Dübendorf ZH/Cape Canaveral – Bei der privaten Raumfahrtmission Fram2 wird auch ein Experiment der Universität Zürich (UZH) durchgeführt. Die 29-jährige deutsche Raumkapselpilotin Rabea Rogge machte ihre ersten Erfahrungen mit der Schwerelosigkeit bei Parabelflügen des UZH Space Hub in Dübendorf.
(CONNECT) Die Universität Zürich ist mit einem Experiment seit dem 31. März 2025 an Bord der derzeit stattfindenden Raumfahrtmission Fram2, dem rund viertägigen ersten Flug auf einer neuen Umlaufbahn über die Pole der Erde. Cora Thiel hat in den Wochen vor dem Start der Falcon9-Trägerrakete von SpaceX in ihrem Labor im Kennedy Space Center Zellkulturen für die möglichen Startfenster vorbereitet.
Thiel, die leitende Wissenschaftlerin des UZH Space Hub am Flughafen Dübendorf, und Oliver Ullrich, der Chef des UZH Space Hub, erhoffen sich von dem Experiment Space Genomics neue Erkenntnisse darüber, ob und wie Menschen ausserhalb der Schwerkraft der Erde leben können. „Wir gehören zu den wenigen der für Fram2 ausgewählten Forschungsprojekte, die nicht aus Amerika stammen“, wird Ullrich in einem Bericht der UZH zitiert. „Und wir sind das einzige aus der Schweiz.“
Ausgeführt, und das ist der zweite Schweizbezug bei dieser Mission, wurde das Experiment am 1. April von der 29-jährigen Roboteringenieurin Rabea Rogge, der ersten deutschen Frau im All. Sie machte ihren Abschluss an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und promoviert derzeit in Norwegen. Als Mitglied der Academic Space Initiative Switzerland leitete sie laut einer Mitteilung der NASA die Entwicklung einer Satellitenmission in eine erdnahe Umlaufbahn und von robotischen Ozeanmissionen in der Arktis.
„Mit Rabea war das UZH-Forschungsprojekt in den Händen einer Astronautin, die ihre ersten Erfahrungen in der Schwerelosigkeit im Rahmen der 6. Schweizer Parabelflugkampagne des UZH Space Hub gemacht hat“, betont Ullrich. Diese hatte vom 3. bis 14. Oktober 2022 stattgefunden.
Keines der vier Besatzungsmitglieder hat eine professionelle Ausbildung für Raumflüge. Noch nicht einmal einen Pilotenschein habe einer von ihnen, so Rogge. „Es geht nun darum, den Weltraumflug zugänglicher zu machen, anstatt ihn als exklusiv zu betrachten. Nur so können wir neue, noch interessantere Weltraummissionen planen und die Grenzen verschieben.“ ce/mm
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