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Zürich – Rivia hat in einer überzeichneten Serie A-Finanzierungsrunde 13 Millionen Euro Risikokapital erhalten. Damit will das 13-Personen-Team aus Zürich sein agentisches System zur Datenintegration in klinischen Studien weiter skalieren und seine internationale Präsenz ausbauen, vor allem in den USA.
(CONNECT) Rivia hat sich eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von 13 Millionen Euro gesichert. Die Runde wurde von der Berliner Risikokapitalfirma Earlybird angeführt. Darüber hinaus beteiligten sich die bestehenden Investoren Speedinvest aus Wien, Amino Collective aus Berlin und Nina Capital aus Barcelona.
Wie das 2022 in Zürich gegründete und im Technopark Zürich ansässige IT-Unternehmen Rivia über die Plattform EU-Startups weiter mitteilt, will es mit dem frischen Kapital sein Teamwachstum beschleunigen, die Skalierung seiner agentischen Data-Engine für klinische Studien vorantreiben und seine internationale Präsenz ausbauen, insbesondere in den USA. Rivia wurde aus der Überzeugung gegründet, dass neue Medikamente mit einem Bruchteil des heutigen Kapitals auf den Markt gebracht werden können.
Denn jüngste Fortschritte mit Künstlicher Intelligenz ermöglichen es grossen Sprachmodellen, Arbeitsabläufe und Entscheidungen zu unterstützen – doch nur, wenn Daten vereinheitlicht, strukturiert und korrekt kodiert sind. Hier setzt Rivia mit seiner Daten-Engine gleichen Namens an.
„Klinische Studien zählen zu den komplexesten und kostspieligsten Arbeitsabläufen im Gesundheitswesen, dennoch ist die Infrastruktur nach wie vor fragmentiert und manuell“, wird Christian Nagel vom Investor Earlybird zitiert. „Rivia hat eine intelligente Plattform für klinische Studien entwickelt, die Daten vereinheitlicht und Wirkstoffe direkt in wichtige Arbeitsabläufe integriert. Wir sind überzeugt, dass dieser Ansatz das Potenzial hat, die Durchführung von Studien grundlegend zu verbessern, Kosten zu senken und gleichzeitig Geschwindigkeit und Datenintegrität zu erhöhen.“
Rivia spricht von möglichen Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent. „Das ist unser eigenes Problem, das wir hier lösen“, sagt Rivia-CEO und -Mitgründer Erik Scalfaro in einem Podcast. „Wir im Gründungsteam sind selbst Arzneimittelentwickler. Daher war dies für uns ein dringender Bedarf und eine grosse Chance, als wir das Unternehmen vor vier Jahren gründeten.“ ce/mm

Rivia hat sich eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von 13 Millionen Euro gesichert. Symbolbild: Ketut Subiyanto/Pexels
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Schlieren ZH/Kopenhagen – Dr. Angela Genge, die medizinische Direktorin von AL-S-Pharma, hat am 19. März 2026 bei der Alzheimer und Parkinson-Konferenz in Kopenhagen die ermutigenden Ergebnisse der klinischen Phase-2-Studie für einen Antikörper gegen ALS vorgestellt. Die Phase-3-Studie soll Ende 2026 beginnen.
(CONNECT) AL-S Pharma hat an der Alzheimer's & Parkinson's Conference in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zusätzliche Phase-2-Daten für seinen Antikörper AP-101 präsentiert. Am Morgen des 19. März 2026 informierte Dr. Angela Genge, die medizinische Direktorin des in Schlieren ansässigen Biotech-Unternehmens AL-S Pharma, laut einer Mitteilung die Teilnehmenden in ihrem Vortrag über die ermutigenden Ergebnisse dieser randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Untersuchung. Sie war in den USA, in Kanada, Grossbritannien, Südkorea und der Europäischen Union durchgeführt worden.
AP-101 richtet sich gegen das Fortschreiten der amyotrophen Lateralsklerose (ALS), einer unheilbaren degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems, die mit zunehmender Muskelschwäche und Muskelschwund einhergeht. Die Überlebenszeit beträgt im Mittel etwa drei bis fünf Jahre.
Konkret zielt der Antikörper auf eine bestimmte genetische Ursache der ALS, nämlich eine Fehlfaltung im Superoxid-Dismutase-1 (SOD1)-Gen. Die globale Phase-2-Studie bestätigte den Angaben zufolge die Sicherheit und Verträglichkeit von AP-101. Demnach verlängerte eine frühzeitige Behandlung mit dem Antikörper die Überlebenszeit und zögerte die Notwendigkeit einer Beatmung hinaus. Dies sei mit einer Stabilisierung der Erkrankung einhergegangen.
