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Zürich/Kloten ZH/Zollikofen BE – Die Jury der Swiss FinTech Awards 2026 hat die vier Finalisten bekanntgegeben: ForenSwiss aus Zollikofen, Calvin Risk aus Kloten sowie die Porters Group und BLP Digital aus Zürich. Ein junges und ein arrivierteres Unternehmen werden an der Swiss FinTech Week zu Siegern gekürt.
(CONNECT) ForenSwiss, Calvin Risk, Porters Group und BLP Digital sind laut einer Mitteilung die Nominierten für das Finale der Swiss FinTech Awards 2026. Dabei werden zwei Kategorien berücksichtigt: Early Stage für vielversprechende junge Firmen und Growth Stage für reifere Wachstumsunternehmen auf Expansionskurs. Die Preise werden am 23. Juni im Rahmen der ersten Swiss FinTech Week verliehen. Sie wird gemeinsam vom Finanz und Wirtschaft Forum und dem Innovationsökosystem Tenity veranstaltet und findet vom 19. bis 25. Juni in Zürich statt.
Das Team von ForenSwiss aus Zollikofen unterstützt Finanzunternehmen bei der Bekämpfung von Online-Kriminalität und Geldwäsche. Dabei nutzt das 2025 gegründete Start-up die Mittel der Cyberkriminalität: die vollautomatischen Chatbots von ForenSwiss interagieren mit Betrügern und extrahieren relevante Informationen. Dadurch können Finanzinstitute die kriminellen Geldflüsse und Netzwerke offenlegen, um Angriffe frühzeitig und gezielt zu stoppen und Kundenkonten zu schützen.
Die ebenfalls 2025 von Branchenveteranen gegründete und in Zürich ansässige Porters Group automatisiert als Outsourcing-Partner für ihre Kunden klassische, wiederkehrende und oft streng regulierte Bankprozesse mithilfe eigenständig agierender Künstliche Intelligenz (KI)-Systeme. Die intelligenten Agenten übernehmen die oft noch analoge Arbeit im Backoffice. Dazu gehören die Sperrung von Konten, Rückbuchungen oder die Koordination bei Insolvenzen
Die beiden Finalisten der Growth Stage sind GLP Digital und Calvin Risk. Die 2019 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der Universität St.Gallen ausgegliederte BLP Digital AG bringt Ordnung und Tempo in die historisch gewachsenen Hintergrundprozesse grosser Firmen. Das in Zürich beheimatete Unternehmen baut dafür digitale Zwillinge bestehender IT-Systeme und lässt Hunderte spezialisierte, im Vorhinein trainierte KI-Agenten Hand in Hand arbeiten.
Calvin Risk aus Kloten entwickelt eine Plattform für die Validierung, das Testen und die Governance von KI-Systemen. Diese Plattform ermöglicht es Unternehmen, KI-Modelle systematisch zu prüfen, Risiken zu bewerten und regulatorische Anforderungen besser zu erfüllen. Durch kontinuierliche Tests werden Risiken von Sicherheitslücken, systematischen Verzerrungen oder Ausfällen im laufenden Betrieb minimiert. ce/mm

ForenSwiss, Calvin Risk, Porters Group und BLP Digital stehen als Finalisten der Swiss FinTech Awards 2026 fest. Bild: zVg/Finanz und Wirtschaft Forum
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Zürich/Pristina – Der kosovarische Premierminister hat das Zürcher Unternehmen Zenline AI besucht. Zenline entwickelt spezialisierte KI-Agenten für den Einzelhandel. Co-Gründer und CEO Arber Sejdiji wird im Sommer den kosovarischen Minister of Digitalization treffen, um das Gespräch weiterzuführen.
(CONNECT) Das Zürcher Unternehmen Zenline AI hat den kosovarischer Premierminister Albin Kurti für ein Gespräch über die Zukunft Künstlicher Intelligenz (KI) in Europa begrüsst. Wie startupticker.ch in einem Artikel berichtet, haben Kurti und Zenline-CEO und -Co-Gründer Arber Sejdiji sich zudem über die Rolle der Diaspora als wirtschaftliche Brücke ausgetauscht und besprochen, „wie im Ausland aufgebautes Wissen stärker in die Herkunftsländer zurückfliessen kann“. Sejdiji, der kosovarische Wurzeln hat, wird im Sommer den Minister of Digitalization im Kosovo treffen, um den Austausch weiterzuführen.
