzugreifen.
„Die selektive Entfernung dieser Zellen bei gleichzeitigem Erhalt des übrigen Immunsystems eröffnet die Möglichkeit, den Krankheitsprozess auf einer grundlegenderen Ebene zu unterbrechen“, so Denis Poddubnyy, Professor für Innere Medizin und Direktor der Abteilung für Rheumatologie an der Temerty Faculty of Medicine der Universität Toronto. „Langfristig soll geklärt werden, ob eine solche immunologische Neuausrichtung zu einer dauerhaften Krankheitskontrolle oder sogar zu einer therapiefreien Remission führen kann.“
Die 2017 gegründete CDR-Life AG hat ihren Sitz in Horgen und ist Mitglied im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/mm

Morbus Bechterew betrifft vorwiegend die Wirbelsäule und das Kreuzdarmbeingelenk. Symbolbild: Pexels
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Zürich/Affoltern am Albis ZH/Traunreut – In der neuen Multisporthalle Movecity in Affoltern am Albis steht der digitale LED-Glasboden von ASB erstmals dauerhaft einem breiten Publikum zur Verfügung. Die Arena by ASB GlassFloor kann für unterschiedliche Sportarten, Spiele und Veranstaltungen gebucht werden.
(CONNECT) Die Arena by ASB GlassFloor ist Teil der neuen Multisporthalle Movecity an der Moosbachstrasse 13 in Affoltern am Albis. Bislang kam der digitale Sportboden vor allem in professionellen Veranstaltungsstätten und bei grossen Sportereignissen zum Einsatz, etwa im BMW Park des FC Bayern Basketball in München. Jetzt ist der LED-Glasboden der ASB Systembau Horst Babinsky GmbH mit Sitz im bayerischen Traunreut gemäss einer Mitteilung erstmals für ein breites Publikum buchbar.
Der ASB GlassFloor wird über eine Softwareplattform gesteuert und kann für unterschiedliche Nutzungen programmiert werden. So lassen sich etwa Spielfeldmarkierungen für verschiedene Sportarten sowie Animationen, Grafiken, Logos und Live-Daten direkt auf der 28 mal 15 Meter grossen Fläche darstellen. Über ein Tracking-System sind auch interaktive Spiele möglich, bei denen die Teilnehmenden das Geschehen auf dem Boden durch ihre Bewegungen steuern.
Die Arena kann von Privatpersonen, Gruppen, Vereinen, Schulen und Unternehmen gebucht werden. Neben Freizeitsport sind auch Veranstaltungen, Workshops oder Firmenanlässe möglich. Betrieben wird sie im Movecity als Shop-in-Shop von der Zürcher Athlete World GmbH in Zusammenarbeit mit der Zuger ASB Arena & Event Services AG (AES), einer Tochtergesellschaft von ASB.
Die movecity ag führte anfangs September ihr offizielles Eröffnungswochenende durch. Auf knapp 13'000 Quadratmetern vereint die Anlage zehn Sport- und Erlebnisbereiche. Dazu gehören ein Trampolinpark, eine Zipline, Anlagen für Padel und Pickleball, ein Freestyle-Park für Skateboard, BMX, Mountainbike und Scooter sowie Angebote für Freerunning und Klettern. ce/as

Dank des Glasbodens lassen sich Spielfeldmarkierungen für verschiedene Sportarten sowie Animationen, Grafiken, Logos und Live-Daten direkt auf der 28 mal 15 Meter grossen Fläche darstellen. Symbolbild: Sayeed Chowdhury/Pexels
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Winterthur ZH – Thomas Schoch ist neuer Verwaltungsratspräsident der Technopark Winterthur AG. Der Unternehmer folgt auf Daniel Anderes, der nach sechs Jahren an der Spitze aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten ist. Auch das Vizepräsidium und weitere Sitze im Gremium wurden neu besetzt.
(CONNECT) Thomas Schoch hat per 1. September das Präsidium des Verwaltungsrats der Technopark Winterthur AG übernommen, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Er gehört dem Gremium seit vier Jahren an und ist als Unternehmer und Start-up-Investor tätig. Er bringe „die Erfahrung und das Netzwerk für die strategische Weiterentwicklung der Unternehmung mit“.