„Diese Daten zeigen etwas, das wir bei ALS selten sehen – objektive Belege für eine klinisch bedeutsame Krankheitsmodifikation, die direkt mit einem verlängerten Überleben korreliert“, sagte Dr. Genge auf der Konferenz. „Die Ergebnisse der Phase-2-Studie mit AP-101 bestätigen die Hypothese, dass die gezielte Hemmung von fehlgefaltetem SOD1 ein krankheitsmodifizierender Ansatz bei ALS ist.“
Die klinische Phase-3-Studie ist in Vorbereitung und soll Ende 2026 beginnen. AP-101 hat von der US-Kontrollbehörde Food and Drug Administration (FDA), der Europäischen Arzneimittel-Agentur und Swissmedic bereits den Orphan-Drug-Status für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren erhalten.
AL-S Pharma wurde 2016 vom Biotech-Unternehmen Neurimmune und dem kanadischen Risikokapitalfonds TVM Capital Life Science aus Montreal gegründet und wird seither von beiden finanziert, um AP-101 zur Marktreife zu bringen. AL-S Pharma ist bei seiner Muttergesellschaft Neurimmune ansässig. Das 2006 aus der Universität Zürich ausgegliederte Unternehmen hat seinen Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/mm

AL-S Pharma, von Neurimmune gegründet, hat auf der Alzheimer's & Parkinson's Conference in Kopenhagen zusätzliche Phase‑2-Daten zu seinem Antikörper AP‑101 präsentiert.. Bild: zVg/Neurimmune AG
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Schlieren ZH – Die Venturelab AG hat zehn Biotech-Start-ups für das Förderprogramm Venture Leaders Biotech 2026 ausgewählt. Die Mitglieder der Schweizer Start-up-Nationalmannschaft reisen nach Boston, um sich in den USA Investoren und Industriepartnern vorzustellen.
(CONNECT) Die Venturelab AG mit Sitz in Schlieren hat im Rahmen des Programms Venture Leaders Biotech 2026 zehn Start-ups bestimmt, die vom 31. Mai bis zum 5. Juni an einer Roadshow in Boston teilnehmen, wie es in einer Mitteilung heisst. Ziel ist es, die Jungfirmen international zu vernetzen und ihnen den Zugang zu Kapital, Partnerschaften und dem amerikanischen Markt zu erleichtern.
Eine Jury aus Investoren und Experten wählte die sogenannte Schweizer Startup-Nationalmannschaft aus über 70 Bewerbungen aus. „Ich freue mich, Teil dieser neuen Ausgabe zu sein und das Team bei der Kapitalbeschaffung und der internationalen Expansion zu unterstützen”, so Jordi Montserrat, Managing Partner bei Venturelab.
Mehrere der Venture Leaders Biotech 2026 entwickeln neue Therapieansätze: Baxiva (Schlieren) arbeitet an Impfstoffen gegen bakterielle Infektionen, Biodelphis Therapeutics (Lausanne) an peptidbasierten Wirkstoffen gegen krankheitsrelevante Enzyme und die GlioCART GmbH (Allschwil BL) an CAR-T-Therapien gegen Hirntumore. Die Translation-X GmbH (Basel) entwickelt Wirkstoffe, die Fehlregulationen bei der Proteinproduktion korrigieren sollen.
Die Immitra Bio GmbH (Plan-les-Ouates GE) entwickelt eine Plattform für Geneditierung direkt im Körper. Baio Labs (Ecublens VD)) nutzt generative Künstliche Intelligenz (KI) zur Entwicklung neuer Wirkstoffe, NanoZymeX (Basel) arbeitet an Lipid-Nanopartikeln für den gezielten Transport therapeutischer Enzyme und UNOMR (Zürich) analysiert Proteine mittels Nanopren-Technologie auf Einzelmolekülebene. Bioscibex (Monthey VS) entwickelt Einweg-Bioreaktoren zur Vereinfachung der Antikörperherstellung und Visienco (Root LU) KI-gestützte Systeme zur automatisierten Analyse von Organoiden.
Am 4. Mai wird das Team in Basel an den Swiss Biotech Days erste Pitches halten. Das Programm wird von Venturelab organisiert und von Partnern aus Forschung und Wirtschaft unterstützt. ce/as

Venturelab hat Baxiva, Biodelphis Therapeutics, GlioCART GmbH, Translation-X GmbH, Immitra Bio GmbH, Baio Labs, NanoZymeX, UNOMR, Bioscibex und Visienco für die Venture Leaders Biotech 2026 in Boston ausgewählt. Bild: zVg/Venturelab AG
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Dübendorf ZH/Zürich/Seewen SZ – Forschende aus der Schweiz arbeiten mit europäischen Partnern an der Entwicklung von Betonelementen, die im 3D-Drucker hergestellt werden. Das verwendete Material ist nahezu zementfrei und kann beim Aushärten Kohlendioxid speichern.
(CONNECT) Forschende des Labors Structural Engineering der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) arbeiten an der Entwicklung von Betonelementen, die aus einem 3D-Drucker hergestellt sind. Die Bauelemente sind ohne traditionelle Stahlarmierung stabil und nahezu zementfrei, heisst es in einer Mitteilung. Das Material soll im Aushärten Kohlendioxid speichern.
