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Zürich – Forschende der Universität Zürich suchen nach einer Lösung, das Wachstum von Tumorzellen zu unterbrechen. Ein neuer Ansatz könnte sein, den Zellstoffwechsel der Krebszellen zu unterbrechen und somit eine Vermehrung auszuschliessen. Die Arbeiten finden im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts Children & Cancer statt.
(CONNECT) Damit Krebszellen sich ungehindert vermehren können, müssen sie den Stoffwechsel gesunder Zellen umprogrammieren und zur Entwicklung eigener DNA nutzen. Forschende der Universität Zürich (UZH) und des Kinderspitals Zürich suchen aktuell nach neuen Möglichkeiten, dieses Wachstum gefährlicher Krebszellen zu unterbinden. Dazu wollen sie direkt in den Stoffwechsel der Tumorzellen eingreifen und diesen unterbinden, heisst es in einer Mitteilung.
Krebszellen nutzen einen Polyamin-Stoffwechsel, um Bestandteile ihrer DNA zu reproduzieren und sich dann vermehren zu können. In der klassischen Krebsbehandlung werden Chemotherapien eingesetzt, um diesen Stoffwechsel zu unterbrechen. Diese Therapien sind bei Erwachsenen erfolgreich anwendbar, nicht jedoch bei Karzinomen, von denen Kinder und Heranwachsende betroffen sind. Raphael Morscher und sein Team, das an der Universität Zürich und am Kinderspital arbeitet, erforschen die Mechanismen des Stoffwechsels von Neuroblastomen, einer Krebsart, an der in der Schweiz jährlich 15 bis 20 Kinder neu erkranken. Diese Neuroblastome entstehen als bösartiger Tumor aus unreifen Nervenzellen im Bauchraum, im Brustkorb oder entlang der Wirbelsäule. „Bei Hochrisikofällen überleben trotz hochdosierter Chemotherapie, Stammzellentransplantation, Operation, Bestrahlung und Immuntherapie nur die Hälfte der betroffenen Kinder“, wird Morscher in der Mitteilung zitiert.
Die Forschenden um Morscher und Sarah Cherkaoui haben mit Difluoromethylornithin (DFMO) ein Medikament entwickelt, das den Stoffwechsel zum Herstellen der Polyamine hemmen kann. Aufgebaut sind diese Polyamine aus den Aminosäuren Prolin und Arginin. In Experimenten mit Mäusen zeigte sich zusätzlich, dass mit einer an Prolin und Arginin armen Diät die Wirkung des Medikaments mehr als verdoppelt werden kann.
Die Forschungsarbeiten werden im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts Children & Cancer durchgeführt. In den kommenden Jahren will Morscher im Rahmen dieses Schwerpunkts den Metabolismus der Krebszellen noch genauer erforschen, um wirkungsvolle Therapien zu entwickeln. ce/ww

Forschende der UZH untersuchen einen Ansatz, der Krebs durch die Unterbrechung des Tumorstoffwechsels stoppen könnte. Symbolbild: Ousa Chea/Unsplash
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Dübendorf ZH/Zürich – Die beiden digitalen Gesundheitsplattformen Compassana und Well schliessen sich am 1. Januar 2027 zur Compassana-Well AG zusammen. Die Verbindung soll die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und den digitalen Zugang zu Leistungen vereinfachen.
(CONNECT) Aus den beiden Gesundheitsplattformen Compassana und Well entsteht laut einer Mitteilung zum Jahresanfang 2027 das Unternehmen Compassana-Well AG. Daran beteiligen sich nach wie vor CSS, DocMorris, Galenica, Groupe Mutuel, Helsana, Hirslanden, Medbase, Swica, Trifork und Visana. Neu kommt die KPT-Krankenversicherung hinzu. Die Partner dieses Gemeinschaftsunternehmens vereinen Kompetenzen aus Krankenversicherung, ambulanter und stationärer Versorgung, Pharmazie und Technologie. Die angeschlossenen Krankenversicherungen betreuen zusammen rund 70 Prozent der Versicherten in der Schweiz.
