Aktuelles
Zürich/Schlieren ZH – Forgis aus Schlieren ist unter den sechs internationalen Gewinnern der ABB Startup Challenge 2026. Forgis erhält 30’000 Dollar, um in Kooperation mit dem Züricher Konzern innerhalb von sechs Monaten seine zentrale Schnittstelle für die Automatisierung ganzer Fabriken weiterzuentwickeln.
(CONNECT) ABB hat die sechs Gewinner seiner Startup Challenge 2026 bekanntgegeben. Das ABB-Programm zeichnet weltweit eine neue Generation von Start-ups aus, die innovative, auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Lösungen zur Verbesserung von Energieeffizienz, Resilienz und Nachhaltigkeit in Industrie, Gebäuden und Stromnetzen entwickeln, und fördert diese. Das einzige Unternehmen aus einem deutschsprachigen Land ist die Forgis AG, die seit Dezember 2025 im Innovation Campus JED in Schlieren ansässig ist. Wie alle anderen Gewinner erhält auch Forgis von ABB 30'000 Dollar als Kooperationsfinanzierung, um innerhalb von sechs Monaten gemeinsam mit dem Konzern ein minimal funktionsfähiges Produkt (Minimum Viable Product, MVP) zu entwickeln.
Forgis arbeitet am Gehirn von Fabriken, einer zentralen Schnittstelle, die Maschinen aller Hersteller, die notwendigen Informationen und deren Logik miteinander verbindet. So soll aus isolierter Automatisierung ein Netzwerk intelligenter Organismen entstehen. Mithilfe von KI, die mit Industriedaten trainiert wurde, automatisiert Forgis Aufgaben, die üblicherweise Fachleute für Programmierung, Konfiguration, Inbetriebnahme und Diagnose erfordern. Die Plattform von Forgis erkennt Fehler frühzeitig und optimiert Rüstzeiten, Verfügbarkeit, Durchsatz, Qualität und Energieeffizienz. Weil Forgis laut ABB „Herstellern hilft, im Wettbewerb auf Basis von Intelligenz statt Arbeitskosten zu bestehen, unterstützt das Unternehmen damit die Rückverlagerung von Produktionsstätten und stärkt die Resilienz der Industrie“.
Zu den weiteren Gewinnern zählt Sesame Sustainability aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Dessen Plattform analysiert die Anlagen eines Unternehmens innerhalb weniger Tage und empfiehlt einen Dekarbonisierungsplan mit den kostengünstigsten Optionen für Elektrifizierung, Microgrids, Batteriespeicher und Lastmanagement.
MorphoAI aus New York automatisiert die Entwicklung von Leistungsschaltern und reduziert so den manuellen Arbeitsaufwand von Monaten auf wenige Stunden. Bisly aus der estnischen Hauptstadt Talinn hat eine auf digitalen Zwillingen basierende Gebäudeautomationsplattform entwickelt, die die Implementierung intelligenter Gebäudesysteme vereinfacht, indem sie die Planungs- und Inbetriebnahmearbeiten vor der eigentlichen Bauphase durchführt.
Die in Barcelona ansässige Firma eRoots Analytics hat die Erstellung digitaler Zwillinge für Leistungselektronik-Umrichter automatisiert und den Arbeitsaufwand von Wochen auf Stunden reduziert. Faraday Predictive aus dem britischen Cambridge überwacht mithilfe sensorloser, physikbasierter Technologie ganze Motorsysteme für die vorausschauende Wartung – ohne zusätzliche Hardware, ausschliesslich durch Spannungs- und Stromsignale. Dabei werden patentierte Algorithmen ohne weitere Kosten direkt in das ABB-Antriebsökosystem integriert. ce/mm

Das Forgis-Team ist unter den sechs internationalen Gewinnern der ABB Startup Challenge 2026. Bild: zVg/Forgis AG
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Zürich – Die Plattform Airlock von Ergon Informatik wird mit ihrer sicheren Zugriffssteuerung und Identifizierung nun als Dienstleistung aus der Cloud angeboten. Die Airlock-Software spart bei Nutzenden somit eine eigene Infrastruktur.
(CONNECT) Die Ergon Informatik AG mit Sitz in Zürich bietet ihre Plattform Airlock mit Identifizierungs- und Zugriffsfunktionen laut einer Mitteilung nun auch als SaaS-Version (Software als Dienstleistung) aus der Cloud an. Das Programm Airlock IAM as a Service kann grundsätzlich über Partner von Ergon Informatik erworben werden.
Nutzende benötigen mit der Auslagerung von Authentifizierung, Zugriffssteuerung und Benutzerverwaltung keine eigene entsprechende Infrastruktur mehr. Insbesondere Organisationen, die digitalen Service schnell bereitstellen wollen, können sich auf die gebotene Zugriffssicherheit verlassen, heisst es in der Mitteilung. „Viele Unternehmen möchten die Vorteile der Cloud nutzen, ohne Kompromisse bei Sicherheit, Integrationsfähigkeit oder Governance einzugehen“, wird Roman Hugelshofer, Managing Director bei Airlock, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Plattform verbindet genau diese Anforderungen: hohe Sicherheitsstandards, flexible Einsatzmöglichkeiten und einen zuverlässigen Betrieb.“
Die Plattform wird in der Schweiz betrieben und verarbeitet Daten in Übereinstimmung mit den rechtlichen Bedingungen in der Schweiz und der EU. Die neue Version verfügt über dieselbe Technologie wie die bereits bewährte On-Premises-Version, so das Unternehmen. Dies erspare Nutzenden die Implementierung neuer Software und ermögliche einen schnellen Wechsel zwischen On-Premises- und Cloud-Version. ce/ww

