Aktuelles
Zürich/Pisa – Forschende der Universitäten Zürich (UZH) und Pisa haben eine Methode entwickelt, die Genaktivität des Blutzellen umgebenden Fettgewebes zu manipulieren. Im Versuch mit Mäusen und menschlichen Gewebeproben konnten drohende Gewebeschäden abgewendet werden.
(CONNECT) Forschende der UZH und der Universität Pisa sind einem Weg zur Prävention von Gefässkomplikationen bei Adipositas und Typ-2-Diabetes auf der Spur. Sie setzen dabei am die Blutzellen umgebenden Fettgewebe an, informiert die UZH in einer Mitteilung. Bei Menschen mit Stoffwechselstörungen wird dieses perivaskuläre Fett häufig entzündungsfördernd, was im Laufe der Zeit zu Gefässerkrankungen führt.
Als Auslöser für diese Störung haben die Forschenden chemische Markierungen identifiziert, die bestimmen, wie das Genom in jeder Zelle gelesen wird. Die Forschenden setzten spezifische epigenetische Medikamente – sogenannte BET-Protein-Inhibitoren – ein, um die Störung zu korrigieren: Die Genaktivität wurde mit ihrer Hilfe umprogrammiert. „Anstatt jeweils auf nur ein Molekül spät in der Krankheitsentwicklung abzuzielen, wollten wir das gesamte Genaktivitätsprogramm des Fettgewebes neu einstellen“, wird UZH-Kardiologe und Studienleiter Francesco Paneni in der Mitteilung zitiert.
Zudem konnten die Forschenden das am Zuckerstoffwechsel beiteiligte Enzym Hexokinase 2 als entscheidenden Faktor bei der Auslösung von Gefässkomplikationen identifizieren. „Wird die Enzymaktivität reduziert – entweder indirekt durch Veränderung der epigenetischen Regulation oder direkt am Enzym selbst –, reduziert sich das Entzündungsverhalten des Fettgewebes und die Gefässreaktionen normalisieren sich wieder“, erläutert Paneni. Nach Ansicht der Forschenden könnten epigenetische Medikamente bestehende Therapien ergänzen, indem sie das Risiko für Gefässfunktionsstörungen verringern, die möglicherweise zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. ce/hs

Forschende der UZH und der Universität Pisa entwickeln eine Methode zur Prävention von Gefässkomplikationen. Symbolbild: Edward Jenner/Pexels
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Zürich – Der in Zürich ansässige Fintech-Start-up-Förderer Tenity hat sich an Finanzierungsrunden für mehrere Jungunternehmen beteiligt. Die deutsche reltix GmbH wird ebenso unterstützt wie die italienische Soource und Pints AI aus Singapur.
(CONNECT) Die Zürcher Tenity Group AG hat sich an einer Frühfinanzierungsrunde der reltix GmbH aus Düsseldorf beteiligt. Laut einer Mitteilung hat reltix bei dieser Runde insgesamt 3 Millionen Euro eingenommen. Das deutsche Unternehmen ist im Immobilienbereich tätig und bietet dafür Lösungen zur Verbesserung der Hausverwaltung. Dabei setzt reltix auf Künstliche Intelligenz und bezieht Akteure aus den Bereichen Energie, Finanzen und Baubranche mit ein.
„Anstatt das bestehende Modell zu optimieren, schafft reltix ein offenes Ökosystem, in dem sich die Servicequalität strukturell verbessert – und skalierbarer wird, je mehr Arbeitsabläufe von der Technologie übernommen werden“, wird Guillermo Forteza zitiert, Investment Lead Europe bei Tenity.
Auch Soource aus Mailand hat eine Finanzierungsrunde über 3 Millionen Euro abgeschlossen, an der sich Tenity beteiligt hat. Das Start-up entwickelt eine durch Künstliche Intelligenz gestützte Analyseplattform für den Unternehmensbeschaffungsmarkt. „Wir freuen uns sehr, Soource dabei zu unterstützen, einen der am wenigsten digitalisierten Bereiche der Unternehmensbeschaffung zu modernisieren“, heisst es hierzu von Forteza in einer weiteren Mitteilung.
Wie es in einem Artikel von Tech in Asia heisst, hat sich Tenity zudem an einer Serie-A-Finanzierungsrunde über 5,6 Millionen Dollar des Start-ups Pints AI aus Singapur beteiligt. Pints AI entwickelt überprüfbare auf Künstlicher Intelligenz basierende Instrumente für regulierte Finanzinstitute.