Sein Vorgänger Daniel Anderes ist Ende August nach sechs Jahren als Präsident aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Während seiner Amtszeit wurden unter anderem das Erdgeschoss des Technoparks umgebaut und die Geschäftsführung von Thomas Schumann an Stève Mérillat übergeben. Anderes begleitete zudem den Technopark während der Corona-Pandemie.
Neu besetzt ist auch das Vizepräsidium: Franziska Zuber, seit 2021 Mitglied des Verwaltungsrats, übernimmt diese Funktion. Bereits im Mai folgte Michael Ott als Vertreter der Zürcher Kantonalbank (ZKB) auf Ronald Kundert. Gleichzeitig wurde Moritz Heim von der Winterthurer Dahinden Heim Partner Architekten AG neu in den Verwaltungsrat gewählt. Seit Juli gehört zudem Stefan Fritschi dem Gremium an, er rückte nach dem Wechsel im Winterthurer Stadtpräsidium für Mike Künzle nach. Damit ist der Verwaltungsrat wieder in der vorgesehenen Stärke besetzt. ce/as

Die neuen Gesichter im Verwaltungsrat des Technoparks Winterthur (v.l.n.r.): Moritz Heim, Franziska Zuber, Thomas Schoch, Michael Ott, Stefan Fritschi Bild: zVg/Beat Märki, Bilderhaus/Technopark Winterthur
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Schlieren ZH – VirtaMed hat auf seiner Plattform Connect für chirurgische Simulationen die Zahl von 1 Million hochgeladener Simulationsberichte überschritten. Connect wurde 2018 lanciert. In den vergangenen drei Jahren wurden monatlich durchschnittlich 17’000 Simulationsberichte hochgeladen.
(CONNECT) Auf VirtaMed Connect sind bisher mehr als 1 Million Berichte über digitale Trainingseinheiten in der chirurgischen Ausbildung gespeichert worden. Das hat VirtaMed jetzt mitgeteilt.
Das in Schlieren ansässige Unternehmen entwickelt Simulatoren der virtuellen und gemischten Realität für die postgraduale Ausbildung von Chirurginnen und Chirurgen. Dafür nutzt die 2007 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hyperrealistische digitale Zwillinge, Künstliche Intelligenz und massgeschneiderte Hardware.
Auf seiner 2018 lancierten Cloud-basierten Plattform VirtaMed Connect können alle Simulatordaten an einem Ort eingesehen und verwaltet werden. Das bedeutet, dass Lehrpersonal ortsunabhängig und rund um die Uhr Daten aus seinen simulationsbasierten Schulungen verwalten, Trainingsfortschritte der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer einsehen und Leistungsauswertungen vornehmen kann. Damit, so VirtaMed, verschafft Connect Lehrkräften und Institutionen „eine grössere Transparenz darüber, wie Simulation eingesetzt wird, und hilft dabei, individuelle Trainingserfahrungen in messbare Erkenntnisse über Nutzung, Leistung und Ergebnisse zu verwandeln“.
Laut der Mitteilung umfasst Connect mittlerweile über 25'000 registrierte Nutzende. In den vergangenen Jahren haben sie monatlich im Durchschnitt 17'000 Berichte gespeichert. „Und während dieser Datensatz weiter wächst, wächst auch unsere Fähigkeit, simulationsbasierte Bildung zu verstehen, zu planen, zu liefern, zu messen und daraus zu lernen.“
VirtaMed hat seinen Sitz im Innovations- und Jungunternehmerzentrum IJZ Schlieren und ist Mitglied von Start Smart Schlieren. ce/mm

VirtaMed hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum Schlieren. Bild: zVg/Stadt Schlieren
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Zürich/Andelfingen ZH – Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich hat die Aufrichte für die neuen Übungsanlagen im Ausbildungszentrum Andelfingen gefeiert. Für rund 40 Millionen Franken entstehen eine Hochhaussimulationsanlage sowie eine Übungshalle mit Brandkeller. Der Beton stammt zu zwei Dritteln aus Abbruchmaterial.
(CONNECT) Der Bau der neuen Übungsanlagen im Ausbildungszentrum Andelfingen (AZA) hat mit der Aufrichte einen weiteren Meilenstein erreicht, informiert die Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) in einer Mitteilung. Das rund 40 Millionen Franken teure Projekt umfasst eine Hochhaussimulationsanlage sowie eine Halle mit einem Brandkeller. Die GVZ finanziert das Vorhaben aus Brandschutzabgaben und trägt die Gesamtverantwortung.