Die Ergon Informatik AG bietet ihre Software Airlock nun auch als Dienstleistung an; im Bild Roman Hugelshofer, Managing Director Application Security bei Ergon Informatik. Bild: zVg/Ergon Informatik AG
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Illnau / Frauenfeld – In Zusammenarbeit mit EggField bringt Pasta Premium eine neue Generation kochfester, pflanzlicher Teigwaren auf den Markt. Die Produkte werden unter der Marke ERNST lanciert und vereinen die Bissfestigkeit klassischer Teigwaren mit einer rein pflanzlichen Rezeptur. Sie wurden gezielt für den Einsatz in Gastronomie, Catering und Gemeinschaftsverpflegung entwickelt.
Die neuen ERNST Teigwaren basieren auf Hartweizengriess und Hülsenfruchtwasser (Aquafaba), einem Nebenprodukt aus der Verarbeitung von Hülsenfrüchten. Es übernimmt zentrale Funktionen des Ei’s und ermöglicht Teigwaren mit stabiler Struktur sowie hoher Koch-, Warmhalte- und Regenerierfähigkeit – entscheidend für den Einsatz im gastronomischen Alltag. Damit reagiert Pasta Premium auch auf volatile Ei-Verfügbarkeiten und schafft gleichzeitig eine ressourcenschonende, langfristig stabile Alternative.
„Unser Hülsenfruchtwasser ermöglicht die Funktionalität von Ei – ohne sensorische Kompromisse. Die Zusammenarbeit mit Pasta Premium zeigt, dass auch im Teigwaren-Bereich nachhaltige, skalierbare und überzeugende Lösungen möglich sind“, sagt Silvan Leibacher, CEO und Mitgründer von EggField. Für ERNST Teigwaren stand neben der Produktqualität die Praxistauglichkeit im Fokus. „Entscheidend war eine Lösung, die im Alltag der Profiküche funktioniert und zukunftsfähig ist“, sagt Sarah Anderhub, Marketingleiterin von ERNST Teigwaren. „Die neuen Teigwaren ermöglichen es unseren Kundinnen und Kunden, ihr Sortiment zu vereinfachen, flexibel auf unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse zu reagieren und konstant hohe Qualität zu liefern. Gleichzeitig setzen sie auf ein innovatives Schweizer Produkt mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis – qualitativ wie wirtschaftlich eine attraktive Lösung.“
Klassische Rezepturen im Bereich der Eierteigwaren werden dadurch nicht ersetzt; vielmehr bietet EggField dem Hersteller erstmals die Möglichkeit bei der Herstellung von kochstabilen Teigwaren auf den Zusatz von Hühnereiweiss zu verzichten. Für Gastronomiebetriebe vereinfacht die Umstellung Angebot und Prozesse: Die Teigwaren eignen sich als einheitliche Lösung für unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse – von klassisch bis pflanzlich. Dazu entfällt das Allergen Ei, was Deklaration, Einkauf und Lagerhaltung vereinfacht, ohne Anpassungen in Küche oder Rezeptur.

