Aktuelles
Game Developer des ETH Game Technology Centers haben eine App programmiert, die Zahnmediziner:innen die Prozesse des Knochenumbaus spielerisch vermittelt. Die Handykamera auf das Lehrbuch gerichtet, finden sich die Lernenden auf der Knochenoberfläche wieder, wo sie Zellen beim Knochenabbau helfen.
Lehrbücher sind nützlich und enthalten viel wertvolles Wissen. Aufgrund ihrer Informationsdichte sind sie jedoch oft schwer zugänglich und wirken abschreckend. Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, Ihr Lehrbuch würde Sie in eine Interaktion verwickeln, in der Sie den Inhalt spielerisch lernen? Genau so funktioniert die App «AR Osteoclasts», die Spielentwickler Jascha Grübel vom Game Technology Center der ETH in Zusammenarbeit mit Bernd Stadlinger, Stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Oralchirurgie am Zentrum für Zahnmedizin in Zürich und Mitglied des ETH AI Centers, programmiert hat, um angehenden Zahnärzt:innen die Prozesse des Knochenumbaus näherzubringen.
Richten die Studierenden die Kamera ihres Tablets oder Smartphones auf ein bestimmtes Bild im Buch «Kommunikation der Zellen», landen sie auf der Knochenoberfläche neben einem Blutgefäss. In diesem 600-fach vergrösserten Mikrokosmos steuern die Spieler:innen biologische und biochemische Prozesse, die ansonsten automatisch ablaufen. Jedes der sechs Spiel-Kapitel wird von einer Stimme eingeführt, die den Studierenden die Hintergründe des Knochenabbaus sowie die Rolle, die sie als Spieler:innen einnehmen erläutert
Von uns unbemerkt werden jedes Jahr 10 Prozent unseres Skeletts umgebaut. Dabei sind sogenannte Osteoklasten-Zellen für den Abbau des Knochens und Osteoblasten für die Herstellung von neuem Knochenmaterial zuständig. Dieses Wissen ist für Zahnärzt:innen besonders zentral, da Osteoklasten eine wichtige Rolle beim Zahnwechsel, aber auch bei der Integration von Zahnimplantaten in die natürliche Knochenstruktur spielen. Ebenso verteidigen sie die Kieferknochen gegen bakterielle Infektionen und unterstützen die Heilung von Wunden, wenn ein Zahn gezogen werden muss.
Auch Hauptentwickler Grübel musste sich zuerst in die Thematik einarbeiten: «Ich habe Lehrfilme angeschaut und alle beteiligten Zellen, deren Aufgaben, Handlungen und Interaktionen in einem Mindmap zusammengefasst.» Weil die Prozesse im Körper automatisch ablaufen, musste er entscheiden, welche Elemente davon im Spiel vom Menschen übernommen werden. «Wenn der Spieler beispielweise auf den Bildschirm tappt, sendet der Osteoklast Botenstoffe aus, um Stammzellen anzulocken, welche sich zu Osteoblasten entwickeln, die den Knochen wieder flicken», erklärt Grübel. Manchmal erhalten die Spieler:innen auch symbolische Hilfen: In Kapitel drei steuern sie zwei Zapfhähne – einer für Säure und einer für Enzyme –, wobei sie mit der richtigen Menge der zwei Substanzen den Knochen auflösen können. Solche Spielmechanismen programmiert Grübel auf Unity – einer Plattform, auf der man Spiele entwickelt. «Für ein Spiel muss sich auch im Computer die Zeit bewegen und den nächsten Schritt im Spielverlauf definieren», führt Grübel aus. «Unity gibt diesen Hintergrund schon vor, sowie zum Beispiel auch physikalische Gesetze, die im Spiel gelten sollen.» Denn letzten Endes seien alle Spielmechanismen mathematische Berechnungen, so Grübel.
Die Balance zwischen Spiel, Wissenschaft und Bildung zu finden, beschreibt Fabio Zünd, Geschäftsführer des GTCs, als besondere Herausforderung: «Ein Spiel muss Spass machen und motivieren. Dazu müssen wir die biologischen Prozesse vereinfachen, ohne sie dabei zu verfälschen.» Dies verlangte einen intensiven Austausch der Spielentwickler mit den Zahnmedizinern, Forschern und Verlagsmitarbeitern. «Gewisse Spielzüge erinnerten die Forschenden an veraltete Wissensmodelle. Wir mussten daher gemeinsam herausfinden, wie wir das aktuelle Verständnis sinnvoll darstellen können», erklärt Grübel.