Der Zusammenschluss verbreitere die Basis für dieses Geschäft, heisst es in der Mitteilung. Der Ausbau des Angebots für Krankenversicherungen, Spitäler und Klinikgruppen, Versorgungsregionen, Ärztenetze und Apotheken sei ein zentraler Bestandteil der neuen Unternehmensstrategie. Kunden sollen dadurch Zugang zu einer grösseren Technologiebasis, zu zusätzlichen Fachkompetenzen und zu einer wachsenden Zahl von Nutzenden erhalten.
„Wir verbinden die Stärken beider Plattformen und schaffen die Grundlage für einen digitalen Zugang, der Menschen Orientierung gibt und die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen vereinfacht“, wird Marc Werner, Verwaltungsratspräsident der WELL Gesundheit AG, zitiert. „Nutzerfreundlichkeit, Wahlfreiheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Gesundheitsdaten stehen dabei im Zentrum.“
Die gemeinsame Plattform soll so entwickelt werden, dass sie an den Schweizer Gesundheitsdatenraum und das geplante elektronische Gesundheitsdossier angebunden werden kann. „Die zunehmende Komplexität im Gesundheitswesen verlangt eine konsequente Zusammenarbeit aller Akteure“, so Marcel Napierala. Er ist Verwaltungsratspräsident der Bluespace Ventures AG aus Dübendorf, die hinter Compassana steht. „Mit vereinten Kräften bringen wir die Digitalisierung in der Schweiz voran.“ ce/mm

Die digitale Gesundheitsplattform Compassana-Well wird Kompetenzen aus Krankenversicherung, ambulanter und stationärer Versorgung, Pharmazie und Technologie vereinen. Symbolbild: Pixabay
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Zürich – Der Aargauer Volkswirtschaftsdirektor Dieter Egli ist neuer Präsident der Metropolitankonferenz Zürich. Der Frauenfelder Stadtpräsident Claudio Bernold wurde zu seinem Vizepräsidenten gewählt. Auch im Metropolitanrat kam es aufgrund von Kommunalwahlen zu Wechseln.
(CONNECT) Die Metropolitankonferenz Zürich (MKZ) hat ihre Führungsspitze laut einer Mitteilung neu aufgestellt. Die Vereinsversammlung wählte den Aargauer Regierungsrat Dieter Egli, Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Inneres, zum neuen Präsidenten. Er tritt die Nachfolge des St.Galler Finanzdirektors Marc Mächler an.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darauf, die Metropolitankonferenz Zürich künftig als Präsident mitzugestalten“, wird Egli in der Mitteilung zitiert. „Die MKZ bringt Kantone, Städte und Gemeinden über politische Grenzen hinweg zusammen und schafft damit einen wichtigen Raum, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen und die Zukunft unseres Lebens- und Wirtschaftsraums zu gestalten.“
Neuer Vizepräsident ist der Frauenfelder Stadtpräsident Claudio Bernold, der an die Stelle von Jörg Kündig tritt, dem ehemaligen Gemeindepräsidenten von Gossau ZH.
Auch im Metropolitanrat kam es aufgrund von Wahlen in einigen Städten und Gemeinden zu Wechseln. So gehören ihm die neuen Stadtpräsidenten von Zürich und Winterthur an, Raphael Gotta und Stefan Fritschi, die an die Stelle ihrer Vorgängerin Corine Mauch und ihres Vorgängers Michael Künzle treten. Neu gehört auch Monika Keller, Präsidentin des Verbands der Zürcher Gemeindepräsidien und Gemeindepräsidentin von Greifensee, dem Metropolitanrat an.
Christian Marxt, Privatdozent am Departement Management, Technologie und Ökonomie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, thematisierte an der Vereinsversammlung das Thema Innovation. Er empfahl, vermehrt auf die Effizienz von Innovation zu setzen. „Die Schweiz besetzt bereits Spitzenplätze in Innovationsrankings“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Um weiter voranzukommen, muss die Regulierungsdichte reduziert, die Bewilligungsgeschwindigkeit erhöht und die Risikoaversion gesenkt werden. Wir müssen noch gezielter Forschung fördern, die skaliert werden kann, sonst kann daraus kein dauerhafter Wohlstand entstehen.“
Die Metropolitankonferenz fördert die Zusammenarbeit rund um Zürich. Ihr gehören derzeit acht Kantone und rund 130 Städte und Gemeinden an. ce/ug

Der Frauenfelder Stadtpräsident Claudio Bernold (links) ist neuer Vizepräsident der Metropolitankonferenz, der Aargauer Regierungsrat Dieter Egli neuer Präsident. Bild: zVg/Metropolitankonferenz Zürich
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Villigen AG/Adliswil ZH – Das Paul Scherrer Institut (PSI) hat auf seinem Gelände die Demonstrationsanlage für den nachhaltigen Flugtreibstoff aerobrew in Betrieb genommen. Der neuartige katalytische Herstellungsprozess wurde von PSI-Forschenden und Metafuels aus Adliswil entwickelt.