Der kosovarische Premierminister besuchte das Unternehmen im Rahmen seiner Schweiz-Reise. Zenline entwickelt KI-Agenten, die für kommerzielle Entscheidungen im Einzelhandel spezialisiert sind. Die KI generiert auf Basis interner Unternehmensdaten und externen Signalen wir Markttrends und Nachfrageentwicklungen konkrete Empfehlungen bezüglich des Sortiments und der Preisgestaltung.
Das Start-up hat vergangenes Jahr seine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und ist inzwischen in der DACH-Region, Polen und Frankreich aktiv. Das Unternehmen hat zudem bereits erste Kunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewonnen und plant im Zuge einer zweiten Finanzierungsrunde im Herbst den Markteintritt in den USA und Grossbritannien. ce/nta

Premierminister Albin Kurti (links) besucht Arber Sejdiji, Mitbegründer und CEO von Zenline AI. Bild: zVg/Zenline AG
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Zürich – Ein Forschungsteam der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der Universität Zürich haben das durchtrennte Rückenmark von Tieren mithilfe magnetisch steuerbarer Mikroroboter regeneriert. Ein Zebrafisch schwamm nach drei Tagen wieder, eine Maus konnte nach 28 Tagen wieder normal gehen.
(CONNECT) Forschende haben einen neuen und minimalinvasiven Weg gefunden, das durchtrennte Rückenmark von Lebewesen zu reparieren. Ohne körperfremde Elektroden oder Kabel ist dies einem Forschungsteam der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Universität Zürich bei Zebrafischen und Mäusen bereits gelungen. Nach den laut einer ETH-Mitteilung „äusserst vielversprechenden Ergebnissen“ aus dieser Studie bedürfe es aber noch intensiver Tests, bis eine Anwendung am Menschen möglich werde.
Für seinen gänzlich neuen Ansatz hat das Team einen biohybriden Mikroroboter entwickelt. Dabei werden lebende neurale Vorläuferzellen (Neural Progenitor Cells, NPC) mit magnetoelektrischen Nanopartikeln so verbunden, dass diese dann mithilfe von externen Magneten genau an die richtige Stelle gelenkt werden können, wo sie dann die Stammzellen stimulieren. „Wir können durch die mikrorobotische Steuerung die Behandlung präziser und minimalinvasiver machen“, wird Senior Scientist und Studienerstautor Hao Ye zitiert.
Aus der Kombination dieser speziellen Nanopartikel und den Vorläuferzellen fabrizieren die Forschenden nur sechs Mikrometer grosse NPC-Bots. Je nach Testvariante benötigen sie für zellbasierte Studien Hunderttausende und für Tierversuche mehrere Millionen dieser Mikroroboter. Für deren Produktion haben sie etwa 1 Quadratzentimeter grosse Lab-on-Chip-Systeme entwickelt.
Bei Zebrafischlarven wurden die Mikroroboter exakt an die verletzte Stelle gespritzt und elektromagnetische Felder erzeugt. Nach nur drei Tagen zeigten die Zebrafische ein nahezu normales Schwimm- und Erkundungsverhalten. Bei Mäusen waren die durchtrennten Nervenzellen nach 28 Tagen wieder verbunden. Das ist umso bemerkenswerter, als sich bei Mäusen im Gegensatz zu Zebrafischen das Rückenmark normalerweise nicht regeneriert. Schädliche Nebenwirkungen wurden bei beiden nicht festgestellt.