Eine weitere Herausforderung war es, sicherzustellen, dass die App auf möglichst vielen Geräten läuft: «Am GTC widmen wir uns normalerweise Forschungsprototypen – das heisst sie laufen nur auf einem Gerät, aber können verrückte Dinge tun», sagt Zünd. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei AR Osteoclasts um ein Produkt in den Appstores, das möglichst viele Leute erreichen soll. Deshalb mussten die Entwickler die Technik in AR Osteoclasts limitieren, sodass die App auch auf älteren Geräten läuft. Digital Artist Violaine Fayolle rechnete das detaillierte 3D-Modell des Knochens, auf dem sich der Spieler befindet so herunter, dass die Geräte bei der Darstellung des Spiels nicht heisslaufen. Das 3D-Modell stammt vom Medizinalfilmproduzenten «interActive Systems», der sich neben dem Verlag an der App-Entwicklung beteiligt hat.
Inwiefern die Studierenden dank der App motivierter sind oder gar besser lernen, wird derzeit in einer begleitenden Studie erhoben. Beide Informatiker sehen jedoch in Spielen grosses pädagogisches Potenzial. «Man kann mit Spielen viel vermitteln, doch es ist schwierig zu wissen, was man vermittelt. Da brauchen wir noch mehr Resultate aus den Lernwissenschaften», sagt Grübel. In der Balance zwischen Spiel und Wissensvermittlung ist die App ist zwar nicht so spielerisch herausgekommen, wie sich Grübel das gewünscht hätte, doch im Hinblick auf die kurze Entwicklungszeit ist er mit dem Resultat zufrieden. «Einen Buchinhalt interaktiv umzusetzen ist etwas Neues», meint er. Seine Spiellust darf der Entwickler aber doch noch ausleben: Gemeinsam mit Bernd Stadlinger, der das Buch «Kommunikation der Zellen» mitherausgegeben hat, geht das Projekt in eine zweite Runde. «Wir möchten das Spiel in Virtual Reality umsetzen, wo wir mehr Interaktionsmöglichkeiten haben und erforschen können, wie der Mensch mit dem Computer interagiert», sagt Zünd.
Autor: Stéphanie Hegelbach, ETH-Zürich
ETH News
Image source: eye science

Aktuelles
Pfäffikon ZH – Huber+Suhner liefert 3D-Radarantennen für das autonome Fahren an Bosch. Mit der Partnerschaft setzt das Technologieunternehmen seine Expansionsstrategie in der Automobilbranche fort.
Huber+Suhner wird neuer Lieferant sowie Entwicklungspartner für den deutschen Automobilzulieferer Bosch. Der weltweit tätige Anbieter von Verbindungssystemen hat laut einer Medienmitteilung einen Auftrag zur Entwicklung und Herstellung von Radarantennen für das teilautomatisierte und das automatisierte Fahren erhalten.Wie das Unternehmen schreibt, gilt „die getreue Abbildung der Fahrzeugumgebung mittels Radar“ als Basis auf dem Weg zum autonomen Fahren der Zukunft. Die 3D-Antennentechnik von Huber+Suhner erlaube Fahrassistenzsystemen die Erkennung des Fahrumfelds aus weiter Entfernung.
Die Antennen sind mit metallisiertem Kunststoff ausgestattet und können die Position, die relative Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung anderer Verkehrsteilnehmer und Objekte auch bei höheren Geschwindigkeiten bestimmen.
Huber+Suhner sieht die Partnerschaft mit Bosch, dem laut Mitteilung weltweit grössten Automobilzulieferer, als Meilenstein bei der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie in der Automobilindustrie. Das Unternehmen mit Sitz in Pfäffikon ZH und Herisau AR wurde bereits im September 2021 von der ebenfalls deutschen Continental, einer führenden Herstellerin von Fahrassistenzsystemen, als Partner zur Entwicklung und Serienproduktion von Radarantennen ausgewählt.
