Aktuelles
Schlieren ZH/Villejuif – Das Schlieremer Biotech-Unternehmen Molecular Partners hat ersten Krebskranken seinen Wirkstoffkandidaten verabreicht. Im Rahmen einer klinischen Phase 1/2a-Studie richtet sich die mit Orano Med entwickelte radiopharmazeutische Therapie gegen ein Protein in mehreren Tumoren.
(CONNECT) Molecular Partners hat bekanntgegeben, dass der erste Patient eine Dosis seines Wirkstoffkandidaten MP0712 erhalten hat und weitere Erkrankte rekrutiert wurden. Das 2004 als Ausgliederung der Universität Zürich gegründete und im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässige Unternehmen entwickelt diesen Wirkstoff gemeinsam mit seinem strategischen Partner Orano Med. Der offizielle Hauptsitz des Radio-Pharma-Unternehmens befindet sich seit Mai 2026 im europäischen Krebsforschungscluster in der französischen Stadt Villejuif nahe Paris.
Der Wirkstoffkandidat wird derzeit im Rahmen der laufenden multizentrischen Phase-1/2a-Studie in den USA getestet. Derzeit rekrutieren dort fünf Studienzentren aktiv Patienten, die an verschiedenen Tumoren erkrankt sind. Denn der sogenannte Radio-DARPin-(Designed Ankyrin Repeat Protein)-Kandidat MP0712 zielt auf das tumorassoziierte Protein Delta-like Ligand 3 (DLL3). Es kommt in über 85 Prozent der Tumoren von Patientinnen und Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs vor, aber auch bei zahlreichen anderen aggressiven neuroendokrinen Krebsarten, jedoch kaum in gesundem Gewebe.
Weitere Studienzentren sollen noch in diesem Jahr folgen. Erste klinische Daten werden in den kommenden Monaten erwartet, umfangreichere Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit 2027. „Die Behandlung der ersten Patienten in dieser Studie ist ein wichtiger Schritt für Orano Med und unsere Zusammenarbeit“, wird Orano Meds CEO Dr. Frédéric Desdouits zitiert. Sie verdeutliche das Potenzial des Wirkstoffs, ein breites Spektrum an Krebsarten zu behandeln.
Auch Dr. Patrick Amstutz, der CEO von Molecular Partners, äussert sich zufrieden: „Nachdem der erste Patient nun wiederholt behandelt wird und die erste Kohorte rekrutiert ist, ermitteln wir in Echtzeit das klinische Sicherheitsprofil dieser neuartigen Therapie. In enger Zusammenarbeit mit den Prüfärzten unserer Studie liegen wir weiterhin im Zeitplan, um erste Studiendaten im Jahr 2026 zu veröffentlichen und gleichzeitig den Weg für die Weiterentwicklung anderer Radio-DARPin-Kandidaten zu ebnen.“ ce/mm

Molecular Partners verabreicht ersten Krebspatienten den Wirkstoffkandidaten MP0712. Bild:zVg/Molecular Partners AG
Aktuelles
Zürich – Forschende an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben Pixel entwickelt, die Licht sowohl steuern als auch analysieren, also sowohl Kamera als auch Display sind. Für die präzise Steuerung nutzt das Team die Interferenz der Lichtwellen auf einer wellenförmig modellierten Oberfläche.
(CONNECT) Ein Forschungsteam um David Norris, ETH-Professor am Optical Materials Engineering Laboratory, hat Pixel entwickelt, mit denen erstmals zweierlei möglich ist: Mit ihnen kann Licht sowohl gesteuert als auch analysiert werden. Das bezieht sich laut einem Bericht der ETH nicht nur auf die Intensität des Lichts, sondern auch auf seine Schwingungsphase und Polarisierung. Demzufolge könnten aus solchen sogenannten bidirektionalen Pixeln in Zukunft zum Beispiel Kamera-Displays entstehen, die beide Funktionen in einem Gerät vereinen.
Die neuen Ergebnisse wurden jetzt im Fachjournal „Nature“ veröffentlicht. Sie beruhen auf der sogenannten Interferenz von Lichtwellen. Norris und sein Team nutzen diesen Effekt, um mit einer wellenförmig modellierten Oberfläche eines Materials Licht präzise zu steuern. Diese auf Nanometer genaue Methode entwickelten sie bereits vor einigen Jahren. Durch die Interferenz der Lichtwellen können dann Muster und Bilder entstehen.