Tenity wurde von der Schweizer Börse SIX 2015 unter dem Namen F10 gegründet. Der Start-up-Förderer ist seit einem sogenannten Management-Buy-Out 2022 unabhängig. ce/jh

Tenity Group AG hat sich an einer Frühfinanzierungsrunde der reltix GmbH aus Düsseldorf beteiligt; im Bild der CEO und Mitgründer von Tenity, Andreas Iten. Bild: Ergon
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Windisch AG/Lausanne – Die Gewinner des diesjährigen Start-up-Wettbewerbes >>venture>> sind in Lausanne ausgezeichnet worden. EDWATEC sicherte sich den Grand Prize. Noemon, Trulux, Baxiva, CINDER, Actival, Regcheck und Botana AI sind die weiteren Sieger.
(CONNECT) Der diesjährige >>venture>>-Wettbewerb ist mit dem Finale in Lausanne zu Ende gegangen. Den Grand Prize sicherte sich laut einer Mitteilung EDWATEC aus Lausanne. Als Gesamtgewinner des Start-up-Wettbewerbs erhält das Unternehmen somit 150'000 Franken. EDWATEC entwickelt optische Verstärker, die photonische Systeme für Kommunikation und Künstliche-Intelligenz (KI)-Anwendungen ermöglichen. Neben dem Grand Prize wurde EDWATEC auch als Gewinner der Kategorie Industrials & Engineering gekürt.
Mit TruLux aus Wettswil und Baxiva aus Schlieren kommen zwei weitere Kategoriegewinner aus dem Kanton Zürich. TruLux setzte sich mit seinem KI-Werkzeug zur Identifizierung hochwertiger Produkte via Smartphone in der Kategorie Consumer Solutions durch. Baxiva entwickelt Impfstoffe zur Vorbeugung schwerer Infektionen und war damit in der Kategorie Pharma & Biotech siegreich. Die Noemon AG aus Opfikon ZH sicherte sich zudem mit ihrer KI, die selbstständig lernt, den Spotlight Award.
Die CINDER AG konnte sich bei der Abstimmung am Finaltag zum mit 10'000 Franken dotierten Publikumspreis durchsetzen. Das Start-up aus Bern arbeitet an therapeutischen Wearables zur Behandlung von Beckenschmerzen. Und Actival aus Neuenburg, eine Ausgliederung aus dem CSEM, hat aktive Zahnpflegeprodukte patentiert, die eine langsame, kontrollierte Freisetzung von Flüssigkeiten zur Verbesserung der Mundgesundheit ermöglichen. Damit war das Start-up in der Kategorie Medtech & Healthcare siegreich.
Die Softreg GmbH aus Wohlen AG war mit ihrem Angebot RegCheck in der Kategorie Business & Finance erfolgreich. Sie nutzt KI zur Simulation von behördlichen Prüfungen zur Vermeidung von Compliance-Lücken. In der Kategorie Social & Environmental setzte sich die Botana AI GmbH aus Oberägeri ZG durch. Sie unterstützt Landwirte bei der effizienten Verwaltung ihrer Flächen.
>>venture>> wurde 1997 lanciert und wird von der Venture Foundation mit Sitz in Windisch organisiert. Die Preistragenden haben bisher über 1500 Unternehmen gegründet und über 15'000 Stellen geschaffen. ce/jh

Baxiva gehört zu den Siegern des >>venture>>-Wettbewerbs; im Bild: Baxiva-CEO Giorgia Greter. Bild: zVg/CARB-X
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Zürich/Frankfurt am Main/Piscataway – Die Verity AG ist mit dem IERA Award 2026 ausgezeichnet worden. Die intelligente Lagerplattform des Unternehmens nutzt autonome Flugroboter zur Echtzeitüberwachung von Lagerbeständen. Die Drohnen navigieren ohne GPS und erkennen Abweichungen automatisch.
(CONNECT) Das DeepTech-Unternehmen Verity hat den „Award for Innovation and Entrepreneurship in Robotics & Automation” (IERA) 2026 gewonnen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich wurde für die Entwicklung und die Markteinführung seiner intelligenten Lagerplattform ausgezeichnet.
