Aktuelles
Schlieren ZH – InSphero bringt seine neue Technologie zur Beurteilung gastrointestinaler Risiken von Wirkstoffen auf den Markt. Dafür wurde die arm-Organoid-Plattform der jüngst akquirierten Lausanner Firma DOPPL mit InSpheros standardisierten und automatisierten Sicherheitsprüfungen kombiniert.
(CONNECT) InSphero hat die Markteinführung einer neuen standardisierten Hochdurchsatz-Screening-Lösung für die Arzneimittelforschung bekanntgegeben. Die 3D InSight Drug-Induced Gastrointestinal Toxicity (DIGIT)-Plattform erkennt gastrointestinale Risiken frühzeitig in der Wirkstoffforschung. Weil ein solches In-vitro-Werkzeug bisher fehlte, zählt die toxische Wirkung von Arzneimitteln im Magen-Darm-Trakt zu den häufigsten Ursachen für Dosisbegrenzungen und den Abbruch klinischer Studien noch in späten Phasen. Diese Lücke will die 2009 gegründete und im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässige Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich mit ihrer DIGIT-Plattform jetzt schliessen.
Sie kombiniert patienteneigene humane Darmorganoide, die auf der skalierbaren Gri3D-Technologie kultiviert werden, mit automatisierter phänotypischer Bildgebung in Einzelorganoidauflösung. Für ein Sicherheitsprofiling, das auch die Leberrisiken einbezieht, kann die neue Darmplattform zusammen mit InSpheros etabliertem 3D InSight DILI-Testing eingesetzt werden, das auf 3D-Mikrogeweben der Leber basiert.
Die neue DIGIT-Plattform resultiert aus der kürzlich erfolgten Übernahme von DOPPL. Der Lausanner Organoid-Spezialist hatte mithilfe seiner proprietären Gri3D-Plattform umfassende Expertise bezüglich patientenbasierter Darmmodelle aufgebaut, die vorwiegend in kundenspezifischen Forschungsprojekten eingesetzt wurden.
„Mit der Übernahme von DOPPL war unsere Vision klar“, wird David Fluri, Vizepräsident Modellinnovation und Kommerzialisierung bei InSphero, zitiert. „Wir wollten deren Expertise bei patienteneigenen Darmorganoiden mit unserem bewährten Betriebsmodell für standardisierte Sicherheitsprüfungen kombinieren.“ Heute sei diese Vision Realität. Dabei handele es sich nicht nur um ein blosses Rebranding, so Fluri: „Unsere Teams haben eine wirklich integrierte Lösung entwickelt, die dieselbe Präzision und Benutzerfreundlichkeit, die unseren DILI-Service zum Goldstandard gemacht hat, auf ein völlig neues Organsystem überträgt.“ ce/mm

(v.l.n.r) Dr. Jan Lichtenberg (CEO und Co-Founder), Dr. Wolfgang Moritz (Head of External Collaborations, Co-Founder) und Dr. Frauke Greve (Senior Product Manager) lancieren mit InSphero eine Plattform für gastrointestinale Toxizität. Bild: zVg/InSphero AG
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Winterthur – Das Start-up Binabik hat den Technopark Winterthur als Standort gewählt. Die Ansiedlung der Ausgliederung aus dem ZHAW Center for Artificial Intelligence entwickelt mit agentischer Künstlicher Intelligenz (KI) ein Gehirn für humanoide Roboter, das sie autonom und flexibel handlungsfähig macht.
(CONNECT) Das Deeptech-Start-up Binabik hat als Gründungsort Winterthur gewählt. Das im Januar 2026 aus der Taufe gehobene Unternehmen ist eine Ausgründung des ebenfalls frisch gegründeten Centre for Artificial Intelligence der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Die Ansiedlung im Technopark Winterthur wurde von den beiden Standortförderern Greater Zurich Area und House of Winterthur begleitet.
