Aktuelles
Zürich – Fünf Teams haben an der Hochschule für Wirtschaft Zürich im fachlichen Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und digitale Transformation an einem sogenannten Shopping Companion für Bring! Labs gearbeitet. Dem Auftraggeber erlaubt diese konkrete Arbeit einen Blick auf den kreativen Nachwuchs.
(CONNECT) Studierende des berufsbegleitenden Bachelor-Studiengangs Betriebsökonomie HWZ der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) haben laut einer Mitteilung in ihrem Major AI & Digital Transformation an einem Auftrag für die Zürcher Bring! Labs gearbeitet. Im Rahmen dieses Vertiefungsgebiets, das sich mit Künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation befasst, erarbeiteten fünf Teams einen Shopping Companion für die Bring!-App.
Das Mobiltech-Unternehmen Bring! Labs begleitet mit seiner Einkaufslisten-App Bring! und der Angebote-App Profital eigenen Angaben zufolge weltweit 21 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten „durch alle Phasen des Einkaufs, von der Inspiration über die Planung bis zum Kauf“. Die Studierenden des Major AI & Digital Transformation sollten mit dem Shopping Companion eine App-Lösung entwickeln, die junge Familien bei ihrem Lebensmitteleinkauf unterstützt, Stress reduziert und den Familienalltag einfacher macht.
Aufbauend auf Analysen zu deren Mediennutzungs- und Konsumverhalten entwickelten die Gruppen Ideen für den idealen Shopping Companion und testeten Prototypen mit potenziellen Nutzenden. Ergänzt wurde der Auftrag durch Anforderungen bezüglich UX Writing und Digital Analytics.
„Die unterschiedlichen Ansätze haben nicht nur unseren eigenen Research und Fokus bestätigt, sondern auch zusätzliche Aspekte aufgedeckt“, so Juan-Pablo Schmid, der Chief Commercial Officer bei Bring! Labs, nach einem Pitch vor Lehrpersonen und Fachleuten des Auftraggebers. Eines der vorgestellten Konzepte habe die Jury durch seine hochprofessionelle Präsentation komplett überzeugt und das Prädikat „direkt umsetzbar“ erhalten.
„An Hochschulen wie der HWZ erreicht man mit so einer Zusammenarbeit motivierte Studierende, die einen frischen Blick auf eine konkrete Herausforderung werfen können“, so Schmid weiter. „Dadurch entsteht echter Mehrwert.“ ce/mm

Studierende der Hochschule für Wirtschaft Zürich haben für Bring! Lab Ideen für einen idealen Shopping Companion entwickelt. Symbolbild: StockSnap/Pixabay
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Wädenswil ZH/Niederbipp BE – Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben eine Bioraffinerie entwickelt, die aus flüssigen Bioreststoffen Biomethan, Biokohle und Prozesswärme gewinnt. Die Papierfabrik TELA GmbH könnte so 7 Prozent ihres Energiebedarfs decken.
(CONNECT) Einem Forschungsteam des in Wädenswil ansässigen ZHAW-Instituts für Chemie & Biotechnologie ist laut einer Mitteilung die ganzheitliche Verwertung von flüssigen organischen Industrieabfällen gelungen. Solche wegen ihres hohen Kohlenstoffgehalts energetisch wertvolle Abfälle entstehen beispielsweise in Papierfabriken, Molkereien, Schlachtbetrieben oder bei der Herstellung von Fruchtsäften.
Im Bioraffinerieprojekt namens VARESI läuft ein dreistufiger Prozess zur Energiegewinnung ab. Praktisch erprobt wurde er am ZHAW-Standort Wädenswil mit entwässerten Papierschlämmen. Im ersten Schritt entsteht durch Vergärung Methan, das etwa in Heizungen oder in Blockheizkraftwerken zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden kann.