(CONNECT) Das PSI und das 2021 offiziell gegründete Unternehmen Metafuels aus Adliswil haben auf dem Areal des PSI eine Demonstrationsanlage für ihr besonders effizient hergestelltes Kerosin eingeweiht. Dort wird die junge aerobrew-Technologie nun erstmals in einem praxisnahen Anlagendesign betrieben. Laut einer Mitteilung des PSI nahmen an der Feier mehr als 150 Gäste aus Wissenschaft, Politik, Industrie und Energiewirtschaft teil, darunter Dieter Egli, der Regierungsrat des Kantons Aargau, Francine Zimmermann, die Direktorin des Bundesamts für Zivilluftfahrt, und Jens Fehlinger, der CEO der Swiss International Airlines.
Bei aerobrew handelt es sich um einen neuartigen katalytischen Prozess zur Herstellung eines synthetischen Flugtreibstoffs (SAF). Er wurde von den PSI-Forschenden und dem Metafuels-Team entwickelt und patentiert. PSI-Direktor Christian Rüegg bezeichnet die Einweihung der Anlage als wichtigen Meilenstein zu einer nachhaltigeren Luftfahrt. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Spitzenforschung den entscheidenden Beitrag leistet für den Schritt zur Industrialisierung“, fügte er hinzu. Mit der Anlage „werden wir die Technologie weiter optimieren können und schaffen die Voraussetzungen für die industrielle Produktion“, so PSI-Forscher Marco Ranocchiari.
Das aerobrew-Verfahren kann ohne fossile Ausgangsstoffe auskommen. Dabei wird aus Wasser mit nachhaltiger Energie Wasserstoff gewonnen. Dieser wird mit Kohlendioxid entweder aus biogenen Quellen oder langfristig auch aus der Atmosphäre zu grünem Methanol verarbeitet. Die aerobrew-Technologie generiert aus dem grünen Methanol nachhaltiges Kerosin.
„Internationale Reisen und globale Lieferketten werden auch künftig auf den Luftverkehr angewiesen sein“, erklärt Metafuels-CEO Saurabh Kapoor. „Darum haben wir ein Produkt entwickelt, das sich in die bestehende Flughafeninfrastruktur integrieren lässt, in konventionellen Triebwerken genutzt werden kann und gleichzeitig die klimaschädlichen Emissionen deutlich reduziert.“ Metafuels plant, ab 2030 die erste kommerzielle Anlage mit aerobrew-Technologie zu betreiben. ce/mm

PSI-Direktor Christian Rüegg, PSI-Forscher Marco Ranocchiari und Metafuels-CEO Saurabh Kapoor (v.l.n.r.) bei der Einweihung der aerobrew-Demonstrationsanlage. Bild: Markus Fischer/Paul Scherrer Institut
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Dübendorf ZH/Gifu – Kawasaki Heavy Industries investiert nur wenige Wochen nach der europäischen Markteinführung in den Multi-Pilot Virtual Reality Simulator von Loft Dynamics für den H145-Helikopter. Damit kommt erstmals ein immersives H145-Pilotentraining in der Asien-Pazifik-Region zum Einsatz.
(CONNECT) Loft Dynamics hat bekanntgegeben, dass sein neuer H145 Multi-Pilot Virtual Reality (VR)-Simulator im Trainingszentrum von Kawasaki Heavy Industries im japanischen Gifu installiert wird. Kawasaki wird ihn dort bei Erstausbildungen, beim Instrumentenflugtraining, für das Training der Zusammenarbeit im Cockpit sowie für regelmässige Schulungen und Prüfungen für Piloten im Rettungsdienst, bei der Polizei, im Katastrophenschutz und in anderen sicherheitskritischen Bereichen einsetzen.
