Aktuelles
Zürich – CLIMADA und Resilens haben die erste Klimarisikoanalyse für das Spitalnetzwerk des Kantons Zürich vorgelegt. Die beiden auf Klimarisiken und Klimaanpassung fokussierten Firmen zeigen, warum Hitze für Spitäler zunehmend zum Systemrisiko wird und wie dem wirtschaftlich vernünftig beizukommen ist.
(CONNECT) CLIMADA Technologies und Resilens haben in der Studie mit dem Titel Spitäler im Hitzestress 39 Standorte mit rund 43'100 Beschäftigten und 13'300 Patientinnen und Patienten analysiert. Das Ziel dieser ersten umfassenden Risikoanalyse ist eine evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage für Investitionen in den Hitzeschutz. „Die eigentliche Herausforderung ist nicht nur die Hitze selbst, sondern die Dynamik dahinter: ein sich verschiebendes Klimasystem, das Belastungen vervielfacht und bestehende Strukturen an ihre Grenzen bringt“, wird Sebastian Glink, Co-CEO und Mitgründer des im Technopark Zürich ansässigen Unternehmens CLIMADA, zitiert. „Unsere Analysen machen diese Entwicklung sichtbar, quantifizieren sie standortspezifisch und zeigen klar, wie sich die Auswirkungen durch gezielte Anpassung begrenzen lassen.”
Die vergleichende Risikoanalyse basiert auf einem Multifaktormodell aus klimatischer Gefährdung, Exposition und struktureller Vulnerabilität. Sie zeigt, dass nicht die heissesten Standorte automatisch diejenigen mit dem dringendsten Handlungsbedarf sind. So weist etwa das Kinderspital Zürich trotz hoher Gefährdung ein vergleichsweise moderates Gesamtrisiko auf, weil der 2025 fertiggestellte Neubau der Analyse zufolge optimale thermische Gebäudeeigenschaften aufweist.
Zu den Standorten mit besonders hohem prioritären Anpassungsbedarf zählt die Studie grosse Akutspitäler wie das Universitätsspital Zürich, das Kantonsspital Winterthur und das Stadtspital Zürich Triemli. Die Analyse vergleicht sieben Anpassungsmassnahmen anhand ihres Fünfjahres-Nutzen-Kosten-Verhältnisses, des erforderlichen Investitionsvolumens, der erwarteten Lebensdauer und des Fehlanpassungsrisikos. Besonders wirtschaftlich schneiden Stadtbäume, Klimaanlagen und Dachbegrünung ab.
„Unsere Studie zeigt standortgenau, wo der Handlungsbedarf am grössten ist und welche Massnahmen pro investiertem Franken am meisten bewirken“, wird Resilens-CEO und -Mitgründer Dr. Oliver Marchand zitiert. „Damit schaffen wir eine belastbare Grundlage für Verantwortliche in Politik, Verwaltung und Spitälern, um Investitionsentscheidungen zu begründen, Fördermittel zu erschliessen und konkrete Anpassungsmassnahmen zu priorisieren.“ ce/mm

CLIMADA Technologies und Resilens haben in der Studie mit dem Titel Spitäler im Hitzestress 39 Standorte mit rund 43'100 Beschäftigten und 13'300 Patientinnen und Patienten analysiert; im Bild Resilens-CEO und -Mitgründer Dr. Oliver Marchand. Bild: zVg/Resilens AG
Aktuelles
Dübendorf ZH – Die Lepto-GmbH will mit ihrem Terahertz-Filter dazu beitragen, dass Satelliten besser miteinander und mit der Erde kommunizieren. Diesem sollen nun weitere Komponenten für Terahertz-Strahlung folgen, etwa Polarisatoren. Anwendungsbereiche sind auch Medizin, Mobilfunk und Sicherheit.