Die Forschungsarbeiten finden im Rahmen des europäischen Projekts CARBCOMN (Carbon-negative compression dominant structures for decarbonized and de-constructable concrete buildings) statt. Neben der Empa sind Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) sowie der Empa-Ausgliederung re-fer aus Seewen und weitere europäische Partner an der Entwicklung beteiligt.
Das Material für den 3D-Druck stammt aus rezyklierten Industrieabfällen, so aus Stahlschlacke. In einem speziellen Verfahren werden geometrisch optimierte Formen hergestellt. Als Bewehrungen werden eisenbasierte Formgedächtnislegierungen (Fe-SMA) von re-fer eingesetzt. Zum Aushärten dieses Betons wird in einer Brennkammer Kohlendioxid injiziert, das sich mit der Betonmischung chemisch verbindet. „Wir kombinieren hier einzigartige Expertise – 3D-Druck, strukturelle Performance und unsere Spezialität: eisenbasierte Formgedächtnislegierungen“, wird Empa-Forscher Moslem Shahverdi in der Mitteilung zitiert. „Zum einen nutzen wir digitale Fertigungsmethoden, um ressourcenschonend zu bauen. Zum anderen ersetzen wir herkömmlichen Zement durch Bindemittel mit geringerem CO2-Fussabdruck.“ Die Betonteile werden zudem so gestaltet, dass sie nach der Nutzung demontiert und woanders wiederverwendet werden können.
Das 2024 gestartete, vierjährige Projekt wird im Rahmen von Horizon Europe gefördert und vereint elf führende Forschungseinrichtungen und Architekturbüros aus ganz Europa. Dazu zählen laut der Mitteilung auch die Universität Gent, die Technische Universität Darmstadt, die griechische Universität Patras sowie Zaha Hadid Architects aus London, Mario Cucinella Architects aus Bologna und die Unternehmen Tesis aus dem italienischen Penta di Fisciano, orbix aus Genk und incremental 3D aus Innsbruck. ce/ww

Die Empa arbeitet an der Entwicklung von Betonelementen, die aus einem 3D-Drucker hergestellt sind. Bild: Empa
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Baar ZG/Zürich – Sika unterstützt das Living Lab HIL der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) während der ersten drei Projektphasen. Das Lehr- und Forschungsgebäude für Architektur und Bauwissenschaften (HIL) wird als reale Fallstudie für zirkuläres und digitales Bauen saniert und erweitert.
(CONNECT) Sika beteiligt sich laut seiner Mitteilung in den drei Projektphasen Exploration (2026), Synthesis (2027) und Transfer (2028) als Förderpartner am Living Lab HIL der ETH. In diesen Etappen wird die Sanierung, die energetische Aufwertung und Erweiterung des Lehr- und Forschungsgebäudes für Architektur und Bauingenieurswesen (HIL) auf dem Campus Hönggerberg vorbereitet. Das Grossprojekt soll bis 2035 abgeschlossen sein.
Der Sanierungsbedarf und die veränderten Raumansprüche hätten nach Angaben der ETH klar für eine Kernsanierung mit Rückbau bis auf die Tragstruktur gesprochen. Stattdessen will die Hochschule sorgsamer mit dem Bestand umgehen und ihren Fokus auf CO2-Reduktion, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft legen. Sie entwickelt das Bauvorhaben intern, mit Wissen und Erkenntnissen aus eigener Lehre und Forschung und mit Industriepartnern.
In diesem laut Sika „weltweit einzigartigen Leuchtturmprojekt“ steuert das in Baar ansässige Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie nicht nur finanzielle Unterstützung bei. Die Förderung des Projekts umfasst auch einen aktiven und engen fachlichen Austausch zwischen Sika und den Projektteams der ETH. Sie erfolgt über die ETH Foundation.
Sika wolle dazu beitragen, „die Transformation hin zu nachhaltigen Bauweisen voranzutreiben“, wird seine Innovations- und Nachhaltigkeitschefin Patricia Heidtman zitiert. „Das Living Lab HIL bietet eine einzigartige Plattform, die Forschung und Praxis aktiv miteinander verbindet und Innovationen spürbar beschleunigt.“
Industrie und Wissenschaft müssten gemeinsam handeln, um die Klimaziele zu erreichen, so Mathias Kohler, ETH-Professor für Architektur und Digitale Fabrikation. „In Kooperation mit Sika erproben wir im Living Lab HIL neue Lösungen, die ab 2030 in der Sanierungsphase am ETH-Gebäude realisiert werden.“ ce/mm

Annette Oxenius (links), Vizepräsidentin für Forschung der ETH, und Patricia Heidtman, Chief Innovation & Sustainability Officer von Sika, bekräftigen die Zusammenarbeit im Living Lab HIL. Bild: zVg/ETH Foundation/Valeriano Di Domenico
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Zürich/Bern – Natalie Spross von der Zürcher Spross Gruppe ist beim SEF.WomenAward des Swiss Economic Forum als CEO des Jahres ausgezeichnet worden. Jungunternehmerin des Jahres ist Deana Mohr von MUVON Therapeutics aus Zürich. Den Ehrenpreis erhielt Karin Lenzlinger, die Präsidentin der Zürcher Handelskammer.
