Aktuelles
Dübendorf ZH/Brest/Nancy – Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) entwickeln gemeinsam mit den französischen Forschungsinstituten Institut de la Corrosion und LEMTA alternative Materialien für die Elektrolyse von Grünem Wasserstoff. Als günstige Alternativen sollen diese industriell skalierbar sein.
(CONNECT) Empa-Forschende aus dem Labor Materials for Energy Conversion entwickeln gemeinsam mit Partnern der französischen Forschungsinstitute Institut de la Corrosion in Brest und LEMTA in Nancy alternative Materialien für die Wasserelektrolyse.
Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein der Energiewende, da er fossile Brennstoffe ersetzen kann. Wird Wasser mithilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten, entsteht Grüner Wasserstoff. Bei seiner Nutzung reagiert er wieder mit Sauerstoff zu Wasser, ohne Treibhausgase freizusetzen. Die Herstellung von Grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse ist derzeit allerdings laut einer Mitteilung etwa doppelt so teuer wie die Gewinnung von Wasserstoff aus fossilen Materialien wie Erdgas und wenig verbreitet.
Kostentreiber der Elektrolyse sind dabei die Materialien, die bei der Herstellung der Elektrolyseure zum Einsatz kommen, heisst es weiter. An diesem Punkt setzen die Forschenden mit ihrer Technologie Polymer Electrolyte Membrane Water Electrolysis (PEMWE) an, die als effizient gilt und sich besonders für die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien eignet.
Aktuell werden Komponenten in PEMWE-Elektrolyseuren aus dem korrosionsbeständigen Titan gefertigt und später mit dem Edelmetall Platin beschichtet. Sowohl Titan als auch Platin sind teure und schwer zu verarbeitende Materialien. Die Forschenden setzen daher für ihre Elektrolyse-Komponenten auf eine besondere Form des Titanoxids, das sogenannte hochkristalline sauerstoffarme Rutil, um die Platinbeschichtung zu ersetzen. Als Trägermetall der PEMWE-Elektrolyse dient Stahl.
Erste Ergebnisse bestätigen die hohe Korrosionsbeständigkeit der alternativen Beschichtung. Den Forschenden gelang es bereits, die sogenannte bipolare Platte eines PEMWE-Elektrolyseurs erfolgreich mittels physikalischer Gasphasenabscheidung (PVD) mit Titanoxid zu beschichten. PVD ist in der Wasserstoffindustrie weit verbreitet. „Es ist uns wichtig, etwas zu entwickeln, was die Industrie tatsächlich gebrauchen kann", wird Empa-Materialwissenschaftler Konstantin Egorov zitiert.
Das Projekt läuft noch bis 2026. Nach Projektabschluss wollen die Forschenden Industriepartner an Bord holen, um ihre Elektrolyse-Technologie zu kommerzialisieren. ce/ja

Empa-Forscher Konstantin Egorov beschichtet Edelstahlkomponenten mit korrosionsbeständigem Titanoxid, um die Herstellung von Grünem Wasserstoff wirtschaftlicher zu machen. Bild: Empa
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Zürich – Sechs Start-ups sind Teil der 20. Kohorte des ESA BIC Switzerland, des von der ETH betriebenen lokalen Inkubators der Europäischen Weltraumorganisation. Die Jungunternehmen profitieren von bis zu 200’000 Euro Förderung massgeschneiderter Geschäftsunterstützung.
(CONNECT) Insgesamt sechs Start-ups nehmen an der 20. Ausgabe des ESA BIC Switzerland teil, geht aus einer Mitteilung hervor. Das Förderprogramm der Europäischen Weltraumorgamisation (ESA) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) unterstützt Start-ups, die Weltraumtechnologien für Anwendungen auf der Erde nutzen oder umgekehrt. Neben bis zu 200'000 Euro Förderung erhalten die Firmen während zwei Jahren Unterstützung durch Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie sowie Zugang zum internationalen Netzwerk des ESA BIC Switzerland, wie es auch in einem Artikel von startupticker heisst.
