Aktuelles
Schlieren ZH – Venturelab hat am 24. Juni 2026 bei der 20-Jahr-Feier seines Venture Leaders-Programms die Einrichtung des Swiss Champions Fund bekanntgegeben. Daraus erhalten künftig pro Jahr vier oder fünf der aussichtsreichsten Deeptech-Start-ups dieses Programms Serie-A- oder Serie-B-Finanzierungen.
(CONNECT) Bei der Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Venture Leaders-Programm von Venturelab im Schlieremer startup space ist am 24. Juni 2026 der Swiss Champions Fund angekündigt worden. Laut einer Mitteilung wird dieser Fonds künftig Hauptsponsor von Venture Leaders sein und ausschliesslich in Unternehmen aus diesem Programm investieren. Er wird bei Serie-A- und Serie-B-Finanzierungsrunden als Haupt- oder Co-Investor auftreten. Das Zielvolumen des Fonds liegt bei rund 100 Millionen Franken, die ersten Investitionen sollen 2027 erfolgen.
Pro Jahr sollen vier bis fünf der aussichtsreichsten Start-ups in den Genuss einer Erstinvestition in der Höhe von 3 bis 5 Millionen Franken kommen. Der Swiss Champions Fund wird der erste Schweizer Fonds sein, der sich gezielt auf diese Wachstumsphase und die Venture Leaders-Pipeline konzentriert. Gemanagt wird er von der Risikokapitalfirma TIE Advisory Partners aus St.Gallen.
Wie Venturelab in der Mitteilung vorrechnet, hat sich das in Schweizer Start-ups investierte Risikokapital seit 2016 zwar mehr als verdreifacht, von rund 940 Millionen auf 3 Milliarden Franken. Doch bleibe der Zugang zu grösseren Wachstumsrunden und internationalen Lead-Investoren eine der zentralen Herausforderungen des Schweizer Start-up-Ökosystems. Dies zwinge viele Gründerinnen und Gründer dazu, nach London, Berlin oder in die USA auszuweichen und dabei bedeutende Beteiligungen an ihren Unternehmen abzugeben. In dieser Lücke soll der Swiss Champions Fund agieren.
„Die Schweiz hat kein Innovationsproblem, sondern ein Problem beim Zugang zu Skalierungskapital“, werden Christian Winkler und Michael Wieser, die Managing Partner des Swiss Champions Fund, in der Mitteilung zitiert. „Seit Jahren entstehen hier Unternehmen von Weltklasse. Mit dem Swiss Champions Fund wollen wir der Wachstumspartner für die erfolgreichsten Venture Leaders-Unternehmen werden und sie in ihren entscheidenden Wachstumsphasen begleiten.“ ce/mm

Venturelab kündigt den Swiss Champions Fund bei der Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Venture Leaders-Programm an; im Bild: Michael Wieser (links) und Christian Winkler. Bild: zVg/Venturelab AG
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Schlieren ZH/Renens VD/Zürich – Fore ai hat den diesjährigen Sword Startup Challenge gewonnen. Das Zürcher Unternehmen für automatisierte Testlösungen im Finanzbereich konnte sich unter den fünf Finalisten durchsetzen.
(CONNECT) Fore ai hat den Sword Startup Challenge 2026 gewonnen. Das Zürcher Unternehmen für automatisierte Testlösungen im Finanzbereich wurde von der Jury aus der Sword Group Switzerland und Venturelab aus fünf Mitbewerbern im Finale ausgewählt, heisst es in einer Mitteilung.
Das global aktive Technologieunternehmen Sword Group ist in Luxemburg ansässig und mit Sword Switzerland in der Schweiz vertreten. Sword hat in Zusammenarbeit mit dem Start-up-Förderer Venturelab AG mit Sitz in Schlieren seine zum zweiten Mal angesetzte Startup Challenge seit Januar durchgeführt. Nach einer Evaluierungsphase im März wurden fünf Start-ups für die Challenge ausgewählt: Aisot Technologies aus Zürich, Divizend aus Weinfelden TG, fore ai, Qubera aus Zürich und TransferChain aus Baar ZG. In den folgenden Wochen wurden die Jungunternehmen von Experten von Venturelab begleitet, um Geschäftssynergien zu entwickeln, Anwendungsfälle zu erkunden und mögliche kommerzielle Verwertungen darzustellen.