(CONNECT) Drei Schweizer Unternehmerinnen sind bei der diesjährigen sechsten Ausgabe des SEF.WomenAward für ihre aussergewöhnlichen unternehmerischen Leistungen ausgezeichnet worden. Der Preis wird in den Kategorien Unternehmerin/CEO des Jahres und Jungunternehmerin des Jahres vergeben. Ausserdem würdigt das Swiss Economic Forum (SEF), eine Plattform von NZZ Connect, eine Persönlichkeit mit langjähriger unternehmerischer Erfahrung und besonderem Einsatz für Frauen in der Wirtschaft mit einem Ehrenpreis.
Im Rahmen des Gala-Abends im Zürcher The Circle ging die Ehrung für die Unternehmerin/CEO des Jahres an Natalie Spross. Sie ist seit 2013 CEO der Spross Holding AG. Mit Weitsicht und Verantwortung prägt sie nach Ansicht des WEF eine moderne Unternehmenskultur und stärkt gleichzeitig die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden. Damit setze sie wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Baubranche. „Du bist nicht nur die erste Frau an der Spitze der Spross-Gruppe, sondern auch die Gestalterin eines beeindruckenden Wandels“, wird Laudatorin Sabine Magri in einer Mitteilung des SEF zitiert. „Als Nachfolgerin deines Grossvaters und Vaters hast du das traditionsreiche Familienunternehmen, das vor 125 Jahren als Handelsgärtnerei begann, mit Geschick, Entschlossenheit und einem guten Gespür für die Bedürfnisse des Marktes erfolgreich in die Gegenwart geführt.“
Jungunternehmerin des Jahres wurde Deana Mohr-Haralampieva. Die Mitgründerin und CEO des Biotech-Unternehmens MUVON Therapeutics, einer Ausgründung der Universität Zürich, habe die Jury „mit ihrer Vision und ihrem Drive“ überzeugt. Damit treibe sie innovative Ansätze zur Regeneration von Muskelgewebe voran, so das Swiss Economic Forum (SEF). Laudatorin Angela Bucher lobte neben der wissenschaftlichen Exzellenz des Unternehmens auch Mohrs „Mut, Förderlogiken infrage zu stellen, Investor:innen von einem lange unterschätzten Milliardenmarkt zu überzeugen und Frauengesundheit nicht nur als wirtschaftliche Chance, sondern als gesellschaftliche Notwendigkeit zu positionieren“.
Den Ehrenpreis für ihr unternehmerisches Lebenswerk erhielt Karin Lenzlinger, die Präsidentin der Zürcher Handelskammer. Sie sei „eine beeindruckende Persönlichkeit, die Unternehmertum, Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften seit Jahren prägt“, begründet das SEF seine Wahl. Laudatorin Anja Bates würdigte Lenzlinger als „Führungspersönlichkeit, die Verantwortung weiter denkt – nicht nur für den Wirtschaftsstandort Schweiz und für Unternehmen, sondern auch für die Menschen. Und diese Haltung prägt dein Wirken seit vielen Jahren.“ Bates zeichnete auch Lenzlingers Weg von der Primarlehrerin zur CEO des Familienunternehmens Lenzlinger Söhne aus Nänikon ZH nach. Heute bringt sie ihre Erfahrung in verschiedene Verwaltungs- und Stiftungsräte ein. ce/mm

Natalie Spross von der Zürcher Spross Gruppe ist beim SEF.WomenAward des Swiss Economic Forum als CEO des Jahres ausgezeichnet worden. Bild: Neue Zürcher Zeitung AG/Swiss Economic Forum
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Zürich/Espoo – Zurich Instruments und IQM bauen auf Basis des NVIDIA NVQ-Link einen Demonstrator, der Quantenhardware, Steuerelektronik und klassische Beschleunigung in einer einzigen Betriebsarchitektur zusammenführt. Dieses soll eine Grundlage für skalierbare und fehlertolerante Quantencomputer schaffen.
(CONNECT) Zurich Instruments und die finnische Firma IQM Quantum Computers wollen die Grundlage für die vollständige Systemintegration von Quantencomputing im industriellen Massstab schaffen. Zu diesem Zweck haben sie den gemeinsamen Bau eines ersten Demonstrators für die Echtzeit-Quantenfehlerkorrektur (Quantum Error Correction/QEC) angekündigt. Er basiert auf der im Oktober 2025 vorgestellten neuen NVQLink-Plattform des kalifornischen Chip-Herstellers Nvidia. Laut einer Mitteilung der beiden Partner stellt dieses Projekt einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zu skalierbarem und fehlertolerantem Quantencomputing dar, das für den Einsatz in Unternehmen und Rechenzentren konzipiert ist.