Im zweiten Schritt wird der Kohlenstoff in den Gärresten unter Druck und Wärme (hydrothermale Karbonisierung, HTC) in Biokohle umgewandelt. Sie kann als klimaneutraler Brennstoff genutzt werden. Die flüssigen Bestandteile der Gärreste ergeben Prozesswasser für Schritt 3, das durch den HTC-Prozess zusätzlich mit Kohlenstoff angereichert wurde. Daraus wird durch erneute Gärung weiteres Methan gewonnen. Mikrobiologisch nicht verwertbarer Kohlenstoff wird gefiltert und karbonisiert. Zurück bleibt gereinigtes Wasser, das in der Industrie verwendet werden kann.
Um die Vorzüge dieses Prozesses aufzuzeigen, hat das Forscherteam berechnet, wieviel Energie die Papierfabrik TELA GmbH in Niederbipp BE durch diese neuartige Verwertung ihrer flüssigen Reststoffe gewinnen würde. Demnach könnten aus den gut 20'000 Tonnen Trockensubstanz ihres Papier- und Bioschlamms pro Jahr rund 34'000 Megawattstunden thermische Energie produziert werden. Das sind 12'600 Megawattstunden mehr als beim herkömmlichen Verwertungsprozess mit Entwässerung und Verbrennung. Der Mehrertrag entspricht 7 Prozent des Gesamtenergiebedarfs der Papierfabrik im Jahr 2023. Durch die Substitution von Erdgas könnten die jährlichen CO2-Emissionen um rund 13 Prozent gesenkt werden.
In ihrem Projektschlussbericht gehen die Forschenden davon aus, dass die Energieausbeute zusätzlich erhöht werden könnte, wenn der HTC-Prozess künftig noch exakter auf das spezifische Substrat abgestimmt würde. Projektleiter Hajo Nägele sieht im VARESI-Konzept eine Schlüsseltechnologie. Sie eröffne die Perspektive für den wirtschaftlichen Bau und Betrieb dezentraler Bioraffinerien für lokal anfallende nasse Biomassen. Das neuartige Verfahrenskonzept könne zudem die Dekarbonisierung etwa der Sektoren Abwasserbehandlung und Landwirtschaft unterstützen und lasse sich effizient mit einer Nährstoffrückgewinnung wie Stickstoff und Phosphor kombinieren. ce/mm

ZHAW-Forschende haben das Verfahren am Standort Wädenswil erprobt. Bild: Frank Bruederli/ZHAW
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Zürich/Schlieren ZH/Ingelheim – Das deutsche Life Sciences-Unternehmen Boehringer Ingelheim hat die Zürcher Evax AG übernommen. Das Start-up entwickelt Impfstoffe für Pferde.
(CONNECT) Die in Zürich ansässige Evax AG ist neu Teil von Boehringer Ingelheim, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Evax, das auch über eine Niederlassung im Bio-Technopark Schlieren-Zürich verfügt und an der Universität Zürich gegründet wurde, entwickelt Impfstoffe für Pferde, die zum Beispiel gegen allergische Hauterkrankungen genutzt werden. Evax wird beim deutschen Life Sciences-Unternehmen im Bereich Boehringer Ingelheim Animal Health angesiedelt.
„Wir freuen uns sehr, Teil von Boehringer Ingelheim Animal Health zu werden und von deren Innovationskraft, Lieferkapazitäten und kommerzieller Expertise zu profitieren, während wir die nächsten Phasen bei der Bereitstellung neuartiger therapeutischer Behandlungsmöglichkeiten in Bereichen mit ungedecktem Bedarf für Pferde vorantreiben“, wird Dr. Antonia Gabriel in der Mitteilung zitiert, Gründerin und CEO von Evax.