Fore ai wurde für seine Finanzsoftware und deren Option, die Softwarequalität von Unternehmen zu verbessern und den Aufwand für manuelle Tests zu reduzieren, prämiert. Als Teil des Preises erhält fore ai über Sword die Möglichkeit, Venture Clients zu gewinnen und mögliche Kunden und Partner zu kontaktieren.
„Von Branchenexperten und einem Unternehmen wie Sword ausgewählt zu werden, bestätigt uns, dass wir einen echten Marktbedarf decken“, wird Simon Hecker, Mitgründer von fore ai, in der Mitteilung zitiert. „Der Preis verschafft uns ausserdem wertvolle Sichtbarkeit und Zugang zu einem Netzwerk, das wir sonst nicht so schnell hätten erreichen können.“ ce/ww

Fore ai hat die Sword Startup Challenge 2026 gewonnen. Symbolbild: Giorgio Trovato/Unsplash
Aktuelles
Au ZH/Baar ZG – Araris Biotech aus Au und Taiho Oncology aus Baar haben im Rahmen ihrer Phase-1-Studie den ersten Patienten mit einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat von Araris behandelt. Es richtet sich gegen B-Zell-Malignome des Non-Hodgkin-Lymphoms, einer bösartigen Erkrankung des lymphatischen Systems.
(CONNECT) Die in Baar ansässige Europa-Tochter Taiho Oncology des Tokioter Pharmakonzerns Taiho und das von ihm im März 2025 übernommene Biotech-Unternehmen Araris aus Au haben mit der Verabreichung eines Wirkstoffs gegen das Non-Hodgkin-Lymphom begonnen. Laut einer Mitteilung hat jetzt der erste Patient im Rahmen einer jüngst begonnenen klinischen Phase-1-Studie eine Dosis des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (Antibody Drug Conjugate, ADC) mit dem Studiennamen ARC-02 erhalten. Es richtet sich gegen das Protein CD79b. Dessen Mutationen spielen bei der Entstehung bestimmter Lymphome eine Rolle und sind daher ein zentrales Ziel für spezifische Krebstherapien.
ARC-02 bindet selektiv an CD70b-positive B-Zellen und transportiert Monomethyl-Auristatin E, einen klinisch validierten Wirkstoff gegen Krebs, direkt zu den Tumorzellen. Dies ist der erste klinische Kandidat, der unter Verwendung der neuartigen AraLinQ-ADC-Plattform von Araris und der ebenfalls firmeneigenen Arastatin-Technologie mit einem Wirkstoff verlinkt wurde. Dieser soll präzise in der Krebszelle freigesetzt werden und das gesunde Gewebe maximal schonen.
„Die Verabreichung von ARC-02 an den ersten Patienten markiert einen entscheidenden Meilenstein für Araris, da wir nun in die klinische Phase eintreten und damit beginnen, unsere innovative ADC-Plattform in potenzielle Vorteile für Patienten umzusetzen“, wird Dr. Philipp Spycher zitiert. Er ist CSO und wissenschaftlicher Gründer von Araris, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und des Paul Scherrer Instituts. „Zwar wird ARC-02 zunächst für hämatologische Malignome entwickelt", so Dr. Isabella Attinger-Toller, CTO und Mitgründerin von Araris. „Doch das in präklinischen Studien beobachtete differenzierte Sicherheitsprofil könnte auch eine breitere Anwendung bei weiteren Indikationen einschliesslich Autoimmunerkrankungen unterstützen.“
Diese erste Anwendung der neuartigen Araris-Plattform markiere Taihos Einstieg in die klinische Entwicklung von ADCs für die Onkologie, betont Harold Keer, der medizinische Direktor von Taiho Oncology: „Wir freuen uns auf die Ergebnisse dieser Studie und darauf, weitere Wirkstoffe von Araris in die klinische Phase zu bringen.“ ce/mm

Araris und Taiho haben mit der Verabreichung eines Wirkstoffs gegen das Non-Hodgkin-Lymphom begonnen. Symbolbild: Indra Projects/Unsplash
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Schlieren ZH/Murrells Inlet/Utrecht – Das Marketingteam von Kuros Biosciences und seine Werbeagentur Mark Partners haben bei den Aster Awards in den USA zwei Preise gewonnen. Ausgezeichnet wurden die Kampagne und das Storytelling für das synthetische Knochenersatzmaterial MagnetOs.