Der Demonstrator kombiniert den 20-Qbit-Supraleiter-Quantencomputer von IQM, das neue ZQCS-Quantensteuerungssystem von Zurich Instruments und die durch NVQLink ermöglichte GPU (Grafikprozessor)-beschleunigte klassische Datenverarbeitung in einer einzigen Betriebsarchitektur. Dadurch, so die Partner, schafft das Projekt eine praktische Grundlage für zukünftige NVQLink-basierte Produkte.
„Der neue Demonstrator ist mehr als nur ein Fortschritt in der Fehlerkorrektur“, wird IQM-CEO Jan Goetz zitiert. „Es geht darum, Impulse für eine Zukunft zu setzen, in der fehlertolerante Quantensysteme für Organisationen überall zugänglich und wirkungsvoll sind.“
„Wir haben das ZQCS genau für diesen Moment entwickelt: um Quantensysteme zuverlässig und in die Supercomputing-Infrastruktur integriert zu betreiben“, sagt Andrea Orzati, CEO des 2008 als Ausgliederung der Eidgenössischen Techischen Hochschule Zürich gegründeten und im Technopark Zürich ansässigen Unternehmens Zurich Instruments. „Durch die Zusammenarbeit mit IQM und NVIDIA NVQLink demonstrieren wir den Betrieb logischer Qubits mit Echtzeit-Schnittstellen zu klassischen Rechensystemen – und führen einzelne Bausteine zu einer funktionsfähigen Plattform für QEC zusammen.“
Die erforderliche Konnektivität zwischen Quantenprozessoren und beschleunigtem Rechnen bezeichnet Tim Costa, Vice President und General Manager für Quantum bei Nvidia, als anspruchsvoll. „Aber die Arbeit von IQM und Zurich Instruments mit der NVIDIA NVQLink-Plattform zeigt, dass solche Integrationen mit geringer Latenz und hohem Durchsatz nun möglich sind.“ ce/mm

Zurich Instruments und IQM entwickeln mit NVIDIA NVQLink einen Demonstrator für integriertes, skalierbares und fehlertolerantes Quantencomputing. Bild: IQM Quantum Computers
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In Branchen wie Bau, Gastronomie oder Pflege bleibt jede dritte Stelle unbesetzt. Während Grosskonzerne Millionen in digitales Recruiting investieren, bleibt der lokale KMU-Betrieb oft unsichtbar. vonMedia und Gryps starten eine Initiative, um das zu ändern.
Die klassische Stellenausschreibung im Lokalblatt stirbt aus. Wer heute 14- bis 18-Jährige erreichen will, muss dort präsent sein, wo die Generationen Z und Alpha ihre Zeit verbringen: auf Tiktok oder Instagram. Doch für den Gipserbetrieb oder das lokale Pflegeheim war professionelles Video-Recruiting bisher oft nicht bezahlbar und zu viel Aufwand. Eine Produktion inklusive Werbestrategie kostet am Markt rasch einen fünfstelligen Betrag – ein finanzielles Wagnis, das kleine Betriebe angesichts steigender Kosten scheuen.
Die Kluft zwischen Gross und Klein schliesst sich
Das Ergebnis dieser digitalen Kluft: Während Grossbanken und Versicherungen mit spezialisierten Teams um Talente buhlen, fehlen dem Handwerk und der Gastronomie die Fachkräfte von morgen. Um diesen Trend zu brechen, lancieren die Beschaffungsplattform Gryps und die Agentur vonMedia den «Lehrstellen-Boost».
Der Clou: Die Initiative bündelt die Nachfrage von tausenden KMU. Durch dieses Pooling-Modell werden die Kosten für Recruiting-Videos so weit gesenkt, dass sie auch für Kleinstbetriebe erschwinglich sind. «Wir wandeln die mühsame Suche in aktives Finden um», so die Initianten.
Authentizität schlägt Hochglanz
Dabei geht es nicht um polierte Werbefilme, sondern um den echten Arbeitsalltag. Kurze, authentische Clips sollen den Jugendlichen auf Augenhöhe zeigen, was eine Lehre im Handwerk oder im Gesundheitswesen wirklich bedeutet. Das Ziel ist eine hürdenfreie Kommunikation: Die Bewerbung erfolgt dort, wo die Jugendlichen ohnehin kommunizieren – rein digital und ohne bürokratische Barrieren.
Der «Lehrstellen-Boost» ist damit mehr als nur eine Kampagne. Er ist ein Rettungsschirm für KMU, das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Wenn die Ausbildungskapazitäten im Gewerbe wegbrechen, verschärft sich der Fachkräftemangel in Zukunft noch weiter. Interessierte Betriebe können sich ab sofort dem Pooling-Modell anschliessen, um auf Tiktok oder Instagram sichtbar zu werden.