Wie es in einer Mitteilung heisst, sei für die Standortwahl die Nähe zur ZHAW ebenso ausschlaggebend gewesen wie der Zugang zum Zürcher Technologie-Ökosystem. „Winterthur bietet die ideale Kombination aus industrieller Tradition und technologischer Innovation“, wird CEO Jorgen Peña Queralta zitiert. Für Jakob Bächtold, den Geschäftsführer und Leiter Wirtschaft bei House of Winterthur, unterstreicht die Ansiedlung von Binabik „die wachsende Bedeutung Winterthurs im Bereich KI und Robotik. Die Verbindung von ZHAW, Technopark und einem aktiven Startup-Ökosystem schafft ein Umfeld, in dem Deep-Tech-Unternehmen nicht nur ankommen, sondern wachsen können.“
Binabik entwickelt mithilfe von physischer KI einen sogenannten Agentic Brain. Diese Orchestrierungsplattform ermöglicht es mobilen humanoiden Robotern, situativ zu handeln, mit Menschen zu agieren und Aufgaben auch ohne erneutes Training zu bewältigen. So übernehmen Binabik-Roboter sich wiederholende Aufgaben wie Sortieren und Beladen. Damit will das Start-up dem Fachkräftemangel in der Logistik und der Produktion begegnen und bestehende Teams entlasten. Das fünfköpfige Gründungsteam will im kommenden Jahr auf 15 Personen wachsen. ce/mm

Das Team von Binabik. Bild: zVg/House of Winterthur
Aktuelles
Winterthur – Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat bei einer Umfrage festgestellt, dass ein stärker saisonal ausgerichtetes Lebensmittelangebot mehrheitlich positiv oder neutral bewertet wird. Dabei akzeptieren ältere Menschen eine geringere Vielfalt eher als jüngere.
(CONNECT) Die Mehrheit der Bevölkerung unterstützt ein saisonales Angebot im Gemüseregal oder steht dem zumindest neutral gegenüber. Dass Saisonalität für viele Menschen ein wichtiger Orientierungspunkt bei ihrem Einkauf ist, geht aus einer Umfrage der ZHAW hervor, über die sie in einer Mitteilung berichtet. Daran nahmen im November 2025 insgesamt 3001 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.
Viele der Befragten trauen sich zu, sich auch mit einer reduzierten Auswahl abwechslungsreich zu ernähren. Dabei ist die Akzeptanz eines reduzierten saisonalen Angebots bei über 60-Jährigen mit 87,6 Prozent deutlich höher als bei den 18- bis 39-Jährigen mit 69,9 Prozent. „Wer weiss, wie man mit saisonalen Lebensmitteln kocht und plant, akzeptiert eine kleinere Auswahl deutlich eher“, wird Studienleiterin Pia Furchheim zitiert. Sie ist Professorin für Consumer Behavior an der ZHAW School of Management and Law.
Doch allein das Wissen um die ökologische Sinnhaftigkeit eines saisonalen Einkaufszettels reicht den Ergebnissen zufolge noch nicht aus, damit sich ein Haushalt bereitwillig auf jahreszeitlich in der Region verfügbare Lebensmittel beschränkt. Für eine stärkere Verankerung saisonaler Ernährung braucht es den Ergebnissen zufolge vor allem praktische Orientierung im Alltag. Demnach wünschen sich die Befragten eine klare Kennzeichnung saisonaler Produkte, transparente Kommunikation bei Nichtverfügbarkeit sowie einfache Hilfestellungen für Einkauf und Planung.
Die Bereitschaft zur Veränderung ist also vorhanden, so die ZHAW. Entscheidend sei, wie gut sich saisonale Ernährung im Alltag umsetzen lässt. „Für Handel und Kommunikation ergibt sich daraus ein klarer Auftrag“, folgert Furchheim.
Die Studienergebnisse und weiterführende Fragestellungen werden am Forum zur Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft am 22. April 2026 im SQUARE der Universität St.Gallen diskutiert, unter Federführung der OST – Ostschweizer Fachhochschule und der ZHAW. Die Konferenz wird vom Circular Lab durchgeführt, einem Hub aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Organisationen. Sein Ziel ist es, die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in der lokalen Wirtschaft voranzutreiben. ce/mm

Eine ZHAW-Umfrage zeigt, dass die Mehrheit ein saisonales Gemüseregal positiv oder neutral bewertet und ältere Menschen geringere Vielfalt eher akzeptieren als jüngere; im Bild die Studienleiterin und Professorin Consumer Behavior Pia Furchheim. Bild: ZHAW
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Thalwil ZH – U-blox analysiert, wie Signale aus niedrigen Erdumlaufbahnen (Low Earth Orbit, LEO) bestehende satellitengestützte Navigationssysteme (GNSS) ergänzen können. Ziel ist es, leistungsfähige und robuste Lösungen für die Positionierung weiterzuentwickeln, die für den Massenmarkt geeignet sind.