(CONNECT) Das Marketing-Team von Kuros Biosciences ist mit zwei Aster Awards ausgezeichnet worden. Die für das Medtech-Unternehmen tätigen Kommunikationsprofis konnten Zertifikate in Gold entgegennehmen. Preise in Gold werden an Projekte und Kampagnen vergeben, die von einer Fachjury die höchste Punktzahl für herausragende Kreativität und Exzellenz in der Healthcare-Kommunikation erhalten. Die von Creative Images aus Murrells Inlet im US-Bundesstaat South Carolina durchgeführten Aster Awards sind laut einer Mitteilung von Kuros „der renommierteste Wettbewerb für Werbung, Marketing und Kommunikation“ im Gesundheitsmarketing der USA.
Ausgezeichnet wurde die Kampagne rund um die in der Fachzeitschrift „Spine“ veröffentlichte Phase 1-Studie für Kuros' Kernprodukt, das synthetische Knochenersatzmaterial MagnetOs, das Knochenwachstum auf Zellebene anregt. Dahinter stehe „ein Team, das sich verpflichtet hat, die MagnetOS-Geschichte auf einfache, einprägsame und evidenzbasierte Weise zu erzählen – und vor allem emotionale Verbindungen zu unserer Kundschaft herzustellen“, so Kuros.
Grossen Anteil an dieser Ehrung hat laut Kuros auch die in der niederländischen Stadt Utrecht ansässige Werbeagentur des Unternehmens, Mark Partners. Wie diese ausführt, sei sie bereits in der Gründungsphase des Unternehmens engagiert worden und habe für Kuros eine markante, einprägsame und unverwechselbare Markenidentität entwickelt. Insbesondere der häufige Einsatz von Illustrationen anstelle von Fotos soll der Marke ein einzigartiges und wirkungsvolles Erscheinungsbild verleihen und gleichzeitig Flexibilität in allen Kommunikationsformen ermöglichen.
Die Kuros Biosciences AG wurde 1985 als Ausgliederung der Universität Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründet und hat ihren Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/mm

Das Marketing-Team von Kuros Biosciences ist mit zwei Aster Awards ausgezeichnet worden. Symbolbild: fauxels/Pexels
Aktuelles
Winterthur – Burckhardt Compression liefert Kompressoren für das erste industrielle Flüssig-CO2-Spezialschiff. Es wird das verflüssigte Gas aus ganz Europa zum Terminal von Northern Lights, der ersten grenzüberschreitenden Infrastruktur für LCO2, nach Øygarden in Westnorwegen transportieren.
Burckhardt Compression hat laut seinerMitteilung</a> einen wichtigen Auftrag für Northern Lights erhalten. Der weltweit tätige Anbieter von Kolbenkompressoren mit Sitz in Winterthur wird Kompressionslösungen an dieses Projekt liefern. Es stellt die weltweit erste grenzüberschreitende Infrastruktur für Abscheidung, Transport und dauerhafte Speicherung von CO2 im industriellen Massstab bereit. Das Konsortium wird von den Energieunternehmen Equinor, Shell und TotalEnergies getragen. Das CO2 wird an Industrieanlagen in ganz Europa abgeschieden, verflüssigt und per Spezialschiff zum Terminal ins westnorwegische Øygarden transportiert. Vom Terminal aus wird das Flüssiggas über eine rund 100 Kilometer lange Pipeline unter dem Meer in ein Reservoir gepumpt und dauerhaft in einer Tiefe von rund 2600 Metern unter dem Meeresboden in salinen Hohlräumen gespeichert (Carbon Capture and Storage/CCS). Nach Inbetriebnahme im Jahr 2025 lag die Speicherkapazität der ersten Phase bei 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Wegen hoher Nachfrage wurde die zweite Phase gestartet, die die Kapazität auf jährlich 5 Millionen Tonnen erweitern soll.