Tethys Robotics aus Zürich und Stellar Alpina aus Dübendorf ZH entwickeln Fahrzeuge mit Weltraumbezug. Tethys Robotics nutzt weltraumgestützte Navigation für Unterwasserdrohnen, die für Inspektionen, Kartierungen sowie Such- und Bergungsmissionen eingesetzt werden können. Stellar Alpina entwickelt Mond-Transportsysteme und kompakte Raketentriebwerke für den Einsatz im All.
Die Lepto GmbH aus Dübendorf und nordfen aus Zürich arbeiten mit satellitenbasierten Daten. Lepto, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), steuert mithilfe ultradünner optischer Terahertz-Bauteile elektromagnetische Signale. Diese Technologie soll Satellitenverbindungen und künftige 6G-Kommunikationssysteme verbessern. Nordfen nutzt Satellitenbilder und Geodaten, um mit durch Künstliche Intelligenz gestützte Szenariogenerierung 3D-Simulationsumgebungen zu erstellen.
Emissium aus Sitten analysiert mithilfe weltraumgestützter Daten die Stromemissionen von Unternehmen. Echtzeitdaten zum Energieverbrauch sollen helfen, Emissionen und Kosten zu senken. Minysa aus Neuenburg entwickelt weltraumtaugliche Leistungselektronik auf Galliumnitrid-Basis, darunter integrierte Schaltkreise und Leistungsmodule zur Verbesserung der Zuverlässigkeit elektronischer Systeme im All.
Interessierte Start-ups können sich noch bis zum 31. Oktober 2026 für die 21. Ausgabe des Accelerators bewerben. Teilnehmen können Schweizer Start-ups, die jünger als fünf Jahre sind und Technologien mit Weltraumbezug entwickeln. ce/ja

Tethys Robotics ist Teil der 20. Kohorte des ESA BIC Switzerland. Bild: zVg/Tethys Robotics AG
Aktuelles
Brugg-Windisch AG/Dielsdorf/Rafz ZH – Der ESA-Satellit Smile ist an Bord der Vega-C-Rakete am 19. Mai um 5.52 Uhr in die Erdumlaufbahn geschossen worden. Das Kühlsystem für das SXI-Röntgenteleskop, eines der vier wichtigsten SMILE-Systeme, hat die FHNW mit KOEGL Space und Space Acoustics entwickelt.
(CONNECT) Der Start des ESA-Satellits Smile (Solar Wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer) am frühen Morgen des 19. Mai ist auch an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit Spannung verfolgt worden: Unter Leitung der FHNW hat ein Schweizer Konsortium das Kühlsystem für die SXI-Röntgenkamera entwickelt. Zu dem Konsortium gehören KOEGL Space aus Dielsdorf und Space Acoustics aus Rafz.
Der Start, den die Europäischen Weltraumorganisation (ESA) live übertragen und kommentiert hat, erfolgte um 5.52 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf dem Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Um 6.49 entfalteten sich laut einer Mitteilung der ESA die Solarpaneele des Raumfahrzeugs, sodass Smile nun seine wissenschaftlichen Instrumente mit Strom versorgen kann. Mit dem Abschluss dieses Vorgangs gilt der Start als erfolgreich.
Smile ist ein Kooperationsprojekt der ESA und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Ziel der Mission ist es, das Weltraumwetter besser zu verstehen, um präzisere Vorhersagen machen zu können. Denn Sonnenwinde und -stürme können das Erdmagnetfeld, also die Schutzhülle der Erde, dynamisch verändern und auch GPS-Systeme beeinflussen, erklärt die FHNW in einem Beitrag.
„Wir stehen kurz davor, etwas noch nie Dagewesenes zu erleben – die unsichtbare Schutzhülle der Erde in Aktion“, wird ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher in der Mitteilung der ESA zitiert. „Mit Smile erweitern wir die Grenzen der Wissenschaft, um grosse Fragen zu beantworten, die seit unserer Entdeckung vor über siebzig Jahren, dass die Erde sicher in einer riesigen magnetischen Blase liegt, ein Rätsel geblieben sind.“
Dazu beitragen wird eines der vier wichtigsten Geräte an Bord von Smile, das SXI-Röntenteleskop. „Zu den besonderen technischen Herausforderungen bei diesem Instrument zählen die ausschliessliche Verwendung europäischer Bauteile für alle Systeme sowie das kryogene TCS (Thermal Control System)“, erklärt die Universität Leicester, die die Gesamtleitung des SXI-Projekts innehat, in ihrer Projektbeschreibung.
