Aktuelles
Winterthur – Versiegelte Schulhöfe schaffen ein überhitztes Klima. Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben im Auftrag des Hochbauamts des Kantons Zürich untersucht, wie sich die Aufenthaltsplätze mit Begrünung und Entsiegelung hitzeresistenter gestalten lassen.
(CONNECT) Hitze auf Schulhöfen ist nicht nur aussergewöhnlichen meteorologischen Bedingungen geschuldet. Versiegelte Pausenplätze und aufgeheizte Gebäude, die sich nachts nicht abkühlen, tragen ebenfalls dazu bei. Im Auftrag des Hochbauamts des Kantons Zürich hat jetzt ein interdisziplinäres Team der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) untersucht, wie Schulen hitzeresistenter gestaltet werden können. Laut einer Mitteilung wurde am Beispiel der Kantonsschulen Rychenberg und Im Lee in Winterthur geprüft, inwieweit mit der Umgestaltung der Aussenareale ein besseres Klima erreichbar wäre.
Dabei wurden diese Räume beider Schulen mit modernen Klimasimulationen analysiert. Es zeigte sich, dass die Südfassaden stark bis extrem wärmebelastet sind. Über den versiegelten Flächen ermittelte man eine gefühlte Temperatur von über 15 Grad Celsius über der gemessenen Lufttemperatur. Schülerinnen und Schüler meiden diese Bereiche. Das Team der ZHAW hat gemeinsam mit der Landscale AG vier Massnahmepakete gegen diese Situation entwickelt: Begrünung auf Dach- und Terrassenflächen, Entsiegelung und bodengebundene Bepflanzung, strukturierte Beschattung von Aufenthaltsbereichen sowie Klimaoptimierungen. Bei Simulationen für den Zeitraum zwischen 2035 bis 2060 zeigte sich, dass eine gefühlte Temperatursenkung um 20 Grad erreichbar wäre. Zusätzlich sollten bis 2035 1200 Quadratmeter und bis 2060 insgesamt 3300 Quadratmeter neue Aufenthaltsfläche entstehen. Die Priorisierung der Studie liegt auf der Entsiegelung der vorhandenen Flächen.
„Massnahmen, die Schatten, Kühlung und Aufenthaltsqualität gleichzeitig erhöhen, haben den grössten Einfluss auf das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler sowie auf die Nutzbarkeit der Aussenräume für den Unterricht und während Pausen“, wird Anke Domschky, Projektleiterin und Dozentin am Institut Urban Landscape der ZHAW, in der Mitteilung zitiert.
Bei der Kantonsschule Im Lee untersuchte das Team den thermischen Komfort im Innern. Es wurden Fassadenmassnahmen an der Südseite, automatisierte Nachtlüftung und im weiteren Prozess das Verwenden von Hybridsystemen empfohlen. Die Umsetzung der Pläne werden an der Kantonsschule Rychenberg mit der laufenden Instandsetzung bei einem Investitionsvolumen von 3 Millionen Franken realisiert. Die Studie baut auf einer Konzeptstudie von Krebs und Herde Landschaftsarchitekten auf und entstand in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Landscale. ce/ww

Die ZHAW untersucht, wie Schulen hitzeresistenter gestaltet werden können. Bild: Stefan Kubli/ZHAW
Aktuelles
Das erste KI-Firmenverzeichnis der Welt ging am 31. Juli 2026 online. Und es kommt aus der Schweiz.
Die Schweiz als Vorreiter: Erstes KI-Firmenverzeichnis der Welt ist online
Was viele von einem Deeptech Unternehmen aus dem Silicon Valley erwartet hätten, kommt aus St. Gallen. Die Cohaga AG lanciert mit ranQ das erste KI-Firmenverzeichnis der Welt. Nach einer erfolgreichen Finanzierungsrunde im März 2026 folgt nun der nächste Meilenstein. Bereits vor dem offiziellen Launch setzen mehrere hundert Unternehmen auf ranQ. Ein starkes Zeichen dafür, wie rasant sich der Markt für KI-Sichtbarkeit entwickelt.