Die Lösung nutzt gemäss einer Mitteilung vollständig autonome Indoor-Drohnen, die ohne GPS und menschliches Eingreifen durch Lagerhäuser navigieren, Barcodes erfassen und Bestandsdaten direkt an Lagerverwaltungssysteme übermitteln. Abweichungen werden automatisch erkannt und gemeldet.
Die Drohnen arbeiten während mehrerer Monate autonom und benötigen maximal drei Batteriewechsel pro Jahr. Durch die kontinuierliche Erfassung physischer Warenbewegungen verbessert die Lösung die Bestandsgenauigkeit, reduziert den Personalaufwand und senkt Kosten. Die Drohnen erfassen täglich rund 500'000 Bilder in den Lagerhäusern und nutzen diese Daten zur Verbesserung der Technologie.
„Die Jury war von Veritys umfangreichem Patentportfolio, dem soliden Geschäftsplan und der Vorreiterrolle des Unternehmens bei der Markteinführung innovativer Technologien beeindruckt“, wird Jim Ostrowski, Vorsitzender des IERA-Award-Komitees, zitiert.
Verity-Systeme sind derzeit in mehr als 200 Lagerhäusern in 15 Ländern im Einsatz, darunter bei IKEA, Maersk, DSV und UPS. „Es ist eine grosse Ehre, von den führenden Organisationen der Robotikbranche ausgezeichnet zu werden“, so Markus Hehn, Mitbegründer und Chief Technology Officer von Verity.
Der IERA Award wird seit 2005 jährlich von der IEEE Robotics and Automation Society (IEEE/RAS) aus Piscataway im US-Bundesstaat New Jersey und der International Federation of Robotics (IFR) aus Frankfurt vergeben. ce/as

(v.l.n.r) Nancy Amato (Präsidentin der IEEE RAS), Takayuki Ito (Präsident der IFR), Markus Hehn (Verity AG) und Jim Ostrowski (Vizepräsident für industrielle Aktivitäten der IEEE RAS). Bild: Denes Erdos/International Federation of Robotics
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Zürich – Krebszellen können sich der Wirkung von Therapien durch eine Art Schlafzustand entziehen. Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben ein Verfahren entwickelt, sie aufzuwecken, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu beeinträchtigen.
(CONNECT) Forschende der ETH haben einen lichtgesteuerten molekularen Schalter entwickelt, der Lungenkrebszellen aus einem schützenden Ruhezustand weckt. Stresshormone können Tumorzellen über in jeder Körperzelle vorhandene Glukokortikoid-Rezeptoren in ein Art Schlafzustand versetzen, erläutert die ETH in einer Mitteilung. Damit Therapien die Krebszellen angreifen können, müssen diese jedoch aktiv sein.
Für ihren Ansatz nutzten die Forschenden Licht und eine Art körpereigenes Recycling-System. Letzteres markiert defekte Eiweisse, die von der Zelle daraufhin zerstückelt werden. Hier wurden die Glukokortikoid-Rezeptoren der Tumorzellen markiert. Das Licht wurde genutzt, um zu verhindern, dass auch die Rezeptoren des umliegenden gesunden Gewebes in Mitleidenschaft gezogen werden.
Konkret haben die Forschenden einen dreiteiligen Schalter entwickelt. Er besteht aus zwei an den Rezeptor beziehungsweise an das markierende Enzym bindende Untereinheiten zwischen denen ein flexibles Verbindungsstück liegt. Ist dieses Verbindungsstück gerade, kann das Enzym den Rezeptor für die Zerstörung markieren. Wird es durch Bestrahlung mit Licht einer bestimmten Wellenlänge geknickt, erreicht das Enzym den Rezeptor nicht.
In Laborkulturen von Lungenkrebszellen haben die Forschenden mit ihrer Methode die Rezeptoren der Tumorzellen ausschalten und die Zellen damit aus dem Ruhezustand holen können. Aus den Tumorzellen in das gesunde Gewebe wandernde Schalter wurden mit Licht gezielt deaktiviert. „So lässt sich die Aktivität strikt auf den Tumorkern begrenzen, wodurch das umliegende Gewebe geschont wird und deutlich weniger Nebenwirkungen auftreten“, wird Forschungsgruppenmitglied Robin Scheuplein in der Mitteilung zitiert. „Die Wirkung ist reversibel und exakt steuerbar.“ ce/hs

Forschende der ETH haben einen lichtgesteuerten molekularen Schalter entwickelt, der Lungenkrebszellen aus einem schützenden Ruhezustand weckt. Symbolbild: National Cancer Institute/Unsplash
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Zürich – Müdigkeit und Übermüdung lässt sich mit einem Speicheltest nachwiesen. Zu diesem Schluss kommen Forschende der Universität Zürich (UZH) nach einer Studie. Die Methode könnte künftig zur Sicherheit im Strassenverkehr und in sicherheitskritischen Berufen beitragen.