Für die zuverlässige Kühlung des Systems hat das Konsortium aus FHNW, KOEGL Space und Space Acoustics unter der Leitung von FHNW-Professor Hans-Peter Gröbelbauer einen Radiator entwickelt, der die beiden Detektoren der Kamera zuverlässig auf -110 Grad Celsius kühlt. Die Aufgabe von Astrophysiker Prof. Dr. Säm Krucker und seines FHNW-Teams bestand darin, die Qualität der Bilder zu optimieren.
Die Expertise der Beteiligten ist FHNW-Angaben zufolge auch in zwei der bedeutendsten ESA-Projekte der nahen Zukunft gefragt: Envision zur Exploration der Venus und ARRAKIHS, wo es um die Erforschung dunkler Materie sowie die Entstehung von Galaxien im kleinen Massstab geht. ce/mm

Der ESA-Satellit Smile wurde an Bord einer Vega-C-Rakete in die Erdumlaufbahn gebracht. Bild: ESA
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Madetswil ZH/Zürich – Die Chemiespezialistin LAEMMLE Chemicals AG aus Madetswil hat sich dem Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) angeschlossen. Mit dem Beitritt des Unternehmens erschliesst SPIN neben Wasserstoff, E-Treibstoffen und synthetischen Gasen nun auch das Feld der nachhaltigen Spezialchemie.
(CONNECT) Das Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) hat den Beitritt der LAEMMLE Chemicals AG bekanntgegeben. Die Chemiespezialistin aus Madetswil entwickelt, produziert und vertreibt Motorenöle, Hydrauliköle, Industrie- und Spezialschmierstoffe sowie Reinigungs- und weitere chemisch-technische Produkte.
Bei sämtlichen Produktionsschritten setzt LAEMMLE laut einer Mitteilung auf „Chemie mit Verantwortung”. Mit der Verwendung von nachhaltiger Erdwärme für Produktion und Versand, der Entwicklung von Produkten auf Basis von Kreislaufrohstoffen sowie der Wiederverwendung von Fässern reduziert die Chemiespezialistin ihre CO2-Emissionen. Alle Produkte werden in der Schweiz formuliert und hergestellt.
Mit dieser nachhaltigen Sichtweise teilt LAEMMLE die Vision von SPIN, das Akteure entlang der gesamten Power-to-X-Wertschöpfungskette vereint und zum Ziel hat, die Schweiz als Innovationsstandort für molekulare Energiespeicher zu stärken. Aktuell wird das Netzwerk von Akteuren aus Branchen wie Wasserstoff, E-Treibstoffen und synthetischen Gasen dominiert.
Durch den Beitritt von LAEMMLE erweitert SPIN seine Expertise um konkrete Erfahrung in der Schweizer Produktion chemisch-technischer Produkte sowie um den Umgang mit Kreislaufrohstoffen. LAEMMLE bietet ausserdem Zugang zu Mobilitäts- und Industriesegmenten, die für den Hochlauf synthetischer und biobasierter Rohstoffe relevant sein werden. ce/ja

LAEMMLE Chemicals AG hat sich dem Netzwerk SPIN angeschlossen; im Bild das Gebäude der LAEMMLE Chemicals AG. Bild: zVg/LAEMMLE Chemicals AG
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Schlieren ZH/Cincinnati – Proteomedix hat zwei Studien veröffentlicht, die den klinischen Nutzen seines Tests auf Prostatakrebs positiv bewerten. Demnach identifiziert Proclarix zuverlässig klinisch nicht-signifikante Formen des Tumors und den richtigen Zeitpunkt für den Übergang von Überwachung zu aktiver Therapie.