Schwer zu behandelnde Allergien und Hauterkrankungen haben bei Pferden Auswirkungen auf die Gesundheit. Mit therapeutischen Impfstoffen, die virusähnliche Partikel enthalten, soll das Immunsystem der Pferde angeregt werden, neutralisierende Antikörper zu bilden, um so die zugrunde liegende Ursache der Erkrankung zu behandeln. „Wir freuen uns sehr, Pferdebesitzern möglicherweise die erste innovative Therapieoption für allergische Hauterkrankungen anbieten zu können, die auf die zugrunde liegende Ursache der Erkrankung abzielt. Dies könnte zu einer längeren Wirkdauer, besseren Behandlungsergebnissen sowie mehr Komfort und einer besseren Therapietreue führen“, heisst es von Saskia Kley, Global Head of Equine bei Boehringer Ingelheim. ce/jh

Evax entwickelt Impfstoffe für Pferde. Symbolbild: Christine Mendoza/Unsplash
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Lausanne/Dübendorf ZH – Die Schweizer Raumfahrt steht im Mittelpunkt der Tage der Technik 2026. Am 22. September und am 24. September geben zwei Veranstaltungen in Lausanne und Dübendorf Einblick in die Schweizer Raumfahrtlandschaft. Die Themen reichen dabei von der historischen Entwicklung bis zu aktuellen Perspektiven.
(CONNECT) Die Tage der Technik 2026 wollen eine fundierten Überblick über die Schweizer Raumfahrt vermitteln. Zwei Veranstaltungen am 22. September in Lausanne und am 24. September in Dübendorf beleuchten die Geschichte der Schweizer Raumfahrt und technologischen und wirtschaftlichen Perspektiven, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Tage der Technik werden jährlich von Swiss Engineering, dem Berufsverband der Ingenieure und Architekten, gemeinsam mit der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW), der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), dem Verband der Schweizer Tech-Industrie (Swissmem) sowie dem Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) organisiert.
Im Palais de Rumine in Lausanne steht am 22. September die Vielfalt der Schweizer Raumfahrt im Mittelpunkt. Grégoire Bourban von Space Exchange Switzerland gibt einen Überblick über die Schweizer Raumfahrtlandschaft. Dr. Eleonore Cassandra Poli vom CSEM zeigt auf, wie anspruchsvolle Raumfahrttechnologien auf der Erde Anwendung finden. Loé Maire von der Universität Zürich erläutert die Bedeutung der Fernerkundung für Umwelt, Klima und Katastrophenschutz. Muriel Richard vom Start-up ClearSpace präsentiert die erste Mission der Europäischen Weltraumagentur (ESA) zur aktiven Beseitigung von Weltraumschrott. Den Abschluss bildet Didier Manzoni, Präsident der Swiss Space Industries Group von Swissmem, mit einem Überblick über die strategische Bedeutung der Schweizer Raumfahrtindustrie.
In Dübendorf steht am 24. September die Position der Schweiz im internationalen Raumfahrtmarkt im Fokus. David Blum vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) beleuchtet die strategische Bedeutung der Raumfahrt für die Schweiz. Prof. Dr. Antonia Neels von der Empa zeigt, welche innovativen Materialien den extremen Bedingungen im Weltraum standhalten. Carmen Meiller von der Universität Zürich gibt Einblicke in die Rolle der Schweizer Forschung für die Erdbeobachtung. Benjamin Gresse von Thales Alenia Space Schweiz stellt hochpräzise Schweizer Raumfahrttechnologien vor. Zum Abschluss zeigt Dr. Philipp Oettershagen von Beyond Gravity auf, welche Trends den internationalen New-Space-Markt prägen und welche Bedeutung diese Entwicklungen für Europa und die Schweiz haben. ce/ja

Die Spitze der Ariane-Rakete ist eines der bekanntesten Schweizer Raumfahrtprodukte. Bild: ESA
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Winterthur/Wallisellen ZH/Lüscherz BE – Das Casinotheater testet von September bis Ende Januar eine Hörhilfe von accessify.live. Dabei wird der Ton auf das Mobiltelefon übertragen und kann von dort abgerufen werden. Die Lösung ergänzt die bestehende Hörschlaufe in den Reihen zwei bis acht.
(CONNECT) Das Casinotheater Winterthur bietet Menschen mit Hörbeeinträchtigung eine zusätzliche Hilfe. Das Theater testet laut einer Mitteilung ab September eine Lösung, die vom Verein accessify.live mit Sitz in Lüscherz und der iRewind AG mit Sitz in Wallisellen angeboten wird.