Wie diese Bilder aussehen und welches Oberflächenmuster man für ein bestimmtes Bild braucht, können die Forschenden mit der mathematisch einfachen Fourier-Analyse berechnen. Auch die Schwingungsphase lässt sich exakt kontrollieren. Damit ist es den Angaben zufolge sogar möglich, donut-fömige Lichtstrahlen mit einem Loch in der Mitte herzustellen.
Licht wird in vielen Technologien genutzt, vom Fernsehen über die Handykamera bis hin zur Internet-Glasfaser. „Unsere neuen Kontroll- und Analyse-Pixel könnten daher in vielen Bereichen ein nützliches Werkzeug werden“, sagt Norris. Es wäre sogar denkbar, dass diese Pixel ohne Umwege über einen Computer auf ein aufgenommenes Bild reagieren und entsprechende Lichtmuster aussenden könnten.
Als kurzfristigeres Ziel nennt Norris die Erweiterung der Methode auf eine Matrix aus mehreren Fourier-Pixeln. Damit könnten dann komplexe Kamera-Display-Geräte realisiert werden, die wie herkömmliche Kameras oder Displays mit einer Vielzahl von Pixeln arbeiten. Zu dieser Forschung wurde ein Patentantrag eingereicht, der für den diesjährigen Spark Award nominiert ist. ce/mm

Forschende an der ETH haben Pixel entwickelt, die nicht nur Bilder erzeugen, sondern auch analysieren können. Symbolbild: Sam Roy/Unsplash
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Schlieren ZH/Paris – Memo Therapeutics verkauft seinen monoklonalen Antikörper Potravitug für bis zu 700 Millionen Euro an die Pariser Biotech-Firma Ipsen. Alle übrigen Vermögenswerte und die Mitarbeitenden gehen an das neue Unternehmen Memorises Bio über. Es wird von den Aktionären der Memo Therapeutics AG gehalten.
(CONNECT) Memo Therapeutics, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich, schafft den Exit: Das im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässige Biotech-Unternehmen wird vom Pariser Biopharmazie-Unternehmen Ipsen übernommen. Laut einer Mitteilung konzentriert sich die Übernahme auf Potravitug, einen von Memo Therapeutics entwickelten neuartigen monoklonalen Antikörper gegen das BK-Polyomavirus, für den noch in diesem Jahr die klinische Phase 3 beginnen soll.
Ipsen wird sämtliche Aktien der Memo Therapeutics AG erwerben. Voraussetzung dafür ist, dass die Vermögenswerte und Mitarbeitenden der Memo Therapeutics AG, die nicht mit Potravitug in Zusammenhang stehen, zuvor auf die am 19. Juni 2026 neu gegründete Memorises Bio AG übertragen werden. Sie wird vom Aktionariat der Memo Therapeutics AG gehalten und hat ihren Sitz an derselben Adresse in Schlieren.
Bei Abschluss der Transaktion, der für das dritte Quartal vorgesehen ist, bezahlt Ipsen 200 Millionen Euro. Inklusive bestimmter Entwicklungs-, Zulassungs- und Umsatzmeilensteine beläuft sich die potenzielle Gesamtvergütung auf über 700 Millionen Euro.
Potravitug ist ein neuartiger monoklonaler Antikörper, der die Reaktivierung des BK-Polyomavirus (BKPyV) bei Nierentransplantierten hemmt. Das weitverbreitete Virus, das fast jede Person inaktiv und symptomlos im Körper trägt, kann durch ein geschwächtes Immunsystem aktiviert werden und eine Nierenerkrankung (Nephropathie) auslösen. Das kommt bei immunsupprimierten Nierentransplantierten relativ häufig vor und kann zum Verlust des Transplantats führen. Potravitug wäre die erste Therapie gegen die Polyomavirus-assoziierte Nephropathie.