(CONNECT) Die Lepto GmbH aus Dübendorf, eine 2025 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), will ihre Erfindung mithilfe von Investoren auf den Markt bringen. Die beiden Gründer, CEO Elena Mavrona und CTO Erwin Hack, haben laut einem Bericht der Empa in sechsjähriger Forschungsarbeit am Empa-Labor Transport at Nanoscale Interfaces hochwirksame Terahertz-Filter entwickelt und zum Patent angemeldet. Wie die beiden Forschenden auch in einem Video der Empa zeigen, bestehen ihre Terahertz-Filter aus einer dünnen Polymerfolie mit einer mikrostrukturierten Oberfläche aus reinem Gold, die auf einem 3D-gedruckten Rahmen befestigt ist. Dadurch sind sie besonders leicht und individuell anpassbar.
Diese Filter und weitere Komponenten, die das Start-up nun entwickelt wie etwa Polarisatoren, sollen dazu beitragen, die Terahertz-Lücke zu schliessen. Der Terahertz-Bereich war lang kaum erforscht, entsprechend dünn gesät waren Technologien, um Strahlung in diesem elektromagnetischen Spektrum zu erzeugen und zu messen. Sie liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen den kurzwelligen Licht- und Infrarotwellen und den längeren Mikro- oder Gigahertz-Wellen, die für den Grossteil der drahtlosen Kommunikationstechnologien verwendet werden, von Bluetooth bis WLAN.
„Einerseits ist Terahertz-Spektroskopie eine ausgezeichnete Methode, um viele Phänomene in der Astro- und Geophysik zu erforschen“, wird Mavrona zitiert. „Andererseits eignet sich Terahertz aber auch hervorragend für die Kommunikation zwischen Satelliten sowie zwischen einem Satelliten und der Erde.“ Zudem gilt Terahertz als Schlüsseltechnologie für den nächsten Mobilfunk-Standard 6G. Darüber hinaus kann sie oberflächliche Gewebeschichten durchdringen und ist weniger schädlich als Röntgenstrahlung. Daher sind Anwendungen auf der Haut möglich, etwa zur Krebsdiagnose oder zur Untersuchung oberflächlicher Blutgefässe. Weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt es in der Sicherheit, etwa bei den Bodyscans am Flughafen.
Lepto wird von glatec, dem Business-Inkubator der Empa, und durch Coaching der Schweizerischen Innovationsagentur Innosuisse unterstützt. Elena Mavrona ist eine von drei Empa-Forschenden, die das einjährige Förderstipendium Empa Entrepreneur Fellowship 2025 erhalten haben. Lepto ist derzeit auf der Suche nach Pre-Seed-Finanzierung. ce/mm

Lepto-CEO Elena Mavrona hält einen Terahertz-Filter hoch. Bild: Empa
Aktuelles
Zürich – Mosaic SoC hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 3,8 Millionen Dollar eingenommen. Zwei Schweizer Risikokapitalgeber investierten in die Wahrnehmungschips des Start-ups, die für räumliche Echtzeit-Intelligenz in energieeffizienten tragbaren Geräten konzipiert sind, etwa in schlanken AR-Brillen.
(CONNECT) Das Zürcher Halbleiter-Start-up Mosaic SoC hat laut seiner Mitteilung in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 3,8 Millionen Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von der Zürcher Risikokapitalfirma Founderful, die auf Schweizer Technologie-Start-ups in der Frühphase spezialisiert ist. Beteiligt hat sich auch die Basler Kick Foundation. Sie will die Schweiz als Business- und Innovationsstandort durch ihre Fördertätigkeit stärken.
Das frische Kapital fliesst in die Chips von Mosaic SoC. Diese Chips sollen nicht weniger als den Durchbruch von Datenbrillen erreichen. Als erste überhaupt sollen diese Chips so leicht, energieeffizient und leistungsstark sein, dass sie in intelligente Brillen mit Erweiterter Realität (Augmented Reality, AR) integriert werden können, die von einer herkömmlichen Brille nicht zu unterscheiden sind. „Das könnte den Markt für Datenbrillen grundlegend verändern“, prognostiziert das nordamerikanische Wirtschaftsmagazin „Forbes“ am 30. April 2026 in einem Artikel über Mosaic SoC.