Der Wandel ist real
Die Art, wie Menschen Informationen suchen, verändert sich grundlegend. Immer häufiger werden Fragen direkt an ChatGPT, Claude oder Gemini gestellt, statt über Google gesucht. Nutzer erhalten fertige Antworten und keine Liste von Links. Für Unternehmen bedeutet das, dass Sichtbarkeit nicht mehr nur in Suchmaschinen entsteht, sondern zunehmend direkt in KI generierten Antworten.
Die Aktion
Um auf diesen Wandel aufmerksam zu machen, startet Cohaga in den kommenden Tagen eine kreative Guerilla Aktion. Sie soll überraschen, zum Nachdenken anregen und sowohl im öffentlichen Raum als auch in den sozialen Medien für Gesprächsstoff sorgen. Weitere Details werden zum Launch bekannt gegeben.
«Die meisten Unternehmen investieren nach wie vor fast ausschliesslich in ihre Google Sichtbarkeit. Gleichzeitig verlagern sich Suchanfragen immer stärker zu KI-Systemen. Genau darauf wollen wir aufmerksam machen. KI-Sichtbarkeit wird künftig genauso wichtig sein wie klassisches SEO.» Fabio Mätzler, CEO der Cohaga AG
Worum geht es bei ranQ?
ranQ ist die Plattform der Cohaga AG für Generative Engine Optimization, kurz GEO. Vereinfacht gesagt geht es um Sichtbarkeit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Unternehmen erfahren, wie sichtbar sie in KI generierten Antworten sind und wie sie von Systemen wie ChatGPT, Claude oder Gemini häufiger erkannt, zitiert und empfohlen werden. Es geht nicht mehr nur darum, bei Google auf Seite eins zu erscheinen, sondern Teil der Antwort selbst zu werden.

Aktuelles
Zürich/Dübendorf ZH – Eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zeigt, dass nachhaltiges Bauen ökonomisch reizvoll sein kann. Am Beispiel des Parkhauses am Forschungscampus von Empa und Eawag erklärt die Studie, dass vorgeplantes Umwidmen eines Bauwerks zu weitergehender Nutzung dessen Wert steigern kann.
(CONNECT) Eine neue Studie vom Institut für Geschichte und Theorie in der Architektur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zeigt, wie sich nachhaltiges Bauen wirtschaftlich lohnen kann. Am Beispiel des Hybridbau-Parkhauses auf dem Forschungscampus von Eidgenössischer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und dem Wasserforschungsinstitut Eawag in Dübendorf demonstriert die Studie laut einer Mitteilung, wie sich ein bereits in der Bauplanung vorgedachtes Umwidmen eines Gebäudes in einer Wertsteigerung niederschlagen kann.
Wenngleich laut Studienautor Bernhard Kümmerli die „Anforderungen an die ökonomische Nachhaltigkeit in der Architektur heute allerdings noch nicht systematisch berücksichtigt“ wurden, zeigte sich, dass die Auftraggeberinnen Empa und Eawag eine künftige Umnutzung miteinplanen liessen. Im Szenario 1 ist bei sinkendem Individualverkehr eine Nutzung der Parkflächen als Büro- oder Geschäftsräume angedacht. Im weitergehenden Szenario 2, in dem der Personentransport über den öffentlichen Verkehr oder mittels kombinierter Mobilität erfolgen könnte, ist eine völlige Transformation und Umnutzung in die Planung integriert. Zu diesem Zweck wurde eine Modulbauweise aus demontierbaren Fertigteilen gewählt, eine lichtdurchflutete Holzfassade angebracht und eine bürotaugliche Raumhöhe eingehalten.
Den in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Wüest Partner erstellten Berechnungen zufolge ergibt sich eine künftige Kosteneinsparung für das Campus-Parkhaus von rund 6 Millionen Franken bei einer partiellen Transformation und von rund 12 Millionen Franken bei einer vollständigen Transformation. Die Studie zeigte die Vorteile der nachhaltigen Planung ungeachtet der um 22 Prozent erhöhten Baukosten gegenüber einem konventionell erbauten Parkhaus.