Dabei spielen speziell entwickelte Flüssig-CO2 (LCO2)-Transporter eine entscheidende Rolle: Wo eine feste Pipeline-Infrastruktur nicht realisierbar ist, ermöglichen sie den Transport grosser Mengen abgeschiedener Emissionen. „Der Transport von CO2 im industriellen Massstab entwickelt sich zu einem Eckpfeiler für eine wirtschaftlich rentable CO2-Abscheidung und -Speicherung“, wird Andreas Brautsch, Präsident der Systems Division von Burckhardt Compression zitiert. „Dieser Auftrag zeigt, wie bewährte Kompressorlösungen dazu beitragen können, Klimaziele in eine zuverlässige Betriebsinfrastruktur umzusetzen.“

Burckhardt Compression erhält einen Grossauftrag für den ersten industriellen CO2-Tanker des Northern-Lights-CCS-Projekts. Bild: KI-generiert/Burckhardt Compression AG
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Zürich – Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) zeigt auf, dass der Anbau von Kokos, Ölpalme und Soja deutlich mehr zum Verlust von Tier- und Pflanzenarten beiträgt als bisher gedacht. Der stetig steigende Verbrauch verursacht das Artensterben jedoch nicht dort, wo diese Öle konsumiert werden.
(CONNECT) Die ETH beziffert in einer neuen Studie den Verlust von Artenvielfalt durch Ölpflanzen auf rund 1,5 Prozent der weltweiten Biodiversität. Damit sind laut einer Mitteilung der Hochschule unter diesen Gewächsen vor allem Ölpalme, Soja und Kokos für mehr Artensterben verantwortlich als bisher angenommen. Zusammen stehen sie für rund 75 Prozent des Biodiversitätsverlusts durch Ölpflanzen.
Das sind Ergebnisse des Forschungsteams um Stephan Pfister, der an der ETH Professor für Quantitative Nachhaltigkeitsbewertung ist. Die Gruppe war in dieser weltweit ersten Studie zum Thema der Frage nachgegangen, wie stark der zunehmende Anbau und Konsum von Ölpflanzen Tier- und Pflanzenarten gefährdet.
Dafür analysierte das Team globale Daten, die über mehrere Jahrzehnte zu Produktion, Handel und Landnutzung gesammelt worden waren. Ausserdem erstellte es auf Basis von Satellitendaten, landwirtschaftlichen Statistiken und globalen Datensätzen Karten des weltweiten Ölpflanzenanbaus. Zudem berechneten die Forschenden, wie stark verschiedene Formen der Landnutzung Tier- und Pflanzenarten gefährden.
Darüber hinaus macht die Studie die Auswirkungen des Ölpflanzenanbaus entlang der globalen Lieferketten sichtbar. Daher lässt sich nun etwa nachvollziehen, wie Soja aus Brasilien als Tierfutter in China oder Europa verfüttert wird „und so letztlich den hohen Fleischkonsum ermöglicht“.
Zwischen 1995 und 2020 ist der Verlust von Biodiversität um 80 Prozent gestiegen – aber nicht in erster Linie wegen des weltweiten Bevölkerungswachstums, erklärt Doktorand und Co-Autor Shuntian Wang: „Der Pro-Kopf-Verbrauch ist der wichtigste Treiber für den Verlust an Biodiversität. Dabei entsteht dieser zu einem grossen Teil nicht an dem Ort, wo konsumiert wird.“
Besonders betroffen sind tropische Regionen. Doch werden diese Effekte zu 80 Prozent durch die EU, China und die USA verursacht. „Ein wichtiger Hebel ist, in den Produktionsländern in bessere Produktion und den Schutz von Ökosystemen zu investieren“, so Pfister. Vor allem müsse sich aber unser Konsum verändern. ce/mm

Die ETH beziffert in einer neuen Studie den Verlust von Artenvielfalt durch Ölpflanzen auf rund 1,5 Prozent der weltweiten Biodiversität. Bild: ESA
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Wallisellen ZH – Die Computer Vision AG hat 700’000 Franken in einer ersten Tranche zur Finanzierung von Wachstum eingesammelt. Das Healthtech hat eine Software für die Interpretation tomografischer Scans entwickelt. Das neue Kapital soll der Einführung von Emeralgo in Europa und den USA dienen.
(CONNECT) Die Computer Vision AG treibt die internationale Markteinführung ihrer Software für die Interpretation tomografischer Scans voran. Das Healthtech aus Wallisellen hat in der ersten Tranche einer Wachstumsfinanzierung rund 700'000 Franken eingesammelt, informiert ein Bericht auf startupticker.ch. Computer Vision will die Mittel für die Einführung der Software Emeralgo in Europa und den USA verwenden. Die zweite Phase der Wachstumsfinanzierung läuft noch bis Ende Juni.