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Dietikon ZH – Die neue Schweizer Botschaft in Kameruns Hauptstadt Yaoundé wird CO2-freundlich mit lokalem Lehm gebaut. Durch einen mineralischen Aktivator von Oxara wird er zu gepressten Lehmsteinen. Damit macht Oxara den zirkulären und CO2-armen Lehmbau schneller, einfacher und skalierbar.
(CONNECT) Der Startschuss für den Bau der neuen Schweizer Botschaft in der Kameruner Hauptstadt Yaoundé ist erfolgt, und die Dietiker Oxara AG ist laut einer Mitteilung massgeblich daran beteiligt. Das öffentliche Gebäude wird aus gepressten Lehmsteinen gebaut. Für den lokal im Überfluss verfügbaren roten Grundstoff liefert Oxara seinen Stabilisator Oxabrick Loko.
Der Entwurf für das Botschaftsgebäude stammt von den Basler Architekturbüros Caesar Zumthor Architekten und Nord Architekten und umfasst Kanzlei, Residenz und Verbindungsbau, die sich um einen Hof gruppieren. Die Gebäude sollen mit lokalen Ressourcen nachhaltig gebaut werden.
Auf seiner Internetseite hat das 2019 gegründete Unternehmen Oxara eine Serie begonnen, in der es über den Fortgang der Bauarbeiten berichtet. „Im westlichen Afrika wird Lehm als Zeichen von Armut und Ländlichkeit empfunden und in den Städten dominiert Beton als Statussymbol“, wird Oxaras Projektleiter Jonathan Ensslin dort zitiert. „Es hat daher Signalwirkung, dass die neue Schweizer Botschaft mit Lehm gebaut wird.“
Der ungiftige mineralische Aktivator von Oxara macht aus Lehm einen stabilen und wasserabweisenden Baustoff. Unternehmensangaben zufolge werden Lehmbauten damit schneller, weniger arbeitsintensiv und skalierbar. Gleichzeitig sind sie zirkulär und CO2-arm.
Tests im Oxara-Labor hatten ergeben, dass das Material für die Verwendung mit Oxabrick Loko gut geeignet ist. Doch vor Ort liessen sich die Laborergebnisse zunächst nicht reproduzieren. Mithilfe des dort ansässigen Materialforschers Bernardin Beauderic Kenne Diffo, der Oxara bereits während seines Doktorats an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich kennengelernt hatte, konnten die Mischverhältnisse angepasst werden. Derzeit wird eine Probemauer mit rund 7000 Lehmsteinen fertiggestellt. Danach soll mit den Bauarbeiten für die neue Botschaft begonnen werden. ce/mm

Oxara trägt zum Bau der Schweizer Botschaft in Kamerun mit CO2-armen Lehmsteinen bei; im Bild das Oxara-Team. Bild: zVg/Oxara AG
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Ecublens VD/Zürich/Dübendorf ZH/Freiburg – Ein Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne hat zusammen mit anderen Forschenden aus der Schweiz ein Verfahren zur Herstellung von Knochenersatz im 3D-Druckverfahren entwickelt. Das Material kann bereits nach vier Tagen belastet werden.
(CONNECT) Am Labor für weiche Materialien an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ist ein knochenähnliches Material entwickelt worden, das im 3D-Druckverfahren hergestellt werden kann. Laut einem Bericht der Hochschule kommt es bei Raumtemperatur zum Einsatz. Das ist deutlich weniger energieintensiv als bisherige Hochtemperaturverfahren und erlaubt die Verwendung von Enzymen zur schnellen Mineralisierung.
Die so entstehenden knochenähnlichen, porösen Gerüste können bereits nach vier Tagen das durchschnittliche Gewicht eines erwachsenen Menschen auf einer Fläche von nur 1,5 x 1,5 Zentimeter tragen. Für dieses Projekt hat das EPFL-Team mit Kolleginnen und Kollegen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt und der Universität Freiburg zusammengearbeitet.
Doch scheint damit nicht nur Knochenersatz, sondern auch Knochenregeneration möglich zu sein. Denn in den Poren, die durch schmelzende, enzymfreie Gelatine-Mikrofragmente entstehen, wiesen die Forschenden 14 Tage nach der Besiedlung von Gerüsten mit menschlichen Stammzellen in einem knochenwachstumsfördernden Medium Kollagen und Osteocalcin nach. Beides sind Indikatoren für Zellwachstum, also für Knochenregeneration.
„Unsere Idee war es, eine 3D-druckbare und injizierbare ‚Tinte‘ zu entwickeln, die zu Gerüsten mineralisiert werden kann, deren mechanische Eigenschaften denen des hochporösen Spongiosaknochens ähneln, wie er in menschlichen Wirbeln und den Enden langer Knochen wie dem Oberschenkelknochen vorkommt“, erklärt Laborleiterin Esther Amstad. „Wir hoffen, dass die Kombination aus mechanischer Leistungsfähigkeit, Bioaktivität und energieeffizienter Verarbeitung unserer Technologie neue Wege für das Knochengewebe-Engineering eröffnen wird.“ ce/mm

Ein Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne hat zusammen mit anderen Forschenden aus der Schweiz ein 3D-Verfahren für knochenähnlichen Ersatz entwickelt. Bild: EPFL
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Longevity – also die gezielte Verlängerung der gesunden Lebensspanne – entwickelt sich weltweit zu einem zentralen Innovationsfeld im Gesundheitssektor. Während internationale Spitzenkliniken und Forschungseinrichtungen Milliarden in neue Technologien investieren, zeigt ein kleines Unternehmen beim Zürcher Viadukt, wie diese Entwicklungen auch im Alltag von Menschen ankommen können.