„Derartige fundierte Aussagen zur ökonomischen Nachhaltigkeit fehlten bisher“, wird Kevin Olas, Leiter des Bereichs Immobilien an der Empa, in der Mitteilung zitiert. Für die Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft seien derartige Finanzanalysen, die potenzielle künftige Vorteile einbeziehen, äusserst wertvoll. „Wird die Netto-Barwertmethode künftig konsequent angewendet, könnte dies die Transformation hin zur klimaverträglichen Baupraxis deutlich beschleunigen“, so Olas. ce/ww

Das Holzparkhaus auf dem Forschungscampus co-operate von Empa und Eawag ist ein Beispiel für nachhaltige Architektur. Bild: SAM Architekten/Fabio Compagno
Aktuelles
Zürich – Ahead Health wird seine Gesundheitsangebote auch in Deutschland und den Niederlanden lancieren. Mit einer Neufinanzierung in Höhe von 10 Millionen Dollar will das Zürcher Unternehmen für präventive Gesundheit seine Expansion vorantreiben.
(CONNECT) Ahead Health will ab August 2026 seine Gesundheitsangebote auch in Deutschland und den Niederlanden lancieren. Um die Expansion voranzutreiben, hat sich das Zürcher Unternehmen für präventive Gesundheit laut einer Mitteilung eine Finanzierung in Höhe von 10 Millionen Dollar gesichert. Die Finanzierung wurde von 3VC und RTP Global angeführt.
Ahead Health versteht sich als eine Plattform für proaktive und personalisierte Gesundheitsversorgung. Sie verbindet umfassende Blutanalysen, Ganzkörper-MRT und eine von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützte Plattform, in die jedes Mitglied seine eigene Krankengeschichte einbringt – zusammengeführt in einem einzigen, ärztlich geprüften Check-up.
In der Schweiz hat Ahead Health ein Netzwerk von mehr als 20 Partnerzentren und ein wachsendes Angebot aufgebaut, das Kundinnen und Kunden ein kontinuierliches Bild ihrer Gesundheit gibt statt einer einmaligen Untersuchung, heisst es in der Mitteilung. Eine erste Anlaufstation in Deutschland wurde in München eröffnet, in den Niederlanden können sich Patienten für einen Gesundheitscheck anmelden. Ahead Health arbeitet dabei vor Ort mit dem lokalen Gesundheitssystem und etablierten Kliniken, Laboren, Radiologiezentren sowie Ärztinnen und Ärzten zusammen.
„Die Gesundheitsversorgung ist heute noch weitgehend darauf ausgelegt, zu reagieren, wenn Menschen bereits erkrankt sind“, wird Anna Erat, Chief Medical Officer von Ahead Health, in der Mitteilung zitiert. „Die eigentliche Chance liegt darin, früheste Signale zu erkennen, die zu einer Erkrankung oder zu einem suboptimalen Gesundheitszustand führen können, und Menschen in die Lage zu versetzen, ihre langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit durch klare, personalisierte Massnahmen zu optimieren – unterstützt von den besten heute verfügbaren Technologien.“ Peter Lasinger, Partner bei 3VC, zeigt sich mit der Förderung seitens seines Unternehmens überzeugt, dass Ahead Health „eine tief verankerte, missionsgetriebene Kultur mit absoluter Sorgfalt und ausgeprägter technischer Exzellenz verbindet“, die die Gesundheitsvorsorge von Grund auf verändert. ce/ww

Das Ahead Health-Team will ab August 2026 seine Gesundheitsangebote auch in Deutschland und den Niederlanden lancieren. Bild: zVg/Ahead Health AG
Aktuelles
Zürich/Jülich – Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen des Programms Produktives NRW das Zürcher Cleantech-Unternehmen SYNHELION. Somit soll eine kommerzielle Anlage zur Produktion synthetischer Treibstoffe im Brainergy Park Jülich unterstützt werden.