Emeralgo ist auf den Einsatz in der Radiologie ausgerichtet. Die Software unterstützt dortige Fachkräfte bei der Auswertung tomografischer Scans, indem Bildinformationen hervorgehoben und strukturiert dargestellt werden. Laut Bericht kann eine Untersuchung dadurch um bis zu 30 Minuten verkürzt werden. Unternehmensangaben zufolge wird Emeralgo in der Schweiz bereits am Kantonsspital Baden und am Medizinisch Radiologischen Institut (MRI) in Zürich eingesetzt.
In den USA hat Computer Vision bereits im vergangenen Jahr von der Food and Drug Administration (FDA) eine Zulassung für die automatisierte MRT-Analyse der Lendenwirbelsäule erhalten. „Mit der FDA-Zulassung haben wir die Grundlage geschaffen, um Emeralgo international zu skalieren“, wird René Balzano, Gründer und CEO von Computer Vision, im Bericht auf startupticker.ch zitiert. „Unser Fokus liegt nun auf der konsequenten Markterschliessung und dem Aufbau nachhaltiger Umsätze in den wichtigsten Gesundheitsmärkten.“ ce/hs

Computer Vision hat eine Software für die Interpretation tomografischer Scans entwickelt und 700'000 Franken in einer ersten Tranche zur Finanzierung von Wachstum eingesammelt. Symbolbild: Anna Shvets/Pexels
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Opfikon ZH – Nanoflex Robotics ist vom Europäischen Innovationsrat für eine Förderung durch dessen Fonds ausgewählt worden. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich erhält für ihre elektromagnetisch ferngesteuerten Instrumente für endovaskuläre Eingriffe 12,5 Millionen Euro.
(CONNECT) Nanoflex Robotics kommt als eines von 1000 Unternehmen aus ganz Europa, die sich beworben hatten, in den Genuss einer Förderung durch den Europäischen Innovationsrat (EIC). Wie das in Opfikon ansässige Unternehmen jetzt mitteilt, sind ihm aus dessen Förderprogramm namens EIC Accelerator 12,5 Millionen Euro zuerkannt worden. Davon sind 10 Millionen Euro Risikokapital, weitere 2,5 Millionen Euro erhält Nanoflex als Zuschuss.
Der EIC hat bekanntgegeben, dass insgesamt 38 Start-ups und KMU aus 16 EU- und assoziierten Ländern für eine Förderung aus seinem Fonds ausgewählt wurden. Er ist Teil des EU-Forschungs- und Innovationsförderprogramms Horizon Europe.
Nanoflex Robotics entwickelt eine Roboterplattform für endovaskuläre Operationen. Mithilfe magnetischer Navigation steuert seine Plattform hochflexible Führungsdrähte durch die Blutgefässe. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für eine spezialisierte Patientenversorgung. Laut Unternehmensangaben kann Nanoflex Robotics mithilfe dieser Finanzierung die klinische Validierung für die CE-Kennzeichnung in Europa abschliessen und die erste kommerzielle Version seiner Plattform auf den Markt zu bringen.
„Unsere einzigartige, elektromagnetisch gesteuerte Roboterplattform navigiert Blutgefässe schneller und präziser an als bisherige Geräte“, wird CEO Matt Curran darin zitiert. „Die Unterstützung des EIC ehrt uns und ist eine starke Bestätigung unserer Mission, die Versorgungslücke zwischen ländlichen und städtischen Gebieten zu schliessen.“
Neben Nanoflex Robotics haben es drei weitere Jungfirmen aus der Schweiz unter die 38 ausgewählten Unternehmen geschafft: BTRY aus Dübendorf ZH, eine 2023 gegründete Ausgliederung von Eidgenössischer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich (ETH), treibt die industrielle Produktion von ultraschmalen Dünnfilm-Festkörperbatterien in Europa voran.
Das 2022 gegründete ETH-Spin-off 8inks aus Winterthur entwickelt mittels hochpräziser mehrlagiger Vorhangbeschichtung eine neue Produktionsform für Lithium-Ionen-Batterien, die eine um das Zehnfache schnellere Elektrodenproduktion ermöglicht. Und Perovskia Solar aus Aubonne VD – 2020 aus der Empa ausgegliedert – hat sich auf ultradünne digital gedruckte und massgeschneiderte Perowskit-Solarzellen spezialisiert, die Umgebungslicht effizient zur Stromversorgung von Geräten im Internet der Dinge (IOT) nutzen. ce/mm

Nanoflex Robotics ist vom Europäischen Innovationsrat für eine Förderung durch dessen Fonds ausgewählt worden; im Bild: Das Team von Nanoflex Robotics beim ZKB Pionierpreis Technopark 2025. Bild: zVg/Stiftung Technopark Zürich
Aktuelles
Zürich/Guangzhou – Der chinesische Technologieanbieter WeRide und Uber wollen im Grossraum Zürich ein Robotaxi lancieren. Der Dienst soll schon dieses Jahr starten, falls das Bundesamt für Verkehr grünes Licht gibt. WeRide hat auch die Technologie für das Pilotprojekt iamo im Furttal geliefert.