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Zürich – Die Otto Naegeli Stiftung vergibt ihren Preis für medizinische Forschung am 19. Mai an Paola Picotti. Die Professorin der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat eine Technologie entwickelt, mit der sie direkt aus Patientenproben Tausende von 3D-Proteinstrukturen auf einmal untersuchen kann.
(CONNECT) Paola Picotti wird mit dem Otto-Naegeli-Preis für medizinische Forschung 2026 ausgezeichnet. Er gilt als einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Preise der Schweiz, wird seit 2000 alle zwei Jahre verliehen und ist mit 200'000 Franken dotiert. Die Verleihung findet am 19. Mai in der ETH statt.
Die Ehrung würdigt laut einer Mitteilung der ETH einerseits die herausragenden Leistungen von Picotti und ihrer Gruppe bei der Entwicklung von Technologien der Massenspektrometrie und andererseits deren Anwendung bei der Erforschung menschlicher Krankheiten. „Bisherige Auszeichnungen haben sich vor allem auf technologische Durchbrüche oder auf unsere Beiträge zur biologischen Grundlagenforschung bezogen“, wird die ETH-Professorin zitiert. „Der Otto-Naegeli-Preis zeichnet nun aus, wie sich diese Entdeckungen auf die Biomedizin und schliesslich die menschliche Gesundheit auswirken. Das bedeutet mir viel.“
Ausserdem sei es „sowohl eine grosse Ehre als auch eine Verantwortung“, mit den bisher ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträgern in einer Reihe zu stehen. Unter den 43 Forschenden, die diesen Preis bisher erhalten haben, ist Picotti erst die siebte Frau.
Die Picotti-Gruppe wurde 2011 an der ETH gegründet. Mithilfe eines Massenspektrometers und der von ihr entwickelten LiP-MS-Technologie schuf Picotti schliesslich einen hochsensiblen, blitzschnellen Protein-Scanner, der Tausende von Proteinstrukturen gleichzeitig direkt aus Patientenproben untersuchen kann. So können Änderungen bei verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson festgestellt und Krankheitsmechanismen entschlüsselt werden.
Darüber hinaus hat der Ansatz neue Forschungsrichtungen eröffnet, etwa bezüglich der Untersuchung anderer Krankheiten wie Krebs oder der Identifizierung von Zielstrukturen für neue Wirkstoffe. Als nächstes will Picotti erforschen, wie man diese Strukturinformationen nutzen kann, um gezielt Wirkmoleküle zu designen, die die festgestellten Veränderungen korrigieren. ce/mm

Paola Picotti wird mit dem renommierten Otto-Naegeli-Preis für medizinische Forschung 2026 ausgezeichnet. Bild: Giulia Marthaler/ETH-Bibliothek/Wikimedia Commons
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Vor 5 Jahren wurde «Innovation Zurich» gegründet. An der Jubiläumsfeier am 14. April zeigte sich, wie lebendig und zukunftsgerichtet der Innovationsstandort Zürich ist. Rund 250 Gäste nahmen teil und erlebten einen Abend voller Impulse, Rückblicke und Ausblicke.
In ihrer Eröffnungsrede betont Regierungsrätin Carmen Walker Späh: «In fünf Jahren ist viel passiert.» Zürich hat sich mit seinem lebendigen Start-up-Ökosystem zu einem Hotspot in den Bereichen KI, Robotik, Life Sciences und der New Space Economy entwickelt.
Eine besondere Stärke des Kantons Zürich liegt in der engen Vernetzung der einzelnen Akteure: Neue Ideen werden mit dem nötigen Know-how und den passenden Kapazitäten zusammengebracht. In seinem Rückblick auf die letzten fünf Jahre zieht Markus Müller, Co-Leitung der Standortförderung, auch Schlüsse für die nächsten Jahre: Die Start-Up-Landschaft hat eine essenzielle Bedeutung für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes.
Jedes Zukunftsbild sei wie ein Turngerät, so Zukunftsforscherin Martina Kühne in ihrer Keynote. Wer sich gedanklich daran austobt, könne die Ideen für eine mögliche und wünschbare Zukunft entwickeln. Denn Martine Kühne weiss: «Zukunft passiert nicht einfach.»
Wie wichtig gemeinsames Anpacken für die Zukunft ist, zeigen die Interviews mit Zürcher Kollaborationspartnern. Die Fusion des ETH-Spin-offs Sevensense mit ABB verdeutlicht, wie wirkungsvoll das Zusammenspiel von Kapital und Erfindergeist ist. Heute sind rund 80 Prozent der autonomen Roboter, die ABB verkauft, von Sevensense. Das Start-Up «Prometheus Life Technologies», entwickelt eine Technologie, die die Schwerelosigkeit im All nutzt, um Organe in 3D wachsen zu lassen. Möglich war das dank des Parabelflugprogrammes im Innovationspark und mit der Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Center for Space and Aviation der Universität Zürich. Das Start-up Muvon entwickelte eine neuartige Methode zur Muskelregeneration mit körpereigenen Zellen. Für die kommerzielle Nutzung muss nun die Zellvermehrung automatisiert werden – eine Herausforderung, die Muvon gemeinsam mit der ZHAW angeht. Gelingt die Skalierung, könnte ein weit verbreitetes medizinisches Problem der Muskelschwäche gelöst werden.
Die drei Zürcher Start-ups – Sevensense, Muvon und Prometheus Life Technologies – stehen stellvertretend für die Innovationskraft des Kantons, sagt Samuel Mösle, Co-Leiter der Standortförderung, im Abschlussgespräch. Für ihn bewegen sich diese Entwicklungen «an den Grenzen der vorstellbaren Zukunft». Damit sich die Teilnehmenden aber die Zukunft von «Innovation Zurich» leichter vorstellen können, gibt Samuel Mösle einen Ausblick: die Website wird künftig – unterstützt durch Künstliche Intelligenz – noch interaktiver und vernetzender gestaltet.