„Die nächsten Milliarden intelligenter Geräte werden ihre Umwelt wahrnehmen und verstehen, und der Chip von Mosaic SoC macht dies in grossem Umfang möglich“, davon ist auch Founderful-Investorin Antonia Albert überzeugt. Denn die beiden Gründer der Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich mit Sitz im Technopark Zürich, die beiden Elektroingenieure Alfio Di Mauro und Moritz Scherer, „verfügen über die Architektur, die Plattformvision und das Team, um dies zu realisieren“.
Laut dem Artikel, auf den Mosaic SoC in seiner Mitteilung verweist, hat das Zürcher Start-up mit einem grossen Hersteller intelligenter Brillen bereits einen Vertrag im Wert von 1,5 Millionen Dollar geschlossen. Er sieht die Entwicklung eines Chips speziell für dessen Brillen vor. Den Angaben zufolge konzentriert sich das Zürcher Unternehmen nun auf die Entwicklung eines generischen Produkts, das an mehrere Hersteller verkauft werden kann. Es soll bis Ende des Jahres auf den Markt kommen. ce/mm

Mosaic SoC hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 3,8 Millionen Dollar eingesammelt. Symbolbild: Sebastian Herrmann/Unsplash
Aktuelles
Basserdorf ZH/Wattwil SG – Solabs Nanotechnology und React haben gemeinsam die Sportbrille Optray Sky SDT lanciert. Die Solar Defog Technology von Solabs absorbiert Infrarotlicht aus der Sonneneinstrahlung und wandelt dieses in Wärme um. Dadurch verschwindet Beschlag zehnmal schneller als bei herkömmlichen Brillen.
(CONNECT) Die Solabs Nanotechnology GmbH aus Basserdorf, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), bietet in einer Kooperation mit dem Schweizer Sonnenbrillenhersteller optrel sports ag aus Wattwil und ihrer Marke React ihre Solar Defog Technology (SDT) erstmals kommerziell an. Die Sportbrille Optray Sky SDT nutzt laut einer Mitteilung integrierte Nanotechnologie und ermöglicht nahezu beschlagfreie Brillengläser im Sport- und Outdoorbereich.
Die von Solabs entwickelte Solar Defog Technology basiert auf einer infrarotabsorbierenden Nanobeschichtung. Diese absorbiert bis zu 70 Prozent des Infrarotlichts der Sonne und wandelt es in Wärme um. Dadurch verschwindet bestehender Beschlag bei Sonneneinstrahlung bis zu zehnmal schneller als bei unbeschichteten Gläsern. Dank der ShadeTronic-Technologie von React passt sich die Brille in nur Sekunden automatisch an wechselnde Lichtverhältnisse an.
Die Brille richtet sich an sport- und performanceorientierte Sonnenbrillenträger. Mountainbike-Profi Lars Forster ist von der Antibeschlagtechnologie laut der Mitteilung überzeugt: „Selbst bei intensiven Anstiegen und schnellen Temperaturwechseln bleibt meine Sicht klar – das macht im Wettkampf den Unterschied.“
Die Optray Sky SDT ist seit dem 30. April 2026 im Sport- und Brillenfachhandel sowie online bei React und ausgewählten Online-Partnern erhältlich. ce/ja

Solabs Nanotechnology und React bringen gemeinsam die Sportbrille Optray Sky SDT auf den Markt. Bild: zVg/Solabs Nanotechnology GmbH
Aktuelles
Zürich/Dübendorf ZH – Die ph. AG hat für ihr Nahrungsergänzungsmittel KA-EX den Creatine EAA+ Booster vorgestellt. Als funktionelles Energiegetränk soll es bei Sportlerinnen und Sportlern Ausdauer, Leistung und Konzentration fördern. Eine spezielle Technologie gewährleistet, dass sich das gelöste Kreatin nicht binnen Kurzem zersetzt und wirkungslos wird.