Die Hochhaussimulationsanlage erreicht eine Höhe von 24 Metern und verfügt über sechs Vollgeschosse, zwei Untergeschosse und ein Attikageschoss. Auf 1832 Quadratmetern sollen Einsatzkräfte unter anderem das Vorgehen bei Hochhausbränden trainieren können. Dafür wird das Gebäude mit einem Feuerwehrlift, einer Rauchschutzdruckanlage sowie Sprinkler- und Brandmeldeanlagen ausgestattet. Die 17 Meter hohe Übungshalle verfügt ebenfalls über zwei Untergeschosse. Ihr Brandkeller ermöglicht wetterunabhängige Trainings und die Simulation von Bränden unter Terrain.
Auch Bauschaffende, Brandschutzbeauftragte sowie GVZ-Schätzerinnen und -Schätzer sollen die Anlagen nutzen. „Die neuen Trainingshäuser sind eine Investition in den Bevölkerungsschutz“, so der Zürcher Sicherheitsdirektor und GVZ-Verwaltungsratspräsident Mario Fehr.
Beim Bau kommen unter anderem 2900 Kubikmeter Beton zum Einsatz, davon mehr als zwei Drittel aus recyceltem Betonabbruch. Die 350 Tonnen Bewehrungsstahl bestehen vollständig aus Recyclingstahl. Eine Rauchgaswaschanlage soll die bei Übungen mit echtem Feuer entstehenden Brandgase reinigen. Nach der für Mitte 2027 vorgesehenen Fertigstellung sollen die neuen Anlagen ab Anfang 2028 schrittweise in Betrieb gehen. Sie werden anschliessend Eigentum des Kantons Zürich, für den Betrieb ist das AZA zuständig. ce/as

Gut gesichert setzen Sicherheitsdirektor Mario Fehr (rechts) und GVZ-Direktor Lars Mülli die Richttanne aus dem Korb einer Autodrehleiter. Bild: GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich
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Zürich – Am Flughafen Zürich hat das Pilotprojekt zweier Shuttlebusse die höchste Automatisierungsstufe erreicht: Sie fahren jetzt ohne Sicherheitsperson im Bus abseits von Rollwegen der Flugzeuge. Die bisherigen Sicherheitsfahrer begleiten den Betrieb nun aus der Ferne. Die Robobus Shuttles stammen von der chinesischen Firma WeRide.
(CONNECT) Mitarbeitende des Flughafens Zürich können sich in einem Monat mit einem vollautonomen Shuttlebus auf einer definierten Strecke zwischen zwei Betriebsgebäuden bewegen. Dann wird laut einer Mitteilung der Flughafen Zürich AG auch die letzte Testphase dieser nun erreichten höchsten Automatisierungsstufe L4 abgeschlossen sein: die ohne Sicherheitsfahrer an Bord. Mitarbeitende der Partnerfirmen Swissport und Krummen Kerzers überwachen den Betrieb in einem sogenannten Remote Cockpit aus der Ferne und können bei Bedarf unterstützend eingreifen.
„Automatisiertes Fahren bedeutet nicht, dass Menschen verschwinden“, erklärt Raphaël Glaesener, Senior Innovation Manager der Flughafen Zürich AG. „Aber die Aufgaben verändern sich. Der Betrieb wird ausserdem effizienter, weil eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter in Zukunft mehrere Busse überwachen kann.“
Die autonomen Robobus Shuttles stammen von der chinesischen Firma WeRide. Sie hat ihren Sitz in der Industriemetropole Guangzhou. Die Flughafen Zürich AG arbeitet mit dem Technologiepartner seit März 2025 daran, automatisiertes Fahren auf dem Flughafengelände zu ermöglichen. Rollwege von Flugzeugen werden dabei nicht gekreuzt.