Der erste voll-immersive Flugsimulator für mehrere H145-Besatzungsmitglieder war erst vor wenigen Wochen auf den Markt gebracht worden. Am 21. Juli 2026 teilte der im Switzerland Innovation Park Zurich beheimatete Hersteller Loft Dynamics mit, dass als erster Kunde Babcock France, einer der führenden privaten Betreiber von zivilen Luftrettungsdiensten in Frankreich, auf der Farnborough International Airshow einen Vertrag für den Flugsimulator unterschrieben hat.
Der neue Simulator für mehrere Besatzungsmitglieder des von Airbus Helicopters gebauten Hubschraubers ist eine Weiterentwicklung des H145-Simulators. Er ist der weltweit erste und bislang einzige von den grossen Luftfahrtbehörden Federal Aviation Administration (FAA) und European Union Aviation Safety Agency (EASA) zugelassene Full Motion VR-Flugsimulator. Einer Mitteilung zufolge hat er im Mai 2026 auch in Japan die FTD Level 7 Qualification des Japan Civil Aviation Bureau (JCAB) erreicht.
Nun wird Kawasaki den neuen Simulator als erste Organisation im asiatisch-pazifischen Raum einsetzen. Kawasaki trägt seit fast fünf Jahrzehnten zu Entwicklung, Fertigung und Kundendienst der Airbus BK117/H145-Familie bei. Das Unternehmen bietet ausserdem von Airbus Helicopters zertifizierte H145-Schulungen in ganz Japan und der gesamten Asien-Pazifik-Region an.
„Der H145 Multi-Pilot VR-Simulator von Loft Dynamics erweitert unsere Möglichkeiten hierfür erheblich“, wird Hitoshi Kawaguchi, der Leiter des BK117/H145-Programms bei Kawasaki, zitiert. „Durch die Kombination von immersivem Mehrpilotentraining mit vom Originalhersteller bereitgestellten Flugzeugdaten können wir Piloten mehr Gelegenheiten bieten, ihre Fähigkeiten auszubauen, sich auf komplexe Missionen vorzubereiten und mit denselben Verfahren zu trainieren, die sie auch im Hubschrauber anwenden.“
Loft Dynamics-CEO Sebastien Borel bezeichnet die Entscheidung von Kawasaki, den neuen Simulator einzusetzen, als „wichtigen Schritt, um flugzeugspezifisches VR-Training für mehrere Besatzungsmitglieder im asiatisch-pazifischen Raum zu etablieren“. Diese Entscheidung spiegelt laut Borel aber auch einen viel grösseren Wandel wider: VR sei „auf dem besten Weg, weltweit zum Standard in der Luftfahrtausbildung zu werden“. ce/mm

Loft Dynamics-CEO Sebastien Borel (links) und Hitoshi Kawaguchi, Leiter des BK117/H145-Programms bei Kawasaki. Bild: Loft Dynamics
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Zürich – Timly fügt seiner Unternehmenssoftware zur Verwaltung des Inventars zwei neue Funktionen hinzu. Mit Timly MCP verbindet sich die bevorzugte Künstliche Intelligenz mit dem Timly-Account. Und der Timly AI Assistant nimmt im Chat-Fenster per natürlicher Sprache formulierte Anfragen entgegen.
(CONNECT) Die Unternehmenskundschaft von Timly muss sich künftig nicht mehr durch die Software für das Inventarmanagement klicken, um zu erfahren, wo sich aktuell eine Kreissäge befindet oder wie hoch der Bestandswert an einem bestimmten Standort ist. Stattdessen erhalten sie laut einer Mitteilung nun erstmals die Möglichkeit, ihr Inventar per natürlicher Sprache abzufragen.
Wahlweise kann dies über die eigene bevorzugte Künstliche Intelligenz (KI) wie ChatGPT, Claude oder Euria erfolgen oder aber direkt in der Timly-App. Auch Aktionen wie Zuweisungen, neues Anlegen von Objekten oder die Aktualisierung von Beständen lassen sich per Sprachbefehl auslösen.
Damit, so Timly, bedienen Nutzende nicht länger eine Software, sondern lassen die KI für sich arbeiten. Sie stelle auf Zuruf ein Dashboard für die eigenen Bedürfnisse zusammen oder übernehme wiederkehrende Aufgaben wie ein Agent, etwa die regelmässige Kontrolle von Mindestabständen oder das Anlegen fälliger Wartungstickets.