(CONNECT) Die ph. AG hat für ihr Nahrungsergänzungsmittel KA-EX das erste trinkfertige Kreatinprodukt auf dem Markt vorgestellt. Sein Creatine EAA+ Booster ist laut einer Mitteilung des Zürcher Unternehmens ein funktionelles Energiegetränk der nächsten Generation für Sportlerinnen und Sportler zur Unterstützung von Ausdauer, Leistung und Konzentration. Als erstes trinkfertiges Kreatinprodukt löse es „ein langjähriges Problem der Branche“, so der Hersteller: In Wasser gelöstes Kreatin wird innerhalb weniger Tage wirkungs- und nutzlos, weil es sich in gelöster Form zersetzt.
Abhilfe schafft hier die patentierte ViCAP-Push-Cap-Technologie von KA-EX: Eine vollständige klinische Dosis Creapure-Kreatin wird separat im Deckel aufbewahrt und erst kurz vor dem Verzehr in die Flüssigkeit darunter abgegeben.
„Kreatin erlebt gerade seinen Durchbruch im Mainstream“, wird Pedro Schmid zitiert. Der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ausgebildete Pharmazeut ist sowohl Gründer und CEO von KA-EX als auch der in Dübendorf ansässigen ViCAP Global AG. „Das Bewusstsein dafür hat sich weit über das Fitnessstudio hinaus verbreitet, angetrieben durch immer mehr Forschungsergebnisse zu kognitiver Leistungsfähigkeit, gesundem Altern und mehr Energie im Alltag und verstärkt durch die Aufklärung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Kreatin ist kein Nischenprodukt mehr.“
Das Flaggschiffgetränk der Marke KA-EX ist sein Cortisol Stress Reducer für die Zeit nach dem Training. Dieser trägt Herstellerangaben zufolge dazu bei, den Cortisolspiegel innerhalb von 48 Stunden zu senken und so einen verbesserten REM-Schlaf, mehr Energie und Konzentrationsfähigkeit im Alltag sowie eine schnellere Regeneration zwischen den Trainingseinheiten zu fördern.
Das Produkt ist seit Sommer 2025 auch in den USA erhältlich und hat sich dort zu einem der meistverkauften Produkte bei Earthbar in den Equinox-Fitnessstudios sowie bei The Feed und Amazon entwickelt. Es wurde kürzlich mit dem FoodBev World Food Innovation Award 2026 ausgezeichnet. ce/mm

Aktuelles
Schlieren ZH – Mabylon hat aus dem Eurostar-Förderprogramm für innovative KMU 1,46 Millionen erhalten. Die Finanzierung fliesst in das internationale ASCEND-Projekt, mit dem Mabylon seine Antikörpertherapie gegen chronische Darmkrankheiten in die klinische Entwicklung bringen will.
(CONNECT) Mabylon hat den Erhalt einer Fördersumme von 1,46 Millionen Euro bekanntgegeben. Die Finanzierung stammt aus dem Eurostar-Programm des internationalen Innovationsnetzwerks EUREKA, an dem auch die Schweiz und die Europäische Union beteiligt sind. EUREKA ist das weltweit grösste öffentliche Netzwerk für internationale Kooperationen in Forschung, Entwicklung und Innovation. Es vernetzt Akteure aus Industrie und Forschung, um grenzüberschreitende Projekte zu fördern.
Die Fördersumme kommt dem von Mabylon geführten Projekt ASCEND zugute. Das Projekt-Konsortium mit dem schwedischen Karolinska Institut und dem französischen Biotech-Unternehmen Ambiotis hat zum Ziel, die Antikörpertherapie mit dem Studiennamen MY012 gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Inflammatory Bowel Disease, IBD) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in die klinische Entwicklung zu bringen.
MY012 ist ein monoklonaler Antikörper, der auf einem genetisch validierten Weg das Inflammasom, einen Haupttreiber von chronischen Entzündungen, anspricht, indem er freigesetztes, extrazelluläres ASC-Protein blockiert. Um MY012 für die klinische Entwicklung als hochdifferenzierte Therapie zu positionieren, kombiniert das Konsortium laut der Mitteilung menschliche und tierische Krankheitsmodelle mit der Entwicklung von Biomarkern.