(CONNECT) Forschende des Instituts für Rechtsmedizin an der Universität Zürich (UZH) haben in einer Studie nachgewiesen, dass Speichelanalysen Aussagen zu Müdigkeit und Übermüdung treffen lassen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Team um Thomas Krämer, Professor für Forensische Pharmakologie und Toxikologie, zehn Biomarker identifizieren, die hierzu Informationen liefern.
Müdigkeit ist längst ein gesellschaftliches Problem geworden. Untersuchungen zufolge leidet ein Drittel der Schweizer Bevölkerung unter Schlafmangel. Die Forschenden der UZH wollten in ihrer Studie nun einen Zusammenhang zwischen Stoffwechsel und Schlafmangel untersuchen. Dafür untersuchten sie 20 gesunde junge Männer, die gewöhnlich über einen Schlaf von sieben bis neun Stunden je Nacht verfügten. Die Probanden wurden unterschiedlichen Szenarien mit Schlafentzug unterworfen. Parallel dazu wurde eine regelgerechte Normnacht untersucht. Das Team untersuchte entnommene Speichelproben mit einer hochauflösenden Massenspektroskopie. Mithilfe maschinellen Lernens wurde nach molekularen Mustern gesucht.
„Wir haben festgestellt, dass starke Übermüdung rund zehn Prozent aller Biomoleküle im Speichel beeinflusst“, wird Michael Scholz, Erstautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. „Die Herausforderung bestand darin, aus zehntausenden Molekülen genau diejenigen herauszufiltern, die Übermüdung zuverlässig anzeigen. Mit Hilfe modernster Technologie ist es uns gelungen, zehn Biomarker zu identifizieren, die genau diese Aufgabe erfüllen.“
In einer anschliessenden Feldstudie sollen die zehn patentierten Biomarker unter realitätsnahen Bedingungen getestet und ein Schnelltest entwickelt werden. Der könnte zu mehr Sicherheit im Strassenverkehr und an relevanten Arbeitsplätzen führen. Die Studie ist in der jüngsten Ausgabe von ACS Publications publiziert. ce/ww

Durch einen Speicheltest zeigt sich die Müdigkeit etwa von Spital-Personal. Symbolbild: Magnific
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Mit 770 angemeldeten Gästen stiess der 12. ImmoSummit der FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung – auf ausserordentlich grosses Interesse. Der etablierte Branchentreffpunkt der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft fand am 10. Juni 2026 unter dem Leitmotiv «Vom Talent zum Champion» in THE HALL in Dübendorf statt. Im Zentrum standen der Schweizer Immobilienmarkt, die Entwicklung leistungsfähiger Teams und Standorte sowie die Lancierung des Strategiereaders «New Zurich».
Dübendorf, 11. Juni 2026 – Der 12. ImmoSummit knüpfte inhaltlich an die Diskussion des Vorjahres an. 2025 stand der Anlass unter dem Motto «Vom Silo zum Mannschaftssport». Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass die grossen Herausforderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft nicht mehr isoliert gelöst werden können. 2026 ging die Diskussion einen entscheidenden Schritt weiter: Was braucht es, damit aus Zusammenarbeit echte Spitzenleistung entsteht? Das Motto «Vom Talent zum Champion» wurde auf drei Ebenen beleuchtet: bei den persönlichen Fähigkeiten und Haltungen von Führungspersönlichkeiten, bei der Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen und Projekten sowie bei der koordinierten Weiterentwicklung von Regionen und Standorten.
Eröffnet wurde der ImmoSummit von André Ingold, Präsident der FRZ und Stadtpräsident von Dübendorf, sowie von Rahel Kindermann Leuthard, Geschäftsführerin der FRZ Flughafenregion Zürich.