(CONNECT) Proteomedix hat mit seiner nordamerikanischen Muttergesellschaft Onconetix die Veröffentlichung zweier von Fachleuten begutachteten Studien für seinen blutbasierten Prostatakrebstest Proclarix bekanntgegeben. Die erste Publikation trägt den Titel Proclarix-Leistung beim Ausschluss von Patienten mit keinem oder indolentem Prostatakrebs: Evaluation in einer dänischen Population. 373 schon vorhandene Serumproben von Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs wurden mit Proclarix erneut untersucht. Dabei sank der prozentuale Anteil jener Männer, die einen klinisch signifikanten Prostatakrebs aufwiesen, von 27 auf 5 Prozent, bei einer Sensitivität von 97 Prozent.
In einer erweiterten Population von 656 Männern wurde mit Proclarix dann die PSA-Dichte, also das Verhältnis des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Serum zum Prostatavolumen, analysiert. Dabei zeigte die Proclarix-Dichte ebenfalls eine signifikant höhere Spezifizität als die PSA-Dichte bei gleicher Sensitivität. Laut der Mitteilung kam die Studie für beide untersuchten Populationen zu dem Schluss, dass Proclarix die Anzahl der Prostatabiopsien und die Entdeckung klinisch unbedeutender Prostatakarzinome reduziert, während gleichzeitig das Risiko, klinisch signifikante Erkrankungen zu übersehen, gering bleibt.
Die zweite Publikation mit dem Titel Der prognostische Wert von Proclarix bei Prostatakrebs-Patienten unter aktiver Überwachung: Vorhersage des Übergangs zur aktiven Therapie und des Krankheitsverlaufs in einer dänischen Kohorte untersuchte den prognostischen Wert des Proclarix-Risiko-Scores bei Männern, die sich einer aktiven Überwachung aufgrund eines Prostatakrebses mit niedrigem bis mittlerem Risiko unterzogen hatten. Die Studie wertete retrospektiv bei 132 Männern entnommene Serumproben aus der dänischen PerPros-Prostatabiobank aus.
Die Autorinnen und Autoren schlussfolgerten, dass der Proclarix-Risiko-Score die klinische Entscheidungsfindung im Rahmen der aktiven Überwachung unterstützen kann, indem er Patienten mit einem höheren Progressionsrisiko identifiziert und die Intensität der Nachsorge beeinflusst. „Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Proclarix für eine personalisierte Prostatakrebsbehandlung“, folgert Studienleiter Dr. AH Zedan.
Für Proteomedix-CEO Dr. Beat Rheiner liefern diese beiden Publikationen „wichtige zusätzliche Belege für den breiten klinischen Nutzen von Proclarix zur Identifizierung fälschlicherweise als positiv eingestufter gesunder Männer und zur Früherkennung klinisch signifikanter Prostatakarzinome.“ Der Proclarix-Risiko-Score habe bereits zuvor eine Korrelation mit der Aggressivität des Tumors gezeigt. Nun habe er sich als „vielversprechendes Instrument zur Unterstützung klinischer Entscheidungen und personalisierter Überwachungsstrategien für Patienten nach der Diagnose“ erwiesen.
Proteomedix wurde 2010 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründet und ist im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässig. ce/mm

Proteomedix hat mit seiner nordamerikanischen Muttergesellschaft Onconetix zwei Studien veröffentlicht. Symbolbild: AhmadArdity/Pixabay
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Schlieren ZH/Rockville – Das Diagnostikunternehmen TrilliumBiO führt Oncular in den Markt der USA ein. Mit dem Schritt wird die Lösung zur Überwachung von Aderhautmelanomen des Schlieremer Unternehmens Oncobit Ärzten in den gesamten USA zugänglich und ermöglicht personalisiertes Krebsmonitoring.
(CONNECT) Die Schlieremer Oncobit AG hat dem in Rockville im US-Bundesstaat Maryland ansässigen Diagnostikunternehmen TrilliumBiO den Vertrieb von Oncular, einer Lösung zur Überwachung von Aderhautmelanomen, auf dem Markt in den USA übertragen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll Ärzten in den gesamten USA mit dem neuen Vertriebskanal ein personalisiertes Krebsmonitoring zugänglich gemacht werden.