Die zahlreichen Gäste hören Regierungsrätin Carmen Walker Späh gespannt bei ihrer Eröffnungsrede zu. Bild: Tim Love Weber

Gregory Hitz von Sevensense und Gregor Kumm von ABB erzählen die Geschichte ihres Kennenlernens. Bild: Tim Love Weber

Das Improvisationstheater anundpfirsich fasst zum Abschluss das Programm in humoristischer Weise zusammen. Bild: Tim Love Weber

Oliver Ullrich vom Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein und Cora Thiel der Universität Zürich berichten von ihrer Zusammenarbeit. Bild: Tim Love Weber

Lukas Neutsch von der ZHAW und Steve Kappenthuler von Muvon werden von Tobias Müller zu ihrer Zusammenarbeit interviewt (von links nach rechts). Bild: Tim Love Weber

Die Regierungsrätin Carmen Walker Späh begrüsst die Teilnehmenden in ihrer Eröffnungsrede. Bild: Tim Love Weber

Die Zukunftsforscherin Martina Kühne führt die Gäste in ihrer Keynote durch mögliche Zukunftsszenarien. Bild: Tim Love Weber
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Zürich – Die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich (UZH) hat den Frauenanteil bei den Neuberufungen auf Professuren in zwölf Jahren systematisch von 16 auf 64 Prozent angehoben. Nun bewirbt sie sich als erste Fakultät der Schweiz um das internationale Gütesiegel Athena Swan.
(CONNECT) Die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät (MNF) der UZH hat den Anteil ihrer Professorinnen in zwölf Jahren mehr als verdoppelt und den Anteil von Frauen bei den Neuberufungen auf 64 Prozent erhöht. 2014 lag der Anteil an Professorinnen an der MNF gerade einmal bei 16 Prozent. Wie die Hochschule in einer Mitteilung ausführlich darstellt, sind die aktuellen Zahlen das Ergebnis der damals eingeleiteten gezielten Rekrutierungs- und Evaluationsmassnahmen zur Angleichung der Geschlechterverhältnisse.
Nun bewirbt sich die MNF als erste Fakultät der Schweiz um das internationale Gütesiegel Athena Swan. Es ist nach der griechischen Göttin der Weisheit und dem Scientific Women's Academic Network (SWAN) benannt. Bereits seit Februar besuchen Vertreterinnen und Vertreter der 14 MNF-Institute erste Workshops mit Athena-Swan-Fachleuten.
Nach einem sogenannten Peer-Review-Prozess könnte die MNF Anfang 2027 ein Athena-Swan-Label erhalten. Das würde zu einer erhöhten Sichtbarkeit der UZH im internationalen Wettbewerb der besten Universitäten beitragen. Dabei „spielen viele Faktoren eine Rolle“, wird Roland Sigel, Chemieprofessor und seit 2017 Dekan der MNF, zitiert. „Der Award ist ein wichtiger Baustein, damit wir auch in Zukunft hervorragende Wissenschaftler:innen gewinnen können.“
Bereits heute sei Gleichstellung in der MNF bereits breit verankert, heisst es in der Mitteilung weiter, etwa im Alltag von Berufungen, Förderung und Personalentwicklung. Die datenbasierten Gleichstellungsmassnahmen hätten die MNF in den vergangenen Jahren sichtbar verändert. Davon profitieren auch Studierende und Nachwuchsforschende, denn „Vorbilder sind entscheidend“, so Jessy Duran Ramirez, Doktorandin und Co-Präsidentin der MNF-EDI-Kommission. „Wenn Studierende und Nachwuchsforschende Menschen sehen, die ihre Hintergründe teilen und erfolgreich sind, stärkt das Motivation, Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen.“ ce/mm