Immobilienmarkt: Stabilität trotz Unsicherheiten
Einen aktuellen Blick auf die Schweizer Immobilienwirtschaft vermittelten Michael Birrer, Leiter Research & Advisory bei der Migros Bank, und Michelle Müller, Analystin Immobilienresearch bei der Migros Bank. Unter dem Titel «Markteinschätzung Immobilien – Positive Aussichten in unsicheren Zeiten» ordneten sie das wirtschaftliche und politische Umfeld ein. Fazit: Die Inflation bleibt trotz steigender Energiepreise unter Kontrolle. In der Schweiz werden vergleichsweise tiefe Zinsen erwartet. Der Wohnimmobilienmarkt bleibt aufgrund der strukturellen Knappheit robust. Im Büromarkt entscheidet dagegen zunehmend die Qualität. Erfolgreich sind gut erschlossene, flexible und zeitgemässe Flächen, während ältere Bestände stärker unter Transformationsdruck geraten.
Im anschliessenden Interview gab Béatrice Schaeppi, CEO und Verwaltungsratspräsidentin der Schaeppi Grundstücke AG, Einblicke in die Führung eines traditionsreichen Familienunternehmens. Im Zentrum standen Verantwortung, Haltung und Innovationskraft in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Die Werte würden regelmässig kommuniziert. Béatrice Schaeppi wurde 2025 mit dem EY Entrepreneur Of The Year in der Kategorie Family Business ausgezeichnet.
«New Zurich» im Fokus
Ein Höhepunkt des 12. ImmoSummit war die Vorstellung des Readers «New Zurich» durch Thomas Sevcik, Gründer des Strategie-Thinktanks arthesia, und Remo Daguati, Inhaber und CEO der LOC AG. Mit «New Zurich» eröffnet die FRZ Flughafenregion Zürich die Debatte darüber, wie sich die dynamische Region rund um den Flughafen künftig weiterentwickeln soll. Die erweiterte Region zählt rund 300'000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie über 200'000 Arbeitsplätze. In den vergangenen Jahrzehnten ist ein funktional zusammenhängender Wirtschafts- und Lebensraum entstanden, der wirtschaftliche Dynamik, internationale Erreichbarkeit und hohe Lebensqualität verbindet.
Der Reader bündelt die Ergebnisse eines mehrjährigen Strategieprozesses, an dem die 14 Mitgliedsstädte und -gemeinden der FRZ sowie Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Standortentwicklung mitgewirkt haben. Nicht neue politische Strukturen stehen im Vordergrund, sondern eine besser abgestimmte Standortentwicklung mit langfristiger Perspektive. ‹New Zurich› sei kein fertiger Masterplan, sondern Denkanstoss und hoffentlich auch Handlungsimpuls, sagte FRZ-Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard bereits in den einführenden Worten.
Fünf Entwicklungsfelder stehen im Mittelpunkt: Digitalisierung und ICT (BYTE), Luftfahrt und Space Economy (AERO), Headquarters und internationale Unternehmensfunktionen (HUBS), Kongresse und Events (MEET) sowie Gesundheit und Life Sciences (CARE). In den kommenden Monaten sollen die Entwicklungsfelder konkretisiert und schrittweise in erste Projekte überführt werden. Gemäss Remo Daguati geht es darum, neue bahnbrechende Technologien zu entwickeln (Deep Tech) und die hervorragende Infrastruktur - Rechenzentren und umliegende Top-Hochschulen - für erfolgreiche Businessmodelle zu nutzen. Die abschliessende Botschaft der Präsentation bringt den Anspruch auf den Punkt: «New Zurich ist eine Idee und ein Ort, dessen Zeit gekommen ist.» Die Flughafenregion Zürich sehen Daguati und Sevcik als Ort für Macher.
Talente erkennen, fördern und gewinnen lassen
Wie aus Talent Spitzenleistung entstehen kann, diskutierten Damien Ulrich, Goldmedaillengewinner als Gebäudetechnikplaner EFZ an den SwissSkills 2019, Jael Schlatter, Zimmerin und Teilnehmerin an den SwissSkills 2020, sowie Dario Meyer, Stürmer beim EHC Kloten.
Die drei Persönlichkeiten verdeutlichten aus unterschiedlichen Perspektiven, dass Talent allein nicht genügt. Entscheidend sind Leidenschaft, Präzision, Disziplin, Durchhaltevermögen sowie ein Umfeld, das junge Menschen fördert und ihnen Verantwortung überträgt. Es geht um eine positive Haltung und darum, etwas zu wagen. Oder wie es Dario Meyer formulierte: «Ein Fehler ist der Beweis eines Versuchs.»