„Der heutige Tag markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Memo Therapeutics AG und bestätigt jahrelange wissenschaftliche Innovation“, wird Memo Therapeutics-CEO Erik van den Berg zitiert. „Wir freuen uns sehr, Ipsen für die Weiterentwicklung dieses wichtigen Medikaments gewonnen zu haben. Dank seiner umfassenden Expertise in der Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln für seltene Erkrankungen kann Ipsen sicherstellen, dass dieser bahnbrechende Wirkstoff sein volles Potenzial ausschöpft“, so van den Berg.
Auch für die von Zug und Zürich aus operierende Risikokapitalfirma Verve Ventures – Investor der ersten Stunde, der seinen Einsatz bei jeder Finanzierungsrunde erhöht hat –, ist diese Transaktion ein Erfolg: „Eine Übernahme durch einen weltweit führenden Anbieter seltener Krankheiten ist genau die Art von Exit, die unseren Ansatz in den Life Sciences bestätigt“, heisst es in einer Mitteilung von Verve: „Schweizer Wissenschaft, unterstützt von europäischem Kapital, gekauft von einem führenden europäischen Unternehmen.“ ce/mm

Die Pariser Biotech-Firma Ipsen hat Memo Therapeutics AG gekauft. Bild: Ipsen Pharma
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Zürich – Forschende der Universität Zürich (UZH) arbeiten mit einem neuen leistungsstarken Kernspin-Resonanz-Spektrometer an der Analyse komplexer biomolekularer Strukturen. Ziel ist, Erkenntnisse in molekularbiologischer Grundlagenforschung, für die Medizin oder die Entwicklung neuer pharmazeutischer Stoffe zu gewinnen.
(CONNECT) Forschende der Universität Zürich (UZH) arbeiten mit einem neuen, im November 2025 installierten Kernspin-Resonanz-Spektrometer (Nuclear Magnetic Resonance/NMR) an der Analyse komplexer biomolekularer Strukturen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wollen die Wissenschaftler um Oliver Zerbe diese Strukturen analysieren, um daraus Erkenntnisse sowohl für die biochemischen Grundlagenforschung als auch für Medizin und Pharmakologie zu gewinnen.
Gemäss dem Wirkprinzip eines Kernspin-Resonanz-Spektrometers richten sich die Spins von Atomen wie Kohlenstoff oder Wasserstoff in einem Magnetfeld aus. Sendet man auf eine solche Probe – zum Beispiel in Flüssigkeit eingebrachte organische Moleküle – Radiowellen, so lassen sich deren Echos als ein NMR-Spektrum messen. Je grösser diese Moleküle sind, desto komplexer ist das Spektrum. Für die Forschung bedeutet dies, ein NMR-Spektrometer aufzubauen, das eine hohe Resonanzfrequenz aufweist, um alle von der Probe reflektierten Signale getrennt detektieren zu können. Dies ist mit der neuen Anlage an der UZH möglich, die eine Feldstärke von 25,8 Tesla aufbauen kann. „Die Auflösung ist bei diesem Spektrometer einfach deutlich höher als bei bisherigen Geräten: ähnlich wie bei einem grösseren Chip für eine Kamera“, wird Oliver Zerbe, Ko-Leiter des NMR-Teams, in der Mitteilung zitiert. „Damit können wir zum Beispiel besser erkennen, wie Substanzen an grosse, komplizierte Moleküle in bakteriellen Zellen binden.“
Aktuell untersucht Zerbes Team die antibakterielle Wirkung des natürlich vorkommenden Proteins Thanatin. Einsichten aus der NMR-Spektroskopie sollen Möglichkeiten offerieren, Thanatin so zu verändern, dass es den Aufbau von bakteriellen Schutzhüllen hindert. Ein weiteres Forschungsobjekt ist die Strukturaufklärung intrinsisch ungeordneter Proteine (Intrinsically Disordered Proteins/IDP), die keine fixe Struktur haben, sondern zum grossen Teil aus beweglichen Ketten bestehen. IDP dienen unter anderem als Signalüberträger bei Zellteilungen. Ein prominentes Beispiel von IDP ist das weltweit erforschte p53-Molekül, das im normalen Zustand verhindert, dass sich Zellen mit geschädigter Erbinformation teilen.