„Die schrittweise Automatisierung von Fahrzeugen kann für Flughäfen angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels einen wichtigen Beitrag leisten“, wird Coralie Klaus Boecker, Head ZRH Innovation Hub der Flughafen Zürich AG, zitiert. „Für uns war es deshalb zentral, frühzeitig die notwendigen Grundlagen zu erarbeiten. Damit schaffen wir nicht nur für uns, sondern auch für unsere Partner die Voraussetzungen für einen sicheren Einsatz automatisierter Fahrzeuge am Flughafen.“ ce/mm

Die Robobus Shuttles fahren nun autonom auf dem Flughafengelände. Bild: Flughafen Zürich AG
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Wetzikon ZH – Reichle & De-Massari (R&M) baut sein Angebot für Wind- und Solarparks aus. Das Portfolio reicht von Produkten für Netzwerkanschlüsse im Aussenbereich bis zu solchen für lokale Datennetze in Operationszentralen.
(CONNECT) Die Reichle & De-Massari AG stockt ihr Angebot an Netzinfrastruktur für Wind- und Solarparks auf. „Der Informationsaustausch zwischen Kraftwerksbetreibern, Strombörsen und Energieversorgern nimmt zu“, schreibt die weltweit tätige Spezialistin für Daten- und Kommunikationsnetze aus dem Zürcher Oberland in einer entsprechenden Mitteilung. „Energieproduktion und -verbrauch bedingen daher einen ausfallsicheren Datenfluss in beide Richtungen.“ Die neuen Produkte von R&M sollen hierfür die Anforderungen an Netzwerkanschlüsse im Aussenbereich bis hin denen für lokale Datennetze in Operationszentralen abdecken.
Für R&M spielt dabei die Robustheit der Netze eine starke Rolle. Wind- und Solarparks müssten „jahrzehntelang bei jeder Witterung pausenlos erreichbar sein, da die Akteure auf Echtzeitdaten angewiesen sind“, schreibt das Unternehmen. In Windparks etwa sind Verkabelungen Vibrationen, Temperaturschwankungen und bei Offshore-Parks auch salzhaltiger Luft ausgesetzt. Die Komponenten von R&M im Outdoor-Connectivity-Portfolio sind daher für den Einsatz unter rauen Bedingungen konzipiert. Als zentrale Komponente hebt das Unternehmen den Harsh Environment Connector (HEC) für optische Datenstrecken hervor. Hier wird der über den IEC-Standard herausgehende Telecordia-Standard angelegt, der Störgrössen wie Vibration, Temperaturwechsel und mechanische Robustheit strenger definiert.
Zudem hat das Unternehmen darauf geachtet, dass seine Verkabelungssysteme beliebige Netzwerkarchitekturen und Kommunikationsanforderungen unterstützen. Der Kundschaft bietet R&M die Begleitung von Projekten ab der Planung bis zur Inbetriebnahme des Datennetzes an. ce/hs

Die Komponenten von R&M sind auf jahrzehntelange Haltbarkeit ausgelegt. Bild: Reichle & De-Massari AG
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Zürich – Das Klima spielt für die Haltbarkeit von Stahlbeton eine grössere Rolle als angenommen. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Würde das bei den Normen berücksichtigt, könnten Hürden für klimafreundliche Betonarten fallen.
(CONNECT) Ein Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) arbeitet an einem einfach durchzuführenden Klimatest für Stahlbeton. Ein solcher Test könnte künftig zeigen, welcher CO2-arme Beton an welchem Standort langfristig geeignet ist, ohne jahrzehntelang auf Erfahrungen aus realen Bauwerken zu warten. Eine blosse Einschätzung der Feuchtigkeit an einem Ort reicht einer internationalen Studie unter Beteiligung von ETH-Forschenden zufolge nicht aus und benachteiligt umweltfreundlichere Betonarten.
Das von dem Team bereits entwickelte Verfahren weist aber deutlich darauf hin, dass die heutigen europäischen Normen zur Beurteilung des Klimaeinflusses auf die Rostanfälligkeit von Stahlbeton zu kurz greifen. „Das Klima spielt eine viel grössere Rolle, als wir erwartet haben“, wird Ueli Angst, Professor für die Dauerhaftigkeit von Werkstoffen an der ETH, in einer Mitteilung zitiert. „Derselbe Beton kann sich in einem anderen Klima völlig anders verhalten.“ Trotzdem ordnen heute europäische Normen etwa die vier Untersuchungsstandorte Zürich, Bergen (Norwegen), Manaus (Brasilien) und Huailai (China) derselben Kategorie „wechselnd nass und trocken“ zu.