Architektur schafft Identität
Mit Sören Grünert, Partner bei BIG – Bjarke Ingels Group, rückte ein international bedeutendes Bauprojekt ins Zentrum: das neue Dock A am Flughafen Zürich. Unter dem Titel «Social Infrastructure – von der Idee zur Identität» zeigte er auf, wie Architektur über ihre unmittelbare Funktion hinaus Identität, Aufenthaltsqualität und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen kann.
Das neue Dock A soll sowohl für die Luftfahrt als auch für die Bauindustrie neue Massstäbe setzen. Das Projekt verbindet internationale Ausstrahlung mit Schweizer Bautradition und steht exemplarisch für das Zusammenspiel von Architektur, Place Branding und Place Making. Die auf die riesige LED-Wall projizierten Holzkonstruktionen des Dock A verblüfften das Publikum. Für Grünert ist es ein Privileg, das moderne Tor von New Zurich zur Welt zu schaffen.
Leistungskultur, Leadership und Werte
Den abschliessenden Impuls setzte Anders Indset. Der norwegischstämmige Wirtschaftsphilosoph, Deep-Tech-Investor und ehemalige Spitzensportler beleuchtete unter dem Titel «Wikinger Kodex – Auf dem Weg zu einer Leistungskultur verwurzelt in Werten» die Anforderungen an Führung im Zeitalter von künstlicher Intelligenz, exponentiellem Wandel und schwindenden Gewissheiten.
Seine zentrale Botschaft: Spitzenleistung und nachhaltiger Erfolg setzen nicht nur Leistungsbereitschaft voraus, sondern auch klare Werte, langfristiges Denken und die Fähigkeit, Entwicklungen aktiv vorauszudenken. Der Possibilismus orientiert die Ziele an den vorhandenen Möglichkeiten.
Einen besonderen musikalischen Akzent setzte JODOK CELLO. Der Schweizer Cellist und Content Creator begeisterte mit seiner Verbindung von klassischer Musik und digitaler Kommunikation weltweit ein Millionenpublikum. Durch den ImmoSummit führte Moderatorin Monika Schärer.
Plattform für Austausch und Zusammenarbeit
Mit 770 angemeldeten Gästen unterstrich der 12. ImmoSummit seine Bedeutung als zentrale Plattform für die Schweizer Bau-, Immobilien- und Standortwirtschaft. Der Anlass verband fachliche Orientierung mit persönlichem Austausch und konkreten Impulsen für die Weiterentwicklung von Unternehmen, Projekten und Regionen.
Gruppenfoto: (c) FRZ / André Maurer

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Dübendorf ZH – Die BTRY AG wird mit 2,2 Millionen Euro aus dem EIC Accelerator-Förderprogramm der Europäischen Union unterstützt. Mit den Mitteln will das Unternehmen unter anderem die Grundlage für Europas erste Fabrik für Festkörper-Dünnschichtbatterien schaffen.
(CONNECT) BTRY hat sich im Auswahlverfahren des EU-Förderprogramms EIC Accelerator durchgesetzt. Die Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) erhält laut einer Mitteilung 2,2 Millionen Euro zur Weiterentwicklung seiner flexiblen und ultradünnen Festkörperbatterien.
In der aktuellen Förderrunde wurden 38 Unternehmen aus ganz Europa ausgewählt, die Erfolgsquote lag bei weniger als 5 Prozent.
BTRY will mit den Geldern die Industrialisierung seiner Technologie beschleunigen, die Markteinführung vorbereiten und die Basis für Europas erste Industrieanlage für Dünnschicht-Festkörperbatterien schaffen. Diese soll jährlich Millionen von Batterien produzieren können.
Das 2023 gegründete Start-up mit Sitz in Dübendorf entwickelt ultraflache Dünnschichtbatterien mit Festkörpern anstelle von flüssigen Elektrolyten für Anwendungen in den Bereichen Industrie, Internet der Dinge (IoT), Medizintechnik und Wearables. Die Batterien sollen Energiespeicherung und hohe Leistungsabgabe in einer einzigen Lösung vereinen. Ein lösungsmittelfreies Vakuumbeschichtungsverfahren auf Basis von Rolle-zu-Rolle-Anlagen aus der Halbleiterindustrie soll zudem eine skalierbare und kosteneffiziente Produktion ermöglichen.