Die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät (MNF) der UZH hat den Anteil ihrer Professorinnen in zwölf Jahren mehr als verdoppelt und den Anteil von Frauen bei den Neuberufungen auf 64 Prozent erhöht. Bild: Frank Brüderli/Universität Zürich
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Dübendorf ZH – Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt hat nachgewiesen, dass aus Kühlschränken längst verbannte Chemikalien von der Industrie in bisher unterschätztem Umfang weiterverwendet werden. Diese Stoffe sind nicht nur ozonabbauend, sondern stark klimaschädlich.
(CONNECT) Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben in einer von ihnen geleiteten internationalen Studie anhand globaler Messungen gezeigt, dass sich die Ozonschicht sieben Jahre später vollständig erholen wird, als bisher angenommen. Wie die Empa in einer Mitteilung zusammenfasst, sind dafür sogenannte Feedstock-Chemikalien wie Tetrachlorkohlenstoff oder bestimmte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verantwortlich. Deren Verwendung in Alltagsprodukten wie Kühlschränken und Schaumstoffen war in der Folge des in den 1980er Jahren ausgehandelten und später verschärften Montrealer Protokolls weltweit verboten worden, weil sie die Ozonschicht schädigen.
Doch dienen diese Feedstock-Chemikalien in industriellen Prozessen weiterhin als Ausgangsstoffe für moderne Kältemittel und Kunststoffe. Die Studie weist jetzt aber nach, dass die produzierten Mengen und Leckraten deutlich unterschätzt wurden, und damit auch die Folgen: Nicht nur die seinerzeit von der Industrie prognostizierten 0,5 Prozent der produzierten Menge entweicht in die Atmosphäre, sondern jeweils 3 bis 4 Prozent. Für den besonders ozonschädlichen Tetrachlorkohlenstoff liegen die Emissionsraten sogar über 4 Prozent. Diese neuen Erkenntnisse stützen sich auf globale atmosphärische Messungen aus internationalen Netzwerken wie dem Advanced Global Atmospheric Gases Experiment, zu denen auch die Empa Messstation auf dem Jungfraujoch gehört.
Ausserdem nahm die Verwendung dieser Chemikalien nicht wie vorausgesagt ab, sondern zu, nämlich um 160 Prozent seit dem Jahr 2000. Dafür verantwortlich ist ein stark wachsender Einsatz in der Polymerindustrie, etwa für die Herstellung von Fluorpolymeren wie Teflon oder Polyvinylidenfluorid, ein wichtiges Material in Lithium Ionen Batterien von Elektroautos. „Diese Stoffe sind nicht nur ozonabbauend, sondern auch stark klimaschädlich“, wird Stefan Reimann, Atmosphärenforscher an der Empa und Hauptautor der Studie, zitiert.
Bleiben die Emissionen auf dem heutigen Niveau, würde sich die stratosphärische Ozonschicht erst um das Jahr 2073 vollständig erholen. Die Unsicherheitsspanne dieser Abschätzung reicht den Forschenden zufolge von sechs bis elf Jahren. „Das Montreal Protokoll war erfolgreich, weil Wissenschaft, Politik und Industrie eng zusammengearbeitet haben“, resümiert Reimann. „Eine solche Zusammenarbeit ist auch heute wieder entscheidend, um neue Herausforderungen anzugehen.“ ce/mm

Die hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch liegt auf 3580 Metern über dem Meeresspiegel auf einem Bergsattel in den zentralen Schweizer Alpen. Bild: Empa
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Wallisellen ZH/Tokio/San Francisco – TrendAI integriert die Künstliche Intelligenz (KI) von Anthropic namens Claude in seine gesamte Plattform für Cybersicherheit. Zudem arbeiten beide Unternehmen bei der Identifizierung von Sicherheitslücken in KI-Systemen zusammen.
(CONNECT) TrendAI hat laut seiner Mitteilung eine strategische Zusammenarbeit mit Anthropic aus San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien vereinbart. TrendAI ist seit Ende März der neue Name für das Enterprise-Geschäft von Trend Micro, dem von CEO Eva Chen geleiteten und weltweit tätigen japanischen Anbieter von Cybersicherheitslösungen und Schweizer Niederlassung in Wallisellen. Anthropic wurde von ehemaligen Mitarbeitenden von OpenAI, den Entwicklern von ChatGPT, gegründet, den Geschwistern Danila (Präsidentin) und Dario Amodei (CEO). Das Unternehmen entwickelt die KI-Modellreihe Claude.
Im Rahmen der Zusammenarbeit wird TrendAI die Grossen Sprachmodelle der Claude-Familie in seine gesamte Cybersicherheits-Plattform integrieren, um agentenbasierte Arbeitsabläufe, Automatisierung und KI-native Sicherheitsoperationen zu ermöglichen. Zudem wollen sich beide Unternehmen gemeinsam der gezielten Bedrohungsforschung widmen, um Schwachstellen in KI-Systemen und -Infrastrukturen zu identifizieren.
„Seit 35 Jahren ist TrendAI an der Spitze der Cybersicherheit“, wird Ash Alhashim, Head of Cybersecurity GTM bei Anthropic, zitiert. „Durch den Einsatz von Claude für TrendAI Vision One sowie Initiativen wie die TrendAI Zero Day Initiative und Pwn2Own treibt TrendAI die nächste Generation der Schwachstellenerkennung und -meldung voran – und verschafft den Verteidigern damit einen entscheidenden Vorteil”, erklärt Ash Alhashim, Head of Cybersecurity GTM bei Anthropic.
Chefin von TrendAI ist Rachel Jin, Chief Platform und Business Officer bei Trend Micro. Die Geschäftseinheit wird von Tokio aus geführt. Sie erklärt, dass TrendAI ins Leben gerufen wurde, „um den Bereich der KI-Sicherheit zu definieren. In der nächsten Phase geht es darum, diese Vision gemeinsam mit führenden Partnern wie Anthropic global zu skalieren. Unsere umfassende, strategische Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Abwehr und Innovation wird die Zukunft der KI-Sicherheit massgeblich gestalten.“
Trend Micro verstärkt sein Schweizer Team aktiv mit weiblichen Fachkräften, um Diversität in der Cybersicherheit zu fördern. Wie das Unternehmen im Januar 2026 mitteilte, gehört Anna Bliznina als Partner Development Manager neu zum Channel-Management. Das Unternehmen engagiert sich zudem durch Initiativen wie den Women in Cyber Day Switzerland dafür, den Frauenanteil in der Sicherheitsbranche zu erhöhen. ce/mm