„Die reproduzierbare und skalierbare Herstellung von Mikrorobotern mit unserem Lab-on-a-Chip-System zeigt, dass das Anwendungspotenzial der Plattform über die Grundlagenforschung hinausgeht“, erläutert Professor Salvador Pané i Vidal vom Multi-Scale Robotics Lab der ETH. Das Verfahren könnte zum Beispiel auch für die Kardiologie, die Onkologie, die Wundheilung und andere gezielte regenerative Therapien angepasst werden. ce/mm

Forschende haben mit magnetisch gesteuerten Mikrorobotern bei Tieren verletztes Rückenmark erfolgreich regeneriert. Bild: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
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Bülach ZH/St.Prex VD/Pöchlarn – Vetropack hat eine neue 0,75-Liter-Rheinweinflasche entwickelt. Die vor allem für Weissweine verwendete Flasche wiegt 350 Gramm, besteht zu 80 Prozent aus recyceltem Glas und gilt als derzeit leichteste Rheinweinflasche Europas. Zudem produziert Vetropack eine neue Mehrweg-Rheinweinflasche.
(CONNECT) Die Vetropack-Gruppe bringt in Österreich eine leichtere Rheinweinflasche auf den Markt. Die klassische 0,75-Liter-Flasche wurde technisch weiterentwickelt, wiegt neu nur noch 350 Gramm und besteht zu 80 Prozent aus recyceltem Glas.
Durch das geringere Gewicht spart die Flasche gemäss Mitteilung des Glasverpackungsherstellers mit Unternehmenszentrale in Bülach und rechtlichem Sitz in St. Prex bei Produktion, Transport und Distribution CO2 ein. Auf 100 Kilometern Transportweg sind es im Vergleich zu einer herkömmlichen Rheinweinflasche rund 33 Gramm beziehungsweise 13 Prozent.
Ihre bisherigen Abmessungen behält die in Österreich produzierte Rheinweinflasche bei. „Die Reduktion auf 350 Gramm bei einer 750-ml-Rheinweinflasche ist technologisch anspruchsvoll”, so Harald Geist von Vetropack.
Seit Frühling 2026 unterstützt Vetropack zudem ein neues Mehrwegsystem für Weinflaschen in Österreich. Dafür produziert das Unternehmen am Standort Pöchlarn eine ebenfalls neu entwickelte Mehrweg-Rheinweinflasche für ein Pool-System. „Neben einer CO2-Einsparung von bis zu 90 Prozent entlang der Wertschöpfungskette profitieren Anwender von standardisierten Prozessen, etwa bei Reinigung und Logistik”, wird Geist zitiert. ce/as

Vetropack bringt in Österreich eine leichtere Rheinweinflasche auf den Markt. Bild: zVg/Vetropack Holding Ltd
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Thalwil ZH/Berkeley – U-blox beteiligt sich im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts PANOSETI an der Suche nach ausserirdischer Intelligenz. Der Anbieter für Positionierungstechnik trägt dazu seinen satellitengestützten Empfänger ZED-F9T bei, der Signale in einer Zeit unter einer Nanosekunde empfangen kann.
(CONNECT) U-blox beteiligt sich an dem internationalen Forschungsprojekt PANOSETI (Pulsed All-sky Near-infrared Optical SETI). Laut einer Mitteilung liefert der in Thalwil ansässige Anbieter von Positionierungs- und Kurzstreckenkommunikationstechnologien für die Automobil-, Industrie- und Konsumgütermärkte für das Projekt unter Führung der University of California in Berkeley seinen satellitengestützten Empfänger ZED-F9T.
PANOSETI (SETI: Search for Extraterrestrial Intelligence, Suche nach ausserirdischer Intelligenz) sucht den gesamten Himmel nach optischen oder nahinfraroten Signalen ab. Für ein sicheres Funktionieren eines Teleskopfeldes ist dabei die zeitliche Synchronisation von hoher Wichtigkeit. Der hochpräzise GNSS-Empfänger von u-blox liefert dabei eine Synchronisation von 0,7 Nanosekunden bei einem 1PPS-Signal (Puls pro Sekunde) auf eine 1 Kilometer langen Basislinie. Spezielle Filtertechniken können die Leistung bis unter 200 Pikosekunden verbessern.