(CONNECT) Der chinesische Technologieanbieter WeRide und der amerikanische Taxidienstleister Uber wollen laut einer Mitteilung im Grossraum Zürich ein Robotaxi lancieren. Die beiden Unternehmen wollen den Dienst noch in diesem Jahr starten.
Die autonomen Taxis sollen während der Startphase über die App von Uber bestellt werden können. Für den Betrieb der Fahrzeuge ist die im Mai gegründete Rydera AG verantwortlich.
Voraussetzung für den Start des Dienstes ist die Zustimmung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA). Das ASTRA hatte bereits im November 2025 grünes Licht für die Nutzung von autonomen WeRide-Fahrzeugen gegeben, die im Rahmen des kantonalen Pilotprojekts iamo im Furttal unterwegs sind.
WeRide hat autonome Fahrzeuge bereits in 40 Städten in zwölf Ländern weltweit auf die Strassen gebracht. Gemeinsam mit Uber hat das Unternehmen mit Sitz in Guangzhou im Dezember 2024 Robotaxis in Abu Dhabi und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten lanciert, gefolgt von Robotaxis in der saudischen Hauptstadt Riad. Zürich ist nach Madrid die zweite Stadt in Europa, in der die beiden Unternehmen ihren autonomen Taxidienst anbieten wollen.
Beide Unternehmen wollen im Rahmen ihrer derzeitigen Partnerschaft Robotaxis in insgesamt 15 Städten weltweit lancieren.
Europa bilde dabei für WeRide eine Priorität, wird Jennifer Li in der Mitteilung zitiert, CFO und Head of International bei WeRide. „Zürichs Status als globales Wirtschaftszentrum und Premiummarkt macht die Stadt attraktiv für die Kommerzialisierung im Rahmen unserer Skalierung der autonomen Mobilität zusammen mit Uber.“
Ähnlich sieht es Sarfaz Maredia, Global Head of Autonomous Mobility & Delivery. „Die Schweiz ist ein Schlüsselmarkt für die autonome Mobilität. Sie verbindet vorwärtsgerichtete Regulierung mit einer Nachfrage nach Taxidienstleistungen von hoher Qualität.“ ce/ug

Ein Robotaxi von WeRide im Einsatz. Bild: Provided by WeRide
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Rapperswil-Jona SG/Embrach ZH – Die SIC Group AG hat Kyburz übernommen. Durch den Eigentümerwechsel wollen die Unternehmen international in der Nutzfahrzeugmobilität expandieren. Standort, Markenname und Geschäftsleitung bleiben bestehen. Geschäftsgründer Martin Kyburz tritt in den Ruhestand.
(CONNECT) Die Kyburz Switzerland AG ist von der Investmentgesellschaft SIC Group AG aus Rapperswil-Jona im Rahmen einer langfristig vorbereiteten Nachfolgelösung übernommen worden, informiert die Anbieterin nachhaltiger Mobilitätslösungen in einer Mitteilung. Werte, strategische Ausrichtung, der Standort Embrach, die Marke sowie Kunden- und Lieferantenbeziehungen bleiben erhalten. Das Unternehmen wird weiterhin von CEO Dr. Stefan Breu, COO Flurin Vicentini und CSO Michael Heegewald geleitet.
Für den nächsten Wachstumsschritt bei der nachhaltigen Mobilität und Kreislaufwirtschaft habe sich Kyburz einer starken Eigentümerin angeschlossen, „welche die Werte des Unternehmens weiterträgt und den langfristigen Erfolg sichert“, wird Unternehmensgründer Martin Kyburz zitiert, der altershalber zurücktritt. Mit der Akquisition seien „neue Möglichkeiten für die internationale Weiterentwicklung“ geschaffen worden, heisst es von CEO Dr. Stefan Breu.