Autor: heg, Café Europe
Image source: Huber+Suhner

Aktuelles
Die Empa untersuchte gemeinsam mit dem Beratungsbüro EBP und dem Fachverband Fussverkehr Schweiz im Frühjahr 2022 in Thalwil (ZH), wie Passanten auf automatisierte Fahrzeuge reagieren. Der dafür verwendete Einparkassistent ist das erste in der Schweiz zugelassene System, das ein Fahrzeug bewegt, ohne dass sich jemand im Fahrzeug befindet. Die Erkenntnisse des von der Stiftung für Prävention des Versicherers AXA mitfinanzierten Forschungsprojekts schaffen eine wichtige Grundlage für Präventionsmassnahmen und Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige Strassenräume.
Automatisiertes Fahren wird den Alltag der urbanen Mobilität der Zukunft prägen. Viele Fragen sind jedoch noch offen, etwa wie Menschen zu Fuss auf autonome Fahrzeuge reagieren und wie für alle Verkehrsteilnehmenden ein nachhaltiges und sicheres Mobilitätssystem gestaltet werden kann. Das Forschungsprojekt «Menschen zu Fuss und automatisiertes Fahren» liefert erste Antworten und eröffnet den für die Zukunft wichtigen Dialog zur Interaktion zwischen automatisierten Fahrzeugen und Passantinnen und Passanten.
In dieser ersten Phase des Projekts wurde anhand von Feldstudien an zwei Versuchstagen in Thalwil ermittelt, wie Passanten auf ein automatisiertes Fahrzeug in Realsituationen reagieren. Dazu wurden Einparksituationen mit einem Fahrzeug mit Einparkassistent durchgeführt. Die Expertinnen und Experten der Empa brachten in diesem sozialwissenschaftlichen Pilotversuch das fahrzeugtechnische Know-how ein. «Die Sicherheit war bei diesem Pilotversuch von zentraler Bedeutung. Unser Forschungsteam hat dafür gesorgt, dass das Fahrzeug richtig ausgestattet war und auch korrekt bedient wurde», erklärt Miriam Elser, Gruppenleiterin Fahrzeugsysteme bei der Empa. Auch mit dabei in den Feldstudien war Projektleiterin Bettina Zahnd von EBP Schweiz: «Was wir bereits am ersten Versuchstag feststellten, ist, dass viele Leute auf das fahrerlose Fahrzeug reagieren und den Blickkontakt zu einer Person suchen, die das Auto im Griff hat.» Diese Feststellung wurde in den Interviews bestätigt: Knapp 70% der Befragten erkannten das fahrerlose Auto, und 60% der Interviewten sahen die verantwortliche Person oder haben sie aktiv gesucht.
Die Reaktionen der Passantinnen und Passanten fielen je nach Alter unterschiedlich aus. So suchten ältere Passanten den Blickkontakt zu einer verantwortlichen Person häufiger als junge. Zudem hatten ältere Menschen mehr Angst vor der neuen Technologie, wohingegen jüngere Menschen annehmen, dass die Technik funktioniert, oder sie zeigen sich davon kaum beeindruckt. Die Ergebnisse weisen zudem auf eine Wissenslücke in der Bevölkerung hin: Nur gerade für jeden fünften Befragten war das Thema «automatisiertes Fahren» nicht ganz neu. Vielen Personen ist noch nicht bewusst, dass fahrerlose Technologien in der Schweiz bereits zugelassen sind. Das Projektteam empfiehlt hier beispielsweise eine Informationskampagne als mögliche Massnahme, um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.
Auch interessant: Etwa gleich viele Personen stehen automatisierten Fahrzeugen neutral bis positiv, beziehungsweise negativ gegenüber. Feststeht, dass automatisierte Fahrzeuge in Zukunft mehr Raum im Schweizer Verkehr einnehmen werden und der Diskurs darüber heute angeregt werden muss.

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Um Lean geht es in dieser Episode. Alfred und Patrick berichten von Projekten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich mit Lean in der Hausarztpraxis, Langzeitpflege und im Spital beschäftigen.
Seit dem letzten Sommerspecial vor einem Jahr mit Johanna Stahl (das aktuell übrigens auf Platz 2 der erfolgreichsten Episoden dieses Podcast liegt) ist einiges passiert. Und so plaudert Alfred Angerer mal wieder aus dem Nähkästchen und hat dafür den Neuzugang seines Teams und uns bekannten Lean-Podcast-Kollegen Patrick Betz eingeladen.