Das Biotech-Unternehmen Mabylon hat sich auf die Entwicklung von humanen Antikörpertherapien für Allergien sowie neurologische und entzündliche Erkrankungen spezialisiert. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der Modulation von Inflammosomen, also von Proteinkomplexen des angeborenen Immunsystems, die für die Aktivierung von Entzündungsreaktionen verantwortlich sind. Mabylon wurde 2011 als Ausgliederung der Universität Zürich gegründet und hat seinen Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/mm

Mabylon-CEO Dr. Alcide Barberis. Bild: zVg/Mabylon AG
Aktuelles
Dübendorf ZH/Hannover – Die BTRY AG ist an der Hannover Messe mit dem Hermes Startup Award 2026 ausgezeichnet worden. Das Unternehmen überzeugte die Jury mit ultradünnen Feststoffbatterien, die schneller laden und höhere Sicherheitsstandards bieten als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen.
(CONNECT) Die BTRY AG aus Dübendorf erhielt für ihre ultradünnen Festkörperbatterien, die schnelles Laden, Hitzebeständigkeit bis 150 Grad Celsius und Sicherheit vereinen, den Hermes Startup Award 2026. Die Verleihung fand im Rahmen der Hannover Messe statt.
Die Batterien können gemäss einer Mitteilung bereits ab einer Dicke von 0,1 Millimetern innerhalb von rund einer Minute vollständig geladen und entladen werden. Die Technologie basiert auf der Übertragung von Produktionsverfahren aus der Halbleiterindustrie auf die Batterieherstellung, und für den Produktionsprozess werden keine toxischen Lösungsmittel eingesetzt. Die Batterien sind für kleine, vernetzte Geräte wie Internet der Dinge-Sensoren, Tracker, Wearables und medizinische Anwendungen konzipiert.
„Angesichts des globalen Wettbewerbs ist neben der Qualität vor allem auch Schnelligkeit zur Umsetzung das Gebot der Stunde. BTRY konnte die Leistungsfähigkeit von Produkt und Produktionstechnologie gleichermassen zeigen”, so der Juryvorsitzende Prof. Dr. Ing. Holger Hanselka.
BTRY wurde als Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) 2023 gegründet und steht kurz vor der Marktreife. Die Markteinführung der Batterien ist für Anfang 2027 vorgesehen. ce/as

Die BTRY AG aus Dübendorf erhielt den Hermes Startup Award 2026. Bild: Deutsche Messe
Aktuelles
Zürich/Málaga – Sirin Orbital Systems, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das Space Robotics Lab der Universität Málaga untersuchen neuartige Methoden zur Inspektion und Wartung etwa von Datenzentren im Orbit mit robotisierten Satelliten. Die Forschungskooperation dauert mindestens zwei Jahre.
(CONNECT) Das Zürcher Weltraumtechnologieunternehmen Sirin Orbital Systems, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das Space Robotics Lab der Universität Málaga (UMA) haben laut einer Mitteilung eine kofinanzierte Forschungsvereinbarung gestartet. Ihr gemeinsames Projekt mit dem Titel End-to-End Control for Handling Operations in Orbit (ECHO2) erforscht für zunächst zwei Jahre eine bildverarbeitungsgesteuerte Pipeline von Möglichkeiten, die es orbitalen Robotersystemen gestatten, grosse Weltraumstrukturen autonom zu inspizieren, zu diagnostizieren und zu reparieren, ohne auf visuelle Markierungen, standardisierte Schnittstellen oder ständige menschliche Eingriffe angewiesen zu sein.
„Angesichts der wachsenden Weltrauminfrastruktur sind autonome Lösungen unerlässlich, um die Abhängigkeit von riskanten und kostspieligen Aussenbordaktivitäten von Astronauten zu verringern“, heisst es in der Mitteilung. Um die Technologie zu erproben, führt das Forschungsteam Validierungen auf den frei schwebenden Testplattformen der ESA durch.