Das 1,2-Gigahertz-NMR-Spektrometer ist eines von drei derartigen Geräten, die derzeit in Europa der Forschung zur Verfügung stehen. Die Kosten in Höhe von 13,5 Millionen Franken teilen sich neben der UZH die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) und die Universität Basel im Rahmen eines gemeinsamen Nutzungsvertrags (Swiss High-field-NMR Facility). ce/ww

Ricarda Törner (links) und Arihant Yadav arbeiten an der Analyse komplexer biomolekularer Strukturen. Bild: UZH
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Schlieren ZH/Baar ZG/Cambridge/Boston – Neurimmune schliesst eine Langzeitstudie zu Fibrillen-Entferner aus dem Herzen erfolgreich ab. Sie bestätigt, dass sein humaner monoklonaler Antikörper die Amyloid-Ablagerungen im Herzen bei ATTR-CM verringert. Eine solche Therapieoption gibt es bisher nicht.
(CONNECT) Neurimmunes humaner monoklonare Antikörper namens Cliramitug hat laut einer Mitteilung eine Langzeitbeobachtung erfolgreich bestanden. Er soll bei der seltenen Krankheit Amyloid-Transthyretin-Kardiomyopatie (ATTR-CM) zum Einsatz kommen. Bei dieser Form der Amyloidose verklumpt das fehlerhaft gefaltete Protein Tranythyretin und lagert sich als sogenannte Fibrillen (Amyloide) im Herzen ab. Die potenziell lebensbedrohliche Erkrankung äussert sich durch fortschreitende Herzinsuffizienz. Bisher können Therapien den Krankheitsverlauf verlangsamen, doch gibt es noch keinen Wirkstoff, der diese Fibrillen aus dem Herzen entfernt. Dies soll Cliramitug leisten.
Bei der Behandlung mit Cliramitug traten der nun veröffentlichten Studie zufolge über mehr als ein Jahr „keine offensichtlichen arzneimittelbedingten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse“ auf. Bestimmte Marker wiesen auf eine Reduktion der kardialen Amyloidbelastung, auf eine Verbesserung der kardialen Biomarker und der Herzfunktion hin.
„Die zeit- und dosisabhängigen Verbesserungen der strukturellen, funktionellen und Biomarker-Endpunkte bestätigen unsere bisherigen Beobachtungen und untermauern das therapeutische Potenzial von Cliramitug als neuartige, Amyloid-reduzierende Therapie für ATTR-CM“ , wird Neurimmunes Medizinischer Direktor Dr. Christoph Hock zitiert. „Gemeinsam mit unseren klinischen Prüfärzten und Kooperationspartnern bei Alexion und AstraZeneca Rare Disease freuen wir uns, die detaillierten Ergebnisse der offenen Phase-1-Erweiterungsstudie der wissenschaftlichen Gemeinschaft vorzustellen.“
2022 hatte Neurimmune für Cliramitug eine exklusive globale Kooperations- und Lizenzvereinbarung mit Alexion abgeschlossen. Alexion ist die auf seltene Krankheiten spezialisierte Tochterfirma des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca, dessen Schweizer AstraZeneca AG in Baar ansässig ist. Neurimmune wurde 2006 aus der Universität Zürich ausgegliedert und hat seinen Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/mm

Neurimmune vermeldet eine erfolgreiche Langzeitstudie mit Cliramitug. Symbolbild: Edward Jenner/Pexels
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Schlieren ZH – AL-S Pharma hat auf dem ENCALS-Kongress 2026 klinische Daten aus seiner Phase-2-Studie AP-101-02 vorgestellt. Die Studie untersuchte den Antikörper AP-101 bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS). Die Daten liefern Hinweise auf einen verlangsamten Krankheitsverlauf und ein verlängertes Überleben.
(CONNECT) AL-S Pharma hat auf dem Kongress des European Network to Cure ALS (ENCALS) 2026 in Madrid klinische Daten aus der globalen Phase-2-Studie AP-101-02 vorgestellt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Studie untersucht den Wirkstoff AP-101 bei Patientinnen und Patienten mit sporadischer ALS sowie mit SOD1-Mutationen. AP-101 ist ein aus menschlichen Antikörpern entwickelter Wirkstoff, der gezielt fehlgefaltete Formen des Proteins SOD1 angreift. Dadurch soll die Ausbreitung der krankheitsrelevanten Proteinablagerungen im Nervensystem verlangsamt und deren Abbau unterstützt werden.