Longevity wird zum globalen Gesundheitsmarkt
Der Wunsch, länger gesund zu leben, entwickelt sich zunehmend zu einem globalen Innovationsmotor. Technologien aus Biotechnologie, MedTech und Präventionsmedizin zielen darauf ab, nicht nur Krankheiten zu behandeln, sondern die gesunde Lebensspanne zu verlängern. Der Markt wächst entsprechend dynamisch: Der globale Longevity-Sektor wird heute bereits auf über 30 Milliarden US-Dollar geschätzt und dürfte in den kommenden Jahren deutlich weiter wachsen. Parallel dazu entstehen weltweit spezialisierte Longevity-Kliniken und Präventionszentren, die diagnostische Programme, regenerative Therapien und personalisierte Gesundheitsstrategien anbieten. Auch in der Schweiz gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Die steigende Lebenserwartung – mit über 83 Jahren gehört sie zu den höchsten weltweit – verstärkt das Interesse an Technologien und Ansätzen, die nicht nur Lebensjahre, sondern vor allem gesunde Lebensjahre verlängern.
Von internationalen Kliniken zu urbanen Health-Hubs
Lange Zeit waren Longevity-Programme vor allem in exklusiven Gesundheitsresorts oder spezialisierten medizinischen Kliniken zu finden. Programme in internationalen Longevity-Instituten können schnell mehrere zehntausend Franken kosten und richten sich häufig an eine kleine globale Elite. Parallel dazu entsteht jedoch eine neue Generation urbaner Gesundheitsanbieter, die Technologien aus Biohacking, Recovery und Präventionsmedizin zugänglicher machen. Ein Beispiel dafür ist Cryodukt in Zürich. Das Unternehmen wurde von Gründerin Paula Kasper aufgebaut und befindet sich beim Viadukt, mitten in einem dynamischen Stadtquartier, das für Kreativwirtschaft, Startups und Innovation steht. Für Kasper geht es beim Thema Longevity nicht nur um Lebensdauer, sondern um Lebensqualität. „Longevity bedeutet nicht einfach länger zu leben“, sagt sie. „Es geht darum, möglichst lange energiegeladen, resilient und leistungsfähig zu bleiben.“
Technologien für Regeneration und Zellenergie
Im Zentrum von Cryodukt stehen Technologien, die ursprünglich vor allem im Spitzensport oder in spezialisierten medizinischen Einrichtungen eingesetzt wurden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Ganzkörper-Kryotherapie, bei der der Körper für wenige Minuten Temperaturen von bis zu etwa –110 Grad Celsius ausgesetzt wird. Diese kurzfristige extreme Kälte aktiviert verschiedene physiologische Reaktionen, etwa eine gesteigerte Durchblutung oder entzündungshemmende Prozesse. Viele Menschen nutzen diese Methode zur Regeneration nach sportlicher Belastung, zur Unterstützung bei Schmerzen oder Entzündungen oder zur allgemeinen Leistungssteigerung. Cryodukt kombiniert die Kryotherapie mit weiteren Technologien wie Infrarot- und Lichttherapie, Hyperbare Sauerstofftherapie oder IHHT, die regenerative Prozesse im Körper unterstützen können. „Viele dieser Technologien wirken auf zellulärer Ebene und unterstützen die natürlichen Regenerationsprozesse des Körpers“, erklärt Kasper. „Wenn wir sie sinnvoll kombinieren, entsteht ein ganzheitlicher Ansatz für Energie, Erholung und langfristige Gesundheit.“
Zürich als Zentrum für Health Innovation
Dass ein Konzept wie Cryodukt gerade in Zürich entsteht, ist kein Zufall. Die Region gehört zu den führenden europäischen Innovationszentren für MedTech, Digital Health und Life Sciences. Institutionen wie die ETH Zürich und die Universität Zürich treiben Forschung in Bereichen wie Biomedizin, Gesundheitsdaten oder personalisierte Medizin voran. Gleichzeitig entstehen in der Region zahlreiche Health-Tech-Startups, die neue Technologien für Prävention, Diagnostik und Therapie entwickeln. Initiativen und Plattformen im Zürcher Innovationsökosystem fördern den Austausch zwischen Forschung, Startups, Investoren und Gesundheitsdienstleistern. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem neue Gesundheitslösungen nicht nur entwickelt, sondern auch schneller in reale Anwendung gebracht werden können. Cryodukt ist Teil dieser Entwicklung. Während Startups Technologien entwickeln und Forschungseinrichtungen neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, entstehen parallel Orte, an denen Menschen diese Innovationen tatsächlich erleben und in ihren Alltag integrieren können.