Möglich machen dies zwei Neuerungen, die Timly in ihre B2B-Software einbindet. Mit Timly MCP verbindet sich die bevorzugte KI eines Unternehmens direkt mit dem Timly-Konto. Grundlage ist ein von Timly als offener Standard entwickelter Model Context Protocol (MCP)-Server, der sich mit weiteren Unternehmenssystemen wie ERP oder CRM orchestrieren lässt. Dazu öffnet sich der fest in die Timly Software integrierte Timly AI Assistant als Chat-Fenster innerhalb der gewohnten Oberfläche. Der Chat läuft aus Sicherheitsgründen auf einem vom Kernsystem getrennten KI-Dienst und vollständig auf europäischer Infrastruktur.
CEO und Gründer Philipp Baumann bezeichnet die beiden neuen Funktionen als entscheidenden Schritt: „Nutzer müssen nicht mehr wissen, wie sie eine Aufgabe in der Software erledigen – sie sagen einfach, was sie erreichen möchten.“ Für die Kundschaft bedeute dies „weniger Suche, weniger Klicks und schnellere Prozesse – mit einer KI, die nicht nur Auskunft gibt, sondern aktiv mitarbeitet“. ce/mm

Timly erlaubt die Nutzung der Sprache für die Verwaltung des eigenen Inventars. Symbolbild: tianya1223/Pixabay
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Stäfa ZH – Die Sonova-Gruppe gibt die Einführung ihres Phonak-EON-Portfolios bekannt. Die drei kleineren und leichteren EON-Modelle bieten auf Künstliche Intelligenz gestützte Verbesserungen der Sprachklarheit, geringere Höranstrengung und Fortschritte in der Unterdrückung von Windgeräuschen.
(CONNECT) Die Sonova Holding AG erweitert ihr Angebot an Hörlösungen um das EON-Portfolio ihrer Kernmarke Phonak. Es umfasst drei Modelle: EON Sphere, Sonovas Echtzeit-KI-Hörgerät der dritten Generation, sowie EON R und das CROS EON R für einseitigen Hörverlust. Sie bauen auf zwei früheren Generationen von Sonovas proprietärer Echtzeit-KI-Technologie auf.
Laut einer Mitteilung bietet EON bedeutende, auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Verbesserungen der Sprachklarheit. Damit soll die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzerinnen und Nutzer jedes Wort aus jeder Richtung verstehen, doppelt so hoch sein. Höranstrengungen sollen sich um bis zu 37 Prozent reduzieren und Windgeräusche um bis zu 50 Dezibel.
Den Angaben zufolge macht der neu entwickelte Hypersonic-Chip in Kombination mit einem weiter trainierten tiefen neuronalen Netzwerk den EON Sphere auch um 37 Prozent energieeffizienter. Bei Alltagsnutzung betrage die Akkulaufzeit bis zu 38 Stunden. Dies ermögliche ein Gerät, das um ein Viertel kleiner und um 20 Prozent leichter ist als die vorherige Generation. Zudem biete das EON-Portfolio „die umfassendste Konnektivitätslösung am Markt“.
„Künstliche Intelligenz bleibt ein zentraler Bereich, in dem sich Sonova weiter differenziert“, wird Sonovas Entwicklungschef Anders Rosengren zitiert. „Unsere führende Position im Bereich KI beruht auf jahrelanger audiologischer Forschung, proprietären Daten und der vollständigen End-to-End-Kontrolle über den gesamten Technologie-Stack.“ EON baue auf dieser Grundlage auf „und macht leistungsstarke Echtzeit-KI in einem kleineren, effizienteren Design möglich.“
Phonak EON wird ab dem 24. August 2026 in den USA bei zugelassenen Hörakustikerinnen und Hörakustikern verfügbar sein. Weitere Märkte, darunter Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Australien und andere, folgen im September. ce/mm

Die EON-Modelle von Sonova sollen bedeutende, auf KI gestützte Verbesserungen der Sprachklarheit bieten. Bild: Sonova
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Englische Ausgabe des New Zurich Strategie Reader verfügbar
Mit der englischen Ausgabe wird die Erläuterung der Entwicklungsstrategie für New Zurich einem internationalen Publikum zugänglich gemacht. Der Strategie-Reader fasst die Ergebnisse eines vierjährigen Strategieprozesses zusammen und gibt damit Einblicke in die Zukunft der Flughafenregion Zürich und ihre Transformation zu einem international vernetzten Innovationsökosystem.