Bei der Lösung wird der Ton der Vorstellung auf das Mobiltelefon übertragen. Nutzende erhalten über einen QR-Code Zugriff und können sich den gewünschten Ton auswählen. Sie können ihn über ihr eigenes Hörgerät oder andere Hörhilfen abrufen. Der Zugang ist im gesamten Theater möglich.
Die Lösung wird bis Ende Januar getestet. Sie ergänzt die bestehende Hörschlaufe, die in den Reihen zwei bis acht genutzt werden kann. Der Test wird von der Geschwister Meier Stiftung in Basel unterstützt.
Der Verein accessify.live verfügt über die Urheberrechte für Module, die Menschen mit Beeinträchtigungen den Besuch von Grossveranstaltungen und Theatern erleichtern sollen. Der Videolösungsanbieter iRewind entwickelt diese Lösungen weiter, fügt kommerzielle Elemente hinzu und skaliert die Gesamtlösung. ce/ug

Das Casinotheater Winterthur testet ab September eine Hörhilfe von accessify.live. Bild: Casino Theater AG Winterthur
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Zürich/München – Die Ludwig-Maximilians-Universität München wird in ihrer klinischen Studie zur Alzheimer-Krankheit das PET-Bildgebungssystem für das Gehirn von Positrigo einsetzen. Zudem plant die Hochschule, NeuroLF auch in weiteren Studien zu verwenden. Positrigo bezeichnet das als Meilenstein.
(CONNECT) NeuroLF, das Positronenemissionstomographie (PET)-System für das Gehirn von Positrigo, wird eine wichtige Rolle in einer klinischen Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) spielen. Der Gehirnscanner wurde laut einer Mitteilung des im Technopark Zürich ansässigen Unternehmens durch den Sponsor für diese Phase-2-Studie zugelassen. Sie wird an Erwachsenen durchgeführt, die an Alzheimer im Frühstadium in Verbindung mit dem Down-Syndrom leiden.
„Wir freuen uns, dass ein erster Sponsor klinischer Studien NeuroLF offiziell als Bildgebungsplattform für sein Forschungsvorhaben akzeptiert hat“, wird Dr. Dr. med. Matthias Brendel zitiert. Er ist an der LMU Professor für Translationale Molekulare Bildgebung, Leitender Arzt für Neuronuklearmedizin und stellvertretender Direktor der Klinik für Nuklearmedizin. „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung des Einsatzes der spezialisierten PET-Bildgebung des Gehirns in der klinischen Forschung, und wir planen, NeuroLF – wo immer dies sinnvoll ist – auch für weitere Studien an der LMU in Betracht zu ziehen.“
Positrigo bezeichnet diese Studienzulassung als weiteren wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, das 2018 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ausgegliedert wurde. Letztlich, so Positrigo-Mitgründer und -CEO Dr. Jannis Fischer, gehe die Mission jedoch über die Forschung hinaus: „Wir setzen uns dafür ein, moderne PET-Bildgebung des Gehirns auch in der klinischen Routine breit verfügbar zu machen, damit mehr Patienten von einer früheren und präziseren Diagnose profitieren können. Mit der Verfügbarkeit neuer krankheitsmodifizierender Therapien wird eine rechtzeitige molekulare Diagnose entscheidend sein, um sicherzustellen, dass Patienten zum richtigen Zeitpunkt die passende Behandlung erhalten.“ In der EU und den USA ist NeuroLF bereits behördlich zugelassen. ce/mm

NeuroLF ist das Positronenemissionstomographie (PET)-System für das Gehirn von Positrigo. Bild: zVg/Positrigo AG
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Zürich – Dagsmejan bringt die weltweit erste Schlafbekleidung mit integriertem Kollagen auf den Markt. Die Weltpremiere aus botanischen Fasern soll die Hautregeneration unterstützen und die Hautfeuchtigkeit über Nacht um über 40 Prozent steigern.