(CONNECT) Das Zürcher Cleantech-Unternehmen SYNHELION ist vom deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen für eine Förderung ausgewählt worden. Im Rahmen des Programms Produktives NRW soll der Bau einer kommerziellen Anlage zur Herstellung synthetischer Treibstoffe im Brainergy Park Jülich unterstützt werden, heisst es in einer Mitteilung.
Die Lösung von SYNHELION gehört zu den neun marktreifen Projekten, die von dem NRW-Förderprogramm ausgewählt wurden. Für die neun Projekte stehen insgesamt 90 Millionen Euro zur Verfügung. Die Pilotanlage DAWN in Jülich hat die Technologie SYNHELIONS, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), industriell validiert. Mit der neuen Anlage soll ein kommerzieller Betrieb demonstriert werden. SYNHELION produziert erneuerbare synthetische Treibstoffe, die fossile Treibstoffe direkt ersetzen können, ohne dass bestehende Motoren oder die Treibstoffinfrastruktur angepasst werden müssen. Dazu gehören synthetisches Kerosin (SAF), synthetischer Diesel und synthetisches Benzin. Die Treibstoffe reduzieren den CO2-Austausch nach Unternehmensangaben bis zu 100 Prozent und eignen sich besonders für schwer elektrifizierbare Verkehrssektoren wie die Luftfahrt und den Langstreckentransport.
„Die Auswahl im Rahmen des Förderprogramms Produktives.NRW bestätigt die Relevanz unserer Technologie und unserer Kommerzialisierungsstrategie“, wird Philipp Furler, Co-CEO und Mitgründer von SYNHELION, in der Mitteilung zitiert. „Wir danken dem Bundesland Nordrhein-Westfalen für die Unterstützung unseres Projekts. Mit dem Bau unserer nächsten Anlage in Jülich stärken wir Deutschland als Industriestandort für erneuerbare synthetische Treibstoffe und leisten einen Beitrag zu einer resilienteren, diversifizierteren Energieversorgung, die weniger von Importen abhängig ist.“ ce/ww

Synhelions erste Anlage für synthetischen Treibstoff, DAWN, befindet sich in Jülich. Bild: Synhelion
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Dübendorf ZH – Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersuchen, inwieweit bestehende fossile Infrastruktur Rohstoffe für die Energiewende liefern kann. Vor allem Stahl und Kupfer könnten vielversprechende Quellen sein.
(CONNECT) Um von fossiler auf erneuerbare Energie umzurüsten, muss eine neue Infrastruktur aufgebaut werden. Dieser Neubau benötigt wiederum neue Rohstoffe und Bauelemente. Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf untersuchen, inwieweit bestehende fossile Infrastruktur Rohstoffe für die Energiewende liefern kann. Das Team aus der Abteilung Technologie und Gesellschaft analysierte laut einer Mitteilung 22 unterschiedlichen Materialien, die in den heute bestehenden Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, fossilen Kraftwerken sowie grossen Pipelines enthalten sind.
„Um das Potenzial dieser ‚urbanen Mine‘ zu verstehen, müssen wir zuerst wissen, welche Materialien darin vorkommen“, wird Hauke Schlesier, Forscher an der Empa und Erstautor einer jetzt vorliegenden Studie, in der Mitteilung zitiert. Besonders die beiden Rohstoffe Kupfer und Stahl stachen als wertvolle Rohstoffe heraus: „Kupfer kommt in Transformatoren und Kabeln zum Einsatz, während Stahl für strukturelle Elemente verwendet wird“, so Schlesier.
Ein Rezyklieren der beiden Rohstoffe ist schon deswegen sinnvoll, weil mit dem Wiedergewinnen von Stahl die Emission von Feinstaub, Kohlendioxid und Schlacke und beim elektrochemischen Rückgewinnen von Kupfer die giftigen Abfälle der Primärproduktion weitgehend vermieden werden. Zudem schätzt die Studie ein, dass bis 2050 Folgekosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden der Primärgewinnung von bis zu zwischen 4 und 11 Billionen Dollar eingespart werden könnten, wie es von Schlesier heisst. Die Studie wurde jüngst in der Fachzeitschrift Nature Communications publiziert. ce/ww

Forschende der Empa untersuchen das Potenzial fossiler Infrastruktur als Rohstoffquelle für die Energiewende. Symbolbild: ADIGUN AMPA/Unsplash
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Zürich/Riga – Das Zürcher Deeptech-Start-up nordfen entwickelt für das lettische Kompetenzzentrum Drone Force – Europe in Riga Simulationstechnologie zur Schaffung realistischer virtueller Trainingsumgebungen. Diese sollen die Ausbildung von Drohnenpilotinnen und -piloten in ganz Europa ergänzen.