Doch zeigt sich sich bei Bergen und Manaus, dass der Stahl trotz derselben jährlichen Regenmenge unterschiedlich schnell rostet. Entscheidend ist nämlich laut der ETH-Studie, wie sich Regen- und Trockenphasen abwechseln. Zudem zeigte die Modellrechnung des Teams, dass CO2-arme Betonarten an bestimmten Standorten 50 Jahre oder länger halten als an anderen. Statt überall denselben Beton nach denselben Regeln einzusetzen, müsse man künftig stärker berücksichtigen, wo ein Bauwerk steht.
„Die aktuellen Normen können dadurch zu einem Hindernis für neue und umweltfreundlichere Materialien werden“, so Angst. Der neue Ansatz könnte den Angaben zufolge solche Hürde abbauen. Denn viele heutige Prüfverfahren wurden für herkömmliche Zemente entwickelt und werden den spezifischen Eigenschaften klimafreundlicher Betonarten nicht mehr gerecht. Nun wollen Angst und sein Team auch mit Blick auf den Klimawandel ein einfaches und schnelles Verfahren zur Risikoabschätzung entwickeln. ce/mm

Stahlbeton altert je nach Klima unterschiedlich; die Normen sollten entsprechend angepasst werden. Symbolbild: Benny Staehr/Pexels
Aktuelles
Kemptthal/Dübendorf ZH – Planted und SV betreiben an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) temporär das VIOLA’s Diner Planted Soulfood. Vom 15. September bis 2. Oktober hat die dortige Tannenbar die pflanzenbasierten Burger und Sandwiches der ETH-Ausgründung Planted im Angebot.
(CONNECT) Die Planted Foods AG eröffnet an der ETH gemeinsam mit der SV Group ihr erstes Pop-up-Diner. Vom 15. September bis 2. Oktober 2026 kehrt die 2019 gegründete Ausgliederung der ETH an den Ort ihres Ursprungs zurück: Mit der Dübendorfer SV Group, die an der ETH bereits mehrere gastronomische Einrichtungen betreibt, wird das auf pflanzliche Proteine spezialisierte Foodtech-Unternehmen Planted Klassiker wie Crispy Cheeseburger, Pastrami Deli Sandwich und Philly Cheese Sandwich fleischlos anbieten.
Dafür wird die Tannenbar der ETH für die Dauer dieser drei Wochen in Lila, der Markenfarbe von Planted, dekoriert und zu VIOLA's Diner Planted Soulfood umbenannt. Für Planted sei dies die Rückkehr an einen besonderen Ort, heisst es in einer Mitteilung. Was einst als Forschungsprojekt an der ETH begonnen habe, sei heute ein international tätiges Foodtech-Unternehmen mit Produkten in zahlreichen europäischen Märkten, heisst es dort.
„Jetzt mit VIOLA’s Diner genau hierher zurückzukommen, ist schon ziemlich cool“, wird Lukas Böni zitiert. Er ist Mitgründer von Planted und verantwortlich für Produkte und Technologie. „Ich freue mich darauf zu zeigen, was aus unseren Ideen geworden ist und wie gut und einfach man heute mit unseren Produkten kochen kann.“
In VIOLA's Diner werden auch Speisen mit zwei neuen Produkten von Planted angeboten. Sie heissen planted.hack und planted.roast Smoky und sind seit Ende August auch in ausgewählten Coop-Filialen erhältlich. ce/mm

Zurück an den Ursprung in der ETH: Lukas Böni, Mitgründer von Planted und verantwortlich für Produkte und Technologie. Bild: Planted Foods AG
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Schlieren ZH/Lausanne – Corintis aus Ecublens VD gewinnt zum zweiten Mal in Folge bei den Top100 Swiss Startups, gefolgt von DeepJudge aus Zürich und PAVE Space aus Villeneuve VD. Das beste Robotik-Start-up 2026 ist Flexion Robotics aus Zürich auf Platz 6. Den grössten Exit verzeichnete Memo Therapeutics aus Schlieren ZH.
(CONNECT) Der Gold Award der Top100 Swiss Startups 2026 ging bei der Preisverleihungsgala am 9. September 2026 wie im vergangenen Jahr an Corintis. Das 2022 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) von Remco van Erp und Sam Harrison gegründete Engineering-Start-up entwickelt eine Mikrofluidik-Kühltechnologie für Hochleistungschips von Rechenzentren.