Oncular ermöglicht eine quantitative Echtzeitanalyse zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) anhand einer einfachen Blutprobe. Das Aderhautmelanom ist ein seltener bösartiger Augentumor, der am häufigsten bei Erwachsenen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren auftritt. Die von Oncobit, einer Ausgliederung der Universität Zürich (UZH), entwickelte Prüflösung ermöglicht eine frühzeitige Diagnostik und nachfolgend rechtzeitige Therapie.
„Die Einführung von Oncular in den USA spiegelt unser Engagement wider, innovative wissenschaftliche Erkenntnisse in hochwertige Diagnoselösungen für Patienten mit seltenen Krankheiten umzusetzen“, wird Laura Vivian, CEO von TrilliumBiO, in der Mitteilung zitiert. „Indem wir diesen Test über unser Labor zur Verfügung stellen, helfen wir Ärzten, zuverlässige Erkenntnisse zu gewinnen, um das Krankheitsverhalten besser zu verstehen und die Patientenversorgung zu unterstützen.“ ce/ww

Das Oncobit-Team bringt seine Krebsdiagnostik Oncular mit TrilliumBiO auf den USA-Markt. Bild: zVg/Venturelab
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Zürich/Missiauga – Die Swiss Learning Hub AG ist von der kanadischen Volaris Group übernommen worden. Die Anbieterin für digitale Lernlösungen wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Gruppe weitergeführt. Die Geschäftsführung übernimmt neu Attila Varga.
(CONNECT) Die Zürcher Swiss Learning Hub AG wurde von der Volaris Group mit Sitz in Missiauga in der kanadischen Provinz Ontario übernommen. Swiss Learning Hub wird weiterhin als eigenständiges Unternehmen geführt und im Tagesgeschäft unverändert bleiben. Das Unternehmen plant laut Mitteilung im Rahmen der Übernahme, seine Plattformen und Lernangebote weiter auszubauen. Die Geschäftsführung übernimmt nun Attila Varga.
Volaris vereint als Teil der Constellation Software Inc. rund 1500 Softwareunternehmen. Als neue Eigentümerin von Swiss Learning Hub wird Volaris bewusst im Hintergrund agieren, die Weiterführung des Unternehmens unterstützen und gleichzeitig Zugang zu ihrem internationalen Netzwerk bieten.
„Mit Volaris Group gewinnen wir eine Eigentümerin mit ausgewiesener Kompetenz in Informationstechnologie und künstlicher Intelligenz sowie umfassender Erfahrung in der Weiterentwicklung von Softwareunternehmen“, erklärt Attila Varga, CEO der Swiss Learning Hub AG, in der Mitteilung. „Das verschafft uns Stabilität und zugleich den unternehmerischen Freiraum, unsere Lösungen gezielt auszubauen und unseren Kundinnen und Kunden langfristig Mehrwert zu bieten.“
Attila Varga bringt als erfahrener und intern verankerter Manager „tiefes Geschäftsverständnis, strategische Kontinuität und die nötige Führungskompetenz mit“, um das Unternehmen nun in der nächsten Phase seiner Entwicklung zu führen, heisst es in der Mitteilung. Er stellt die Nachfolge für Hanspeter Thür dar, der die Übergabe bis zu seinem Austritt im Sommer 2026 begleiten wird. ce/nta

Die Swiss Learning Hub AG wurde von der Volaris Group übernommen. Bild: Swiss Learning Hub AG
Aktuelles
Schlieren ZH/San Diego – Die Schlieremer InSphero AG hat die kalifornische PhenoVista Biosciences übernommen. Mit der Akquisition des Anbieters für medizinische Dienstleistungen für Analyse und Forschung will InSphero sein internationales Wachstum vorantreiben.