(CONNECT) U-blox untersucht im Rahmen des Navigation Innovation and Support Program (NAVISP), Element 2 (EL2), die Rolle von LEO-Signalen in mehrschichtigen Positionierungsarchitekturen. Das Programm wird laut einer Mitteilung des Anbieters von Positionierungs- und Kurzstreckenkommunikationstechnologien für die Automobil-, Industrie- und Konsumgütermärkte von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) kofinanziert.
Im Rahmen des Projekts untersucht u-blox unter anderem die Beobachtung und Charakterisierung neuer LEO-Signale, die Analyse ihres Zusammenspiels mit GNSS-Messdaten sowie die Auswirkungen der dynamischen Satellitengeometrie auf die Positionsgenauigkeit. Darüber hinaus werden verschiedene Systemansätze zur Integration von LEO-Signalen in künftige Plattformen analysiert, unter anderem im Hinblick auf die Einbindung in die GNSS-Plattform X20.
Hintergrund des Projekts ist die zunehmende Bedeutung von LEO-basierten Signalen als Ergänzung zu etablierten GNSS-Systemen wie Galileo. Aufgrund ihrer geringeren Umlaufhöhe bieten LEO-Satelliten stärkere Signale und eine sich schnell verändernde Satellitengeometrie. Diese Eigenschaften können die Leistungsfähigkeit von Positionierungssystemen insbesondere hinsichtlich Konvergenzgeschwindigkeit, Robustheit und Genauigkeit unter schwierigen Empfangsbedingungen verbessern. GNSS bleibt dabei weiterhin die Grundlage globaler Positionsbestimmung.
Einen wichtigen Schritt stellt der Start der ersten beiden LEO-Satelliten der Celeste-Mission (IOD-1 und IOD-2) durch die ESA am 28. März 2026 dar. Damit wurde ein erster Schritt unternommen, Navigationssignale aus niedrigen Erdumlaufbahnen in operative Positionierungssysteme zu integrieren.
„Unsere Arbeit im Rahmen von ESA NAVISP hilft uns, besser zu verstehen, wie neue Signalquellen GNSS ergänzen und zu einer robusteren und zuverlässigeren Positionsbestimmung beitragen können“, wird Jani Käppi zitiert, Leiter Technologie Positionierung bei u-blox. ce/ja

U-blox untersucht im ESA-Programm NAVISP und im Rahmen der Celeste-Mission das Zusammenspiel von LEO-Signalen und GNSS; im Bild der Start der Celeste-Mission mit der Electron-Rakete von Rocket Lab. Bild: Rocket Lab/ESA
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Adliswil ZH/Amsterdam/Rotterdam – Die Innovationsagentur der Niederlande fördert das e-SAF-Projekt von Metafuels mit 1,92 Millionen Euro. Im Hafen von Rotterdam wird das Unternehmen aus Adliswil ab 2028 aus grünem Methanol seinen synthetischen Flugtreibstoff Aerobrew herstellen.
(CONNECT) Metafuels kann die Entwicklung seines Turbe-Projekts im Hafen von Rotterdam mit einem Zuschuss von 1,92 Millionen Euro fortsetzen. Diesen stellt die staatliche niederländische Innovationsagentur Rijksdienst voor Ondernemend Nederland laut einer Mitteilung des in Adliswil ansässigen Unternehmen für die Errichtung einer Anlage für Aerobrew, den synthetischen nachhaltigen Flugkraftstoff (e-SAF) von Metafuel, zur Verfügung. Die Anlage entsteht im Hafen von Rotterdam auf dem Gelände des auf die Lagerung von flüssigen Energieträgern und Chemikalien spezialisierten Amsterdamer Unternehmens Evos.
Turbe wird der erste kommerzielle Einsatz der proprietären Methanol-zu-Jet-Technologie von Metafuels sein und ist als Blaupause für zukünftige Grossanlagen konzipiert. In Phase 1 soll diese Anlage ab 2028 täglich aus grünem Methanol 10 Tonnen synthetisches Flugbenzin produzieren. Phase 2 startet drei Jahre später. Dann soll die Produktion auf mindestens 100 Tonnen täglich hochgefahren werden.