Sirin Orbital Systems wurde 2019 von Dr. Matteo Madi gegründet. Das Kernprodukt des Unternehmens ist ein umweltfreundliches, skalierbares, sicheres und zuverlässiges chemisches Mikroantriebssystem für Satellitenkonstellationen. Es dient dazu, die agile Manövrierfähigkeit der Konstellation im Orbit und schnelle Änderungen der Umlaufbahnebene zu verbessern, etwa um eine Kollision mit Weltraummüll zu vermeiden. „Das Marktpotenzial ist enorm, da diese Technologie auf den autonomen Einsatz, die Inspektion und die Wartung gross angelegter Infrastrukturen im Orbit abzielt, wie beispielsweise ausgefahrene Solarpaneele und Wärmeableiter oder Kühlkörper von Datenzentren im Orbit, wie sie unter anderem von Starcloud – The Future of AI entwickelt werden“, so Madi. Sirin Orbit Systems stehe bereits mit wichtigen Akteuren aus Japan, den USA und dem Nahen Osten und der Schweiz in Kontakt.
Der Standortförderer Greater Zurich Area zählt das Unternehmen 2026 zu den 100 Key Players für Robotik und Autonome Systeme in der Region. 2024 wurde Sirin Orbit Systems unter 100 nominierten Unternehmen aus aller Welt an der World Space Week zum Gewinner des Leading Innovation in Space Award gekürt. ce/mm

Sirin Orbital Systems, ESA und das Space Robotics Lab der Universität Málaga (UMA) haben eine kofinanzierte Forschungsvereinbarung gestartet. Bild: zVg/Sirin Orbital Systems AG
Aktuelles
Zürich – Ein Team der Universität Zürich (UZH) hat gezeigt, dass das Bindungshormon Oxytocin auch beim Gruppenwettkampf ansteigt, allerdings nur bei Männern und vor allem, wenn es gegen Rivalen von ausserhalb geht. Bei Frauen war dies wohl wegen ihres sowieso höheren Oxytocin-Spiegels nicht der Fall.
(CONNECT) Eine Studie unter Leitung von Charlotte Debras und Adrian Jaeggi vom Institut für Evolutionäre Medizin der UZH hat Hinweise darauf gefunden, dass das als Kuschel- oder Bindungshormon bekannte Oxytocin vielschichtiger wirkt als bisher angenommen. Ihre Studienergebnisse zeigen, dass die Werte nicht nur in Momenten der Nähe steigen, sondern auch beim Gruppenwettkampf, etwa beim Mannschaftssport – jedoch nicht bei allen.
Untersucht wurde dies bei der indigenen Bevölkerung der Tsimane im bolivianischen Amazonasgebiet, indem dort Fussballturniere organisiert wurden. Die Annahme der Forschenden war, dass Oxytocin für den sozialen Zusammenhalt eine wichtige Rolle spielt.
Bei der Auswertung der Ergebnisse waren zwei Dinge überraschend: Zum einen stieg der Oxytocin-Spiegel nur bei Männern an, und umso mehr, wenn es sich bei der gegnerischen Mannschaft nicht um Angehörige der Tsimane handelte, sondern um ein klares Wir-gegen-die. „Das deutet darauf hin, dass Oxytocin sensibel auf die soziale Bedeutung des Gegners reagiert – sowohl bei vertrauten Rivalen als auch gegenüber klar abgegrenzten Fremdgruppen“, wird Jaeggi zitiert. Debras geht davon aus, dass Frauen aufgrund ihrer höheren Ausgangswerte – viele stillten – so gut wie keine Veränderungen zeigten. Zum anderen findet für Frauen Wettbewerb eher über Reputation oder Unterstützung statt und weniger in körperlichen Wettkämpfen.
Die Studie lässt offen, ob der Oxytocin-Anstieg primär den Zusammenhalt im Team stärkt oder die Abgrenzung gegenüber Gegnern fördert. „Kooperation kann eine erfolgreiche Strategie im Wettbewerb sein, und Oxytocin scheint dabei zentral“, so Jaeggi. Doch „Oxytocin wurde bereits bei zahlreichen Tierarten auch mit Gruppenkonflikten in Verbindung gebracht, von Fischen bis zu Schimpansen. Die Ergebnisse legen nahe, dass ähnliche Mechanismen auch beim Menschen wirken.“ ce/mm

Eine Studie unter Leitung von Charlotte Debras und Adrian Jaeggi vom Institut für Evolutionäre Medizin der UZH hat Hinweise darauf gefunden, dass das als Kuschel- oder Bindungshormon bekannte Oxytocin vielschichtiger wirkt als bisher angenommen. Symbolbild: Louis Reed/Unsplash
Aktuelles
Kloten ZH – NewcelX hat eine Investition von bis zu 3,4 Millionen Dollar erhalten, davon 1,35 Millionen in bar und bis zu 2 Millionen aus der Ausübung von Optionsscheinen. Die Mittel fliessen in das Programm zur potenziellen Heilung von Typ-1-Diabetes der Ende 2025 aus einer Fusion entstandenen Zürcher Firma.