Die neue Technologie von u-blox ermöglicht hochpräzise Zeitmessungen in einem Terrain, in dem Glasfaserinfrastruktur nicht verfügbar, unpraktisch oder zu kostspielig ist. Sie ist zudem ausserhalb der wissenschaftlichen Anwendungen bei verteilten Sensornetzwerken, ferngesteuerten Zeitmesssystemen und für die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen einsetzbar. Samuli Pietilä, Produktionsdirektor für die GNSS-Linie bei u-blox, zeigt sich erfreut, „PANOSETI bei der Suche nach ausserirdischer Intelligenz unterstützen zu können". ce/ww

U-blox beteiligt sich am internationalen Forschungsprojekt PANOSETI und liefert dabei den satellitengestützten GNSS-Empfänger ZED-F9T für hochpräzise Zeitsynchronisation. Bild: u-blox AG
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Winterthur/Stuttgart – Autoneum präsentiert auf der Battery Show Europe in Stuttgart vom 9. bis 11. Juni sein Portfolio an Komponenten für Batteriegehäuse für E-Fahrzeuge. Dabei stellt der Autozulieferer zum ersten Mal öffentlich den Prototyp eines multifunktionalen Batteriedeckels vor. Dieser ist 30 Prozent leichter als in herkömmlicher Produktion.
(CONNECT) Autoneum stellt laut seiner Mitteilung die erste öffentliche Präsentation seines neuen Batteriedeckel-Prototyps ins Zentrum seines Messeauftritts bei der Battery Show Europe. Sie findet vom 9. bis 11. Juni in der Messe Stuttgart statt. Dort wird der Winterthurer Autozulieferer in der sogenannten Maximum Engagement Zone an Stand J43 zu finden sein.
Die Neuheit besteht dabei darin, dass er als „hochgradig anpassbare obere Abdeckung des Batteriepacks konzipiert“ ist. Seine Verbundstruktur ermöglicht den Angaben zufolge je nach Fahrzeug- und Plattformanordnung die Integration zusätzlicher Funktionsschichten, etwa zur Flammhemmung oder zur elektromagnetischen Abschirmung. Zudem soll er in einem kostengünstigen Verfahren hergestellt und gegenüber herkömmlichen Fertigungsmethoden 30 Prozent leichter sein.
„Durch die Zusammenführung von Funktionen, für die bisher mehrere Einzelkomponenten erforderlich waren, wie zum Beispiel eine separate Batterieabdeckung und ein Flammschutzschild, reduziert unsere Lösung die Komplexität und den Aufwand bei der Montage“, wird Luca Mazzarella, Autoneums Head New Mobility, zitiert. „Damit können wir zwei oder mehr Teile durch ein einziges ersetzen.“
Dank der Integration mehrerer Schutzfunktionen in ein einziges, leichtes Verbundbauteil soll der Deckel auch das Batteriedesign für Elektroautos (Battery Electric Vehicle/BEV) erleichtern. „Indem wir fortschrittliche Verbundwerkstoffe und multifunktionales Design miteinander kombinieren, können wir OEMs und Partnern eine Lösung anbieten, welche die Sicherheit und Effizienz erhöht und zugleich den Anforderungen künftiger BEV-Plattformen gerecht wird“, so Mazzarella. ce/mm

Autoneum präsentiert auf der Battery Show Europe seinen neuen Batteriedeckel-Prototyp. Bild: Autoneum
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Zürich/Basel – Schweizer Forschende haben die erste Therapie gefunden, die Neugeborene vor einer durch E. coli K1 ausgelösten Hirnhautentzündung schützt. Sie tötet das für Erwachsene harmlose, aber für Babys gefährliche Bakterium schon bei der Mutter ab und verhindert dadurch die Übertragung bei der Geburt.
(CONNECT) Ein Schweizer Forschungsteam hat laut einem Bericht der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ein Verfahren entwickelt, mit dem eine Übertragung des Escherichia coli (E. coli)-Virus Typ K1 von der Mutter auf das Neugeborene vermieden werden kann. Dieses Virus ist bei jedem dritten gesunden Menschen natürlicher Teil der Darmflora und verursacht keine Probleme. Bei jedem 500. Neugeborenen ruft es jedoch eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung hervor, die bei überlebenden Kindern eventuell schwere und dauerhafte Schäden hinterlässt. Bislang kann es in einem Wettlauf mit der Zeit nur mit Antibiotika therapiert werden.