TrendAI hat eine strategische Zusammenarbeit mit Anthropic vereinbart, im Bild Rachel Jin, Chief Enterprise Platform Officer bei Trend Micro. Bild: TrendAI
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Zürich/Schlieren ZH – Nureo aus dem Technopark Zürich hat die dritte Stufe von Venture Kick gewonnen und ist dafür mit 150’000 Franken ausgezeichnet worden. Das unterstützt das Start-up bei der Entwicklung der nächsten Generation von 3D-Werkzeugen. Sie sollen repetitive Aufgaben bei der Konstruktion automatisieren.
(CONNECT) Der Start-up-Förderer Venture Kick aus Schlieren spricht 150'000 Franken an nureo. Diese Summe ist verbunden mit dem Gewinn der dritten Stufe im Förderprogramm von Venture Kick. Damit kann das im Technopark Zürich ansässige ICT-Start-up seine 3D-Design-Werkzeuge für Ingenieurinnen und Ingenieure weiterentwickeln.
Laut einer Mitteilung will nureo damit den manuellen Aufwand bei der Erstellung von 3D-Modellen für Bauteile und Maschinen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Dabei soll generatives Design und automatisierte 3D-Design-Softwaren die Eingaben der Nutzenden in produktionsreife Geometrien übersetzen. Das soll die Produktivität steigern, Iterationszyklen, also den Prozess der wiederholten Anpassung und Verfeinerung des Entwurfs, beschleunigen und zur Standardisierung der Designqualität in Teams beitragen.
„Für uns war Venture Kick weit mehr als ein Förderprogramm“, wird Patrick Beutler zitiert, der das Unternehmen im Juni 2025 mitgegründet hat. „Durch den mehrstufigen Prozess aus Pitches, Expertenfeedback und gezieltem Coaching in den Kickers Camps wurde es zu einem wertvollen Rahmen, um unser Geschäftsmodell kontinuierlich zu hinterfragen, zu schärfen und weiterzuentwickeln.“
Die 150’000 Franken von Venture Kick werden genutzt, um das Team für Geschäfts- und technische Entwicklung auszubauen und das kommerzielle Wachstum zu beschleunigen. Dabei will nureo auf der starken initialen Marktvalidierung aufbauen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Überführung erfolgreicher Pilotprojekte in wiederkehrende Umsätze. Parallel dazu will nureo seine Präsenz auf internationalen Messen und Konferenzen erhöhen, die Vertriebspipeline skalieren und das Angebot weiterentwickeln. ce/mm

(v.l.n.r) Die Mitgründer COO Urs Hofmann, CTO Patrick Beutler und CEO Manuel Biedermann erhalten mit nureo 150'000 Franken von Venture Kick. Bild: zVg/Venturelab Ltd.
Aktuelles
Zürich – Securosys hat ein neues Schlüsselmanagement für die Verwaltung kryptografischer Assets lanciert. CyberVault KMS bietet ein Management in betriebsinternen, hybriden und Cloud-Umgebungen an, das auf den firmeneigenen Hardware Security Modulen (HSM) aufgebaut ist.
(CONNECT) Das Zürcher Unternehmen Securosys hat ein neues Schlüsselmanagement für die Verwaltung kryptografischer Assets lanciert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, basiert das neue Management auf firmeneigenen Hardware Security Modulen (HMS).
„Kryptografische Schlüssel bilden die Grundlage für digitales Vertrauen, doch ihr Management ist in vielen Organisationen noch fragmentiert und durch softwareseitige Einschränkungen geprägt“, wird Robert Rogenmoser, CEO von Securosys, in der Mitteilung zitiert. „Mit Securosys CyberVault KMS erweitern wir unsere HSM-Plattform um integrierte Key-Management-Funktionen, die eine strukturierte Verwaltung ermöglichen und gleichzeitig sicherstellen, dass alle kryptografischen Schlüssel innerhalb zertifizierter Hardware geschützt bleiben.“
CyberVault KMS baut auf drei Kernkomponenten des HSM auf. Das Management bietet dabei eine einheitliche Plattform, um kryptografische Schlüssel zu erzeugen, zu speichern, zu erneuern und zu verwalten. Gestützt auf zertifizierte Sicherheitsgarantien stellt die neue Komponente sicher, dass Schlüssel und Zertifikate unter der Kontrolle der Nutzer bleiben. Mit einem von Künstlicher Intelligenz unterstützten Kommunikationsinterface können Schlüssel auch mit natürlichen Sprachkommandos generiert und gesteuert werden. ce/ww