(CONNECT) InSphero hat die PhenoVista Biosciences Inc. mit Sitz in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, will das Schlieremer Unternehmen mit der Akquisition des Anbieters für medizinische Analyse- und Forschungsdienstleistungen sein weltweites Wachstum und die Expansion in den USA vorantreiben.
PhenoVista Biosciences ist ein Auftragsforschungsinstitut (Contract Research Organization/CRO) für die Pharmabranche und Anbieter bildgebender Analyseverfahren von Zellkulturen. Mit einer Kombination aus Zellmodellierung und einer High-Content-Imaging-Technologie bietet das Unternehmen den Forschenden qualifizierte Datenauswertung in allen Phasen einer Stoffentwicklung an. Speziell richten sich die Untersuchungen auf primäre Zellen, von Stammzellen abgeleitete Neuronen und Gliazellen sowie kundenspezifischen Zelllinien in verschiedenen Formaten. Mit der Übernahme der wissenschaftlichen Kompetenzen von PhenoVista Biosciences will InSphero seine Präsenz in der USA zu einem Zeitpunkt stärken, da sich die Vereinigten Staaten zu einem stark wachsenden Markt für prädiktive Biologie, innovative Methoden und mikrophysiologische Systeme entwickeln, so die Mitteilung.
„In den vergangenen 17 Jahren hat sich InSphero einen hervorragenden Ruf für wissenschaftliche Exzellenz, operative Zuverlässigkeit und Innovation in der prädiktiven In-vitro-Biologie erworben“, wird Jan Lichtenberg, CEO und Mitbegründer von InSphero, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Anschluss von PhenoVista gewinnen wir hochkomplementäre Expertise, ein aussergewöhnliches Team und eine stärkere operative Präsenz auf dem US-Markt hinzu. Vor allem aber ermöglicht uns diese Akquisition, unsere Kunden noch besser zu bedienen, indem wir modernste Biologie mit fortschrittlicher Bildgebung und phänotypischer Analyse zunehmend integriert und mit kurzen Bearbeitungszeiten kombinieren.“
Bei InSphero handelt es sich um eine Ausgliederung der Universität Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. InSphero entwickelt 3D-Mikrogewebe, die in der Medikamentenentwicklung eingesetzt werden, um den Einfluss von Wirkstoffen auf den menschlichen Körper zu untersuchen. ce/ww

InSphero übernimmt PhenoVista Biosciences; im Bild (v.l.n.r) Dr. Jan Lichtenberg (CEO und Co-Founder), Dr. Wolfgang Moritz (Head of External Collaborations, Co-Founder) und Dr. Frauke Greve (Senior Product Manager). Bild: zVg/InSphero AG
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Schlieren ZH – Der Schlierermer Start-up-Förderer Venturelab organisiert seit 20 Jahren Auslandsaufenthalte für Schweizer Start-ups. Alumni des Venture Leaders-Programm haben seitdem über 20’000 Arbeitsplätze geschaffen. Im Juni wird das Jubiläum gefeiert.
(CONNECT) Venturelab feiert am 24. Juni im Schlieremer startup space das 20-Jahr-Jubiläum seines Venture Leaders-Programms. In diesem Rahmen organisiert Venturelab Auslandsaufenthalte für Start-ups, die als Schweizer Startup Nationalmannschaft ihre Geschäftsideen präsentieren und Kontakte zu potentiellen Investoren oder Partnern knüpfen. Dabei umfassen die einzelnen Delegationen jeweils eine eigene Branche wie Biotech, Cleantech oder auch Fintech, die sich an Orten wie Boston, München oder London präsentieren.
Absolvierende des Programms haben laut einer Mitteilung bereits 20'550 Arbeitsplätze geschaffen und 9,5 Milliarden Franken Wachstumskapital eingesammelt. Die sogenannte Überlebensrate der Venture Leaders-Alumni beträgt 78 Prozent, während 82 Exits und fünf Börsengänge von ihnen realisiert wurden, die zu drei sogenannten Einhörnern führten.
„Schweizer Startups müssen frühzeitig global denken. Nicht in der Theorie, sondern durch direkten Zugang zu den Märkten. Nicht als Besucher, sondern als aktive Teilnehmer. Globales Business lernt man nicht aus Büchern, man erlebt es“, wird Beat Schillig zitiert, Gründer und Präsident von Venturelab.