Patrick, der Grandseigneur des Lean, verbindet in seiner neuen Position am Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie nun seine Passion für Lehre mit seiner Beratertätigkeit. Künftig Evidenz für Lean im Gesundheitswesen zu schaffen, ist dabei ein Ziel, das der neue Wissenschaftliche Mitarbeiter in Alfreds Team verfolgt.
Und um Lean soll es in dieser Episode unter anderem gehen. Alfred und Patrick berichten von Projekten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich mit Lean in der Hausarztpraxis, Langzeitpflege und im Spital beschäftigen.
Doch auch ein umfassender Rückblick auf Projekte im Team, die sich mit Value-based Healthcare und Digital Health beschäftigen, wird geworfen. Und es zeigt sich, die Arbeit im Team Management im Gesundheitswesen wird nicht langweilig.
Hören Sie in diese Podcast-Episode und erfahren Sie mehr darüber, welchen Chancen und Herausforderungen sich die Lean Optimierungsphilosophie gegenübersieht und was Alfred und sein Team darüber hinaus beschäftigt!
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More InformationDer Podcast «Marktplatz Gesundheitswesen» ist der Podcast zum Thema Management und Führung im Gesundheitswesen. Alfred Angerer ist Professor an der ZHAW für Management im Gesundheitswesen und der Gründer von Marktplatz Gesundheitswesen. Im Podcast interviewt er spannende Leute, mit welchen er die aktuellen Trends bespricht. Dabei blickt er in eine zukunftweisende Richtung, bei der Themen wie Digitalisierung und Prozessoptimierung nicht zu kurz kommen.

Aktuelles
Venture Kick unterstützt Akina mit Startkapital und Beratung. Die Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich entwickelt eine Software, welche die Physiotherapie zu Hause erleichtert. Das Produkt soll 2023 auf den Markt gebracht werden.
Akina hat die Jury des Förderprogramms Venture Kick überzeugt. Das Start-up mit Sitz in Zürich gewinnt Startkapital in der Höhe von 150’000 Franken, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Ausserdem erhält es Zugang zu Beratungsangeboten und einem internationalen Netzwerk an Unternehmen und Investoren.
Überzeugen konnte Akina mit einem digitalen Bewegungstrainer. Die zugrundeliegende Software basiert auf der Künstlichen Intelligenz. Sie soll die Physiotherapie zu Hause erleichtern, indem sie einen starken Fokus auf spielerische Elemente und Rückmeldungen setzt.
Akina will das frische Geld nutzen, um sein Team in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Produktmanagement und regulatorische Angelegenheiten auszubauen. Die Produkteinführung soll im Jahr 2023 erfolgen.
„Venture Kick bietet zwei der wichtigsten Ressourcen, die Gründer in einer frühen Phase benötigen: Risikofinanzierung und fachkundige Beratung, wie man diese nutzen kann. Für Akina war die Unterstützung durch Venture Kick äusserst wertvoll“, lässt sich Florian Haufe, Mitgründer und CEO, von Akina zitieren. Er hat die Firma zusammen mit Michele Xiloyannis nach mehrjähriger Forschung in den Bereichen Rehabilitationstechnologie und Robotik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) gegründet.
Die Förderinitiative Venture Kick unterstützt Jungunternehmen von der Idee bis zur Firmengründung. Die Venture Kick Stiftung hat das IFJ Institut für Jungunternehmen, welches in Schlieren, St.Gallen und Lausanne vertreten ist, mit der Durchführung der Initiative mandatiert. ssp/Café Europe

Aktuelles
Eine kurze Meldung auf Linkedin liess uns aufhorchen: Ein Firmennetzwerk «Autonomen Systeme mit Bodenkontakt» hielt ein Kick-Off-Meeting ab. Was steckt hinter diesem Netzwerk? Wir haben nachgefragt bei Martin Kyburz, CEO der Firma Kyburz, die ebenfalls im Netzwerk vertreten ist.
Herr Kyburz, kürzlich fand das Kick-Off des Firmennetzwerks «Autonomen Systeme mit Bodenkontakt» statt. Was ist die Idee dahinter?