„Das Projekt profitiert von Rotterdams erstklassiger Infrastruktur und steht im Einklang mit Europas Ziel, kohlenstoffarme Kraftstoffe im Rahmen von Initiativen wie ReFuelEU Aviation zu skalieren“, so Metafuels in der Mitteilung. „Diese Förderung unterstützt wichtige Entwicklungsaktivitäten auf unserem skalierbaren, kostengünstigen Weg zur Dekarbonisierung der Luftfahrt.“
Das neuartige katalytische System basiert auf Fortschritten in der Nanotechnologie und bildet das Herzstück von Aerobrew. Die Technologie wurde von Metafuels gemeinsam mit dem Paul Scherrer Institut in einer 2025 in Betrieb genommenen Pilotanlage auf dessen Gelände in Villigen AG validiert. Das Bundesamt für Energie fördert das Projekt mit 4,4 Millionen Franken.
Im Februar 2026 hat Metafuels in einer Finanzierungsrunde 24 Millionen Dollar erhalten. Damals sagte CEO Saurabh Kapoor: „Mit Aerobrew schaffen wir einen Weg, der es Fluggesellschaften ermöglicht, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren, ohne ihre Betriebsabläufe zu ändern. Er hat das Potenzial, die Zukunft des Flugverkehrs grundlegend zu verändern." ce/mm

Metafuels will im Hafen von Rotterdam ab 2028 aus grünem Methanol seinen synthetischen Flugtreibstoff Aerobrew herstellen; im Bild der Euromax-Terminal in Rotterdam. Bild: Eric Bakker/Port of Rotterdam
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Zürich/Schlieren ZH – Forschende der Universität Zürich haben gezeigt, dass eine Transplantation von Darmbakterien bei Krebserkrankten eine Immunantwort auslösen kann. Dabei ist nicht die Zusammensetzung des übertragenen Darmbioms entscheidend, sondern auf welches Immunsystem es trifft.
(CONNECT) Ein Team von Gastroenterologen der Universität Zürich (UZH) hat laut einer Mitteilung einen Weg gefunden, um bei Patientinnen und Patienten, bei denen eine Krebs-Immuntherapie bisher erfolglos war, eine Immunantwort auszulösen. Der Weg zeigte sich im Rahmen des Zürcher Microbiom-Projekts, das von 2022 bis Ende 2025 vom Comprehensive Cancer Center Zurich mit 1,65 Millionen Franken gefördert wurde. Dabei untersuchte ein interdisziplinäres Team am Universitätsspital Zürich und an der UZH, ob das Darmmikrobiom, also die Gesamtheit der Bakterien im Darm, für die Immunantwort eine Rolle spielt. Denn in den vergangenen Jahren war in Studien weltweit beobachtet worden, dass Darmbakterien das Immunsystem weit stärker beeinflussen, als bisher angenommen.
Von dem Zürcher Team erhielten Patientinnen und Patienten, deren Tumor unter einer laufenden Immun-Checkpoint-Blockade nicht reagiert hatte, zusätzlich einen fäkalen Mikrobiota-Transfer (FMT). Dabei wurde ihnen per Darmspiegelung das Mikrobiom einer Person übertragen, bei der diese Immuntherapie erfolgreich verlaufen war. Das Ergebnis: die Krebstherapie zeigte bei jeder zweiten bis dahin therapieresistenten Person plötzlich Wirkung.
Zunächst glaubten die Forschenden, dass die exakte Zusammensetzung des Mikrobioms den Unterschied macht. Stattdessen ist den neuen Daten zufolge entscheidend, auf welches Immunsystem das Transplantat trifft. Krebspatientinnen und -patienten mit einer bestimmten Population an Monozyten im Darm sowie einer hohen Diversität der T-Zell-Rezeptoren profitierten deutlich häufiger.
„Der Transfer veränderte die immunologischen und metabolischen Gegebenheiten so, dass die bestehende Therapie wirksam werden konnte“, wird Michael Scharl zitiert. Er ist UZH-Professor für Translationale Mikrobiomforschung und Gastroenterologe am Universitätsspital Zürich. Ein FMT schafft demnach keine neuen immunologischen Fähigkeiten – er mobilisiert vorhandene.