Der Reader ist besonders relevant für Partner:innen, die sich für Initiativen wie den Convention Hub New Zurich interessieren, sowie für alle, die die Entwicklung führender Cluster in den Bereichen Space, Robotics und KI verfolgen.

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Zürich – Das Zurich AI Festival setzt auf Weltklasse-Technologie und Schweizer Verlässlichkeit. Vom 28. September bis 3. Oktober dreht sich in über 40 Veranstaltungen im Grossraum Zürich alles um die Frage, was es braucht, um Künstliche Intelligenz (KI) vertrauenswürdig und zuverlässig zu machen.
(CONNECT) Das gesamte Ökosystem rund um Künstliche Intelligenz (KI) kommt vom 28. September bis 3. Oktober beim Zurich AI Festival zusammen, um sich über KI in den unterschiedlichsten Themenfeldern auszutauschen. Die Festivalwoche richtet sich an alle, die mit KI befasst sind – von visionären Gründerinnen und Investoren über Technologie-Pioniere und Studierende bis hin zu jenen, die für die Regulierung von KI verantwortlich sind oder diese diskutieren möchten.
Das Festival baut auf seiner ersten Edition vom vergangenen Jahr auf, wo über 6500 Personen und mehr als 300 Referierende an 26 Veranstaltungen teilnahmen, die an 17 Standorten in und um Zürich stattfanden. Der internationale Anteil lag bei 48 Prozent. Das Programm der zweiten Festivalwoche wurde auf über 40 Veranstaltungen ausgedehnt. Zusätzlich wird es in diesem Jahr auch um Klima, globale Regulierung, Robotik, Gesundheit und Finanzen gehen.
Dabei soll laut der Veranstaltungspräsentation das Schlagwort von der verantwortungsvollen KI nicht einfach nur abgehakt werden und ethische KI nicht nur ein Slogan sein. Stattdessen werde es „um die eigentliche Arbeit“ gehen: „KI, entwickelt von Spitzenkräften, in einem Land, dessen Zuverlässigkeit an sich schon ein Wettbewerbsvorteil ist“.
Das Gravitationszentrum des Zurich AI Festival ist der AI + X Summit am 1. Oktober im StageOne in Zürich-Oerlikon. Allein dort werden 2000 Teilnehmende, mehr als 150 Vortragende in über 50 Sessions und mit 65 Summit-Partnern erwartet. Das Highlight für die breite Öffentlichkeit ist die Public Night am 1. Oktober. Ab 17:30 können Besucherinnen und Besucher KI-Anwendungen ausprobieren und mit Forschenden, Entwicklerinnen und Unternehmern ins Gespräch kommen. Ab 18:30 Uhr folgt ein exklusives Bühnenprogramm. Den Abschluss bildet die Siegerehrung der KI Challenge 2026, bei der junge Talente aus der Schweiz für ihre innovativen KI-Projekte ausgezeichnet werden.
Veranstaltet wird der AI+X Summit von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Universität Zürich. Laut dem diesjährigen Motto wird es auf der Main Stage, der Innovator Stage, in Workshops sowie in Ausstellungen und beim Netzwerken um Deeptech-Innovationen für die nächste Generation gehen.
Getragen wird das gesamte Festival von Stadt und Kanton Zürich, von Zürich Tourismus sowie den beiden Initiatoren ETH AI Center und der Agentur für Standortmarketing Greater Zurich Area. Sie arbeiten mit der Initiative Choose Europe zusammen, in der Europas wettbewerbsfähigste Wirtschaftsregionen im globalen Standortwettbewerb gemeinsam auftreten. Das soll dem Festival zusätzlich internationale Strahlkraft verleihen. ce/mm

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Dübendorf ZH/Abu Dhabi – Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Khalifa University arbeiten an der Entwicklung von Biopolymeren, die Sand weniger erosionsanfällig machten. Ziel der Forschungen ist, Böden zu bereiten, auf denen Mikroorganismen und Pflanzen wachsen könnten.