Der EIC Accelerator investiert in Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die eine innovative Technologie, Dienstleistung oder ein Geschäftsmodell entwickeln mit dem Potenzial, neue Märkte zu schaffen oder bestehende Märkte nachhaltig zu verändern. ce/as

Das BTRY-Team erhält 2,2 Millionen Euro zur Weiterentwicklung seiner Festkörperbatterien. Bild: BTRY
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Zürich – Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) liegt im aktuellen World University Ranking von QS auf Platz 8, nach Platz 7 im Vorjahr. Die EPFL liegt auf Platz 22, insgesamt schaffen es elf Schweizer Hochschulen unter die besten 1400. Das Massachusetts Institute of Technology führt die Rangliste an.
(CONNECT) Die ETH ist im aktuellen World University Ranking von Quacquarelli Symonds (QS) auch weiterhin die beste Hochschule in Kontinentaleuropa. Allerdings büsst sie als achtplatzierte Hochschule (gemeinsam mit dem University College London) im Vergleich zu den vorherigen drei Jahren einen Platz ein, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Sie behauptet dabei im zwölften Jahr in Folge den Platz in den Top 10. An der Spitze liegt das Massachusetts Institute of Technology (MIT) aus den USA, vor dem Imperial College London und der Universität Stanford aus dem US-Bundesstaat Kalifornien, die sich den zweiten Platz teilen.
Der Punktewert der ETH (96,3 von 100) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (96,7) nur geringfügig verändert. Die ETH weist zudem auf ihre Stärken und ihre besten Bewertungen hin. Demnach konnte sie sich in der Rubrik internationales Forschungsnetzwerk um 11 Plätze verbessern, bei den Beschäftigungsergebnissen um 10 Plätze und bei der Reputation unter Arbeitgebenden um 9 Plätze. In der Rubrik Internationale Fakultätsmitglieder schafft sie mit 100 Punkten den Maximalwert, bei der akademischen Reputation 99,8 und bei der Pro-Kopf-Zitationsrate der Fakultätsmitglieder 98,8 Punkte.
Weitere Schweizer Hochschulen in den Top 1400 sind die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (22.), die Universität Zürich (98.), Universität Basel (150.), Universität Genf (168.), Universität Bern (191.), Universität Lausanne (233.), Universität der italienischen Schweiz (456.), Universität Freiburg (670.), Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Platzierungsbereich 851 bis 900) sowie die Universität Neuenburg (1201 bis 1400) ce/jh

Die ETH Zürich belegt in den World University Ranking von QS Platz acht. Bild: Alessandro Della Bella/ETH Zürich
Aktuelles
Zürich – Der Kanton Zürich will Unternehmen im Umgang mit kantonalen Behörden unterstützen. Dazu hat der Kanton ein neues Unternehmensportal eingerichtet. Hier werden Informationen und Anlaufstellen zu Gründung, Führung und Auflösung von Unternehmen bereitgestellt.
(CONNECT) Der Kanton Zürich hat für Unternehmen ein digitales Angebot für Informationen und Orientierung geschaffen. Auf dem neuen Unternehmensportal finden Interessierte Antworten auf konkrete Fragestellungen für den Umgang mit kantonalen Behörden im Unternehmensalltag. „Mit dem neuen Unternehmensportal leistet der Kanton Zürich einen Beitrag zu mehr Transparenz, besserer Auffindbarkeit von Informationen und einer zeitgemässen Begleitung unternehmerischer Anliegen“, wird Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh in einer entsprechenden Mitteilung der Kantonsverwaltung zitiert.
Das neue Portal ist in die drei Rubriken Unternehmen gründen, Unternehmen führen und Unternehmen auflösen gegliedert. Für jeden Bereich werden zahlreiche Untermenüs mit Informationen, dem Angebot an Behördenleistungen, zuständigen Ansprechstellen und bestehenden kantonalen Angeboten zur Verfügung gestellt. Dabei wurden auch relevante verwaltungsexterne Stellen berücksichtigt.