Den Award in Silber vergaben über 100 Jury-Mitglieder an DeepJudge aus Zürich. Das Kernprodukt des 2022 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangenen Legaltech-Unternehmen von CEO und Mitgründerin Paulina Grnarova ist eine proprietäre Künstliche Intelligenz. Sie kann das Wissen einer Kanzlei sichtbar machen, das unter anderem auf Dokumenten, Strategien und Präzedenzfällen beruht.
Den Top100 Award in Bronze erhielt PAVE Space (Villeneuve VD). Die 2023 an der EPFL gegründete Ausgliederung des von Studierenden geführten und von ihnen mitgegründeten Gruyère Space Programme entwickelt das Raumfahrzeug Kickstage. Es kann Satelliten innerhalb von Stunden statt Monaten von der erdnahen Umlaufbahn zu ihrem endgültigen Bestimmungsort befördern.
Neben den Hauptpreisen wurden auch Sonderpreise in sechs Kategorien verliehen. Bester Neueinsteiger ist Dexterous Endoscopes (Epalinges VD), das einzige 2026 gegründete Unternehmen unter den Top 100. Die grösste Finanzierungsrunde entfiel mit 225 Millionen Dollar auf Kandou Bus (Saint-Sulpice VD).
Den grössten Exit verzeichnete 2026 Memo Therapeutics mit geschätzten über 700 Millionen (Schlieren ZH). Das bestplatzierte Biotech-Start-up ist Aukera Therapeutics (Saint-Sulpice). Bestes Cleantech-Start-up ist Voltiris (Epalinges). Und als bestes Jungunternehmen in der Robotik wurde Flexion Robotics (Zürich) ausgezeichnet.
„Die Gründer, die in den diesjährigen Top100 vertreten sind, lösen einige der wichtigsten Herausforderungen unserer Welt“, wird Stefan Steiner, Programmdirektor dieser auch „Oscars der Schweizer Start-ups“ genannten Veranstaltung, in einer Mitteilung zitiert. „Ihr Ehrgeiz, gepaart mit den einzigartigen Stärken der Schweiz in den Bereichen Forschung, Ingenieurwesen und Unternehmertum, trägt dazu bei, die nächste Generation globaler Marktführer aufzubauen.“
Der Wettbewerb wird von der „Handelszeitung“ und Venturelab organisiert. In den 16 Jahren seines Bestehens wurden 677 Hightech-Start-ups ausgezeichnet. Zusammen erhielten sie 18,8 Milliarden Franken Risikokapital und schufen 27'288 Arbeitsplätze. 111 der Unternehmen schafften den Exit, elf wurden zu Einhörnern und weitere 11 sind inzwischen an der Börse notiert. ce/mm

DeepJudge aus Zürich hat den zweiten Platz unter den besten 100 erreicht. Bild: zVg/Venturelab
Aktuelles
Genf – Zürich nimmt in der Rangliste der Genfer Weltorganisation für geistiges Eigentum hinsichtlich der Innovationsintensität weltweit den 13. Platz ein. Dabei wird die Zahl der Erfindungen und Publikationen ins Verhältnis zur Bevölkerungsgrösse gesetzt. In absoluten Zahlen erreicht Zürich Platz 40.
(CONNECT) Zürich ist der einzige Innovationscluster der Schweiz, der es in die Top 100 der Welt schafft. Der Global Innovation Index 2026 der in Genf ansässigen World Intellectual Property Organization (WIPO) führt den Grossraum Zürich auf Platz 40. Dabei werden innovative Aktivitäten in Städten und Regionen der Erde gezählt. Darunter fallen die absoluten Zahlen internationaler Patentanmeldungen, wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Risikokapitalgeschäfte identifiziert wurden.
Für Zürich fallen bei dieser Bewertung in den vergangenen fünf Jahren 4031 Patentanmeldungen und 23'704 wissenschaftliche Publikationen sowie 1491 Risikokapitalgeschäfte ins Gewicht. Die meisten Patente wurden von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH, 180) angemeldet, gefolgt von SIKA (139) und IBM (134). Die meisten Veröffentlichungen stammten von der ETH (5881), der Universität Zürich (4107) und dem ETH-Bereich (1104).