(CONNECT) Dagsmejan präsentiert die erste Schlafbekleidung mit Nattcollagen-Technologie. Damit werden in die besonders weichen und atmungsaktiven Eukalyptusfasern der neuen Night Renew-Kollektion marine Kollagenpeptide dauerhaft eingebettet. In einer Mitteilung verweist das Zürcher Textilunternehmen auf unabhängige klinische Tests, die zeigen, dass diese die Hautfeuchtigkeit um über 40 Prozent steigern und die Hautglätte um 12 Prozent verbessern.
Zudem hat das neue Gewebe mit dem Dermatest-5-Sterne-Siegel die höchste Bewertung für Hautverträglichkeit erhalten. „Während des Schlafs laufen die natürlichen Erneuerungsprozesse der Haut auf Hochtouren“, wird Mitgründerin und CEO Catarina Dahlin zitiert. „Mit Night Renew wollten wir das fortschrittlichste Beauty-Sleep-Textil entwickeln, das je geschaffen wurde – eines, das jede Nacht wirkt, einfach weil man es trägt.“ Die Kollektion umfasst Lang- und Kurzarmshirts, lange Hosen, Shorts und Nachthemden sowie kollagenangereicherte Schlafmasken und Kissenbezüge.
Dagsmejan wurde 2016 von Dahlin und Andreas Lenzhofer gegründet. Das Textilunternehmen ist auf wissenschaftlich getestete, temperaturregulierende und nachhaltige Funktionsschlafbekleidung spezialisiert. So tragen etwa die Spieler der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bei jedem wichtigen Turnier Dagsmejan, um sich nachts optimal zu erholen.
Dagsmejan wird regelmässig als eines der innovativsten Unternehmen der Schweiz ausgezeichnet. 2023 erhielt es von der „Financial Times“ die Auszeichnung für das am schnellsten wachsende Start-up der Schweiz. Im selben Jahr wurde Catarina Dahlin vom Swiss Economic Forum (SEF) der Titel SEF Female Entrepreneur of the Year verliehen. ce/mm

Dagsmejan präsentiert die erste Schlafbekleidung mit Nattcollagen-Technologie. Bild: zVg/Dagsmejan Ventures AG
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Zürich – Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben in einer neuen Studie aufgezeigt, wie sich die Zementproduktion mit der direkten Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre verbinden lässt. So könnten die CO2-Emissionen der Zementherstellung bis 2050 um bis zu 78 Prozent reduziert werden.
(CONNECT) ETH-Forschende haben in einer Studie aufgezeigt, wie sich die Zementproduktion nutzen lässt, um CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Die Studie von Vittoria Bolongaro und der Gruppe von André Bardow, Professor für Energie- und Prozesssystemtechnik, weist laut einer Mitteilung nach, dass sich die Zementproduktion mit Kalcium-Looping-DAC verbinden lässt. Beim Kalzium-Looping wird der für die Kalzinierung benötigte Ofen mit Strom statt mit fossilen Energieträgern betrieben. Gleichzeitig kann das bei der Kalzinierung entstehende CO2 direkt abgeschieden werden, da es nicht mit Verbrennungsabgasen vermischt ist, so die Mitteilung.
Das Verfahren kann zudem CO2 aus der Umgebungsluft aufnehmen (Direct Air Capture/DAC). Nach Zugabe von Wasser wird der Branntkalk zu gelöschtem Kalk, der erneut CO2 aus der Atmosphäre bindet und wieder zu Kalkstein wird. Durch wiederholte Zyklen kann zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden. Das abgeschiedene CO2 wird anschliessend verdichtet und dauerhaft unterirdisch gespeichert.
„Wir konnten zeigen, dass die Klimabilanz der Technologie netto negativ ist, also dass kommerzielle Kalcium-Looping-DAC-Anlagen mit CO2-Speicherung mehr CO2 entfernen, als sie über ihren gesamten Lebensweg verursachen", wird Bolongaro zitiert.
Um DAC in bestehende Zementwerke zu integrieren, sind vor allem zusätzliche Kontaktstellen nötig, über die CO2 aus der Umgebungsluft aufgenommen wird. Zudem muss der Kalzinierofen mit kohlenstoffarmer oder kohlenstofffreier Energie betrieben werden.
Die Berechnungen der Studie basieren auf Zukunftsszenarien bis 2050 und setzen deutliche Fortschritte bei der Dekarbonisierung der Stromversorgung voraus. Zudem befinden sich wichtige Komponenten, insbesondere indirekt beheizte Elektro-Kalzinieröfen, noch nicht im grossindustriellen Einsatz. Ob sich das Verfahren wirtschaftlich betreiben lässt, ist deshalb noch offen. Die ETH-Forschenden halten eine Reduzierung der CO2-Emissionen durch die Zementherstellung um bis zu 78 Prozent bis 2050 für möglich. Die Ergebnisse zeigen damit vor allem das Klimapotenzial einer Kopplung von Zementproduktion und Direct Air Capture. ce/ja

ETH-Forschende haben in einer Studie aufgezeigt, wie sich die Zementproduktion nutzen lässt, um CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Bild: Alessandro Della Bella/ETH Zürich
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Schlieren ZH – Eine Jury hat die zehn Cleantech-Start-ups für die Schweizer Start-up-Nationalmannschaft 2026 ausgewählt. Sie werden bei einer von Venturelab organisierten Reise nach München auf Investoren treffen, Möglichkeiten zum strategischen Netzwerken erhalten und Workshops von Fachleuten besuchen.
(CONNECT) Zehn der meistversprechenden Schweizer Cleantech-Start-ups werden vom 9. bis zum 13. November 2026 auf der Venture Leaders Cleantech Roadshow in München die Schweizer Innovationskraft vertreten. Laut einer Mitteilung wurden sie aus über 70 Bewerbungen ausgewählt. Das von Venturelab organisierte Programm soll ihr internationales Wachstum fördern.
Die Roadshow wird den ausgewählten Jungunternehmen Treffen mit hochkarätigen Investoren, strategische Networking-Möglichkeiten und von Fachleuten geleitete Workshops bieten. Unterstützt wird das Programm von Axpo, den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne, Helbling Technik, Rentsch Partner, Vischer und dem Kanton Waadt.
Zu den diesjährigen Venture Leaders der Cleantech Roadshow gehört Divea (Sitten). Das Start-up ermöglicht molekulare Trennverfahren der nächsten Generation durch einstellbare Poren in einer atomdünnen Graphenschicht. GraphEnergyTech (Ecublens VD) ersetzt durch seine graphenbasierten Elektrodenmaterialien teure und CO2-intensive Metalle in Solarenergie, Energiespeichern und gedruckter Elektronik.
Kuafu (Zürich) verbindet mit seiner integrierten KI-Plattform Netz- und Gebäudebetreiber, optimiert Energieressourcen und beschleunigt die Dekarbonisierung. New Generation Tanks (Renens VD) entwickelt ultraleichte, rezyklierbare Hochdrucktanks zur industriellen Gasspeicherung für Drohnen, Satelliten und dekarbonisierte Mobilität. PeelPack (Zürich) bietet biobasierten und kompostierbaren Thermoplast aus Nebenströmen der Kartoffelverarbeitung, der auf bestehenden Anlagen der Kunststoffproduktion eingesetzt werden kann.
ProSeed Ingredients (Sitten) macht mit seinen Mikrowellensstemen Trocknungs- und thermische Prozesse schneller, energieeffizienter und präziser. Sixteen44 (Saint-Sulpice VD) zerstört Methan an emissionsintensiven Standorten. Thermal Transformer (Freienbach SZ) wandelt Niedertemperaturabwärme in nutzbare Kälte um und reduziert den Stromverbrauch gegenüber konventionellen Kühlsystemen um bis zu 98 Prozent.
Winduction (Zürich) ermöglicht das kabellose Laden von Elektrobussen über ihre Räder während regulärer Haltestellenstops. Und Windworks (Lausanne) hilft Landwirtschafts- und Industriebetrieben, Stromkosten und Emissionen mit vertikalen Windturbinen zu senken, die variable Winde in niedriger Höhe effizient nutzen.
„Die Stärke des diesjährigen Teams zeigt einmal mehr die bemerkenswerte Vielfalt und Qualität des Schweizer Cleantech-Sektors“, wird Jordi Montserrat, Managing Partner bei Venturelab, in der Mitteilung zitiert. „Ihre Technologien adressieren globale Klima- und Energieherausforderungen und schaffen gleichzeitig enormes Business-Potenzial.“ ce/mm

Venturelab bringt im November zehn Schweizer Cleantech-Start-ups nach München. Symbolbild: flyupmike/Pixabay
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Zürich/Tokio – Die Tokioter SoftBank beteiligt sich mit 200 Millionen Dollar an Gravis Robotics. Mit dieser laut Gravis grössten Serie-A-Finanzierungsrunde in der Geschichte der Baurobotik will die ETH-Ausgründung die Einführung ihrer physischen Künstlichen Intelligenz für autonome Bagger weltweit skalieren.
(CONNECT) Die Zürcher Gravis Robotics AG hat in einer Finanzierungsrunde der Serie A 200 Millionen Dollar eingenommen. Dies ist laut einer Mitteilung von Gravis die höchste je in einer Serie-A-Finanzierungsrunde der Baurobotik eingeworbene Investition. Geldgeber ist SoftBank. Die Tokioter Investment Holding ist vor allem als globale Beteiligungsgesellschaft und Investor bekannt. Ihre Vision Funds gehören zu den weltgrössten Technologie-Investmentfonds.
Das 2018 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliederte Robotik-Unternehmen Gravis versteht es eigenen Angaben zufolge als seine Mission, „software-definierte Intelligenz in eine Branche zu bringen, die jahrzehntelang auf rein mechanische Hardware gesetzt hat“. Gravis stellt Software für autonome Baumaschinen bereit, die als Betriebssystem für gemischte Maschinenflotten dient. Sie läuft auf dem Steuerungssystem namens Gravis Rack, das von Maschinenherstellern wie Caterpillar, Case, Develon, John Deere, Hitachi, Volvo und anderen verwendet wird. Dieselbe Kernsoftware kann ohne individuelle Umprogrammierung einen Kompaktbagger ebenso steuern wie eine fünfmal so grosse Maschine.
Die flexible Softwareplattform bietet das gesamte Spektrum von durch Künstliche Intelligenz gestützte manuelle Steuerung bis hin zu vollautonomem Betrieb. Im vollautonomen Modus können Bedienende ganze Roboterflotten gleichzeitig überwachen. Unabhängig vom Modus fungiert jede mit Gravis ausgestattete Maschine während der Arbeit als kontinuierlicher Standortsensor und automatisiert Vermessung und Gefahrenkartierung im Hintergrund.
„Ob Wohnungsbau, Modernisierung von Energienetzen oder Ausbau von Rechenzentren: jedes Projekt beginnt mit Erdbewegungen“, wird CEO und Mitgründer Ryan Luke Johns zitiert. Dieser Flaschenhals habe die gesamte Bauwirtschaft bisher ausgebremst. „Unsere Maschinen sind für die unübersichtliche, unvorhersehbare Realität von Baustellen konzipiert, die herkömmliche Automatisierungssysteme an ihre Grenzen bringt. Mit der Unterstützung von SoftBank können wir die besten Bauarbeiter und Ingenieure einstellen, die von Gravis entwickelte Autonomie auf jeder grossen Baustelle einsetzen und schneller wachsen, als dies irgendjemand für möglich gehalten hätte.“ ce/mm

Gravis Robotics will die Einführung ihrer Künstlichen Intelligenz für autonome Bagger weltweit skalieren. Symbolbild: Didgeman/Pixabay
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Zürich – Das Zürcher Start-up nextesy AG hat die Marke von 2000 Kunden geknackt. Das im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) tätige Unternehmen macht einzelne Funktionen seiner Business Administration-Plattform für Freiberufler, Start-ups und KMU für den Erfolg verantwortlich.