Die Idee hinter dem Firmennetzwerk ist das firmen- und branchenübergreifende Lernen in einem relativ neuen Technologiebereich der autonomen Systeme. Wir sehen, dass Hochschulen und Firmen intensiv an dem Thema der autonomen Systeme arbeiten und erkennen an verschiedenen Stellen Synergien, die wir durch das Vernetzen nutzen möchten.
Warum ein Firmennetzwerk und wie binden Sie die Firmen an dieses Netzwerk?
Ein Firmennetzwerk bietet den teilnehmenden Firmen eine einfache Möglichkeit, um sich auf informeller Ebene inhaltlich und ohne Verpflichtung zu aktuellen Themen auszutauschen. Das Einbinden von Firmen in das Netzwerk gelingt ganz einfach: Firmen, die Interesse haben und die Idee und die Werte des Firmennetzwerks mittragen, sind herzlich willkommen teilzunehmen und mitzuwirken.
Welche Firmen sind momentan dabei und warum engagiert sich auch Kyburz für dieses Netzwerk?
Wir haben Vertreter von weltweit tätigen Konzernen bis hin zum erst gerade gegründeten Startup und vom Produkthersteller bis zum Komponentenhersteller in unserem Firmennetzwerk vereinigt. Zurzeit sind es etwa 12 Firmen, die an der Gründung des Firmennetzwerks teilgenommen haben. Von weiteren Firmen wissen wir, dass sie Interesse haben und über die Zeit wird das Firmennetzwerk weiter wachsen. Die Firma Kyburz engagiert sich in diesem Netzwerk, weil wir ein grosses Interesse an dem Thema der autonomen Systeme haben und überzeugt sind, dass für spezifische Fragestellungen ein Firmennetzwerk eine beschleunigende Wirkung haben kann.
Kann man da noch nachträglich als Firma dazustossen?
Ja, ganz sicher, wie erwähnt sind wir ein offenes und transparentes Firmennetzwerk und nehmen sehr gerne weitere Firmen, die unsere Idee und Werte teilen, jederzeit in unser Netzwerk auf.
Was werden die nächsten Schritte sein in diesem Firmennetzwerk?
Das zentrale Element des Firmennetzwerks sind die Treffen, die drei bis vier Mal im Jahr bei einer teilnehmenden Firma stattfinden. Das erste Treffen fand in unseren Räumlichkeiten in Freienstein-Teufen statt; das nächste Treffen wird in den Räumen eines anderen Teilnehmers stattfinden. Die Treffen haben einen inhaltlichen Schwerpunkt, zu dem sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen austauschen, voneinander lernen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Neben den Quartalstreffen können sich zu bestimmten Themen kleinere Arbeitsgruppen bilden, in denen sehr fokussiert an Herausforderungen und an Lösungen gearbeitet wird. Die Arbeitsgruppen sind ähnlich wie das ganze Firmennetzwerk weitgehend selbstorganisiert und die Resultate der Arbeitsgruppen werden mit allen Teilnehmern des Netzwerks geteilt. So entsteht ein System, in dem sich Firmen inhaltlich engagieren und von dem vorhandenen Know-how des Netzwerkes profitieren – eine typische Win-Win Situation.
Das grosse Thema des Netzwerkes sind ja «Autonome Systeme mit Bodenkontakt»: Was sind in diesem Bereich die grossen Herausforderungen, welche noch genommen werden müssen?
Hier gibt es verschiedene. Da sind unter anderem die Investitionen: Neue Technologien bedeuten hohe Investitionen in Entwicklung, Ressourcen und Know-how, insbesondere bei der Sensortechnik.
Dann kommen die fehlenden Industriestandards und Schnittstellen hinzu. Firmen arbeiten an generell an ihren eigenen Technologien und es fehlt die Koordination von Schnittstellen zur Infrastruktur (Verkehrsleitsystem, Gebäudetechnik, etc…).
Aber auch die Gesetzgebung und Zulassungsverfahren für Pilotversuche benötigen Anpassungen, Standardisierungen und Vereinfachungen, beziehungsweise müssen für alle Beteiligten effizienter werden.
