MEASURES-Projekt verbessert Energieplanung im globalen Süden

Dübendorf ZH – Das MEASURES-Projekt hat in Ghanas Hauptstadt Accra untersucht, wie die Versorgung trotz Klimawandels sichergestellt werden kann. Die von dem Team um Empa-Forscherin Mashael Yazdanie in Accra gewonnen Erkenntnisse sollen der Planung von Energiesystemen auch anderer Länder im globalen Süden dienen.

Das interdisziplinäre Projekt Modeling Approaches for Sustainable and Resilient Energy Planning (MEASURES) untersucht die Voraussetzungen für nachhaltige Energiesysteme in Ländern des globalen Südens. Dabei werden konventionelle Modellansätze um klimabedingte Veränderungen, sozioökonomische Faktoren und technische Herausforderungen erweitert. Ein internationales Forschungsprojekt unter Leitung von Mashael Yazdanie, Gruppenleiterin am Urban Energy Systems Laboratory der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat in Accra, der Hauptstadt von Ghana, ein Fallbeispiel durchgeführt.

Dabei seien strukturelle Gegebenheiten einbezogen worden, die in klassischen Modellen vernachlässigt werden, erläutert die Empa in einer Mitteilung. Als Beispiele werden dort klimabedingte Extremwettersituationen, Migration, informelle Wirtschaftssysteme, instabile Währungen und unterdrückter Energiebedarf aufgrund fehlender Infrastruktur oder fehlender Mittel genannt. Mit einem Modellierungswerkzeug wurden verschiedene Szenarien für Accra durchgespielt.

Für Accra zeigt das Modell, dass Investitionen in Photovoltaik und Windenergie möglichst früh erfolgen sollten, da sie am stärksten vom Währungsverfall betroffen sind. Zudem wird die Elektrifizierung des Transportsystems und die Sammlung und energetische Nutzung von Abfall empfohlen. Nach Ansicht der Forschenden sind die Ansätze „global einsetzbar, um den Wandel zu widerstandsfähigen und nachhaltigen Energiesystemen zu unterstützen“. ce/hs

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