Die klinischen Daten der Phase-2-Studie liefern Hinweise auf eine klinisch relevante Verlangsamung des Krankheitsverlaufs sowie auf ein verlängertes Überleben der behandelten Patientinnen und Patienten, so die Mitteilung. Diese Befunde wurden durch eine Verringerung wichtiger Biomarker für neuroaxonale Schädigungen unterstützt, darunter die Neurofilament-Leichtkette (NfL) im Serum sowie die phosphorylierte Neurofilament-Schwerkette (pNfH) im Liquor (Nervenwasser) nach sechsmonatiger Behandlung. Das Sicherheitsprofil entsprach weitgehend jenem der Placebo-Gruppe. „Die über mehrere Biomarker und klinische Messgrössen hinweg beobachtete Konsistenz liefert eine starke Begründung für die weitere Entwicklung von AP-101 als potenzielle krankheitsmodifizierende Therapie", wird Angela Genge zitiert, Chief Medical Officer von AL-S Pharma.
AL-S Pharma plant nun eine Phase-3-Studie mit AP-101, deren Beginn für das erste Quartal 2027 vorgesehen ist. Der Wirkstoff erhielt bereits den Orphan-Drug-Status von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) sowie von Swissmedic.
AL-S Pharma ist ein Tochterunternehmen des Biotech-Unternehmens Neurimmune, von dem es 2016 zusammen mit dem kanadischen Risikokapitalfonds TVM Capital Life Science gegründet wurde. AL-S Pharma ist bei Neurimmune im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässig. ce/ja

AL-S Pharma hat klinische Daten aus der globalen Phase-2-Studie AP-101-02 vorgestellt. Symbolbild: Lucas Vasques/Unsplash
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Dübendorf ZH – Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben ein Verfahren entwickelt, das defekte Stahlteile mittels 3D-Druck verstärkt. Entscheidend für die Reparaturwirkung ist dabei eine optimierte Geometrie des Aufdrucks.
(CONNECT) Forschende der Empa aus dem in Dübendorf ansässigen Bereich Ingenieur-Strukturen wollen mithilfe 3D-Metalldrucks belastete Stahlteile in Konstruktionen künftig reparieren und künftig auch neu konzipieren lassen. Im Zentrum steht das Verfahren Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM), bei dem Metall schichtweise auf geschädigte Bereiche aufgetragen wird, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Beim WAAM wird ein Schweissdraht mithilfe eines Lichtbogens Schicht für Schicht auf die beschädigte Stelle in einem Stahlbauteil aufgetragen. Entscheidend für die Wirksamkeit der Reparatur ist dabei nicht die aufgebrachte Materialmenge, sondern die Geometrie der Verstärkung. Besonders wirksam erwiesen sich in Versuchsreihen zweilagige, abgestufte Verstärkungsstrukturen.
Der Vorteil des WAAM-Verfahren ist, dass sich geschädigte Bereiche lokal und wirksam verstärken lassen, ohne die gesamte schadhafte Komponente ersetzen zu müssen. Laut Mitteilung spielen lokale Reparaturen besonders im Kontext von Infrastrukturwerken wie Brücken oder Tragwerken eine Rolle, da sich dort eingebaute Stahlbauteile aufgrund der konstanten Belastung kaum ersetzen lassen.
Eine Herausforderung bleibt der praktische Einsatz: Beschädigte Bauteile sind meist fest im Bauwerk integriert und müssten für eine Reparatur häufig ausgebaut und in eine Werkstatt transportiert werden. Mobile Robotersysteme befinden sich zwar in Entwicklung, für einen breiten Einsatz direkt auf der Baustelle sind jedoch weitere Fortschritte erforderlich.
Langfristig sehen die Forschenden weitere Anwendungsmöglichkeiten des WAAM-Verfahrens. Dazu zählen metallische Dämpfungselemente für Brücken, Gebäude und technische Anlagen sowie leichte, hochbelastbare Bauteile für den Maschinenbau.