Um bisher therapieresistenten Personen eine zweite Chance zu geben, wurde laut UZH die nächste klinische Studie bereits eingeleitet: Gemeinsam mit der in Schlieren ansässigen ZüriPharm AG, Mitglied des Bio-Technoparks Schlieren-Zürich, sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, den FMT perspektivisch in die klinische Routine zu überführen. ce/mm

Eine Transplantation von Darmbakterien kann bei Krebserkrankten eine Immunantwort auslösen. Symbolbild: silviarita/Pixabay
Aktuelles
Zürich/London – Die Connectome GmbH hat sich in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 2 Millionen Dollar gesichert. Das Unternehmen will seine Plattform zum Messen kognitiver Leistungsfähigkeit weiter ausbauen. Mit den erweiterten Erkenntnissen soll die kognitive Gesundheit geschützt werden.
(CONNECT) Die in Zürich und London ansässige Connectome GmbH hat sich in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 2 Millionen Dollar sichern können, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mit dem Geld will das NeuroTech-Start-up seine Plattform zum Messen kognitiver Leistungsfähigkeit weiter ausbauen. Die Finanzierung wurde von Redstone angeführt. Es beteiligten sich weiter Concept Ventures, Octopus, Node Ventures, The Players Fund sowie weitere Investoren und erfahrene Business Angels aus verschiedenen Ländern.
Connectome wurde 2024 von den Neurowissenschaftlern Lucas Scherdel und Rufus Mitchell-Heggs gegründet. Ziel des Unternehmens ist die Untersuchung kognitiver Leistungsfähigkeit. Dabei sollen Einblicke in die Unterschiede der Gehirnaktivität innerhalb von Individuen und deren Veränderungen in Abhängigkeit von Lebensstil, Umwelt und Gesundheit gewonnen werden. In der Folge wollen die Beteiligten kognitive Funktionen verstehen, überwachen und verbessern, um eine Krankheitsprophylaxe vornehmen zu können und somit die kognitive Gesundheit zu schützen.
„Unsere Umwelt und die Technologien stellen heute beispiellose Anforderungen an das Gehirn, doch uns fehlen alltägliche Möglichkeiten, Veränderungen frühzeitig zu erkennen oder die kognitive Gesundheit langfristig zu schützen“, wird Lucas Scherdel, CEO von Connectome, in einem Artikel von EU-Startups zitiert. „Connectome wurde entwickelt, um diese Lücke zu schliessen. Durch die langfristige Messung der Hirnfunktion gehen wir über isolierte Momentaufnahmen hinaus und erstellen personalisierte Modelle der Hirnfunktion, die das Potenzial haben, die zukünftige klinische Versorgung und den Krankheitsverlauf zu verbessern. Das Verständnis des Gehirns ist kein Nischenthema mehr – es ist essenziell für das menschliche Wohlbefinden und die Resilienz der Gesellschaft.“ ce/ww

Die Connectome GmbH will mit frischem Kapital seine Plattform zum Messen kognitiver Leistungsfähigkeit weiter ausbauen. Symbolbild: jarmoluk/Pixabay
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Bubikon ZH/Omaha/New York – Die Acutronic Holding AG hat von InterAlpen Partners und Hale Capital Partners aus den USA eine Investition von insgesamt 25 Millionen Dollar erhalten. Damit will der arrivierte Schweizer Zulieferer der globalen Rüstungsindustrie Produktion und Wachstum ankurbeln.
(CONNECT) Die Risikokapitalfirma InterAlpen Partners aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska hat in die Acutronic Gruppe investiert. Die New Yorker Hale Capital Partners haben sich an dieser Investition beteiligt. Insgesamt brachten beide 25 Millionen Dollar auf, um das Unternehmen aus Bubikon zu unterstützen, das Antriebs-, Simulations- und Bewegungssteuerung vor allem für Drohnen an die grössten Rüstungskonzerne der Welt liefert. Die Acutronic-Gruppe wurde 1983 gegründet. Sie beschäftigt an ihren Hauptsitzen in Bubikon und Austin sowie an den weiteren Standorten in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania, in Deutschland, Frankreich und Indien rund 350 Mitarbeitende.