(v.l.n.r) Sebastian Fernandez (Cloud-/Softwareentwickler, Securosys SA), Sven Reiss (Geschäftsführer, Omnidia AG) und Robert Rogenmoser (Geschäftsführer, Securosys SA) während der Auftaktveranstaltung im Hauptsitz von Securosys. Bild: zVg/Securosys SA
Aktuelles
An der 14. Generalversammlung der FRZ Flughafenregion Zürich blickte das Wirtschaftsnetzwerk auf ein erfolgreiches Rekordjahr 2025 zurück. Zudem wurden drei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Der Fokus wird verstärkt auf Standortentwicklung und die Förderung junger Führungskräfte gelegt.
Kloten, 13. April 2026 – 226 Stimmberechtigte nahmen am Montag an der 14. Generalversammlung der FRZ Flughafenregion Zürich, Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung, im Radisson Blu Hotel Zurich Airport in Kloten teil. Präsident André Ingold eröffnete den Abend, gefolgt von Grussworten des Klotener Stadtpräsidenten René Huber. Er spricht über die Bedeutung Klotens als Standort für Wirtschaft und Innovation im Herzen der Flughafenregion. Derzeit boome in der Stadt der Wohnungsbau, was sehr positiv sei, stehen doch 40'000 Arbeitsplätze nur 23'000 Einwohnerinnen und Einwohner gegenüber.
Carmen Walker Späh, Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich, überbrachte die Grüsse des Kantons und hob die wirtschaftliche Dynamik der Flughafenregion hervor. Sie betonte den Switzerland Innovation Park Zurich in Dübendorf als aufstrebendes Zentrum der Space Economy. Ein Highlight sei die Ansiedlung von Starlab Space – ein Joint Venture von Airbus, Voyager Space, Mitsubishi und MDA Space –, das dort eine kommerzielle Raumstation entwickeln wollen. Ergänzt wird dies vom UZH Space Hub unter Prof. Dr. Oliver Ullrich, der durch Kooperationen mit Space Florida transatlantische Forschung und Logistik vorantreibt.
Monika Rühl, Geschäftsleitungsvorsitzende von economiesuisse, referierte in ihrer Keynote „Wirtschaftsstandort Schweiz: Wie bleiben wir Champion?“ über Herausforderungen und Chancen. Die exportstarke Schweizer Wirtschaft kämpfte mit geopolitischen Spannungen und Handelsbarrieren. Sie forderte ein Zollabkommen mit den USA sowie die Vertiefung der EU-Beziehungen durch Bilateralen III. Entscheidend für zukünftigen Wohlstand nannte sie geringe Bürokratie, hohe Innovationskraft und ausreichend Fachkräfte.
Rekordjahr 2025 und hohe Mitgliederzufriedenheit
Die Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard präsentierte eine starke Leistungsbilanz für das vergangene Jahr: 50 Events, über 5'600 Teilnehmende und ein Mitgliederwachstum auf 901 Unternehmen und Institutionen. Der Umsatz stieg auf über 2,8 Millionen Franken. Eine Umfrage bescheinigt dem Netzwerk Rekordwerte: 95 Prozent der Mitglieder sind sehr zufrieden, und für 80 Prozent ist die FRZ das Wirtschaftsnetzwerk erster Wahl. Zu den Höhepunkten zählten der 11. ImmoSummit sowie das 25. Wirtschaftsforum im Circle.
Standortentwicklung und die Vision «New Zurich»
Im Rahmen eines Strategie-Reviews hat die FRZ ihren Fokus geschärft und positioniert sich nun noch expliziter als treibende Kraft der Standortentwicklung. Ein zentraler strategischer Pfeiler ist dabei die Nachhaltigkeit. Mit einem neuen Fachbeirat und einem online verfügbaren «Nachhaltigkeits-Navigator» wird ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Best Practice in der Region gefördert. Das wichtigste Zukunftsprojekt ist die Entwicklungsstrategie «New Zurich», die seit 2022 mit 14 Gemeinden und externen Experten erarbeitet wurde. «Wir gehören zu den dynamischsten Regionen der Schweiz. Wachstum allein reicht nicht mehr. Entscheidend ist, wie wir die Region nachhaltig weiterentwickeln», erklärte Kindermann Leuthard. Der offizielle Launch des Readers «New Zurich» erfolgt am 10. Juni 2026 am 12. ImmoSummit in Dübendorf.
Ehrenmitgliedschaft und neue Kräfte im Vorstand
Einen emotionalen Moment markierte die Verabschiedung der Vorstandsmitglieder Edith Zuber, Peter Spörri und Thomas Peter. Letzterer wurde für sein prägendes Engagement seit der Gründung zum Ehrenmitglied ernannt. Mit frischer Energie verstärken fortan drei neu gewählte Persönlichkeiten den Vorstand: Stefan Ammann (Geschäftsführer dormakaba Schweiz AG), Marc Osterwalder (neuer Verwaltungsdirektor Stadt Kloten) und Roman Schmid (Stadtpräsident Opfikon-Glattbrugg). André Ingold wurde von den Stimmberechtigten als Präsident bestätigt. Ebenso genehmigte die Versammlung die Jahresrechnung 2025 sowie alle weiteren Geschäfte.
Nachwuchsförderung und Ausblick
Um die Zukunft des Netzwerks zu sichern, investiert die FRZ gezielt in junge Talente. Das Format «FRZ NXTwork» sowie ein Mentoring-Programm mit rund 100 erfahrenen Mentorinnen und Mentoren richten sich an Führungskräfte zwischen 20 und 40 Jahren. Jorin Lecaj wurde zudem als neue FRZ Ambassadorin begrüsst. Mit einem grossen Dank an das Team, die Sponsoren und Partner schloss Präsident André Ingold den offiziellen Teil. Bevor der Abend beim Networking und einem Auftritt des Improtheaters «anundpfirsich» ausklang, fasste CEO Rahel Kindermann Leuthard zusammen: «Vom Talent zum Champion – das ist kein Versprechen für morgen, sondern eine Entscheidung, die wir heute treffen.»
Über die FRZ Flughafenregion Zürich
Die FRZ Flughafenregion Zürich ist das führende Wirtschaftsnetzwerk im dynamischsten Wirtschaftsraum der Schweiz. Mit 901 Mitgliedern – Unternehmen, Städte und Gemeinden sowie Organisationen – verbindet die FRZ EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die 14 Städte und Gemeinden, die das Kerngebiet und die Trägerschaft des Vereins FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk und Standortentwicklung – bilden, umfassen Bachenbülach, Bassersdorf, Bülach, Dietlikon, Dübendorf, Kloten, Nürensdorf, Oberglatt, Opfikon, Rümlang, Volketswil, Wallisellen, Wangen-Brüttisellen sowie Winkel.