Darüber hinaus untersucht die Empa den Einsatz von Formgedächtnislegierungen. Diese Materialien können nach einer Verformung wieder ihre ursprüngliche Form annehmen und eröffnen in Kombination mit dem 3D-Metalldruck neue Möglichkeiten für adaptive und materialeffiziente Metallbauteile. ce/ja

Forschende der Empa haben das Verfahren Wire Arc Additive Manufacturing entwickelt. Bild: Empa
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Fehraltdorf ZH/Lincoln – Celerion vergrössert sein Labor in Fehraltdorf. Damit reagiert das Unternehmen mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Nebraska auf die weltweit steigende Nachfrage nach bioanalytischen Dienstleistungen. Das Schweizer Labor unterstützt Celerions Forschung in Grossbritannien und den USA.
(CONNECT) Celerion erweitert sein bioanalytisches Labor am Schweizer Standort in Fehraltdorf bei Zürich. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens aus Lincoln im US-Bundesstaat Nebraska heisst, stärke diese Investition Celerions Fähigkeit, die weltweit steigende Nachfrage nach bioanalytischen Dienstleistungen zu bedienen, eine schnellere Studiendurchführung sowie Zugang zu spezialisierter wissenschaftlicher Expertise in komplexen Arzneimittelentwicklungsprogrammen zu bieten. Geplant sind gezielte Investitionen in modernste Instrumente und spezialisierte wissenschaftliche Fachkräfte.
„Diese Expansion spiegelt sowohl das Wachstum des bioanalytischen Marktes als auch die steigende Nachfrage unserer Kunden weltweit wider“, wird Dr. Chad Briscoe zitiert, der Executive Vice President Global Bioanalytical Services von Celerion. Das Schweizer Labor von Celerion ist in die klinischen Forschungseinheiten des Unternehmens in den USA und Grossbritannien integriert und ermöglicht dadurch den Angaben zufolge ein effizientes Probenmanagement und die schnelle Bereitstellung hochwertiger Daten.
„Da sich therapeutische Ansätze ständig weiterentwickeln, benötigen unsere Kunden bioanalytische Partner, die mit zunehmend komplexen Entwicklungsprogrammen Schritt halten können“, so Susan Thornton, die Celerion 2010 gründete und seither als CEO führt. „Diese Investition stellt sicher, dass wir auch weiterhin bestens aufgestellt sind, um die Expertise, Qualität und Reaktionsfähigkeit zu liefern, die die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigen.“ ce/mm

Celerion erweitert sein bioanalytisches Labor am Schweizer Standort in Fehraltdorf. Symbolbild: Faustina Okeke/Unsplash
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Stettlen BE – Für die zehnte Ausgabe des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich sind die fünf Firmen nominiert worden, die ins Finale vom 24. November 2026 einziehen: Digitalparking (Schlieren), PAWI Packaging (Winterthur), PKZ Burger-Kehl & Co. (Urdorf), Rolf Schlagenhauf (Meilen) und ViCOLLECTIVE (Eglisau).
(CONNECT) Der Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2026 hat seine Finalisten. Die unabhängige und lokal verankerte Jury hat für die Preisverleihungsgala fünf Unternehmen ausgewählt: die Digitalparking AG aus Schlieren, die PAWI Packaging Schweiz AG aus Winterthur, die PKZ Burger-Kehl & Co. AG aus Urdorf, die Rolf Schlagenhauf AG aus Meilen und die ViCOLLECTIVE AG aus Eglisau. Die Ehrung der Nominierten und der Siegerfirma findet am 24. November im Zürcher Kongresshaus statt.
Mit diesem Preis zeichnet das KMU-Netzwerk Swiss Venture Club (SVC), das seinen Sitz im Bernapark in Stettlen hat, vorbildliche Unternehmen aus, die durch ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen, ihre Firmenkultur, die Qualität ihrer Mitarbeitenden und des Managements sowie durch einen nachhaltigen Erfolgsausweis herausstechen. „Der Wirtschaftsraum Zürich zeigt mit diesen fünf Unternehmen eindrücklich, wie breit unternehmerischer Erfolg in unserer Region verankert ist“, wird Jurypräsident und McKinsey-Partner Christopher Blaufelder in einer Mitteilung des SVC zitiert. „Die Nominierten stehen für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation und tragen wesentlich zur Stärke unseres Wirtschaftsstandorts bei.“
Die Anfänge der Firma Digitalparking reichen bis ins Jahr 1956 zurück. Heute ist das in Schlieren ansässige Familienunternehmen der einzige Komplettanbieter für bezahltes Parkieren in der Schweiz. Seine schweizweit über 15'000 Installationen umfassen Schrankensysteme, Parkuhren sowie App- und Cloud-Lösungen.