(CONNECT) Nordfen hat laut einer Mitteilung eine Partnerschaft mit Drone Force – Europe geschlossen. Das in der lettischen Hauptstadt Riga ansässige gemeinnützige Kompetenzzentrum ist auf Drohnenausbildung und -training und auf die Förderung der Zusammenarbeit in Europa spezialisiert. Es bringt seine Trainingsinfrastruktur, sein Fachwissen in der Ausbildung und seine Ausbildungsprogramme in diese Kooperation ein.
Das Mitte 2025 von drei Absolventen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) gegründete Deeptech-Start-up schafft dafür mithilfe seiner Simulationstechnologie und unter Nutzung von Geo- und Satellitendaten realistische virtuelle Trainingsumgebungen. Anwendungen für diese Technologie sind der Schutz kritischer Infrastrukturen vor unbemannten Bedrohungen, sogenanntes Adversarial Testing sowie Simulationen gegen Drohnenangriffe auf Industrieanlagen und Energienetze.
Mit der steigenden Nachfrage nach diesen Anwendungen wächst auch der Bedarf an qualifizierten Drohnenpilotinnen und -piloten. In diese Zusammenhang „bietet Drone Force – Europe etwas, das kein Softwareunternehmen allein schaffen kann: echte Schüler, hochqualifizierte Ausbilder und praxiserprobte Lehrpläne“, wird Mitgründer und CEO Jack Kendall in einem Bericht von „startupticker.ch“ zitiert. „Wir liefern die Technologie, um das Ganze zu skalieren – von der Pilotenausbildung bis hin zur Drohnentechnik.“ Die neuen Schulungslösungen sollen nicht nur in Lettland, sondern in ganz Europa zum Einsatz kommen.
Der Markteintritt von nordfen in Lettland wird von der Lettischen Investitions- und Entwicklungsagentur gefördert. „Dass ein Schweizer Start-up, das aus dem Innovationsökosystem der ETH Zürich hervorgegangen ist, in Lettland investiert, bestätigt die hohe Expertise unseres Landes im Bereich der Drohnentechnologie", wird deren stellvertrende Direktorin Laura Štrovalde zitiert. „Ich bin überzeugt, dass diese Absichtserklärung den Beginn einer neuen Phase der lettisch-schweizerischen Innovationskooperation markiert."
Nordfen gehört seit Mai 2026 auch zum 20. Jahrgang von ESA BIC Switzerland, dem lokalen Beschleunigungsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Der Inkubator wird von der ETH betrieben. ce/mm

Nordfen hat eine Partnerschaft mit Drone Force – Europe geschlossen. Bild: Janis Spurdzins/Investment and Development Agency of Latvia.
Aktuelles
Muri bei Bern/Zürich – Die auf Software für Arztpraxen spezialisierte Delemed AG aus Muri bei Bern arbeitet mit der im Technopark Zürich ansässigen Intonate GmbH zusammen. Dabei erweitert Delemed seine Produkte um die durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützten Funktionen zur medizinischen Dokumentation von Intonate.
(CONNECT) Delemed unterstützt Ärztinnen und Ärzte sowie Praxispersonal bei der medizinischen Dokumentation. Dabei kommt laut einer Mitteilung von Intonate neu auch seine Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. Die Software der 2024 gegründeten und im Technopark Zürich ansässigen Alumni-Initiative des Student Project House der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zeichnet Patientengespräche und Diktate auf und wandelt sie ebenso wie Dokumente in strukturierte medizinische Berichte und Verlaufseinträge um.