Kyburz hat sich auf Entwicklung, Produktion, Verkauf und Service von elektrischen Nutzfahrzeugen spezialisiert. Die Elektrokleinfahrzeuge sind der Mitteilung zufolge in zahlreichen elektrischen Zustellflotten vieler europäischer Länder und Australiens im Einsatz. In den vergangenen 20 Jahren wurden mit den Fahrzeugplattformen DXP, DXC, DX2 und PLU international Erfolge erzielt. Daraufhin wurden die Bereiche Flottenmanagement, Digitalisierung und Batterietechnologie ausgebaut.
Aus dem Bereich Flottenmanagement ist die eigenständige Firma Traconiq aus Dällikon ZH hervorgegangen, die Telematik- und Flottenmanagementlösungen für gewerbliche Fahrzeugflotten entwickelt und vertreibt. Mit Erforschung und Entwicklung eines Verfahrens für das direkte Recycling von Lithium-Ionen-Batterien hat Kyburz seine Position auf dem Markt für nachhaltige Mobilitätslösungen gefestigt. ce/heg

Die SIC Group AG hat Kyburz übernommen; im Bild (v.l.n.r) Martin Kyburz (Gründer der KYBURZ Switzerland AG) und Stefano Zatti (Verwaltungsrat der SIC Group AG). Bild: KYBURZ Switzerland AG
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Dübendorf ZH/Lausanne – Zwei Schweizer Teams nehmen an der siebten Auflage der European Rocketry Challenge für studentische Raketenprojekte in Portugal teil: ARIS aus Dübendorf und das EPFL Rocket Team aus Lausanne. Die Raketen der 25 Teams aus ganz Europa werden vom 15. bis 21. Oktober gestartet.
(CONNECT) Die Akademische Raumfahrt Initiative Schweiz (ARIS) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und das EPFL Rocket Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne gehen bei der siebten Ausgabe des Raketenwettbewerbs für europäische Hochschulteams an den Start. Die European Rocketry Challenge (EuRoC) findet vom 15. bis 21. Oktober an zwei Orten in der portugiesischen Region Lentejo statt: in Constância auf einem Gelände für den Raketenbau, wo sich die Teams austauschen und ihre Projekte verfeinern, und auf dem 9 Kilometer entfernten Santa Margarida Militär-Camp mit seiner Raketenstartanlage.
Bewertet werden unter anderem die beste technische Leistung, die beste Spektralsignatur und in den beiden Kategorien für die angepeilte Flughöhe, drei und neun Kilometer, sowie in verschiedenen Triebwerkskategorien. Ausserdem werden Spezialpreise vergeben, wie etwa im vergangenen Jahr der Payload Award der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).
Insgesamt hatten sich für die EuRoC 2026 laut einer Mitteilung der veranstaltenden Portugiesischen Weltraumagentur 61 studentische Teams beworben. 25 davon wählte die Jury mit Blick auf deren technische Reife aus. Drei der portugiesischen Bewerbungen schafften es in den Wettbewerb: RED aus Lissabon, North Space aus Porto mit Studierenden mehrerer portugiesischer Universitäten und die Projektgruppe MAST von der nordportugiesischen Universität Minho. MAST ist eines von von fünf Nachwuchsteams im Teilnehmerfeld.
ARIS bringt sein Raketenprojekt ASTERIA an den Start. Mit dessen Zweikomponenten-Flüssigkeitsantrieb will ARIS als erstes Schweizer Studierendenteam beim EuRoC 2026 eine Zweikomponenten-Rakete auf 9 Kilometer Höhe fliegen. Laut einem Projektbericht des Teams verkörpert ASTERIA „eine Vision für die Zukunft der studentischen Luft- und Raumfahrttechnik in der Schweiz“. Bei ARIS sind auch Studierende von Universität Zürich (UZH), Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Hochschule Luzern (HSLU) und Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) engagiert.
Auch das EPFL Rocket Team fliegt mit einer kryogenen Zweikomponenten-Flüssigkeitsrakete, der Firehorn 2. Das Projekt zielt auf einen Start in der Kategorie Flüssigtreibstoff 3 km. Im kommenden Jahr soll ein Flug in 9 Kilometer Höhe folgen. Die Architektur ist den Angaben zufolge für 30 Kilometer ausgelegt. Das Team hatte 2021 die zweite Ausgabe der EuRoC auch wegen des erfolgreichen Landemanövers gewonnen und im vergangenen Jahr die Kategorie Feststofftriebwerk 9 km.