(CONNECT) NewcelX stärkt seine Bilanz mit einer Privatinvestition in Höhe von 1,35 Millionen Dollar. Die im April 2026 abgeschlossene und jetzt anlässlich der Veröffentlichung seiner Finanzergebnisse 2025 bekanntgegebene Finanzierung sieht ausserdem zusätzliche potenzielle Erlöse von rund 2 Millionen Dollar aus der zukünftigen Ausübung von Optionsscheinen vor. Damit umfasst diese Finanztransaktion bis zu 3,4 Millionen Dollar. Laut der Mitteilung des in Kloten ansässigen und an der NASDAQ kotierten Unternehmens hat es zudem Zugriff auf seine Eigenkapitalkreditlinie in Höhe von 25 Millionen Dollar. Es sei zum Jahresende „im Wesentlichen“ schuldenfrei gewesen.
NewcelX ist zum 30. Oktober 2025 aus der Fusion zwischen NLS Pharmaceutics Ltd. aus Zürich und Kadimastem Ltd. aus dem israelischen Nes Ziona hervorgegangen. NewcelX ist ein Unternehmen im klinischen Stadium der regenerativen Medizin, das Therapien auf Basis von Stammzellen entwickelt. Sein Flaggschiffprodukt NCEL-101 ist eine aus Stammzellen gewonnene Inselzelltherapie für insulinabhängigen Typ-1-Diabetes.
Der Anfang Januar 2026 in den wissenschaftlichen Beirat berufene und als Medizinischer Direktor bei Roche tätige Diabetes-Experte Dr. Julien Boisdron wird NewcelX bei der Weiterentwicklung von NCEL-101 hin zu klinischen Studien beraten. Zu diesem Zweck wird NewcelX den Angaben zufolge im laufenden Jahr auch weiter eng mit Eledon Pharmaceuticals aus der kalifornischen Stadt Irvine zusammenarbeiten.
„Wir sind überzeugt, dass unsere skalierbare Plattform zur Gewinnung von Inselzellen aus Stammzellen in Kombination mit gezieltem Immunschutz einen der wenigen differenzierten Ansätze für eine potenzielle funktionelle Heilung von Typ-1-Diabetes darstellt“, wird Ronen Twito, Executive Chairman und CEO von NewcelX, zitiert. „Mit unseren ersten Jahresergebnissen nach der Fusion, der gestärkten Kapitalstruktur und der zunehmenden wissenschaftlichen Validierung erwarten wir für 2026 ein Jahr mit deutlich beschleunigter Umsetzung.“ ce/mm

NewcelX stärkt seine Bilanz mit einer Privatinvestition in Höhe von 1,35 Millionen Dollar. Symbolbild: Yashowardhan Singh/Unsplash
Aktuelles
Schlieren ZH/München – Die ALP Bio AG hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 1,75 Millionen Franken eingesammelt. Das frische Kapital fliesst in die Hybridplattform aus Immunorganoiden und Künstlicher Intelligenz des Start-ups. Sie soll die Immunreaktionen von Antikörpern vorhersagen.
(CONNECT) Die ALP Bio AG hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 1,75 Millionen Franken eingeworben. Angeführt wurde die Runde von dem Münchner Risikokapitalunternehmen 42CAP. Beteiligt haben sich ausserdem Start-up-Förderer Venture Kick – wie ALP Bio in Schlieren ansässig – und mehrere Business Angels.