Diese medizinischen Berichte kann das medizinische Fachpersonal den Angaben zufolge nun automatisch an das Delemed-Produkt pex II weiterleiten, „ohne mühsamen Copy-Paste-Schritt und noch effizienter“, so Intonate. „Die neuen Funktionen kommen insbesondere in jenen Bereichen zum Einsatz, die im Praxisalltag besonders zeitintensiv sind“, erklärt Delemed in einer eigenen Mitteilung.
Das in Muri bei Bern ansässige Unternehmen entwickelt und vertreibt seit über 1992 Softwarelösungen für Arzt-, Zahnarzt- und Chiropraktorenpraxen, Gruppen- und Einzelpraxen, Kleinkliniken und Dentalhygiene-Praxen. Es bezeichnet die Praxis-Software pex II als das Herzstück seiner Praxislösung. Die modular aufgebaute Software verbindet Abrechnung, Administration und Praxisorganisation in einer durchgängigen Oberfläche. Sie unterstützt Praxen von der Patientenverwaltung über Agenda, Leistungserfassung, Rechnungsstellung und Mahnwesen bis hin zur elektronischen Krankengeschichte, Dokumentenverwaltung, Statistik und verschiedenen Schnittstellen.
„Intonate erreicht so weitere Hunderte von Arztpraxen in der Schweiz und vereinfacht die administrativen Abläufe“, so Intonate in seiner Mitteilung. Da der Einsatz neuer Technologien im medizinischen Umfeld setzt ein besonders hohes Mass an Sicherheit und Vertrauen voraussetzt, werden die neuen Funktionen den Angaben zufolge ausschliesslich in der Schweiz verarbeitet und DSG-konform in einem ISO-zertifizierten Rechenzentrum betrieben. ce/mm

Die Delemed AG arbeitet mit der Intonate GmbH zusammen. Symbolbild: freestocks/Unsplash
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Zürich/München – Die valuemize AG hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde eine nicht näher genannte siebenstellige Summe eingenommen. Das in Zürich und München ansässige Start-up vertreibt Software, die Kostentransparenz über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts gewährt, bevor es auf den Markt kommt.
(CONNECT) Valuemize hat von verschiedenen Investoren eine Finanzierung in siebenstelliger Höhe erhalten. Beteiligt waren die Risikokapitalfirmen xdeck (Köln), HEARTFELT_(Berlin), OMA Business Angels (München), superangels (München), Prequel Ventures (Berlin), PRXS Technology and Investment (Berlin) sowie ehemalige Führungskräfte und Fachleute von BCG, Celonis, McKinsey und die Gründer von CDTM.
Sie alle gehen davon aus, dass das 2024 in München vorgestellte und 2025 ins Schweizer Handelsregister eingetragene Start-up valuemize mit seiner neuen Software-Kategorie Lifecycle Cost Intelligence Erfolg haben wird. „Unsere Plattform liegt zwischen ERP und PLM und ermöglicht Steuerung, F&E, Finanzen und Beschaffung, welche die finanziellen Auswirkungen jeder Entscheidung in Echtzeit simuliert“, heisst es in einer Mitteilung von Michael Domanegg, der im Führungsteam für das Geschäft zuständig ist.
Bislang verwendeten die mit dem Kostenmanagement beauftragten Personen „über 60 Prozent ihrer Zeit mit Datenarchäologie“, jagen fragmentierten Excel-Tabellen und interner Ausrichtung hinterher, ohne die historischen Daten in ihren ERP- und PLM-Systemen sowie fortschrittliche Simulationsmöglichkeiten zu nutzen“, so valuemize.
„Wir haben valuemize aufgebaut, weil wir diesen Schmerz selbst erlebt haben.“ Das Führungstrio bringt Erfahrung aus dem Product Cost Engineering bei ABB/Accelleron, aus der Führung von Tech-Teams bei SAP und von anderen grossen Industrieunternehmen mit. „Wir sind keine Aussenseiter“, schreibt Domanegg. „Wir sind Insider, die das System reparieren, in dem wir aufgewachsen sind.“ ce/mm

Valuemize hat von verschiedenen Investoren eine Finanzierung in siebenstelliger Höhe erhalten. Symbolbild: Ambre Estève/Unsplash
Aktuelles
Luzern/Winterthur – Forschende der Hochschule Luzern und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften haben gemeinsam mit Partnern eine begrünte Ziegelfassade entwickelt. GreenBrick soll die Umgebungstemperatur an Gebäuden um bis zu 4 Grad senken und gleichzeitig den Wasser- und Ressourcenverbrauch sowie die Lärmbelastung reduzieren.