Das Team unter der Leitung von Emma Slack, ETH-Professorin für Schleimhaut-Immunologie, und Médéric Diard, Professor für Infektionsbiologie am Biozentrum der Universität Basel, verfolgte die Idee, E. coli K1 bei schwangeren Frauen zu eliminieren, so dass es gar nicht erst zu einer Übertragung kommt. Um das zähe Bakterium jedoch bekämpfen zu können, muss es zunächst von seiner schützenden Aussenhaut befreit werden. Dies gelang durch Bakteriophagen, also Viren, die darauf spezialisiert sind, Bakterien zu befallen und zu zerstören. Geeignete Bakteriophagen fand das Team in Abwasserproben einer Kläranlage der Agglomeration Luzern.
In Versuchen mit trächtigen Mäusen, die mit E. coli K1 infiziert worden waren, verabreichten die Forschenden erstens Phagen, die die Bakterien zwingen, ihre Schutzhülle abzustreifen, zweitens eine Phagen-Schluckimpfung, die diese Bakterien töten sowie drittens ein harmloses probiotisches Konkurrenzbakterium, das deren ökologische Nische im Darm besetzen kann. Bei einem Kontrollexperiment mit untherapierten Muttertieren wurde E. coli K1 bei der Geburt auf 83 Prozent der Jungtiere übertragen. Mit der Dreifachtherapie waren es nur 23 Prozent.
Alle drei Komponenten lassen sich nach Auskunft von Prof. Slack problemlos in einer Kapsel verpacken. Damit möchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun eine Therapie für Menschen entwickeln. Ausserdem wollen sie mit demselben Ansatz auch andere Bakterien bekämpfen, darunter multiresistente Erreger, gegen die viele Antibiotika nicht mehr wirken. ce/mm

Schweizer Forschende haben ein Verfahren entwickelt, mit dem eine Übertragung des E. coli-Virus Typ K1 von der Mutter auf das Neugeborene vermieden werden kann. Symbolbild: Yusuf Çelik/Pexels
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Uster ZH/Marly FR – Revario und iceep haben gemeinsam eine Rücknahmelösung für ungebrauchte Wäsche in der Westschweiz lanciert. In den ersten Wochen wurde die Lösung bereits bei 13 Prozent der Online-Transaktionen von Revario genutzt. Zirkuläre Modelle werden damit Teil des Kundenerlebnisses.
(CONNECT) Iceep ist mit seiner Lösung für die Rücknahme von Textilien nun auch in der Westschweiz präsent. Der Technologieanbieter aus Uster hat zusammen mit dem Bekleidungshersteller Revario mit Sitz in Marly im März ein Rücknahmeprogramm für ungebrauchte Wäsche lanciert. Interessierte können bei einem Online-Kauf bei Revario ihrerseits gebrauchte Wäsche anbieten.
Die ersten Rückmeldungen seien positiv, heisst es in einer Mitteilung. Seit der Lancierung sei bereits bei 12,8 Prozent aller Online-Transaktionen von der Rückgabemöglichkeit Gebrauch gemacht worden.
Iceep will mit seiner Lösung die Rücknahme von Kleidung mit der Bindung der Kundschaft an die Marken verbinden, indem die Rücknahme zum Teil des Kundenerlebnisses wird. Die teilnehmenden Marken erhalten Zugang zu gebrauchtem Material, das wieder Ausgangspunkt für den nächsten Nutzungszyklus werden kann. Sie verbinden damit zugleich ihre eigenen Rückgabeprogramme mit einem umfassenderen zirkulären Ökosystem.
Aus der Sicht von Petros Timotheou ist das Potenzial riesig: „Die kleinen und mittleren Modemarken machen mehr als 90 Prozent des europäischen Modemarktes aus“, so der Gründer und CEO von iceep. Tausende kleinere Marken könnten so gemeinsam die Zukunft der Schweizer und der europäischen Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie mitgestalten. Zu den Schweizer Marken, die bereits die iceep-Lösung einsetzen, gehören auch Muntagnard, Reslides und Rotauf.