Des Weiteren muss man die Verantwortlichkeit im Schadensfall anschauen, denn autonome Systeme brauchen neue Versicherungsmodelle. Und last but not least braucht es eine soziale Akzeptanz, so wie alle neuen Formen der Mobilität die Zustimmung der Bevölkerung benötigen.
Gibt es eine Webseite oder wie informiert man sich über das Netzwerk?
Einen Webauftritt für das Firmennetzwerk ist bei der Standortförderung des Kantons Zürich, die auch Mitinitiantin des Firmennetzwerkes ist, in Planung.
Das Netzwerk ist auf Initiative der Standortförderung des Kantons Zürich entstanden. Wer Rückfragen hat oder weitere Infos wünscht, kann sich direkt an Markus Müller (markus.mueller@vd.zh.ch), Projektleiter Hightech, wenden.
Autor: Eugen Albisser
Technik und Wissen: Das Fachmagazin für die Industrie
Bildquelle: Kyburz Switzerland AG

Aktuelles
Das Schweizer Gesundheitssystem steht vor einer Trendwende: weg von der Kosten-, hin zur Qualitätsorientierung.
PWC Schweiz hat ein Zielbild mit konzeptionelle Grundlagen, Praxisbeispiele und konkrete Handlungsempfehlungen für Value-based Healthcare erarbeitet. Denn für die Transformation von Kosten- zur Qualitätsorientierung hält PWC Value-based Healthcare – kurz VBHC – für den vielversprechendsten Ansatz, weshalb sie ihr VBHC-Framework für alle Akteure, ganz gleich ob Leistungserbringer, Versicherer, Produzenten oder Gesetzgeber, entwickelt und konkrete Handlungsempfehlungen in ihrer neusten Publikation formuliert haben.
Bildquelle: PWC Switzerland

Aktuelles
Spätestens seit Beginn der Corona Pandemie ist der Begriff «Telemedizin» wohl aller Welt geläufig. Wo einst noch Bedenken bezüglich der Machbarkeit sowie der Bedürfnisse und Akzeptanz der NutzerInnen vorherrschten, treten heute vielmehr Fragen zur Implementierung in bestehende Prozesse und Vergütung dieser Leistungen an.
Gian-Andrea Degen ehemaliger Masterstudent bei Alfred und aktuell Consultant bei PWC im Healthcare Advisory Bereich (mit Schwerpunkt Digital Health und Telemedizin), ist dabei genau der passende Gast, um das Thema zusammen aufzurollen und die aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen zu diskutieren.
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More InformationDer Podcast «Marktplatz Gesundheitswesen» ist der Podcast zum Thema Management und Führung im Gesundheitswesen. Alfred Angerer und Stefan Lienhard interviewen spannende Leute, mit welchen sie die aktuellen Trends besprechen. Dabei blicken sie in eine zukunftweisende Richtung, bei der Themen wie Digitalisierung und Prozessoptimierung nicht zu kurz kommen.

Aktuelles
Die Initiative für die Digitalisierung der Zürcher Hochschulen fördert vier neue Innovationsstrukturen mit 16 Millionen Franken. Die Strukturen sollen den Austausch zwischen den Hochschulen des Kantons Zürich mit Unternehmen und Partnern aus der Praxis nachhaltig stärken.
Die Digitalisierungsinitiative (DIZH) der Universität Zürich, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Zürcher Hochschule der Künste und der Pädagogischen Hochschule Zürich fördert vier neue Innovationsstrukturen mit insgesamt 16 Millionen Franken, heisst es in einer Medienmitteilung.
Die neuen Organisationsformen beschäftigen sich unter anderem mit Internetsicherheit und Innovationen im Gesundheitswesen und sollen durch ihre Interdisziplinarität die Zusammenarbeit der Hochschulen des Kantons Zürich mit den Unternehmen und Partnern aus der Praxis nachhaltig stärken.
Dazu gehört ein neuer Ort im Innovationspark Dübendorf, an dem Experten aus Wissenschaft und Industrie autonome Systeme wie zum Bespiel selbständig navigierende Drohnen entwickeln und erproben können.
Weiterhin fliesst Geld in das Zurich Applied Digital Health Center. Es erforscht digitale Gesundheitslösungen im Krankenhausumfeld und bringt Experten aus bisher unabhängig voneinander agierenden Bereichen wie Kliniken, Forschung, Entwicklung und Industrie zusammen.