(CONNECT) Die Hochschule Luzern (HSLU) hat gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie Unternehmen aus der Baubranche das begrünte Fassadensystem GreenBrick entwickelt. Das von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse unterstützte Forschungsprojekt kombiniert gemäss einer Mitteilung Tonziegel mit Moosen und trockenheitsverträglichen Pflanzen wie Farn oder Storchenschnabel.
GreenBrick funktioniert nach dem Prinzip der Verdunstungskühlung. Simulationen und Praxistests zeigen eine Kühlwirkung von bis zu 4 Grad Celsius in unmittelbarer Gebäudenähe. „Die Wirkung ist besonders in dicht bebauten und windarmen Stadträumen spürbar", so Gebäudetechnikexperte Markus Koschenz von der HSLU.
Das System benötigt mit 1,3 Litern Wasser pro Quadratmeter und Tag weniger Wasser als bestehende Begrünungslösungen und soll vorzugsweise mit Regenwasser in einem geschlossenen Kreislauf bewässert werden. GreenBrick soll zudem die Biodiversität fördern und den Schallschutz verbessern.
Dank des modularen Aufbaus können einzelne Elemente ersetzt, rückgebaut oder wiederverwendet werden. Das Fassadensystem eignet sich sowohl für Neubauten als auch für die Nachrüstung bestehender Gebäude und lässt sich mit anderen vorgehängten Fassadensystemen wie Solarpanels kombinieren. „Unser Ziel war eine ressourceneffiziente Fassadenbegrünung, die einen spürbaren Beitrag zur Lebensqualität insbesondere in der Stadt leistet", lässt sich Materialdesignerin Cornelia Gassler von der HSLU zitieren.
Projektpartner von GreenBrick sind neben der ZHAW die Skygardens AG (Fislisbach AG), die Lüchinger Meyer Partner AG (Zürich), die Waldhauser+Hermann AG (Münchenstein BL), die Wagner System AG (Willisau LU) sowie die Zürcher Ziegeleien AG (Regensdorf ZH). ce/as

Die HSLU hat gemeinsam mit der ZHAW sowie Unternehmen aus der Baubranche das begrünte Fassadensystem GreenBrick entwickelt. Bild: Hochschule Luzern
Aktuelles
Die ArianeGroup und Beyond Gravity aus Zürich haben einen langfristigen Liefervertrag abgeschlossen. Das bundeseigene Raumfahrtunternehmen soll insgesamt 27 Nutzlastverkleidungen für die Trägerrakete Ariane 6 der deutsch-französischen Raumfahrtgruppe liefern. Beyond Gravity CEO Barbara Frei-Speiter spricht an der Innovationskonferenz Open-i über die Rolle der Schweiz im europäischen Space-Ökosystem.
Langfristiger Liefervertrag für die Ariane 6
Die ArianeGroup und Beyond Gravity haben einen langfristigen Vertrag für die Betriebsphase der europäischen Schwerlastträgerrakete Ariane 6 unterzeichnet. Das Schweizer Raumfahrtunternehmen wird insgesamt 27 Nutzlastverkleidungen für die Flugmodelle 16 bis 42 liefern – darunter 20 Einheiten mit 20 Metern Länge und 7 Einheiten mit 14 Metern Länge.
Für Beyond Gravity bedeutet dieser Rekordauftrag einen bedeutenden Entwicklungsschritt, da er die Fähigkeit des Unternehmens bestätigt, hochkomplexe Trägerraketenstrukturen in Serie und höchster Qualität zu fertigen. Der Auftrag stellt zudem die Auslastung des Produktionswerks im luzernischen Emmen für die kommenden Jahre sicher.