Iceep ist eine Marke der 2020 gegründeten INNOVOPOLIS AG. ce/ug

Petros Timotheou, Gründer und CEO von iceep. Bild: zVg/INNOVOPOLIS AG
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Schlieren ZH/Dietwiller – VirtaMed hat mit der französischen Firma Life Support Distribution einen neuen Vertriebspartner für Frankreich, Belgien und Luxemburg. Jetzt schult VirtaMed dessen Mitarbeitende für seine chirurgischen Simulatoren, die mit digitalen Zwillingen und Künstlicher Intelligenz arbeiten.
(CONNECT) VirtaMed hat eine Vertriebspartnerschaft mit der französischen Firma Life Support Distribution geschlossen. Laut einer Mitteilung vertritt diese VirtaMed nun in Frankreich, Belgien und Luxemburg. Damit erweitert das in Schlieren ansässige Unternehmen die Verbreitung seiner hochauflösenden Simulationstrainings auch in diesem Teil Europas.
Diese chirurgischen Simulatoren arbeiten mit hyperrealistischen digitalen Zwillingen, Künstlicher Intelligenz und massgeschneiderter Hardware. Sie unterstützen Medizintechnik- und Pharmapartner bei der Produktentwicklung und -schulung. Ausserdem ermöglichen es VirtaMeds Standardlösungen für Robotik, Orthopädie, Geburtshilfe, Gynäkologie, Urologie und allgemeine Chirurgie den Krankenhäusern und Verbänden, Ärztinnen und Ärzte auszubilden und zu prüfen. Dementsprechend werden die Teams von Life Support Distribution künftig Ausbildungszentren, medizinische Fakultäten, Universitätskliniken und Fachgesellschaften bei der Umsetzung von Ausbildungskonzepten auf Basis der VirtaMed-Lösungen begleiten – von der Bedarfsanalyse über Installation und Weiterbildungen bis hin zum technischen Support.
Die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen basiert „auf dem gemeinsamen Engagement, die chirurgische Ausbildung voranzubringen“, so VirtaMed. Um dies zu gewährleisten, hat das Schweizer Unternehmen Mitarbeitende von Life Support Distribution nun in das gesamte Spektrum seines Simulationsportfolios eingeführt, von Arthroskopie und Laparoskopie bis hin zu robotergestützten Anwendungen.
VirtaMed hat seinen Sitz im Innovations- und Jungunternehmerzentrum IJZ und ist Mitglied von Start Smart Schlieren. ce/mm

VirtaMed hat eine Vertriebspartnerschaft mit Life Support Distribution geschlossen. Symbolbild: Ketut Subiyanto/Pexels
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Zürich – Der Kanton Zürich hat in der zweiten Phase seiner Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI) gezeigt, dass KI vor allem dort einen Mehrwert schaffen kann, wo sie klar definierte und praxisnahe Aufgaben unterstützt. Das haben Tests in fünf realen Anwendungsfällen ergeben.
(CONNECT) Die KI-Sandbox der Volkswirtschaftsdirektion im Kantons Zürich hat fünf KI-Anwendungsfälle unter realen Bedingungen getestet, nämlich im Rahmen von Baubewilligungsverfahren und medizinischer Dokumentation sowie bei Inspektionsrobotern, sensorbasierter Überwachung von Brücken und der Auswertung von Netzhautbildern. Insgesamt hatten sich laut einer Mitteilung 24 Organisationen für eine Teilnahme beworben.
Im Projekt KI bei Baubewilligungen hat die Innovation-Sandbox mit den Projektpartnern Gossweiler Ingenieure, Byte Studio und Nokema und in enger Abstimmung mit der Baudirektion einen Prototyp für einen KI-gestützten Vorabcheck im Meldeverfahren entwickelt, etwa für Solaranlagen, Wärmepumpen oder Ladestationen. Dieser hilft Gesuchstellenden dabei, frühzeitig zu erkennen, ob die Unterlagen vollständig sind und wo formale Angaben fehlen oder verbessert werden müssen. „Das Projekt zu den Baubewilligungen zeigt exemplarisch, wie verantwortungsvoll eingesetzte KI zu besseren Eingaben und mehr Effizienz beitragen kann – ohne die Entscheidungskompetenz und die Verantwortung der Behörden zu schwächen“, wird Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zitiert.