Wie CEO Florian Aigrain dazu in einer Mitteilung ausführt, stattet diese Investition sein Unternehmen „mit dem nötigen Kapital und der strategischen Unterstützung aus, um die aktuellen Anforderungen zu erfüllen: die weltweit besten Mikroturbinen zu bauen, unsere europäische Marktpräsenz auszubauen und in zukunftsweisende Technologien zu investieren, um die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen.“
Wie es weiter heisst, gehe Acutronic aus einer Position der Stärke in diese Partnerschaft. 2025 verzeichnete das Unternehmen im vierten Jahr in Folge Rekorde bei Umsatz, Auftragseingängen, Gewinn und konnte in diesem Zeitraum auch die EBITDA-Marge Jahr für Jahr steigern. Die Investition erfolge zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die globale Verteidigung, da nun vornehmlich „verbrauchbare“ Systeme und Einweg-Angriffsdrohnen in grosser Stückzahl eingesetzt würden. Das Werk des Unternehmens im texanischen Austin sei eines der wenigen in den USA, das in der Lage sei, kleine Strahltriebwerke in dem Umfang in Serie zu produzieren, der für „kostengünstige Massenstrategien“ erforderlich sei.
„Der strukturelle Wandel in der Art und Weise, wie Nationen Krieg führen und Gegner abschrecken, ist kein vorübergehender Trend – es handelt sich um einen Generationenwandel“, wird Investor Stephen George von InterAlpen Partners zitiert. „Acutronic steht dabei im absoluten Zentrum: Das Unternehmen liefert Antriebstechnik, Simulationsinfrastruktur und Hardware für autonome Systeme, die Verteidigungspolitik in operative Realität umsetzen.“ ce/mm

US-Investoren haben 25 Millionen Dollar in Acutronic investiert. Symbolbild: Rock Staar/Unsplash
Aktuelles
Schlieren ZH/New York – Die Biognosys Group aus Schlieren ist neu Teil der globalen Kooperation LITE der Michael J. Fox Foundation. Die rund 50 Partner arbeiten in offenem Austausch an Biomarkern für das Ziel-Gen LRRK2, das als vielversprechender Therapieansatz gegen Parkinson gilt.
(CONNECT) Biognosys hat seine Zusammenarbeit mit der Michael J. Fox Foundation (MJFF) zur Förderung der Parkinson-Forschung bekanntgegeben. Im Rahmen des globalen Kooperationsprojekts LITE (LRRK2 Investigative Therapeutics Exchange) der Stiftung will die im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässige Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit ihren Proteomik-Plattformen SISCAPA und TrueSignature dazu beitragen, bessere Biomarker für die Parkinson-Krankheit zu entwickeln. Dabei geht es darum, die Entwicklung von Therapien, die auf LRRK2 abzielen, zu beschleunigen und zuverlässige Biomarker zu identifizieren und zu optimieren.
Wenn Veränderungen oder Mutationen im LRRK2-Gen auftreten, kann das Protein überaktiv werden und normale Zellprozesse stören. Diese Mutationen zählen zu den bekanntesten Ursachen der erblichen Parkinson-Krankheit. Von einer LRRK2-hemmenden Therapie könnten darüber hinaus jedoch noch erheblich mehr Personen profitieren. Denn zunehmende Hinweise deuten darauf hin, dass ein überaktiver LRRK2-Signalweg auch bei Menschen ohne erbliche Mutationen zu Parkinson beitragen kann.
Doch die Entwicklung von Biomarkern zur Messung der Aktivität von LRRK2 hat sich als äusserst schwierig erwiesen. Hier will Biognosys einen entscheidenden Beitrag leisten: Das Unternehmen geht davon aus, dass seine hochempfindlichen, zielgerichteten Proteomik-Plattformen SISCAPA und TrueSignature dafür geeignet sind, die kooperative Forschung zu beschleunigen. Zu diesem Zweck haben sich im LITE-Projekt über 50 Partner aus Wissenschaft, Industrie und Klinik dazu verpflichtet, ihre Ressourcen, Bioproben, Werkzeuge und Ergebnisse von Anfang an nahezu in Echtzeit zu teilen.
„Eine erfolgreiche klinische Entwicklung erfordert nicht nur vielversprechende Therapieansätze, sondern auch zuverlässige Instrumente, um zu messen, ob diese Therapien die beabsichtigte biologische Wirkung erzielen“, wird Dr. Oliver Rinner, Senior Vice President von Biognosys, zitiert. „Durch die Kombination der Expertise von Biognosys im Bereich der hochsensitiven, quantitativen Proteomik mit dem kollaborativen LITE-Rahmenwerk der MJFF wollen wir die Entwicklung von Biomarkern beschleunigen, die die Parkinson-Medikamentenentwicklung sinnvoll steuern und das Risiko klinischer Studien minimieren können.“ ce/mm

Biognosys forscht mit der Michael-J.-Fox-Stiftung an Biomarkern für Parkinson. Symbolbild: National Institute of Allergy and Infectious Diseases/Unsplash
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Zürich/Schlieren ZH – Der Schlieremer Start-up-Förderer Venture Kick unterstützt das Zürcher Proptech Bewy mit 150’000 Franken. Die Mittel dienen der Weiterentwicklung eines auf Künstlicher Intelligenzt basierenden Services der Immobilienverwaltung sowie der schweizweiten Skalierung des Start-ups.