Zu der Jubiläumsfeier werden „Alumni, Investorinnen und Investoren, Corporate Partner sowie zentrale Akteurinnen und Akteure des Schweizer Startup-Ökosystems“ erwartet. Dabei soll sich der Blick auch in die Zukunft richten, auf „die nächste Generation international wachsender Schweizer Startups“. ce/jh

Venturelab feiert das 20-Jahr-Jubiläum seines Venture Leaders-Programms. Bild: zVg/Venturelab
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Zürich/Singapur – Die Digital-Asset-Banking-Gruppe Sygnum hat als erste Schweizer Bank Künstliche Intelligenz (KI)-Agenten für Live-On-Chain-Transaktionen getestet. Dem Pilot liegt ein Prinzip zugrunde, bei dem KI menschliche Entscheidungsfindungen ergänzt, aber nicht ersetzt. Kunden behalten so durchgehend die Kontrolle.
(CONNECT) Sygnum, eine global agierende Digital-Asset-Banking-Gruppe mit Sitzen in Zürich und Singapur, hat als erste in der Schweiz regulierte Bank einen KI-Agenten für Live-On-Chain-Transaktionen getestet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Agent nutzt von Kunden verfasste Texte ohne Formatierungscodes (Plain-Text-Anweisungen), um mehrstufige Live-Transaktionen auf einem Blockchain-Mainnet auszuführen. Dafür plant die KI Schritte eigenständig vor, überprüft relevante Smart Contracts und markiert potenzielle Transaktionsrisiken. Nach fertiger Planung wird jede Transaktion dem Kunden zur Genehmigung präsentiert.
Dem System liegt das sogenannte Human-in-the-Loop-Design zugrunde, was ein Kernprinzip des Entwicklerteams AI@Sygnum ist. Die KI-unterstützten Transaktionen werden daher nur über die selbstverwahrte digitale Geldbörse des Kunden auf seinem eigenem Gerät signiert. Private Schlüssel verbleiben so jederzeit auf dessen eigenem Gerät und unter Kontrolle des Kunden.
„Die zentrale Herausforderung besteht darin, bankübliche Zustimmung, Verwahrung und Vertrauen zu erhalten – und sogar zu verbessern", wird Thomas Frei zitiert, Leiter für AI, Datenanalyse und AI@Sygnum. „Genau das wollen wir lösen, und dieser Pilot zeigt: Eine regulierte Schweizer Bank kann ihren Kunden die Geschwindigkeit, Bequemlichkeit und Zugänglichkeit einer agentengesteuerten Ausführung bieten, ohne dass sie jemals die Kontrolle über ihre Vermögenswerte aufgeben."
Der Pilot wurde mit dem offenen Standard Model Context Protocol (MCP)-Server entwickelt und nutzt Anthropics Claude als zugrundeliegendes KI-Modell. Der KI-Agent ist derzeit noch nicht für Kunden verfügbar, da dessen Einsatz noch vollständigen regulatorischen, Compliance- und Sicherheitsprüfungen sowie entsprechenden Genehmigungen unterliegt. ce/ja

Sygnum hat als erste in der Schweiz regulierte Bank einen KI-Agenten für Live-On-Chain-Transaktionen getestet. Symbolbild: Tech Daily/Unsplash
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Schlieren ZH – CUTISS stärkt sein Portfolio des geistigen Eigentums durch ein weiteres Patent der USA. Es schützt die Methoden und Systeme des im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässigen Biotech-Unternehmens zur Herstellung von Hauttransplantaten und zur Isolierung wichtiger Zelltypen aus einer Hautbiopsie.
(CONNECT) CUTISS wurde ein neues US-Patent erteilt. Es umfasst laut seinem Titel automatisierte „Methoden und Systeme zur Herstellung von Hauttransplantaten“, einschliesslich der Trennung von Hautschichten und der Isolierung wichtiger Zelltypen aus einer Hautbiopsie.