«Mit unserer Fähigkeit, hochkomplexe Trägerraketenstrukturen in Serie und in höchster Qualität zu produzieren, leisten wir einen zentralen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrt.» – Barbara Frei-Spreiter, CEO von Beyond Gravity
Bewährte Partnerschaft für Europas Weltraumzugang
Beyond Gravity fertigt bereits seit dem Start der Ariane 1 im Jahr 1979 die Nutzlastverkleidungen für das europäische Trägerraketenprogramm. Christophe Bruneau, CEO der ArianeGroup, hob bei der Unterzeichnung hervor, dass eine solche Kooperation essenziell sei, um Europa einen eigenständigen und wettbewerbsfähigen Zugang zum Weltraum zu sichern.
Einblicke in das Schweizer Space-Ökosystem an Open-i
Im Rahmen der Innovationskonferenz Open-i in Zürich wird Barbara Frei-Spreiter über die aktuellen Entwicklungen im Schweizer Space-Ökosystem referieren. Vor dem Hintergrund des neuen Ariane-Auftrags wird sie aufzeigen, wie sich Beyond Gravity in einem dynamischen Marktumfeld behauptet und welche Rolle Schweizer Technologie für die europäische Raumfahrt spielt.

Aktuelles
Zürich – ZuriQ hat sich in einer Seed-Finanzierung 25,5 Millionen Dollar gesichert. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen für Quantencomputer sein Team erweitern und in Forschung und Entwicklung investieren. Dabei soll die Architektur seiner Prozessoren auf eine zweidimensionale Ebene skaliert werden.
(CONNECT) ZuriQ konnte sich in einer Seed-Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 25,5 Millionen Dollar sichern. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, will das in Zürich ansässige Unternehmen für Quantencomputer sein Team erweitern und in Forschung und Entwicklung investieren. Die Finanzierungsrunde wurde von Quantonation angeführt. Beteiligt waren weiter Forward.one, Extantia, Firgun Ventures sowie alle Investoren der vorherigen Runde. Bereits 2025 hatte sich das Unternehmen, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), in einer Pre-Seed-Finanzierung 4,2 Millionen Doller gesichert.
Quantencomputer arbeiten nicht wie herkömmliche Rechner mit Bits, sondern mit Quantenbits oder Qubits. Wie ein Bit in einem klassischen Computer kann ein Qubit entweder den Zustand 1 oder 0 annehmen, es kann aber auch unendlich viele Zustände dazwischen annehmen. Qubits können ausserdem miteinander kommunizieren, also quantenverschränkt sein. Ein Ansatz, Qubits zu „verbinden“, ist die sogenannte Ionenfallentechnik. Bisher basieren diese Ionenfallen auf eindimensionalen Ionenketten. ZuriQs hat durch Kombination aus elektrischen und magnetischen Feldern eine Technologie entwickelt, um Ionen in einem zweidimensionalen Gitter einzufangen. Das Unternehmen hat dafür einen Demonstrator entwickelt, der das Funktionieren der Technologie in einem 3x3-Array, also mit neun Ionen nachweist. Nun sollen die Fertigungsprozesse so skaliert werden, dass die gesteigerte Ionenzahl den Bau eines kommerziell verwertbaren Chips gestattet. „Die Unternehmen, die mit Ionenfallen den Wettlauf eröffneten, begannen mit eindimensionalen Designs, die zwar nützliche Zwischenschritte darstellten, aber die eigentliche Herausforderung besteht darin, erfolgreich auf zwei Dimensionen umzusteigen, um die Produktion zu skalieren“, wird Pavel Hrmo, CEO von ZuriQ, in der Mitteilung zitiert. „Diese Finanzierung ermöglicht es uns, unsere technologische Dynamik in die kommerzielle Skalierung umzusetzen.“ ce/eb

ZuriQ-Gründer: (von links): Shreyans Jain, Tobias Saegesser und Pavel Hrmo. Bild: Daniel Kunz, www.danielkunzphoto.com, Adliswil, Schweiz
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