„Die diesjährigen Bewerbungen waren durchweg technisch beeindruckend“, wird Marta Gonçalves, die Leiterin der Bildungs- und Wissenschaftsprogramme bei der portugiesischen Raumfahrtagentur, zitiert. „Immer mehr Teams entwickeln ihre eigenen Flüssigkeits- und Hybridantriebe, anstatt auf kommerzielle Feststoffantriebe zurückzugreifen. Diese Entwicklung zeigt, wie weit dieses Ökosystem fortgeschritten ist – und machte die Auswahl wirklich schwierig.“
Die meisten Teilnehmenden stellt Deutschland mit vier Teams aus Stuttgart, München, Aachen und Darmstadt. Wie aus Portugal sind auch aus Spanien drei Projekte vertreten, die in Sevilla, Madrid und Terrassa ansässig sind. Griechenland repräsentieren zwei studentische Gruppen aus Thessaloniki und Athen. Ebenfalls je zwei Teams reisen aus Polen (Breslau, Warschau) und Italien (Mailand, Pisa) an. Zudem sind Teams aus Österreich (Graz), Belgien (Gent), Ungarn (Budapest), Irland (Cork), Grossbritannien (London) und Malta im Wettbewerb. ce/mm

ARIS und EPFL Rocket Team nehmen an der European Rocketry Challenge teil. Symbolbild: ESA
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Zürich – Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten machen weniger als 1 Prozent aller Unternehmen im Kanton Zürich aus. Sie tragen aber 39 Prozent aller Arbeitsplätze und 42 Prozent der Wertschöpfung bei. Das geht aus einer Studie im Rahmen des Zürcher Wirtschaftsmonitorings hervor.
(CONNECT) Der Kanton Zürich zählt rund 112‘500 Unternehmen. Davon machen Grossunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten weniger als 1 Prozent aus. Das zeigt die Studie „Gemeinsam stark: KMU und Grossunternehmen im Kanton Zürich“, die im Rahmen des aktuellen Zürcher Wirtschaftsmonitorings erschienen ist.
Die gut 600 Grossunternehmen stellen 39 Prozent der 738‘000 Arbeitsplätze, gemessen in Vollzeitäquivalenten. Sie tragen zudem 42 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Kantons und 51 Prozent zu den Gewinnsteuern bei. Mit einer Wertschöpfung von 205‘000 Franken pro Vollzeitstelle weisen sie auch die höchste Arbeitsproduktivität aus.
Die Kleinstunternehmen mit bis zu neun Beschäftigten machen 88 Prozent aller Unternehmen aus, stellen aber nur 19 Prozent aller Arbeitsplätze und 14 Prozent der Wertschöpfung. Ihre Produktivität liegt bei 139‘000 Franken pro Vollzeitstelle.
Kleine Unternehmen zwischen 10 und 49 Beschäftigten stehen für je 21 Prozent der Stellen und der Wertschöpfung. Sie erwirtschaften 189‘000 Franken pro Vollzeitstelle. Mittlere Unternehmen zwischen 50 und 249 Stellen machen 2 Prozent aller Unternehmen aus und kommen auf je 22 Prozent Stellen und Wertschöpfung. Pro Stelle erwirtschaften sie 195‘000 Franken.
Grossunternehmen und KMU sind eng miteinander verflochten. Grossunternehmen beziehen über 50 Prozent ihrer Vorleistungen von KMU. Umgekehrt sind über 40 Prozent aller Vorleistungen, die sie selbst erzielen, für KMU bestimmt. Generell stammen fast zwei Drittel des Gesamtumsatzes aus dem Geschäft mit anderen Unternehmen. Zwischen 70 und 80 Prozent aller Vorleistungen werden aus der Schweiz bezogen.
Carmen Walker Späh unterstreicht die Bedeutung der KMU. „KMU sind für unseren Standort unverzichtbar“, wird die Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin in einer Mitteilung zur Studie zitiert. Sie weist aber auch auf den enormen Beitrag von Grossunternehmen hin. „Sie schaffen zahlreiche Arbeitsplätze, stärken lokale Wertschöpfungs- und Lieferketten und tragen damit entscheidend zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts bei.“ ce/ug

Grossunternehmen wie ABB tragen 42 Prozent zur Wirtschaftsleistung und 51 Prozent zur Gewinnsteuer im Kanton Zürich bei. Bild: ABB
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