Wie die 2017 gegründete und im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässige Ausgliederung der Universität Zürich weiter mitteilt, bezieht sich dieses Patent auf einen automatisierten Arbeitsablauf, bei dem eine Hautbiopsie in Dermis und Epidermis getrennt, Fibroblasten und Keratinozyten isoliert und erweitert werden und ein Hauttransplantat ebenfalls automatisiert gebildet werden kann. Laut Patent soll dieser Ansatz einen kontrollierteren und effizienteren Herstellungsprozess unterstützen.
„Dieses neue Patent stärkt unser Portfolio des geistigen Eigentums weiter“, so CUTISS in der Mitteilung. „Es unterstützt unsere umfassendere Strategie zur Förderung standardisierter und skalierbarer Herstellung personalisierter Hautgewebetherapie.“
Erst Anfang März 2026 hatte das Biotech-Unternehmen mit drei Frauen im Führungsteam ein US-Patent für ein Einwegsystem und ein Verfahren zur Herstellung von komprimierten Hydrogelen für Anwendungen bei der Züchtung von Hautgewebe erhalten. Die patentierte Erfindung betrifft einen Kernbereich des Prozesses zur Züchtung von Gewebe, indem sie die Herstellung von komprimierten Hydrogelen in einem vollständigen Einwegformat ermöglicht. Gemäss dem Patent ist dieser Ansatz darauf ausgelegt, das Kontaminationsrisiko zu verringern, den Arbeitsablauf zu vereinfachen, die Produktionskomplexität zu senken und eine verbesserte Qualität sowie Skalierbarkeit bei der Herstellung von Transplantaten zu ermöglichen. ce/mm

CUTISS-CEO Dr. Daniela Marino stärkt mit ihrem Team das Portfolio an geistigem Eigentum durch ein weiteres Patent der USA. Bild: zVg/Peter Sturn/CUTISS AG
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Kloten/Adliswil ZH – Die Swiss International Airlines spannt mit Metafuels aus Adliswil zusammen, einem Hersteller von nachhaltigen Flugzeugtreibstoffen. Mit der Kooperation will sich Swiss den Zugang zu synthetischen Treibstoffen sichern und die emissionsärmere Luftfahrt stärken.
(CONNECT) Die Swiss International Airlines (Swiss) mit Sitz in Kloten hat einen Partnerschaftsvertrag mit Metafuels aus Adliswil geschlossen. Laut einer Mitteilung will sich die Luftfahrtgesellschaft mit der Kooperation den Zugang zu nachhaltigen synthetischen Treibstoffen sichern. Zugleich will Swiss die emissionsärmere Luftfahrt und gezielt den Innovationsort Schweiz stärken.
Metafuels hat ein Verfahren entwickelt, das grünes Methanol effizient in nachhaltigen Flugtreibstoff (SAF, Sustainable Aviation Fuels) umwandelt. Die Kraftstoffe von Metafuels sind vollständig kompatibel mit bestehenden Flugzeugen, Triebwerken und der Flughafeninfrastruktur. Neben einer Demonstrationsanlage beim Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen AG treibt das Unternehmen den Bau einer kommerziellen Produktionsanlage im niederländischen Rotterdam voran.
Mit der Zusammenarbeit mit Metafuels will Swiss in Übereinstimmung mit der Lufthansa Group die Entwicklung und Markteinführung nachhaltiger Flugtreibstoffe aktiv unterstützen. Dies gehört zu den umfassenden Massnahmen des Unternehmens, die Kohlendioxidemissionen im Flugbetrieb zu reduzieren. Swiss setzt sich nach Unternehmensangaben für die Entwicklung und Skalierung von nachhaltigen Treibstoffen ein. Dies geschieht unter anderem durch Forschungspartnerschaften, Pilotprojekte, Branchenallianzen und kundenorientierte SAF-Angebote. ce/ww

Jens Fehlinger, CEO SWISS (links) und Saurabh Kapoor, CEO Metafuels (rechts) arbeiten zusammen. Bild: zVg/Swiss International Air Lines Ltd.
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