PAWI Packaging Schweiz ist Teil der 1960 in Winterthur gegründeten PAWI Group AG. Das bis heute familiengeführte Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige Verpackungslösungen aus Karton und Papier.
PKZ Burger-Kehl & Co. ist das traditionsreichste unabhängige Modehaus der Schweiz. Es befindet sich seit 145 Jahren in Familienbesitz, mit der fünften Generation im Verwaltungsrat und geführt von CEO Manuela Beer. 650 Mitarbeitende sind in dem Unternehmen mit seinen 41 Damen- und Herrenfilialen beschäftigt.
Die Handwerksgruppe Rolf Schlagenhauf für Maler-, Gipser- und Maurerarbeiten, Fassadenisolierungen, Parket- und Bodenbeläge sowie Gesamtsanierungen wird in dritter Generation vom CEO gleichen Namens geführt. Sie beschäftigt an mehreren Standorten insgesamt 310 Mitarbeitende, darunter zahlreiche Lernende.
ViCOLLECTIVE vereint die beiden Schweizer Marken ViCAFE und VIVI (vormals Vivi Kola) unter einem Dach. ViCAFE betreibt 18 Espresso-Bars mit eigener Rösterei und Coffee Academie. VIVI ist aus der 2010 wiederbelebten Cola-Marke Vivi Kola entstanden. Das Unternehmen wächst jährlich um 15 bis 20 Prozent. ce/mm

Hawa Sliding Solutions hat den Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024 gewonnen. Bild: SVC/Keystone/Manuel Lopez
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Kloten ZH – Die NextBusiness AG hat in ihrer ersten Finanzierungsrunde 3 Millionen Dollar von Schweizer Investoren eingenommen. Damit will das Start-up die Weiterentwicklung seiner Buchhaltungslösung namens Infinity beschleunigen. Damit soll die Buchhaltung ab 2030 praktisch von allein laufen.
(CONNECT) Die NextBusiness AG aus Kloten hat in ihrer ersten Finanzierungsrunde 3 Millionen Dollar eingesammelt. Das Geld fliesst in das ambitionierte Ziel des 2023 gegründeten Start-ups: sogenanntes autonomes Accounting. „Bis 2030 soll die Buchhaltung von Unternehmen praktisch von alleine laufen“, erklärt CEO Stefan Wittwer in einer Mitteilung. Im „Kampf gegen die manuelle Buchhaltung“ hat sein Unternehmen Infinity entwickelt, eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Lösung, die bereits online ist.
Angeführt wurde die Runde von der Zürcher Risikokapitalfirma EquityPitcher. Ausserdem haben sich die ebenfalls in Zürich ansässigen Wagniskapitalgeber Tenity Group und BackBone Ventures sowie Business Angels beteiligt, darunter der frühe Facebook-Investor Daniel Gutenberg sowie Amorana-Gründer und Höhle-der-Löwen-Investor Lukas Speiser. „Das AI-Rennen geht jetzt los, und wir haben die besten Partner gefunden, um es zu gewinnen“, wird CEO Stefan Wittwer in einer Mitteilung zitiert. Mehreren interessierten Risikokapitalgesellschaften habe man absagen müssen.
Sascha Horrig, Gründungspartner von EquityPitcher, hält Infinity, wie sich das von Studierenden aus dem Zürcher Oberland gegründete junge Unternehmens selbst nennt, für „eines der ambitioniertesten Software-Start-ups des Landes“. Es habe „einen extrem kundenorientierten Produktansatz: Schritt für Schritt zu einem echten Game Changer für jedes KMU“.