(CONNECT) Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Khalifa University of Science and Technology in Abu Dhabi arbeiten an einem Ansatz, eine Bodenverbesserung in Sandwüsten zu erzielen. In einem ersten Schritt versetzten die Wissenschaftler den Sand mit bestimmten Bakterien und Pilzen, die Netzwerkstrukturen zwischen den Sandkörnern bilden und ihnen so mehr Zusammenhalt verleihen, heisst es in einer Mitteilung.
Das Team vom Empa-Labor Cellulose and Wood Materials und der Universität von Abu Dhabi wollte mit dieser „Impfung“ erreichen, dass sich aus den eingebrachten Mikroorganismen lange Polymerketten bilden, die den Sand durchziehen und zu einer besseren Verbindung führen. In der Folge kann auf diesen Strukturen besser Wasser gespeichert werden. Um die Theorie zu testen, wurden zwei Experimente angesetzt. Es zeigte sich, dass die mit Bakterien versetzten Proben Wasser sechsmal langsamer durchsickern liessen als in der reinen Sandprobe.
In einem zweiten Ansatz liessen die Forschenden Zellulose produzierende Bakterien Geotextilien herstellen. Die so entstandenen Matten wurden mit Sand zu Schichten verarbeitet, die im Ergebnis die Wasserdurchlässigkeit um das 28-Fache verlangsamten. „Der Ansatz ermöglicht uns, erste organische Materie und Wasser in den Sand zu bringen und ihn etwas zu stabilisieren“, wird Gustav Nyström, Leiter des Cellulose and Wood Materials-Labors und Co-Autor der vorliegenden Studie, in der Mitteilung zitiert. „Im Idealfall ermöglicht das das Wachstum weiterer Mikroorganismen und Pflanzen und startet so den Prozess, bei dem der Boden stabiler und fruchtbarer wird.“ Blaise Tardy, Professor an der Khalifa University, sieht mit der Wüste in Abu Dhabi einen idealen Forschungsstandort: Der Sand sei vorhanden, die Nährstoffe, zum Beispiel Zucker, könnten aus Lebensmittel- und Siedlungsabfällen gewonnen werden. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Carbohydrate Polymers“ publiziert. ce/ww

Dank den Biofasern konnten die Sandproben ihre Form besser halten und das Wasser länger behalten. Bild: Khalifa University
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Zürich – Personen mit einem langfristigen Konzept können ab dem 16. September 2026 auf wemakeit Communities aufbauen. Von diesen erhalten sie über die Plattform zur Schwarmfinanzierung monatlich Geld. Der Schlüssel sind kontinuierliche direkte Kommunikation ohne Algorithmen sowie Belohnungen.
(CONNECT) Die Zürcher Crowdfunding-Plattform wemakeit lanciert am 16. September 2026 laut einer Mitteilung eine neue Form der Schwarmfinanzierung: Statt einer einmaligen Geldsumme für ein bestimmtes Projekt können Musiker, Sportlerinnen, Aktivisten, Wissenschaftlerinnen oder andere Kreative jetzt neu auch ihre eigenen Communities aufbauen, die sie kontinuierlich finanzieren.
Wer davon profitieren möchte, legt auf wemakeit eine Community-Seite an, präsentiert sich und das eigene Tun und legt dar, warum Menschen einen unterstützen sollten. Unterstützungswillige wählen aus drei frei gewählten Beitragsstufen eine aus und treten so der Community bei. Im Gegenzug erhalten sie dafür Belohnungen. „Die besten Belohnungen liegen in allem, was du machst und bereits vorhanden ist: behind-the-scenes, Prozess-Updates, exklusive Fotos“, erklärt wemakeit die Schweizer Lösung für kontinuierliche Community-Finanzierung. Als Schlüssel zum erfolgreichen Aufbau einer Community wird eine lebendige und direkte Kommunikation ohne Algorithmen und Werbung zwischen der geförderten Person und ihren Unterstützenden bezeichnet.