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Zürich – Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) hat im vergangenen Jahr rund 4000 Fachkräfte ausgebildet und die Kooperation zwischen Wissenschaft und Politik gestärkt. Zudem erkannte sie 46 Ausgründungen an, wie aus ihrem Geschäftsbericht hervorgeht.
(CONNECT) Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) legt in ihrem Geschäftsbericht 2025 Umfang, Bandbreite und Qualität ihrer Leistungen des vergangenen Jahres dar. Demnach hat sie auch 2025 wieder rund 4000 Master- und Doktoratsabschlüsse vergeben, darunter an die ersten im Masterstudiengang Quantum Engineering. Fast 100 Prozent dieser Absolventinnen und Absolventen sind nach einem Jahr als Fachkräfte angestellt, rund 80 Prozent davon in der Schweiz.
Im sechsten Jahr in Folge lag der Frauenanteil für die neu ernannten Professorinnen und Professoren mit 44 Prozent über dem Zielwert von 40 Prozent – „ein starkes Ergebnis, das uns stolz macht“, wird ETH-Präsident Joël Mesot in einer Mitteilung zitiert. Im Oktober gründete die ETH die Albert Einstein School of Public Policy, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik zu stärken. Neu ist auch, dass ein Nachhaltigkeitsrat die Schulleitung berät.
2025 erkannte die ETH die rekordhohe Zahl von 46 Ausgründungen an. Und das Robotics und AI Institute eröffnete an der ETH seinen zweiten Sitz nach dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Zu ihren besonderen Forschungserfolgen des Jahres zählt die Hochschule einen Mikroroboter, der Medikamente in Blutgefässe transportiert und sich danach auflöst. Zudem entstanden lebende Materialien, die CO2 binden. Und mit Apertus veröffentlichten die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne (EPFL) zusammen mit dem Swiss National Supercomputing Centre das erste vollständig offene und mehrsprachige Sprachmodell und setzte dabei einen Meilenstein für eine transparente und vielfältige generative Künstliche Intelligenz.
Die ETH Zürich erzielte einen Gesamtertrag von 2051 Millionen Franken. Davon wurden 1385 Millionen Franken durch Bundesmittel finanziert. Die übrigen 666 Millionen Franken sind Drittmittelerträge. ce/mm

Die ETH Zürich stärkt den Innovationsstandort Schweiz durch zahlreiche Absolventen, Rekord-Ausgründungen und enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Politik. Bild: Alessandro Della Bella/ETH Zürich
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