Biohacking und Longevity als neue Gesundheitskultur
Die wachsende Popularität von Biohacking und Longevity spiegelt einen breiteren kulturellen Wandel wider. Immer mehr Menschen wollen ihre Gesundheit aktiv gestalten, statt nur auf medizinische Behandlung zu reagieren. Für Kasper ist genau das der Kern des Ansatzes von Cryodukt. „Die Zukunft der Gesundheit liegt nicht nur in der Behandlung von Krankheit“, sagt sie. „Sie liegt auch darin, Menschen Werkzeuge zu geben, mit denen sie ihre Energie, Regeneration und langfristige Vitalität bewusst unterstützen können.“ Mitten im urbanen Umfeld beim Zürcher Viadukt zeigt Cryodukt damit, wie globale Trends rund um Longevity, Biohacking und technologiegestützte Prävention auch auf lokaler Ebene sichtbar werden – als Teil eines Gesundheits-Innovationsökosystems, das Forschung, Unternehmertum und praktische Anwendung miteinander verbindet.



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Es wird nun auch für Betriebe in der Romandie einfacher, Lebensmittelüberschuss im Kreislauf zu halten: Der in der Deutschschweiz bereits seit zwei Jahren etablierte B2B-Marktplatz circunis.ch ermöglicht neu auch Produzent*innen und Einkäufer*innen in der Romandie, überschüssige Waren zu verkaufen oder einzukaufen.
Lebensmittelüberschüsse und Nebenströme weiterverarbeiten oder haltbar machen: Eine Vision, die viele in der Lebensmittelbranche unterstützen, aber bisher nur mit viel Zusatzaufwand möglich war. Seit zwei Jahren bietet der B2B-Marktplatz Circunis eine einfach zugängliche Lösung für die Deutschschweiz: Produzent*innen erfassen ihre überschüssigen Lebensmittel online und die Lebensmittelverarbeitung, System- und Care-Gastronomie sowie der Grosshandel können diese dort anfragen und zu attraktiven Konditionen einkaufen. Jetzt öffnet sich der B2B-Marktplatz, der durch den Migros-Pionierfonds und die Seedling Foundation ermöglicht wird, auch für Betriebe in der Romandie.
Ein Marktplatz von nationaler Bedeutung
Rund zwei Drittel der vermeidbaren Lebensmittelverluste der Schweiz fallen in der Landwirtschaft, Verarbeitung und beim Gross- & Detailhandel an. Die Schweiz will die vermeidbaren Lebensmittelverluste mit dem Aktionsplan des Bundesamts für Umwelt BAFU bis 2030 halbieren. Circunis leistet dazu einen konkreten Beitrag, denn der B2B-Marktplatz etabliert seit 2024 die Grundlage für einen Kreislauf im Umgang mit Lebensmittelüberschuss. Und mit der Öffnung für die Romandie wird Lebensmittelüberschuss jetzt erstmals national sichtbar und handelbar. Ein tragfähiges System für die Schweiz kann nicht beim Röstigraben aufhören oder anfangen. Es braucht eine schweizweite Zusammenarbeit.
Erfolge in der Deutschschweiz führen zur schweizweiten Öffnung
Der B2B-Marktplatz hat sich in den vergangenen zwei Jahren in der Deutschschweiz erfolgreich etabliert: Allein im ersten Betriebsjahr konnten über 42 Tonnen Lebensmittelüberschüsse vermittelt werden, 84 Betriebe nutzen den Marktplatz regelmässig und Circunis ist in diversen Branchenorganisationen und Verbänden aktives Mitglied. «Durch die Öffnung haben interessierte Betriebe auf circunis.ch zukünftig noch mehr verschiedene Produkte zur Auswahl – und für Produzent*innen erhöhen sich die Chancen deutlich, rasch geeignete Abnehmer*innen für ihre Überschüsse zu finden», betont Co-Geschäftsführerin Aline von Jüchen die Vorteile.
Neue Co-Geschäftsführerin ist Ansprechperson für die Romandie
Für die Ausweitung und Kundenbetreuung in der Romandie ist die neue Co-Geschäftsführerin Aline von Jüchen verantwortlich. Sie hat bisher an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW diverse Projekte im Bereich Food und Nebenstromverwertung operativ geleitet und ist seit 1. März 2026 neu in der Geschäftsführung von Circunis – zusammen mit der bisherigen Geschäftsführerin Olivia Menzi. Aline von Jüchen ist sowohl im Wallis als auch in der Deutschschweiz zu Hause und schafft es, die Brücke über den Röstigraben zu schlagen.
Interessierte Betriebe finden den B2B-Marktplatz und alle Informationen auf circunis.ch.

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