Mitgründer Raksmey Oum ist wie seine Mitstreitenden überzeugt, dass Infinity zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist: „Alles, was für ein Tech-Unicorn nötig ist, gibt es in Zürich. Die Schweiz hat heute eine grosse Chance, im Bereich AI mit lokalen Firmen gross mitzumischen – wenn wir den nötigen Mut haben. Infinity ist bereit.“ ce/mm

Das NextBusiness-Team hat in ihrer ersten Finanzierungsrunde 3 Millionen Dollar eingesammelt. Bild: zVg/NextBusiness AG
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Zürich/New York – Zürich Soft Robotics hat mit seiner dynamischen, intelligenten Solarfassade Solskin zwei Preise bei den Architzer A+Product Awards 2026 gewonnen. Die Solarfassade wurde sowohl von der international besetzten Jury als auch vom Publikum prämiert.
(CONNECT) Die dynamische, intelligente Solarfassade Solskin von Zürich Soft Robotics, einer im Technopark Zürich ansässigen Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat zwei Preise bei den diesjährigen Architizer A+Product Awards gewonnen. Laut einer Mitteilung erhielt das Produkt sowohl den von einer international besetzten Jury verliehenen Jury Winner Award in der Kategorie Architectural Design als auch den Popular Choice Winner Award in der Kategorie Smart Design & Technology.
Die von dem 2022 gegründeten Jungunternehmen entwickelte Solarfassade Solskin besteht aus zahlreichen kleinen und dünnen Photovoltaikpaneelen, die auf Aktoren montiert sind. Diese wiederum sitzen auf einem Metallträgernetz und werden einzeln durch Druckluft bewegt. Dadurch können die Paneele der Sonne folgen und den Ertrag an Solarstrom gegenüber statischen Paneelen steigern.
Der von der Jury verliehene Preis würdigt den Beitrag von Solskin zu Qualität und Innovation der gebauten Umwelt. Funktionalität und architektonischer Ausdruck verbesserten die Gebäudeperformance, heisst es in der Mitteilung. Der Publikumspreis stellt die adaptive Intelligenz der Solarfassade in den Vordergrund. Mit seiner Verschattung kann Solskin im Sommer Kühllasten sparen und im Winter optimales Tageslicht gewähren. ce/ww

Die dynamische, intelligente Solarfassade Solskin von Zürich Soft Robotics hat zwei Preise bei den diesjährigen Architizer A+Product Awards gewonnen. Bild: ETH Zürich/Arno Schlüter
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Zürich – Das am 28. September beginnende Zurich AI Festival 2026 wird in diesem Jahr thematisch ausgeweitet. Bis zum 3. Oktober wird es auch um Klima, globale Regulierung, Robotik, Gesundheit und Finanzen gehen. Internationale Strahlkraft soll die Kooperation mit Choose Europe bringen.
(CONNECT) Das Zurich AI Festival 2026 soll nach dem Willen der Veranstaltenden auf den sich verändernden Standortwettbewerb reagieren. Denn die Greater Zurich Area messe sich nicht mehr nur mit ihren europäischen Nachbarn, sondern „mit Regionen, die schneller investieren, aggressiver um Talente werben und KI bereits als wirtschaftspolitisches Instrument verstehen“, heisst es in einer Mitteilung.
Deshalb zielt diese Festivalwoche darauf, das Thema mit all seinen Facetten in die ganze Region tragen und es bei Dutzenden von Veranstaltungen aus allen Winkeln zu beleuchten. Inhaltlich werde es noch breiter aufgestellt als bei seiner ersten Ausgabe im vergangenen Jahr. Es soll nun auch um Klima, globale Regulierung, Robotik, Gesundheit und Finanzen gehen. Zudem können Interessierte Entwicklungsabteilungen bei Google, am Balgrist Campus oder in der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) besuchen.
Getragen wird das Festival von Stadt und Kanton Zürich, von Zürich Tourismus sowie den beiden Initiatoren ETH AI Center und dem Standortförderer Greater Zurich Area AG. Die Organisatoren arbeiten mit der Initiative Choose Europe zusammen, in der Europas wettbewerbsfähigste Wirtschaftsregionen im globalen Standortwettbewerb gemeinsam auftreten.
Sie erwarten in diesem Jahr rund 7000 Teilnehmende. Das vollständige Programm wird in den kommenden Wochen veröffentlicht. ce/mm

Das Zurich AI Festival 2026 findet vom 29. September bis 3. Oktober 2026 im Wirtschaftsraum Zürich statt. Bild: zVg/Greater Zurich Area AG
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