Anhand eines Beispiels der Firma MPAssist wurde untersucht, wie KI Ärztinnen und Ärzte beim Transkribieren und Strukturieren medizinischer Berichte entlasten kann. Mit der Augenklinik des Stadtspitals Zürich Triemli und der Werner H. Spross-Stiftung wurde untersucht, wie KI die Auswertung von Netzhautbildern in der klinischen Praxis unterstützen kann. Die Resultate des Projekts mit irmos technologies und der Schweizerischen Südostbahn machen deutlich, dass Sensordaten die klassischen Vor-Ort-Inspektionen von Bahnbrücken sinnvoll ergänzen. Mit ANYbotics, dem Hersteller vierbeiniger Inspektionsroboter, wurde analysiert, unter welchen regulatorischen Voraussetzungen Robotiksysteme für Inspektionen in kritischer Infrastruktur wie Energieanlagen eingesetzt werden können.
„Die zweite Phase der KI-Sandbox zeigt, dass die künstliche Intelligenz vor allem dort Mehrwert schafft, wo sie konkrete, praxisnahe Aufgaben unterstützt“, wird Raphael von Thiessen, Programmleiter KI-Standort im Amt für Wirtschaft, zitiert. „Für den breiten Einsatz braucht es deshalb nicht nur leistungsfähige Modelle, sondern auch Testumgebungen, die die Technologie mit sauberen Daten, klaren Prozessen, menschlicher Kontrolle und verlässlichen rechtlichen Rahmenbedingungen zusammenbringen.“ ce/mm

Die KI-Sandbox der Volkswirtschaftsdirektion im Kanton Zürich hat fünf KI-Anwendungsfälle unter realen Bedingungen getestet. Symbolbild: Tara Winstead/Pexels
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Durch die Forschung der Universität Zürich entstehen innovative Produkte und Anwendungen, die vielen Menschen zu einem besseren Leben verhelfen. Um die Entwicklung von Entscheidungshilfen für Therapien gegen Krebs voranzutreiben, wurde EVIIVE als Spin-off der Universität Zürich ausgegründet.
Eviive hat komplizierte Partikel im Visier: Extrazelluläre Vesikel sind schwierig nachzuweisen, winzig – und zugleich grosse Hoffnungsträger für Menschen, die unter Krebserkrankungen leiden. Sie werden als Botenstoffe von Zellen ausgesandt, um biologische «Nachrichten» zu übermitteln. Für Therapien gegen unterschiedliche Krebs- oder Tumorerkrankungen sind diese Informationen wertvoll, weil sie die Kommunikation zwischen Immunzellen untereinander oder zwischen Immun- und Krebszellen offenlegen können.
Das Team von Fachleuten unter Leitung der Eviive-Gründer und Immunologen Kevin Yim und Richard Chahwan entwickelt ein neues Verfahren, das dieses Vorgehen präzisieren und zugleich beschleunigen soll – auf der Basis von Forschungsarbeiten an der UZH und Erfahrungen, die während jahrelanger Kooperation mit dem Universitätsspital Zürich gesammelt wurden. Die Idee: Die Botschaften zwischen dem Immunsystem und Krebszellen zu entschlüsseln, soll dazu beitragen, die passendste Therapie für jeden Patienten zu finden – oder auch eine Antwort auf die Frage, ob eine einzelne Behandlung oder eine Kombination aus mehreren Therapien die beste Wahl ist.
Als Beispiel nennt Yim eine Studie zu Melanomen, die Anfang 2026 fertiggestellt wurde. Anhand der Blutproben von 125 Betroffenen mit dieser Hautkrebserkrankung zeigten die Entwickler, dass sie den Erfolg von Therapien mit einer Zuverlässigkeit von über 90 Prozent der Erkrankten treffend prognostizieren konnten. Nach diesen und weiteren ermutigenden Erfolgen arbeitet das Team des jungen Spin-offs Eviive nun daran, diese innovative Analytik zu «skalieren». «Wir validieren die Analyse gleichzeitig mit externen klinischen Netzwerken in der EU und den USA und Pharmapartnern», erklärt Yim, «mit den robusten Nachweisen zur Anwendbarkeit, die in der modernen Präzisionsmedizin erforderlich sind.»

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