Die Mittel werden laut einer Mitteilung des im Januar 2026 gegründeten Start-ups für die beschleunigte Entwicklung seiner Plattform eingesetzt. Sie kombiniert die Biologie humaner Immunorganoide mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI), um Entwicklerinnen und Entwicklern von Antikörpern zu helfen, das Immunogenitätsrisiko frühzeitig in der Arzneimittelentwicklung zu erkennen, zu verstehen und zu reduzieren.
Immunogenität, also das Risiko von Immunreaktionen einschliesslich der Bildung von Antikörpern gegen das Medikament, zählt laut ALP Bio zu den grössten Risiken in der Entwicklung von Biologika. Dies kann Teams zwingen, Programme in späten Entwicklungsstadien abzubrechen oder zu überarbeiten, wenn bereits viel Zeit und Kapital investiert wurde. Häufig sei dies erst in klinischen Studien der Fall, wenn die Kosten für Korrekturen am höchsten seien.
„Die Immunogenität zählt zu den grössten versteckten Kostenfaktoren bei Biologika“, wird ALP-Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Vahlensieck zitiert. „Die Branche hat Überraschungen in späten Entwicklungsphasen viel zu lange als Normalfall hingenommen. Wir sind überzeugt, dass dieses Risiko Jahre früher als bisher eingeschätzt und reduziert werden sollte.“
Nach Überzeugung von 42CAP-Partner Thomas Wilke überwindet ALP Bio einen entscheidenden Engpass. Immunogenität habe die Entwicklung jahrzehntelang behindert. „Die Kombination aus Immunorganoid-Biologie und KI auf Sequenzebene ist der vielversprechendste Ansatz, den wir bisher gesehen haben, um dieses Problem an der Wurzel zu packen.“ ce/mm

Das Die ALP Bio-Team hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 1,75 Millionen Franken eingeworben. Bild: zVg/ALP Bio AG
Aktuelles
Zürich – Nextesy startet seinen Markteintritt. Das Jungunternehmen skaliert seine Plattform für von Künstlicher Intelligenz unterstützte Administration bei Unternehmen. Seine Dienstleistungssoftware richtet sich vor allem an KMU, Freelancer und Start-ups.
(CONNECT) Die Nextesy AG mit Sitz in Zürich startet in die nächste Phase ihrer Unternehmensgeschichte. Nach einer Validierung durch die Ökosysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Universität St.Gallen (HSG) kündigt das Unternehmen seinen offiziellen Markteintritt an, heisst es in einer Mitteilung. Nextesy hat in diesem Zusammenhang sein Personal auf 40 Mitarbeitende aufgestockt und seine Geschäftsführung erweitert.
Mitgründer Dario Fazlic, der bereits Erfahrung aus der Gründung eines sogenannten Unicorn-Unternehmens einbringt, wird Co-CEO. Er wird das Unternehmen gemeinsam mit Aleks Grujic führen. Rouven Mayer ergänzt das Führungsteam als neuer Chief Commercial Officer (CCO) und soll in dieser Rolle den nationalen und internationalen Marktauftritt vorantreiben.
Die Plattform von Nextesy fungiert als autonomes Betriebssystem für Unternehmensadministration. Basierend auf von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützten Modulen vernetzt das Programm operative Prozesse von der Dokumentenverwaltung und Fakturierung bis hin zum komplexen Workflow-Management. Das Angebot richtet sich an KMU, Start-ups und Freelancer. Treuhänder können ihre Mandantenadministration in Echtzeit steuern. „Reine Digitalisierung reicht heute nicht mehr aus“, wird Rouven Mayer in der Mitteilung zitiert. „Durch den konsequenten AI-First-Ansatz vollziehen wir den Paradigmenwechsel hin zur autonomen Administration. Es geht nicht mehr um unterstützende Tools, sondern um eine völlig neue Form der operativen Entlastung.“ ce/ww

(v.l.n.r) Dario Fazlic (Co-CEO), Aleks Grujic (Co-CEO), Rouven Mayer (CCO) setzen mit Nextesy zum Markteintritt an. Bild: nextesy AG
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen