Aktuelles
Kilchberg ZH/Wien – 3VC beteiligt sich am Zürcher Start-up Aderis. Damit will der Wiener Risikokapitalfonds Aderis dabei unterstützen, mit seiner KI-nativen Live Finance-Plattform zum europäischen Marktführer für ERP-Systeme zu werden.
(CONNECT) Das Zürcher Start-up Aderis erhält eine Finanzierung vom Risikokapitalfonds 3VC aus Wien. Aderis-Gründer und -CEO Elian Kool hat ein ERP-System entwickelt, das Altsysteme, die meist vor dem Jahr 2000 entwickelt wurden und seither mit Künstlicher Intelligenz (KI) nachgerüstet werden, ablösen soll.
Denn diese Altsysteme erreichen laut einer Mitteilung von 3VC „das Ende ihrer Lebensdauer, erzwingen Migrationszyklen, der Pool an Fachkräften im Rechnungswesen schrumpft strukturell und KI ist erst seit Kurzem in der Lage, zentrale Finanzprozesse präzise zu automatisieren“. Allein Europa biete ein Milliarden-Euro-Potenzial für die Live Finance-Plattform von Aderis, das damit zum europäischen Marktführer werden will.
„Wir bei 3VC glauben an ERP-Systeme der nächsten Generation“, heisst es in dieser Mitteilung. „Das ERP der Zukunft muss KI-nativ, modular und API-basiert sein. Wir sind überzeugt, dass Teams automatisierte und automatisierte Workflows nutzen können sollten, ohne die Nachvollziehbarkeit jeder Entscheidung und Buchung zu beeinträchtigen. Elian Kool, CEO und Gründer von Aderis, teilt diese Vision.“
Kool hatte 2012 Netcentric mitgegründet und von Zürich aus zu einer erfolgreichen, europaweit tätigen Beratungsfirma für digitales Marketing mit über 600 Mitarbeitenden aufgebaut. „Wir sind überzeugt, dass Elians Vision, seine Erfahrung, die Schnelligkeit seiner Umsetzung und seine Fähigkeit, Top-Talente zu rekrutieren und zu motivieren, entscheidend sind, um in einem Markt, der von mehreren, gut finanzierten Unternehmen umkämpft wird, erfolgreich zu sein“, so 3VC.
Das ERP-System von Aderis ist eine KI-native ERP-Plattform für Konsumgüterunternehmen, die in verschiedenen Ländern, mit unterschiedlichen Niederlassungen und Währungen operieren. Zu den ersten Kunden zählen den Angaben zufolge unter anderem Firmen aus der Fertigungsindustrie, dem E-Commerce, der Medizintechnik und dem Gastgewerbe. „Diese Kunden“, so 3VC, „waren beeindruckt von Aderis' Fähigkeit, innerhalb weniger Tage live zu gehen und einen klaren ROI zu erzielen“. ce/mm

Aderis erhält eine Finanzierung vom Risikokapitalfonds 3VC. Symbolbild: Ambre Estève/Unsplash
Aktuelles
Baar ZG/Zürich – Arviem und Nexxiot sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel ist es, Kompetenzen in den Bereichen IoT-Technologie, Frachttransparenz und Asset Intelligence zu bündeln, um die Digitalisierung von Lieferketten in Asien voranzutreiben.
(CONNECT) Arviem, ein Dienstleister für Frachtüberwachung aus Baar, und Nexxiot, ein Zürcher Unternehmen im Bereich Anlageninformationen und spezialisierter Logistik-IoT (Internet of Things/Internet der Dinge)-Technologie, sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Laut einer Mitteilung planen die Unternehmen, gemeinsam die Digitalisierung von Lieferketten in Asien voranzutreiben, mit besonderem Fokus auf Singapur, Vietnam und Indonesien.
Arviem wird im Rahmen der Partnerschaft eine IoT-agnostische Plattform für Transparenz in der Lieferkette bereitstellen, mit denen Kunden, die am besten geeignete Technologie für ihre Frachtüberwachung auswählen können. Nexxiot wird wiederum mit spezialisierter IoT-Technologie, sicherer Konnektivität und Asset-Intelligence-Lösungen die Digitalisierung von Transportmitteln in globalen Logistiknetzwerken ermöglichen. Somit profitieren Kunden von einem breiteren Spektrum an Überwachungstechnologien und datengestützten Erkenntnissen.
Zentraler Bestandteil der Partnerschaft ist zudem die Integration der Asset-Intelligence-Plattform und der fest installierten Smart-Asset-Technologie von Nexxiot in das Portfolio von Arviem für Frachttransparenzlösungen. Die Unternehmen unterstützen damit Kunden dabei, „die betriebliche Effizienz zu steigern, die Frachtsicherheit zu erhöhen, Risiken zu minimieren, die Anlagenauslastung zu optimieren und die Entscheidungsfindung durch zuverlässige Echtzeit-Transparenz zu verbessern“, heisst es in der Mitteilung.
Die Partnerschaft fokussiert sich laut den Unternehmen zunächst auf Asien, da dortige Hersteller, Logistikdienstleister und Frachteigentümer ihre Investitionen in die digitale Transformation der Lieferkette und die durchgängige Transparenz von Sendungen im Vergleich zu anderen Regionen verstärkt vorantreiben. ce/nta

Nexxiot ermöglicht mit IoT-Technologie die Digitalisierung von Transportmitteln in globalen Logistiknetzwerken. Bild: zVg/Nexxiot AG
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Zürich – RESLIDES hat seine ANI.MAL Collection mit den Sandalenmodellen Cow und Jaguar lanciert. Die Schuhe mit Animal Prints des Herstellers von modularen, kreislauffähigen Sandalen richten sich an urbane Träger und verbinden Nachhaltigkeit mit stilistischer Freiheit.
(CONNECT) RESLIDES hat laut einer Mitteilung seine Sandalenlinie ANI.MAL Collection mit den Designs Cow und Jaguar lanciert. Die ANI.MAL-Sandalen basieren dabei auf dem bewährten RESLIDES-System, das modulare Riemen, Schnallen und Sohlen miteinander kombiniert. Der Riemen, der mit einem Kuh- oder Jaguarmuster bedruckt ist, kann daher mit allen bestehenden RESLIDES-Sandalen kombinieren werden.
Ziel ist es, Mode, Nachhaltigkeit und Persönlichkeit zu kombinieren. Laut Mitgründer Lars Arendt sind weitere Modelle bereits in Planung: „Mit der ANI.MAL Collection wollen wir zeigen, wie viel stilistische Freiheit in einem modularen Konzept steckt – von einem Paar Sandalen zu vielen Looks. Und das ist nur der Anfang: Wir planen, die Kollektion weiter auszubauen und noch mehr ausdrucksstarke Riemen- und Sohlenfarbvarianten auf den Markt zu bringen.“
Wie alle modularen RESLIDES-Riemen sind auch die neuen ANI.MAL Riemen aus recyceltem PET in Italien gefertigt und recyclingfähig. RESLIDES präsentiert sich seit Gründung im Jahr 2021 als Alternative zu klassischen Korksandalen und Fast Fashion. Mit austauschbaren und kreislauffähigen Komponenten lassen sich alle Module nach Ende ihres Lebenszyklus zu neuen Sandalenkomponenten verarbeiten.
Die Collection ist per sofort online für die Märkte Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, Dänemark und die Niederlande erhältlich. ce/ja

RESLIDES lanciert seine Sandalenlinie ANI.MAL Collection mit den Designs Cow (Bild) und Jaguar. Bild: zVg/RESLIDES GmbH
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Dübendorf ZH – Forschende unter der Leitung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt untersuchen, wie das Verhalten von Wasserstoffionen in Keramikmembranen mit deren Materialstruktur zusammenhängt. Ziel ist es, Grundlagen für effizientere Membranen zu schaffen und so die Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff zu verbessern.
(CONNECT) Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) erforscht die Grundlagen des Transports von Wasserstoffionen (Protonen) in keramischen Membranen. Im Zentrum steht die Frage, wie die Materialstruktur solcher Spezialkeramiken die Aufnahme und Bewegung von Protonen beeinflusst. Das Verständnis dieser Zusammenhänge soll langfristig die Entwicklung leistungsfähigerer Membranen für Brennstoffzellen und Elektrolyseure ermöglichen, wie die Empa mitteilt.
In den aktuellen Versuchsreihen konzentrieren sich die Forschenden auf Lanthan-Cer-Oxid (LCO), ein Material, das zwar viele Protonen aufnehmen, diese jedoch kaum weiterleiten kann. Gerade diese Eigenschaft soll neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Materialstruktur und Protonenleitfähigkeit liefern. Dazu nutzt das Team unter anderem hochauflösende Neutronenmessungen am Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen AG sowie weitere Untersuchungen an Grossforschungsanlagen in den USA und Japan.
Frühere Arbeiten des Empa-Teams hatten bereits gezeigt, dass der Protonentransport in keramischen Leitern eng mit den Schwingungen des Kristallgitters verknüpft ist und dass eingelagerte Protonen diese Gitterschwingungen selbst verändern können. Das neue Projekt soll diese Prozesse genauer aufklären und theoretische Modelle experimentell überprüfen. Grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger der Energiewende. Effizientere und langlebigere Membranen könnten dazu beitragen, seine Herstellung und Nutzung wirtschaftlicher zu machen.
Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Rahmen des External Lead Agency-Verfahrens unterstützt. ce/ja

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Empa erforscht die Grundlagen des Protonentransports in keramischen Membranen; im Bild: Die Wasserstoffanlage im Mobilitätsdemonstrator move der Empa. Bild: Empa
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Zürich – Menschliche Aktivitäten erhöhen die Häufigkeit von Bränden in der Arktis deutlich. Laut einer von der Universität Zürich geleiteten Studie brannte es zwischen 2001 und 2013 dort, wo Menschen aktiv sind, 2,5-mal häufiger als in klimatisch vergleichbaren Gebieten ohne menschlichen Einfluss.
(CONNECT) Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Zürich (UZH) hat den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf Brände im gesamten Arktisraum untersucht. An der Studie beteiligt waren auch Forschende des Goddard Space Flight Center der NASA (National Aeronautics and Space Administration) und der Universität Münster.
Das Team verglich für die Jahre 2001 bis 2013 beleuchtete Gebiete mit unbeleuchteten Regionen, in denen ähnliche klimatische Bedingungen herrschten. In den beleuchteten Gebieten brannte es gemäss einer Mitteilung 2,5-mal häufiger. Auch in deren Umgebung traten mehr Feuer auf, „was auf einen starken räumlichen Zusammenhang zwischen menschlichen Aktivitäten und dem Auftreten von Bränden hinweist", so Erstautor Cengiz Akandil von der UZH. Temperatur, Feuchtigkeit und Trockenheit bleiben jedoch ebenfalls wichtige Faktoren für Brände in der Arktis.
Als Mass für menschliche Präsenz nutzten die Forschenden Satellitendaten zur künstlichen Beleuchtung bei Nacht, die etwa auf Siedlungen und industrielle Nutzung hinweist. Regional fiel der Zusammenhang zwischen beleuchteten Gebieten und Bränden unterschiedlich stark aus. Das Team führt dies auch auf Unterschiede bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Feuern zurück.
Brände in der Arktis können Infrastruktur und Ökosysteme schädigen, das Auftauen des Permafrosts beschleunigen und dadurch zusätzlichen Kohlenstoff freisetzen. Das wiederum kann sich auf das globale Klima auswirken. Auch der Rauch kann weit über die Region hinaus gelangen.
Angesichts der weiteren Erschliessung der Arktis und klimatischer Bedingungen, die Brände zunehmend begünstigen, sieht Gabriela Schaepman-Strub vom Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften der UZH wachsenden Handlungsbedarf. Es werde „immer wichtiger, die Brandprävention in die Raumplanung, den Industriebetrieb und die Strategien zum Schutz von Siedlungen zu integrieren", so die Studienleiterin. ce/as

Forschende der UZH haben den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf Brände im gesamten Arktisraum, wie in Russland (Bild), untersucht. Bild: Monja Šebela/SentinelHub/Copernicus Sentinel data 2021
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Zürich/Dübendorf ZH – Die Universität Zürich (UZH) und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) laden vom 22. bis 30. August zur Scientifica 2026 ein. Das Wissenschaftsfestival bietet unter dem Motto „Wie wir Wissen schaffen“ Ausstellungen, Führungen, Workshops und Vorträge in Zürich und Dübendorf.
(CONNECT) Das Programm der Scientifica 2026 ist ab sofort online verfügbar. Vom 22. bis 30. August geben rund 1000 Forschende in verschiedenen Veranstaltungsformaten Einblicke in ihre Arbeit. Das grösste Wissenschaftsfestival der Schweiz widmet sich dieses Jahr der Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen und weshalb Forschung nachvollziehbar und überprüfbar sein muss.
Den Auftakt bildet am 22. August ein Publikumstag zusammen mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) im Innovation Park Zürich in Dübendorf. Auf dem Programm stehen unter anderem Rennwagen, Raketenantriebe und autonome Drohnen. Am folgenden Tag öffnen der Campus Irchel der UZH und der ETH-Campus Hönggerberg ihre Türen. Besucherinnen und Besucher können unter anderem eine Mondlandefähre steuern, Einblicke in die Quantenphysik erhalten oder sich über Wald- und Klimaforschung informieren.
Als Partnerin der Scientifica organisiert die Stadt Zürich vom 24. bis 28. August die Veranstaltungsreihe Science and the City. Das Themenspektrum reicht von Virtueller Realität über Abnehmspritzen und Demenz bis zu Geld und Abwasserreinigung. Für die Veranstaltungen ist eine kostenlose Online-Anmeldung erforderlich, die ab dem 17. August möglich ist.
Den Abschluss der Scientifica bilden am 29. und 30. August Veranstaltungen an den Zentren von UZH und ETH. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren an rund 80 Ausstellungsständen ihre aktuellen Projekte aus allen Forschungsbereichen der beiden Hochschulen. Workshops, Shows, Science Cafés und Führungen durch Labore und andere normalerweise nicht zugängliche Arbeitsräume ergänzen das Programm.
Die Scientifica wird seit 2011 von UZH und ETH Zürich organisiert und richtet sich sowohl an Erwachsene als auch an Familien und Jugendliche. Der Eintritt ist gratis. Für Workshops, Führungen und Shows mit begrenzten Plätzen werden an den beiden Festivalwochenenden kostenlose Tickets jeweils eine Stunde vor Beginn vor Ort ausgegeben. ce/as

Den Auftakt der Scientifica bildet am 22. August ein Publikumstag im Innovation Park Zürich in Dübendorf. Bild: Switzerland Innovation Park Zurich
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Zürich/Dübendorf ZH – Zwei Industriedesign-Studentinnen der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) haben im Rahmen des Programms Artists in Labs je zwei Monate in einem Labor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) verbracht. Beide Seiten profitierten von neuen Perspektiven.
(CONNECT) Die ZHdK und die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben im Rahmen des Masterprogramms Artists in Labs zwei Industriedesign-Studentinnen der Transdiciplinary Studies in the Arts die Möglichkeit gegeben, in die Welt der wissenschaftlichen Forschung einzutauchen. Zwei Monate war Madeleine Hykes Gast im Urban Energy Systems-Labor und Karya Anliak im Cellulose & Wood Materials-Labor. Ziel dieses Programms ist ein intensiver Dialog zwischen Design und Wissenschaft.
Madeleine Hykes machte systemische Fragen der Energiepolitik durch Kunst greifbar. „Madeleine brachte völlig neue Perspektiven in unsere Projekte“, wird Georgios Mavromatidis, Leiter des Urban Energy Systems-Labs, in einem Bericht der Empa zitiert. „Ihr künstlerischer Ansatz ermutigte uns, Energie und Städte durch eine menschlichere Linse zu betrachten. Sie forderte uns heraus, anders über die Fragen nachzudenken, die wir stellen, und darüber, wie wir unsere Arbeit kommunizieren.“
Nach ihrem Praktikum lud das Labor Hykes ein, dessen akademischen Beitrag bei einer Konferenz in Graz um ihre Anstösse zu Suffizienz und nachhaltiger Transformation zu ergänzen. „Der Aufwand, um die Kunststudientin im Labor zu integrieren, war bescheiden im Vergleich zum Mehrwert, den sie generierte“, resümiert Mavromatidis.
Karya Anliak widmete sich im Cellulose and Wood Materials-Labor einem Konzept, das sie mikrobielles Industriedesign nennt: Die türkisch-luxemburgische Designerin kombinierte im Labor vorhandene Zellulose-Nanokristalle mit lebenden Bakterien, um ein neues Material zu entwickeln: „Es hinterfragt die negativen Assoziationen, die wir mit Bakterien und ihrer unsterilen Welt verbinden, und erforscht Kunsthandwerk, Keramikarbeiten und den bakteriellen 3D-Druck als eine verkörperte Art, die Gegenstände zu gestalten, die wir im Alltag nutzen.“ Wie Hykes machte Anliak die Erfahrung eines fundamentalen Perspektivwechsels: „Es geht darum“, meint sie, „eine gemeinsame Sprache zu finden, in der wir uns verständigen können.“ ce/mm

Madeleine Hykes, Masterstudentin der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), brachte komplett neue Perspektiven ins Urban Energy Systems-Labor der Empa. Bild: Empa
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Zürich/Casablanca/Osaka – Kanadevia Inova hat einen Konzessionsvertrag für ein Grossprojekt zur Energiegewinnung aus Abfall in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca geschlossen. Das Zürcher Unternehmen wird die Anlage mit Partnern neben einer der grössten Mülldeponien Afrikas realisieren und betreiben.
(CONNECT) Die Kanadevia Inova AG hat einen 33,5 Jahre laufenden Projekt- und Betriebsvertrag für eine Kehrichtverbrennungsanlage zur Energiegewinnung in Casablanca unterzeichnet. Er umfasst den Entwurf, die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Anlage, die laut einer Mitteilung ab Juni 2030 Energie aus Müll bereitstellen soll. Das auf Abfallverwertungs- und Biogasanlagen spezialisierte Zürcher Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Kanadevia Corporation aus Osaka, einer der wichtigsten Grosshändler in Japan.
Für dieses Projekt gründet Kanadevia Inova eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Company, SPC), an der auch Nareva, eines der grössten afrikanischen Unternehmen für nachhaltige Energie und Wasserentsalzung mit Sitz in Casablanca, und das japanische Grosshandelsunternehmen Itochu beteiligt sind. Die Zweckgesellschaft wird das Projekt umsetzen und die Verträge für Ingenieursleistungen, Beschaffung und Bau sowie langfristige Wartungsverträge abschliessen.
Die neue Anlage wird pro Jahr rund 1 Terawattstunde Strom erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von etwa 1 Million Menschen. Sie wird mit den Verbrennungs- und Kesselsystemen und dem automatischen Verbrennungsregelungssystem Autaro von Kanadevia Inova ausgestattet. Zudem umfasst das Projekt eine 50-Megawatt-Solaranlage, eine 4-Megawatt-Anlage zur Gewinnung und Nutzung von Deponiegas sowie eine Sickerwasserbehandlungsanlage.
Ausserdem wird die Anlage den Angaben zufolge so konzipiert, dass Technologien zur CO2-Abscheidung und -Speicherung integriert werden können. Das soll die Treibhausgasemissionen weiter reduzieren und die Dekarbonisierung unterstützen. ce/mm

Diese künstlerische Darstellung der integrierten Abfallverwertungsanlage in Casablanca vereint Abfallbehandlung, Erzeugung erneuerbarer Energie und Infrastruktur für die Deponiebewirtschaftung. Bild: Kanadevia Inova AG
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Zürich – Das Gehirn kann sich nach Verletzungen oder Erkrankungen besser regenerieren als bisher bekannt. Ein Team der Universität Zürich (UZH) hat entdeckt, dass bestimmte Zellen den Wiederaufbau des verletzten Gewebes übernehmen. Womöglich lässt sich dieser Mechanismus zu Therapiezwecken aktivieren.
(CONNECT) Forschende der Universität Zürich haben eine Entdeckung gemacht, die Ansatzpunkte für die gezielte Regeneration von beschädigtem Hirngewebe bietet. Sie konnten erstmals beobachten, wie Zellkerne erwachsener Hirnzellen, nämlich die von speziellen Astrozyten, dessen Wiederaufbau organisieren. Doch diese Zellen teilen sich laut einer Mitteilung der Hochschule nicht nur, sondern „schicken“ ihre Zellkerne zum Hilfseinsatz dorthin, wo sie benötigt werden: „Die neu gebildeten Zellkerne der Tochterzellen gleiten über weite Strecken, um die geschädigte Hirnregion wieder zu besiedeln und das Astrozyten-Netzwerk neu zu verknüpfen“, wird Teamleiter Bruno Weber zitiert.
Die sternförmigen Stütz- und Versorgungszellen sind für das Funktionieren der Neuronen unerlässlich. Sie versorgen die Nervenzellen mit Nährstoffen, helfen, den Blutfluss zu steuern, und halten das Hirngewebe gesund. Lang ging man davon aus, dass das erwachsene Gehirn Astrozyten, die verloren gehen, nicht vollständig ersetzen kann. Nun wird diese Annahme durch eine neue Studie der beiden Co-Erstautoren Marina Herwerth und Matthias Wyss vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der UZH widerlegt.
Sollten sich die nun entdeckten Mechanismen gezielt aktivieren lassen, könnte dies helfen, Astrozyten-Netzwerke wiederherzustellen, auf diese Weise geschädigtes Hirngewebe besser zu reparieren und so die Erholung nach bestimmten Hirnerkrankungen zu verbessern. „Wir konnten zahlreiche Gene und Signalwege identifizieren, die während der Reparatur vorübergehend aktiviert werden“, betont Weber. „Sie könnten künftig als Ansatzpunkte dienen, um diese Regenerationsprozesse bei Krankheiten zu beeinflussen.“ ce/mm

Regenerative Astrozyten reparieren Hirnverletzungen, indem sie neue Zellkerne entlang ihrer Zellfortsätze in das geschädigte Gewebe leiten. Bild: Institut für Pharmakologie und Toxikologie/Universität Zürich
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Zürich/Zug/Aubonne VD/Bengaluru – Mit nordfen und condenZero aus Zürich sowie Klepsydra (Zug) nehmen erstmals drei Schweizer Spacetech-Pioniere an der Bengaluru Space Expo teil. Sie sind vom 7. bis 11. September Teil des Startup Camps India von Swissnex und Innosuisse. Mit dabei ist auch Perovskia Solar.
(CONNECT) Die drei Spacetech-Start-ups nordfen und condenZero aus Zürich und Klepsydra Technologies aus Zug reisen im Rahmen des Startup Camp India – SpaceTech 2026 nach Indien. Sie werden laut einer Mitteilung von Swissnex Indien vom 7. bis 9. September an der Bengaluru Space Expo 2026 teilnehmen, eine der grössten Weltraummessen im asiatischen Raum mit Teilnehmenden aus 20 Ländern.
Während ihres restlichen Aufenthalts werden sie mit indischen Start-ups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Kontakt treten, um Kooperationsmöglichkeiten und gemeinsame Innovationen zu erkunden. Wie die Veranstaltenden der Messe bekanntgaben, ist Swissnex Indien neuer Innovationspartner der Messe.
Das Startup Camp India wird von Swissnex, dem weltweiten Netzwerk der Schweiz für Bildung, Forschung und Innovation, und der Innovationsagentur Innosuisse organisiert. Swissnex Indien unterstützt als Teil des in der indischen Stadt Bengaluru angesiedelten Schweizer Generalkonsulats Schweizer Hochschulen, Start-ups und forschungsintensive Unternehmen bei Markteintritt und Wissensaustausch in Indien.
Nordfen aus Zürich entwickelt auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Simulationssoftware, die reale Geodaten in realistische 3D-Umgebungen umwandelt. Diese virtuellen, aber realistischen Trainingsumgebungen und physikalischen Simulationen des von Absolventen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich Mitte 2025 gegründeten Start-ups finden Anwendung bei der Entwicklung ferngesteuerter Fahrzeuge und KI-Agenten für den Schutz kritischer Infrastrukturen wie Industrieanlagen und Energienetze vor Drohnenangriffen. Nordfen ist Teil des Inkubationsprogramms ESA BIC Switzerland der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).
Das ebenfalls in Zürich ansässige Deeptech-Unternehmen CondenZero ist eine 2019 gegründete Ausgliederung des Departements für Physik an der Universität Zürich. Das Start-up entwickelt Spezialgeräte für Kryo-Elektronenmikroskope, die Proben bis zu 24 Stunden bei ultratiefen Temperaturen halten. Das ermöglicht es Forschenden, Materialien und biologische Proben viel detaillierter zu untersuchen.
Klepsydra Technologies entwickelt Edge-KI-Software für die Luft- und Raumfahrt, die Robotik und die Automobilindustrie. Die patentierten Edge-KI-Softwarelösungen des aus dem kalifornischen Robotik-Unternehmen Farm-ng 2018 ausgegliederten Unternehmen mit Sitz in Zug hilft Computern, bis zu zehnmal mehr Daten bei 50 Prozent weniger Energieverbrauch zu verarbeiten.
Wie Swissnex Indien gesondert bekanntgab, wird Perovskia Solar aus Aubonne zum zweiten Mal „im Rahmen eines tieferen Engagements“ an dieser Indienreise teilnehmen, um seine Technologie auf den indischen Markt zu bringen. Das 2020 aus der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt ausgegründete Jungunternehmen ist auf ultradünne, digital gedruckte und massgeschneiderte Perowskit-Solarzellen spezialisiert, die Umgebungslicht zur Stromversorgung von Geräten im Internet der Dinge nutzen. ce/mm

Das CondenZero-Team nimmt gemeinsam mit Nordfen und Klepsydra an der Bengaluru Space Expo 2026 teil. Bild: zVg/Venture Kick
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Zürich/Aarwangen BE/Basel – Dorfbeck Nyfeler hat die Menge verschwendeter Bäckerei- und Konditorwaren um 37 Prozent reduziert. Das erreichte der Betrieb mithilfe des Food Save-Managements des Vereins United Against Waste. Dieser setzte auch die von GoNina aus Zürich erstellten Prognosen für die Produktionsplanung ein.
(CONNECT) United Against Waste Schweiz setzt sein Pilotprojekt des Food Save Managements für die Bäckerei- und Confiserie-Branche erfolgreich um. Wie der Basler Verein, ein Zusammenschluss von Schweizer Lebensmitteilunternehmen, jetzt mitteilt, konnte etwa die Dorfbeck Nyfeler AG aus Aarwangen ihren Food Waste um 37 Prozent senken.
Mit seinem Ansatz macht das Food Save-Management von United Against Waste sichtbar, wo Lebensmittel verlorengehen und zeigt, wie man gezielt dagegensteuern kann. Dabei kommt auch die Software des Zürcher Start-ups GoNina zum Einsatz. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt das Unternehmen, das als Mitglied von Circular Economy Switzerland die Kreislaufwirtschaft fördert, genaue Bedarfsprognosen, die etwa auf Verkaufsdaten und Wetterprognosen basieren. So soll gezielter produziert und weniger entsorgt werden. „Es freut uns sehr, dass GoNina einen Teil dazu beitragen konnte“, so GoNina in einer Nachricht zum positiven Ergebnis bei Nyfeler, in der sich GoNina auch für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankt.
Zusätzlich zu den Bedarfsprognosen von GoNina optimierte Nyfeler laut der Mitteilung von United Against Waste sein Sortiment. Darüber hinaus wurden die Mitarbeitenden geschult und sensibilisiert. Im Laufe dieser Prozesse entstand auch ein neues Produkt, das Brösmeli-Glück – ein Food Save-Brot, das aus Paniermehl hergestellt wird. Es helfe, so der Verein in der Mitteilung, wertvolle Ressourcen besser zu nutzen und bleibe durch seine hohe Fähigkeit zur Wasserbindung besonders lang frisch.
„Das Projekt zeigt, dass Food Save in Bäckereien viele Hebel bietet, von technologischen Lösungen bis hin zu neuen Produktideen“, resümiert United Against Waste. „Doch die Grundlage jeder wirksamen Reduktionsmassnahme sind verlässliche Daten.“ Ein „grosses Dankeschön“ geht auch von dieser Seite „an das Team von Nyfeler für die Offenheit, das Engagement und die Bereitschaft, neue Wege auszuprobieren“. ce/mm

Das Go Nina Team hilft Dorfbeck Nyfeler, Food Waste dank KI-Prognosen um 37 Prozent zu reduzieren. Bild: zVg/GoNina AG
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Zürich – Exclaim Robotics von Gründerin und CEO Helen Oleynikova tritt mit einer Pre-Seed-Finanzierung in die Öffentlichkeit. Das Zürcher Start-up entwickelt mobile Roboter für Rechenzentren. Sie sollen die mit 800 Volt Gleichstrom betriebenen Racks der nächsten Generation gefahrlos warten können.
(CONNECT) Helen Oleynikova hat bekanntgegeben, dass das von ihr neu gegründete und als CEO geführte Start-up Exclaim Robotics in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 5 Millionen Dollar eingesammelt hat. Angeführt wurde diese Runde von den Risikokapitalfirmen Founderful aus Zürich und Playfair aus London.
Exclaim Robotics entwickelt mobile Roboter für routinemässigen Wartungs- und Reparaturarbeiten in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). „Das Innovationstempo bei der Infrastruktur von Rechenzentren erinnert an den Wettlauf im All“, wird Oleynikova in einem Bericht des Magazins EU-Startups zitiert. „Die Leistungsdichte treibt die gesamte Branche an die Grenzen der Physik. Flüssigkeitskühlung, 800 Volt Gleichstrom im gesamten Gebäude, möglicherweise supraleitende Stromschienen, gekühlt mit flüssigem Stickstoff – die manuelle Wartung wird von Jahr zu Jahr gefährlicher, und genau diese Aufgabe sollten Roboter übernehmen.“
Oleynikova bringt 15 Jahre Erfahrung in der Robotik bei Willow Garage, Google, Microsoft, NVIDIA und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit. Ihre zahlreichen Veröffentlichungen wurden seit 2015 bereits 5125-mal zitiert. An der ETH promovierte sie über Kartierung und Planung unübersichtlicher, unstrukturierter Umgebungen. Sie war Mitentwicklerin von nvblox, der 3D-Mapping-Library zur Kollisionsvermeidung, die in NVIDIA Isaac ROS integriert ist und von Robotikteams weltweit eingesetzt wird.
„KI-Rechenzentren wachsen schneller, als sie personell ausgestattet oder sicher gewartet werden können“, betont Antonia Albert, Principal bei Founderful. „Helen und ihr Team von der ETH Zürich, NVIDIA, Microsoft und Google sind genau die Richtigen, um diese Herausforderung zu meistern. Wir fördern Exclaim, weil Helen genau die Gründerin ist, die man braucht, wenn ein schwieriges Problem dringlich wird.“
Die CEO wird von Gründungsingenieur Patrick Pfreundschuh unterstützt, der ebenfalls an der ETH promoviert hat, das LiDAR-Inertial-Odometriesystem BIEVR-LIO entwickelte und Teil des Siegerteams der DARPA Subterranean Challenge war. Zwei weitere Gründungsingenieure werden dem Unternehmen laut Oleynikovas Mitteilung in den kommenden Monaten beitreten, weitere Stellen sind bereits ausgeschrieben. ce/mm

Exclaim Robotics von Gründerin und CEO Helen Oleynikova hat bekanntgegeben, dass das Start-up in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 5 Millionen Dollar eingesammelt hat. Bild: zVg/Anna Andersson/Exclaim Robotics
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