(CONNECT) Das Zürcher Start-up nextesy hat in kurzer Zeit nach seinem offiziellen Markteintritt Ende April 2026 die Marke von 2000 aktiven Kunden überschritten, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Start-up mit Wurzeln in den Ökosystemen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und Universität St.Gallen (HSG) entwickelt auf Künstlicher Intelligenz basierende Softwarelösungen, die administrative Geschäftsprozesse für KMUs, Start-ups, Freiberufler und Treuhänder automatisieren.
Das Unternehmen führt seinen raschen Erfolg insbesondere auf die Neuheit verschiedener Funktionen zurück, die in dieser Form vormals auf dem Schweizer Markt nicht verfügbar waren. Laut Kunden-Feedback ist etwa die hohe KI-Buchungsgenauigkeit von 98 Prozent besonders beliebt. Die Automatisierung der Buchhaltung, die Schritte von der Klassifizierung und Umbenennung von Belegen über die Extraktion aller relevanten Informationen umfasst, reduziere den manuellen Nachbearbeitungsaufwand deutlich.
Bei nextesy können Kunden Belege ausserdem dank WhatsApp-Integration direkt über WhatsApp zur automatisierten Verarbeitung einreichen, ohne auf ein externes Portal zugreifen zu müssen. Zuletzt sind sämtliche Inhalte von nextesys Plattform dank der globalen Volltextsuche vollständig durchsuchbar, was bei Schweizer Konkurrenzprodukten nicht der Fall sei, so die Mitteilung. „Es freut uns, dass die Nachfrage so gross ist, vor allem, weil sie sich teilweise direkt auf einzelne Funktionen zurückführen lässt, die wir konsequent AI-first entwickelt haben", wird Dr. Milan Kuzmanovic, Chief AI Officer von nextesy, zitiert.
Künftig plant das Unternehmen die Skalierung seiner Infrastruktur, um die Kundenbasis bei gleichbleibend hoher Qualität auszubauen. ce/ja

Das nextesy-Team hat die Marke von 2000 Kunden erreicht. Bild: nextesy AG
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Zürich – Die Aisot Technologies AG hat in einer Seed-Extension-Finanzierungsrunde 2 Millionen Franken eingesammelt. Neu als Investor bei dem im Bereich durch Künstliche Intelligenz gestützte Portfoliointelligenz aktiven Unternehmen ist Felix Haldner, ehemaliger Partner der Partners Group.
(CONNECT) Die Aisot Technologies AG stärkt laut einer Mitteilung mit einer Seed-Extension-Finanzierung in Höhe von 2 Millionen Franken ihr Wachstum im Bereich durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Portfoliointelligenz. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt KI-gestützte Lösungen für Portfoliooptimierung und Risikomanagement für Asset- und Vermögensverwalter sowie Family Offices.
Grosse Vermögensverwalter können so zusätzliche Marktsignale identifizieren, während kleinere Häuser durch Zugang zu professioneller Daten- und KI-Infrastruktur für Portfoliokonstruktion und -personalisierung unterstützt werden, ohne diese selbst betreiben zu müssen.
Die Seed-Extension-Finanzierungsrunde wurde von bestehenden Investoren getragen, darunter Family Offices und erfahrene Angel Investoren. Neu dabei ist Felix Haldner, ehemaliger Partner der Partners Group und früherer Präsident der Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA).
„Wir sind überzeugt, dass die Lösungen von Aisot Technologies bei Asset Managern und Vermögensverwaltern bedeutende Effizienzgewinne unter anderem in der Analyse, im Portfoliomanagement und in der Produktentwicklung bewirken können", wird Haldner zitiert. „Aisot Technologies' Modelle liefern zudem Signale über verschiedene Anlagestrategien hinweg, mit dem Ziel, einen Beitrag zur Rendite-Optimierung leisten zu können." ce/ja

Aisot Technologies AG sammelt in einer Seed-Extension-Finanzierungsrunde 2 Millionen Franken ein. Symbolbild: Ketut Subiyanto/Pexels
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