In der Rubrik Unternehmen gründen werden beispielsweise Fragen nach der geeigneten Rechtsform, dem Standort oder auch der Finanzierung behandelt. Die Rubrik Unternehmen führen informiert unter anderem zu Fragestellungen bei der Beschäftigung von Mitarbeitenden, der Regelung von Steuern und Finanzen oder der Unternehmensexpansion. Wer über die Aufgabe der eigenen Firma nachdenkt, findet in der Rubrik Unternehmen auflösen Hilfestellung für die Nachfolgeregelung oder die Liquidation. ce/hs

Der Kanton Zürich hat eine Orientierungsplattform für Unternehmen geschaffen. Symbolbild:Henrique Ferreira/Unsplash
Aktuelles
Cologny GE/Adliswil ZH/Epalinges VD – Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat seine diesjährigen Technology Pioneers ausgewählt. Von den 100 internationalen Start-ups stammen zwei aus der Schweiz: Metafuels aus Adliswil entwickelt nachhaltigen Treibstoff, Atinary will Forschung durch KI vorantreiben.
(CONNECT) Das Weltwirtschaftsforum hat auch in diesem Jahr 100 internationale Start-ups als Technology Pioneers ausgewählt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die 100 Jungunternehmen stammen aus insgesamt 23 Ländern, wobei Indien neun der ausgewählten Unternehmen stellt. Die Schweiz ist mit zwei Start-ups vertreten, Metafuels aus Adliswil und Attinary auf Epalinges.
Metafuels hat den auf Methanolbasis hergestellten nachhaltigen Flugzeugtreibstoff Aerobrew entwickelt. Das Unternehmen hat eine Technologie erschaffen, mit der sich Methanol in Kerosin umwandeln lässt. Die Kraftstoffe von Metafuels sind vollständig kompatibel mit bestehenden Flugzeugen, Triebwerken und der Flughafeninfrastruktur. Derzeit strebt Metafuels an, europaweit vertriebstechnische Grundlagen für diesen nachhaltigen Flugtreibstoff zu schaffen.
Atinary Technologies möchte Forschung und Entwicklung (F&E) durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik vorantreiben. Damit soll die F&E automatisiert beziehungsweise autonom gestaltet werden. So würden Self-Driving Labs entstehen. Hinter diesen steht eine Technologie, mit der Atinary es menschlichen Forschern ermöglicht, maschinelles Lernen in Verbindung mit Robotern einzusetzen, um Experimente selbstständig zu erlernen, anzupassen und zu optimieren. ce/jh

Unter den Piuonieren ist das Metafuels-Team, vierter und fünfter von links: Gründer Saurabh Kapoor und Leigh Hackett. Bild: Metafuels
Aktuelles
Schlieren/Dübendorf ZH/St-Sulpice VD – Die Forgis AG, Bubble Robotics GmbH und Embodied AI sind für den Google DeepMind Accelerator ausgewählt worden. An dem dreimonatigen Programm nehmen insgesamt 15 Robotik-Start-ups teil, um sich auf die Markteinführung ihrer Produkte vorzubereiten.
(CONNECT) Forgis aus Schlieren, Bubble Robotics aus Dübendorf und Embodied AI aus St-Sulpice haben sich gemeinsam mit zwölf weiteren europäischen Start-ups für den Google DeepMind Accelerator qualifiziert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die 15 Jungunternehmen durchlaufen ein dreimonatiges Mentoring-Programm und erhalten technische Unterstützung, um ihre Robotiklösungen zur Marktreife weiterzuentwickeln. Dabei werden die teilnehmenden Start-ups Zugriff auf die Künstliche Intelligenz (KI)-Lösungen von Google nehmen können.
Forgis entwickelt KI-Agenten, die „Maschinen so verstehen wie erfahrene Ingenieure“, heisst es von Google. So könnten Fehler vorhergesagt und die Leistung optimiert werden. Bubble Robotics arbeitet an Robotern, die unter Wasser und an der Wasseroberfläche eingesetzt werden können. Und Embodied AI entwickelt ferngesteuerte humanoide Roboter, die sich mit gesammelten Daten, zum Beispiel im Kundendienst, selbst verbessern und entwickeln.
Das Programm wird nach seinem Start in London bis September andauern und mit einer dreitägigen Abschlussveranstaltung in London enden. Dabei können die Teilnehmenden ihre Lösungen Mentoren, Google-Partnern und -Teams vorstellen. Die weiteren Start-ups stammen aus Grossbritannien (4), Norwegen, Griechenland, Rumänien, Deutschland, Italien, Dänemark, Frankreich und Schweden. ce/jh

Das Forgis-Team hat sich gemeinsam mit weiteren europäischen Start-ups für den Google DeepMind Accelerator qualifiziert. Bild: zVg/Forgis AG
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