59 Prozent aller Patente werden in Zusammenarbeit mit Innovatoren ausserhalb des Zürich-Clusters angemeldet. Diese stammen vornehmlich aus Basel, San Jose-San Francisco und Bern. 84 Prozent der im Innovationscluster Greater Zürich veröffentlichten Artikel wurden in Kollaboration mit Organisationen ausserhalb des Clusters erstellt. Diese sind hauptsächlich in Bern, London und Paris ansässig.
Den ersten Platz in der nach Grösse geordneten Rangliste für Innovationscluster nimmt die Region Shenzhen-Hongkong-Guangzhou ein. Diese zählt über 30 Millionen Einwohner zählt. Sie wird gefolgt von Tokio-Yokohama und San Jose-San Francisco, Seoul und Peking. London auf Platz 8 und Paris auf Platz 10 sind die bestplatzierten europäischen Innovationscluster.
In einer weiteren Rangliste des WIPO werden Innovationscluster mit der intensivsten Aktivität geführt. In dieser Liste wird die Zahl der Erfindungen und wissenschaftlichen Publikationen ins Verhältnis zur Einwohnerzahl der bewerteten Stadt oder Region gesetzt. Hier landet der Grossraum Zürich mit seinen 2,03 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand 2025) auf Rang 13. Damit liegt er in Kontinentaleuropa hinter Helsinki (Platz 8), Eindhoven (9), Stockholm (11) und Kopenhagen (12), aber vor München, London und Paris. Die ersten beiden Plätzen nehmen wie im Vorjahr San Jose-San Francisco und Cambridge ein. Dahinter folgen Ningde (China), Boston-Cambridge (USA) und Oxford (Grossbritannien). ce/mm

Die ETH Zürich liegt im Grossraum Zürich bei Patenten und Veröffentlichungen vorn. Symbolbild: Keerthana Kahnaverl & Aida Skenderi/ETH Zürich
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Zürich/Steffisburg BE – Youngpreneurs weitet sein Engagement auf den Kanton Zürich aus. Hier arbeitet der Verein zur Förderung von Unternehmertum bei jungen Menschen mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) zusammen. Der erste Programmdurchgang ist für diesen Herbst geplant.
(CONNECT) Der Verein Youngpreneurs und die HWZ spannen bei der Förderung junger Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen. Nach erfolgreichem Auftakt in Bern, Thun und der Zentralschweiz soll in diesem Herbst das erste Förderprogramm im Kanton Zürich durchgeführt werden, informiert die HWZ in einer Mitteilung. Sie wird als Partnerin von Youngpreneurs ihr unternehmerisches Fachwissen und ihr Netzwerk aus Wirtschaft und Praxis einbringen.
„Mit der HWZ gewinnen wir eine Partnerin, die als Hochschule Unternehmertum lebt und vermittelt“, wird Emanuel Roth, Co-Founder und Managing Partner der Youngpreneurs Association, in der Mitteilung zitiert. „Gemeinsam schaffen wir für junge Menschen ein inspirierendes Umfeld, in dem sie ihre Ideen weiterentwickeln, wertvolle Kontakte knüpfen und erste unternehmerische Erfahrungen sammeln können.“
Die beiden Partner wollen noch in diesem Herbst mit der Durchführung des ersten Programms beginnen. Teilnehmende entwickeln dabei ihre Geschäftsideen und bauen sie über acht Monate in 16 praxisnahen Modulen zum marktfähigen Jungunternehmen aus. Zum Abschluss werden die Teams ihre Projekte an der Award Night im April 2027 einer Jury präsentieren. Die HWZ ist Gastgeberin des Finales und nimmt mit einer Vertretung an der Jury teil.
„Unternehmertum beginnt dort, wo Menschen den Mut haben, Ideen auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen“, erläutert Linard Barth, Leiter Departement Entrepreneurship, Innovation & Academy an der HWZ. Diese Haltung wolle die HWZ fördern. „Wir freuen uns sehr, die jungen Talente von Youngpreneurs auf ihrem Weg begleiten zu dürfen und die erste Award Night des Zürcher Programms an der HWZ zu feiern.“ ce/hs

Der Verein Youngpreneurs aus Thun kommt nun auch nach Zürich; im Bild die Youngpreneurs Thun Award Night am 18. März 2026. Bild: zVg/Mathias Josi/Wirtschaftsraum Thun
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