(CONNECT) Bewy erhält laut einer Mitteilung 150'000 Franken an Fördermitteln von Venture Kick. Das Proptech-Start-up aus Zürich entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Softwarelösung für die Immobilienverwaltung, die Prozesse effizienter gestaltet und sowohl Eigentümern als auch Mietern einen besseren Service bietet.
Hintergrund sei eine weit verbreitete Ineffizienz in der Immobilienverwaltung im DACH-Raum, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Schlechte Kommunikation, vernachlässigte Instandhaltung, unerwartete Kosten sowie unzureichender Mieterservice führen demnach häufig zu Unzufriedenheit bei Eigentümern und Mietern. Bewy schafft dabei mit automatisierten internen Abläufen, verbesserter Kommunikation und Echtzeit-Transparenz Abhilfe. Dadurch sollen Verwaltungskosten um bis zu 30 Prozent gesenkt und die Nutzererfahrung deutlich verbessert werden. Die frischen Mittel sollen die Weiterentwicklung der Plattform sowie die Skalierung innerhalb der Schweiz vorantreiben. Bei der Expansion verfolgt Bewy eine M&A (Merger & Acquisition)-Strategie, die auf die Übernahme kleiner und mittlerer Immobilienverwaltungen ohne Nachfolgelösung abzielt.
„Als führendes Start-up-Programm der Schweiz ist Venture Kick ein bedeutender Beschleuniger für Bewy. Der Förderungsprozess ist schlank und effizient, eröffnet aber gleichzeitig Zugang zu einem wertvollen Netzwerk und steigert die Glaubwürdigkeit“, wird Mitgründer Luca Serratore in der Mitteilung zitiert.
Aktuell ist Bewy in Zug, Zürich, Aargau und Luzern tätig und betreut eine zweistellige Anzahl an Kunden, darunter Privatpersonen, Single Family Offices sowie Immobilienunternehmen wie Swiss Prime Site. Das Gründerteam um Luca Serratore, Marcandrea Hunkeler, Gilles Baumann und Katrin Leuppi vereint Erfahrung aus den Bereichen Start-ups, Beratung und Immobilienwirtschaft. Der Start-up-Förderer Venture Kick ist eine Initiative der Kick Foundation for Innovation & Entrepreneurship und wird von einem privatwirtschaftlichen Konsortium getragen. ce/ja

Das Proptech-Start-up Bewy aus Zürich entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Softwarelösung für die Immobilienverwaltung, die Prozesse effizienter gestaltet und sowohl Eigentümern als auch Mietern einen besseren Service bietet. Symbolbild: Pixabay
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Zürich/Volketswil ZH – Celeroton TurboCell aus Volketswil ist das neueste Unternehmen, das vom Technologiefonds des Bundesamts für Umwelt mit einer Darlehensbürgschaft unterstützt wird. Die ölfreien Kompressor- und Antriebssysteme der Firma kommen in Brennstoffzellen zur Anwendung.
(CONNECT) Der Technologiefonds des Bundesamts für Umwelt hat laut seiner Mitteilung die Celeroton TurboCell AG in sein Portfolio aufgenommen. Der Technologiefonds gewährt innovativen Schweizer Unternehmen Kreditgarantien, deren neuartige Produkte dazu beitragen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Energieeffizienz zu steigern, erneuerbare Energien zu fördern oder natürliche Ressourcen zu schonen.