Das siebenköpfige, fast vollständig weibliche Leitungsteam von wemakeit führt dieses neue Konzept ein, „weil die Bedingungen für Menschen mit Passion in den letzten Jahren härter geworden sind: weniger Förderungen, weniger Geld für den Service public, mehr Abhängigkeit von Big Tech und Algorithmus-Druck“, erklärt die Co-Geschäftsführerin und Marketingchefin Bianca Zeuner in der Mitteilung. „Macher*innen lassen sich davon nicht abschrecken, sie suchen andere Wege.“
Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen wemakeit Communities und der ähnlich funktionierenden weltweiten Online-Plattform Patreon verweist sie darauf, dass wemakeit eine Finanzierungs- und keine Content-Plattform sei: „Du versteckst nichts total Neues hinter einer Bezahlschranke. Du machst weiter, was du machst. So können Vorhaben mit Mut und Haltung langfristig umgesetzt werden. Gemeinsam mit deinen Unterstützer*innen schaffst du so gesellschaftlichen Impact für eine enkeltaugliche Zukunft.“ ce/mm

Wemakeit ermöglicht künftig auch die langfristige Schwarmfinanzierung von kreativen Menschen. Symbolbild: aszak/Pixabay
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Düsseldorf/Berlin/München – Vier Schweizer Firmen sind unter den zehn Nominierten für den Technologiepreis The Spark: Jua, terralayr, Proxima Fusion und Sphere Energy. Er wird von „Handelsblatt“ und McKinsey an Start-ups vergeben, die Märkte grundlegend und nachhaltig verändern können.
(CONNECT) Die deutsche Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ und die Beratungsfirma McKinsey haben die Finalisten für ihren Spark Award – Der Technologiepreis 2026 bekanntgegeben. Darunter befinden sich mit Jua.ai aus Zürich und terralayr aus Zug zwei jeweils 2022 in der Schweiz gegründete Jungunternehmen. Ausserdem sind mit Proxima Fusion (München/Villigen AG) und Sphere Energy (Grossaitingen/Zürich) zwei deutsche Unternehmen vertreten, die in der Schweiz wichtige Tochterfirmen unterhalten.
Der Spark Award wird in diesem Jahr zum elften Mal an aussergewöhnliche und innovative Start-ups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verliehen, deren Ideen das Potenzial haben, Märkte grundlegend und nachhaltig zu verändern. Die Preisverleihung findet am 5. November in München statt.
Jua.ai arbeitet an der Erschaffung einer universellen Simulationsmaschine für die physikalische Welt. Das Start-up betreibt bereits ein Wettervorhersagemodell, das nun auf das gesamte Erdsystem erweitert wird, etwa für die Modellierung der Strömungsdynamik um Fahrzeuge und Turbinen und die Simulation von Waldbränden und Überschwemmungen.
Terralayr mit Hauptsitz in Zug und Niederlassung in Berlin entwickelt und betreibt Grossbatteriespeicher (BESS) und hat 2026 eine Finanzierung von 192 Millionen Euro erhalten. Terralayr ist nicht nur der am schnellsten wachsende BESS-Betreiber in Deutschland, sondern macht mit seiner Plattform LAYR Energieflexibilität Handel- und skalierbar. Das trägt zu Netzstabilität und zum Ausgleich von Strompreisen bei.
Proxima Fusion ist Europas höchstbewertetes Stellarator-Unternehmen und die erste Ausgründung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Für seine Entwicklung von Fusionskraftwerken auf Basis von QI-HTS-Stellaratoren hat es 2026 eine Finanzierung von 411 Millionen Euro erhalten. An seiner Niederlassung im Switzerland Innovation Park Innovaare (Villigen) arbeitet Proxima Fusion seit 2024 gemeinsam mit dem Paul Scherrer Institut an der Entwicklung der Hochtemperatur-Supraleiter-Magnettechnologie für den Stellarator.
Sphere Energy hat ein Betriebssystem und eine zugehörige Datenplattform geschaffen, das mit Künstlicher Intelligenz die industrielle Produktentwicklung fast so schnell macht wie die Entwicklung von Software. Dafür führt das Start-up verteilte Entwicklungsdaten aus Prüfständen oder Simulationen mit Felddaten zusammen und macht sie nutzbar.
Ausserdem nominiert sind die Berliner Start-ups Apheris, deepset und Qdrant, dazu Focused Energy (Darmstadt), Lidrotec (Bochum) und Q.ANT (Stuttgart). ce/mm

Der Spark Award zeichnet aussergewöhnliche und innovative Start-ups aus, deren Ideen das Potenzial haben, Märkte grundlegend und nachhaltig zu verändern; vier Firmen mit starker Präsenz in der Schweiz sind nominiert, davon zwei aus Zürich. Symbolbild: qimono/Pixabay
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