Als dritte Struktur wird ein neues Netzwerk zum Thema Cyber-Resilienz für den Kanton Zürich gefördert. Es soll Möglichkeiten zum Schutz des Wirtschaftsstandortes Zürich und seiner Bevölkerung gegen zunehmende Angriffe von Internet-Kriminellen entwickeln.
Das Digital Health Design Living Lab als vierte Struktur wird als Ort für partizipative Gestaltung in der digitalen Gesundheitsversorgung gefördert. Hier sollen digitale Anwendungen „im Interesse einer hochwertigen, menschenzentrierten und wertebasierten Gesundheitsversorgung“ und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit entstehen.

Aktuelles
Vor etwas mehr als einem Jahr gaben die SAIROP-Partner ihre Absicht bekannt, gemeinsam eine Schweizer Forschungsübersicht im Bereich der künstlichen Intelligenz zu entwickeln. Nun ist es endlich so weit: SAIROP – die Schweizer Forschungsplattform für Künstliche Intelligenz – ist online.
Die Schweiz verfügt über mehrere international führende Forschungseinrichtungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), die über das ganze Land verteilt sind. Hinzu kommt, dass die Bedeutung und der Einsatz von KI als Basistechnologie in zahlreichen Forschungsbereichen und Anwendungsgebieten stetig zunimmt. SAIROP präsentiert nun erstmals eine detaillierte Übersicht über die KI-Kompetenzen in der Schweiz über die gesamte Forschungslandschaft hinweg.
Die zehn an SAIROP beteiligten Partnerorganisationen haben die verschiedenen Forschungsinstitutionen in der Schweiz befragt und aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Datenquellen Informationen über laufende Forschungsprojekte zusammengestellt. Der laufende Prozess der Datenaufbereitung und -kuratierung ist aufgrund der großen Vielfalt komplex. Dank der neuen Plattform werden die Informationen jedoch leichter zugänglich, und der Detailgrad ist wahrscheinlich einzigartig in Europa.
Die Plattform ist über sairop.swiss öffentlich zugänglich und wurde am 23. Juni an der Swiss Conference on Data Science (SDS2022) im KKL Luzern einem Publikum aus Branchenvertreterinnen und Branchenvertretern sowie Forschenden vorgestellt. Sie enthält derzeit Daten zu Forschungsinstitutionen, aktuellen KI-Projekten, die 2021 gestartet werden, und Expertinnen und Experten, die in der Schweiz zu und mit KI forschen. Die Daten werden laufend ergänzt und aktualisiert. Darüber hinaus wird die Plattform in Zukunft mit weiteren relevanten Informationen angereichert werden, um einen noch besseren Überblick über das Forschungsgebiet und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft zu geben.
Das langfristige Ziel von SAIROP ist es, die KI-Forschungsgemeinschaft weiter zu vernetzen, die nationale und internationale Sichtbarkeit der Schweizer KI-Forschungsorganisationen zu verbessern und neue Möglichkeiten für in- und ausländische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu schaffen, um gemeinsame Innovationsprojekte zu initiieren. Zu diesem Zweck sind spezielle Veranstaltungen und weitere Kommunikationsmaßnahmen geplant.

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Die Investorenclubs Startup INVEST und SICTIC vereinigen ihre Kräfte. Die Aktivitäten von Startup INVEST, seine Angel-Investoren und seine grosse Gruppe von 32 institutionellen Investoren aus der Schweiz und dem Ausland werden in dem gemeinnützigen Verein SICTIC zusammengeführt. Zudem übergibt Startup INVEST die Konferenz der Startup Days an die Firma LINDEN 3L AG.
Der Verein Startup INVEST hat an seiner Generalversammlung im März 2022 beschlossen, die Aktivitäten des Vereins abzugeben und den Verein zum Ende des Geschäftsjahres 2022 aufzulösen. Im Rahmen des Zusammenschlusses wird SICTIC seine Startup-Vertikale von hauptsächlich ICT und Fintech erweitern und auch andere technologieorientierte Startups aufnehmen.