Die in Volketswil ansässige Ausgliederung der Celeroton AG bezeichnet sich als Technologieführer für hochdrehende, ölfreie Turbokompressoren und Antriebssysteme für Anwendungen in Brennstoffzellen. „Unsere patentierten Kompressorsysteme sind einzigartig in Bezug auf Grösse, Effizienz und Zuverlässigkeit und werden alle von uns entworfen und hergestellt“, so das Unternehmen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir über eine hochinnovative Technologie verfügen, die Wasserstoffantriebe unterstützt und somit zur Bekämpfung des Klimawandels beiträgt.“
Der Technologiefonds ist ein klimapolitisches Instrument des Bundes. Die strategische Verantwortung liegt beim Bundesamt für Umwelt, Abteilung Klima. Die Zürcher Geschäftsstelle wird von Emerald Technology Ventures geführt. „Die energiepolitische Unabhängigkeit rückt auch in der Schweiz zunehmend in den Fokus“, wird die Geschäftsstellenleiterin Simone Riedel Riley im aktuellen Newsletter des Technologiefonds zitiert. „Förderinstrumente wie der Technologiefonds leisten dabei einen wichtigen Beitrag, indem sie die Innovationskraft von Schweizer KMU und Start-ups gezielt stärken.“
Dem Newsletter zufolge umfasst das Portfolio des Technologiefonds derzeit 132 innovative Schweizer Unternehmen. Diese verfügen über Bürgschaften in Höhe von insgesamt 268 Millionen Franken. 56 Portfoliofirmen konnten 2025 zusätzliches Eigenkapital in Höhe von insgesamt 268 Millionen Franken einwerben, um ihr Wachstum voranzutreiben. Das entspricht dem 5,3-Fachen der Bürgschaftssumme. Der ausgewiesene Umweltnutzen der Portfoliounternehmen beläuft sich per Ende 2024 auf 10,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. ce/mm

Brennstoffzellen leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung etwa im Verkehr; im Bild der Alstom Coradia iLint 554 009 Wasserstoffzug (rechts) sowie Alstom Coradia 648 171 (Lint 41) der EVB in Bremerhaven, Linie RB33. Symbolbild: Olga Ernst/Wikimedia/Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license
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Zürich – Die Standortförderung des Kantons Zürich hat die Bewerbungsphase für die dritte Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet. Die sichere Testumgebung steht Projekten offen, die für ihre Umsetzung von der Klärung regulatorischer Fragen und Daten aus dem Ökosystem der Verwaltung profitieren können.
(CONNECT) Die Standortförderung des Kantons Zürich ist für Phase III seiner KI-Innovation-Sandbox auf der Suche nach den vielversprechendsten KI-Projekten. Start-ups, KMU, Grossunternehmen und Forschungsinstitute mit Sitz in der Schweiz können ihre Bewerbung ab sofort und noch bis zum 24. Mai einreichen. Werden sie in einem mehrstufigen Selektionsprozess ausgewählt, erhalten sie Zugang zu regulatorischer Expertise und zu neuartigen Datenquellen.
Ziel ist es, datenbasierte Entwicklungen zu ermöglichen, mit solchen Innovationen den Metropolitanraum Zürich gezielt zu fördern und ihn als führenden KI-Standort zu stärken. Im Gegensatz zu vielen ausländischen Ansätzen geht die Innovation-Sandbox für KI laut dem Projektbeschrieb einen Schritt weiter: Die ausgewählten Vorhaben werden nicht nur überprüft, sondern auch praktisch umgesetzt.
Durch die gemeinsame Arbeit in der Sandbox wird zudem der Wissenstransfer zwischen den teilnehmenden Organisationen sichergestellt. Alle gewonnenen Erkenntnisse und Resultate werden öffentlich geteilt und sollen wertvolle Impulse für die Ausgestaltung eines künftigen Rechtsrahmens liefern. Bis zum 26. Juni 2026 führen die Projektverantwortlichen ein Bewertungsverfahren durch. Am 1. September beginnt die dritte Phase der Innovation-Sandbox.
Die Standortförderung des Kantons führte die erste KI-Innovation-Sandbox von 2022 bis 2024 durch. In Phase II, die noch im selben Jahr begann, reichten 24 Organisationen ihre KI-Projekte ein. Fünf davon setzte das Projektteam bis Anfang 2026 erfolgreich um. Im Laufe der nächsten Monate wird noch ein Abschlussbericht veröffentlicht. ce/mm

Die dritte Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI) der kantonalen Standortförderung Zürich richtet sich an Projekte offen, die für ihre Umsetzung von der Klärung regulatorischer Fragen und Daten aus dem Ökosystem der Verwaltung profitieren wollen. Symbolbild: tookapic/Pixabay
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