Jean-Pierre Vuilleumier und sein Partner Daniel Bermejo widmen sich nun neuen Herausforderungen. Jean-Pierre kommentiert: "Nach fast 20 Jahren ist es für mich an der Zeit, die nächste Reise meines Lebens anzutreten. Ich bin sehr dankbar, dass ich all diese Jahre so privilegiert war und hoffentlich zur Entwicklung des Schweizer Startup-Ökosystems beigetragen habe. Ich glaube fest daran, etwas zurückzugeben, deshalb werde ich mich in den kommenden Jahren auf ein soziales Projekt in Südafrika konzentrieren." Daniel Bermejo, Co-Geschäftsführer von Startup INVEST, fügt hinzu: "Ich fühle mich dankbar und geehrt für das Vertrauen, das mir von unserem Vorstand, der Geschäftsführung und den Mitgliedern entgegengebracht wird, und freue mich auf die Zukunft, die vor uns liegt. Ich freue mich auf viele weitere Jahre des Erbes von Startup INVEST unter den Marken SICTIC und LINDEN."
Diese Nachfolgeregelung bewahrt die Pionierarbeit, die Christian Wenger, Jean-Pierre Vuilleumier und Daniel Bermejo seit 2003 bei Startup INVEST geleistet haben, und stärkt das Schweizer Ökosystem durch die Konsolidierung der sich ergänzenden Bemühungen in einer in der Schweiz ansässigen Investorenplattform.
SICTIC, die lokale und internationale Angel-Investoren und institutionelle Investoren in ihrer grossen Investorengemeinschaft von mehr als 500 Investoren hat. Dr. Thomas Dübendorfer, Präsident und Mitbegründer von SICTIC, begrüsst den Zusammenschluss: "Dieser Zusammenschluss ermöglicht es uns, die Schweiz auf der globalen Landkarte für Startup-Investoren besser zu positionieren, indem wir die fragmentierten Bemühungen in SICTIC konsolidieren, das zu einer superstarken Schweizer Investorenplattform mit internationaler Sichtbarkeit und einer grossen Investorenbasis wird."
Die Startup Days sind die führende Networking-Plattform für unternehmerische Themen in der Schweiz. Jedes Jahr versammelt die Konferenz weit über 1'000 relevante Akteure des Startup-Ökosystems der Schweiz in Bern. Die Konferenz wurde bereits im Jahr 2021 von LINDEN organisiert und wird nun vollständig an LINDEN übergeben. Vertreter des Vereinsvorstandes werden im neuen Beirat Einsitz nehmen und die neuen Betreiber der Startup Days mit ihrem Know-how und Netzwerk unterstützen. Dominik Isler, Partner bei LINDEN, freut sich darauf: "Das Startup-Verhalten ist der Wachstumsmotor der gesamten Schweizer Wirtschaft, in allen Phasen des Lebenszyklus eines Unternehmens. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit SICTIC und anderen die Startup Days weiter zu DER herausragenden Konferenz für unternehmerisch denkende Persönlichkeiten in der Schweiz."
Christian Wenger, Präsident von Startup INVEST, fasst zusammen: "Wir haben das starke Wachstum von SICTIC aufmerksam verfolgt und es war unsere bevorzugte Lösung, mit ihnen zu fusionieren, da wir ihre Werte wirklich teilen. Das Team von LINDEN hat die Kraft, das Netzwerk und die Erfahrung, um die Konferenz im Sinne des Vereins auf die nächste Stufe zu heben."
Autor: Medienmitteilung/SK
startupticker.ch
Bildquelle: StartupINVEST, SICTIC

Aktuelles
Was ist offene Innovation und wie können Sie davon profitieren?
Sari Depreeuw, Anwältin für geistiges Eigentum bei Crowell & Moring, führt Sie in die Vorteile der offenen Innovation ein, in die Standardregeln des geistigen Eigentums, die in diesem Umfeld gelten, und in die Frage, wie man den Umgang mit Fragen des geistigen Eigentums vor und während der offenen Innovation gut vorbereitet.
Das Schweizerische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) unterhält ein IP-Beratungsnetz, das eine kostenlose Erstberatung zu Fragen des Patent- und Software-Urheberrechtsschutzes anbietet: Mehr Informationen
Innovationsideen, die von einem der Innovationsförderer unterstützt werden, können kostenlos von einer unterstützten Patentrecherche durch das IGE profitieren: Mehr Informationen

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